Getaggt mit ‘Derische Sphären’

Riesige Fanprojekte auf der Rat 2011

Sonntag, 11. September 2011

Das Rakshazar-Projekt wird dieses Jahr zusammen mit dem DereGlobus-Projekt einen Stand auf der Ratcon 2011 betreiben.

Die beiden Projekte kooperieren schon seit einigen Jahren miteinander, und nachdem nun endlich unser neues Flaggschiff, “Das Buch der Helden”, mit über 400 Seiten geballter Rieslandpower in den Startlöchern steht, wird das Team von DereGlobus (unter anderem) diese Neuerscheinung mit einem großen Riesland-Update begleiten: So wird neben riesländischen Landmarken und Regionen wird nun auch die Verbreitung der rakshazarischen Kulturen auf dem virtuellem Dererund angezeigt.

Wir freuen uns auf euren Besuch am Stand und in unserem Workshop, wo wir euch gerne ausgiebig über das Setting und unsere zukünftigen Veröffentlichungen informieren.

Fakt – Potenz

Donnerstag, 24. Februar 2011

Als Aristoteles sich fragte, was den nun eigentlich Bewegung sei, kam er darauf, das alles Wirkliche zwei Momente hat:

  1. Das Moment des Aktuellseins (gr. enérgia), auf Grund dessen das Wirkliche das ist, was aktuell ist; auch “Akt” genannt.
  2. Das Moment des Möglichseins (gr. dýnamis), auf Grund dessen sich Wirklichkeit verändern kann; auch “Potenz” genannt.

Ein ruhender Ball (Akt) hat also z.B. die Möglichkeit (Potenz) in ein Tor geschossen zu werden.
Im Rollenspiel müssen diese Momente am Spieltisch simuliert werden, um einen spassigen Abend zu haben. Dabei reicht es anscheinend nicht, einfach nur zusammen in einer Runde zu sitzen und gemütlich daherzufantasieren: Regeln, Spielwelt, der Meister und die Spieler müssen zum einen Aktuelles und zum anderen Mögliches in der Spielwelt begrenzen und benennen, damit das Spiel überhaupt Sinn macht.
Die Art und Weise dieser Begrenzung wird nun zur Zeit in einigen Blogs diskutiert, und hier mal kurz die bisherigen Positionen:
Zornhaus möchte anhand verschiedener Definitionen von Spielweltrealitäten – Fakten, FAKTEN und “Fakten” nominiert – und dem Umgang mit ihnen vermitteln, wie man Spielleiterische Tugenden fördern kann.

  1. Fakten sind dabei Outgamefakten, also das was wir unter Fakten verstehen.
  2. FAKTEN sind am Spieltisch bereits gespielte/ erlebte Realitäten – z.B. ein NSC, mit dem man interagierte, ein Tier das man durch eine erfolgreichen Plattschuss erlegte etc. – egal wie diese nun ins Spiel gelangten. Sie wurden von Spielern erlebt, sind deshalb etabliert worden.
  3. “Fakten” sind Hintergrundsmaterial, Ideen und in der Spielwelt vom Spieleverlag oder dem Meister, die allerdings noch nicht konkret am Spieltisch zum einsatz kamen. Es sind also rein potentielle Realitäten. Informationen in Quellenbüchern sind also “Fakten”, so sie denn noch nicht zum einsatz kamen.

Wie andere auch bemängle ich die verwirrende Nomenklatur, vorallem da nur 2. und 3. tatsächlich relevant sind, und werde im folgenden 2. FAKTEN in anlehn ung an Karstens Blog als “etablierte Fakten” und 3. “Fakten” als “potentielle Fakten” titulieren, jeweils ohne “ “

Karsten möchte verschiedene Fakten ausdifferenzieren, und unterscheidet folgendermassen:

  1. Genrekonvention Zitat: “Mit Genrekonvention meine ich bestimmte Verhaltensmuster, die genretypisch sind”
  2. Settingfakt: eine ausformulierte Beschreibung aus mehr oder weniger kanonischen Quellenmaterial (also eigentlich ein kanonischer potentieller Fakt)
  3. Etablierter Fakt, Zorhaus “FAKT” – mMn ein treffenderer Name
  4. Geplanter Fakt: ein potentieller Fakt, vom Spielleiter geplante Vorkommnisse.

mMn magelt es auch dieser Nomenklatur an Klarheit, zudem ist die Genrekonvention eher etwas, was man mit den Tugenden des Spieleiters von Zornhau diskutieren sollte, verwirrt aber eher wenn man ersteinmal umreissen will von was man überhaupt spricht. Will man weiter unterscheiden, sollte man zu Zornhaus Unterscheidung noch hinzufügen, wer diesen Fakt generiert hat. Vorallem bei potentiellen Fakten (“Fakten”) macht da mMn eine Unterscheidung Sinn. Vorallem potentielle Fakten aus kanonisierter Verlagsquelle sollte man in Diskussionen von dem eigens erstellten Material abgrenzen. Mein Vorschlag: Man gesellt eben noch ein kanonisiert bzw. spielrundenspezifisch hinzu, also:

  1. Spielrundenspezifische etablierte Fakten (seF)
  2. Kanonisierte etablierte Fakten (keF)
  3. Spielrundenspezifische potentielle Fakten (spoF)
  4. Kanonisierte potentielle Fakten (kpoF)

Der Einfachkeit halber kann man auch schlicht bei kanonisierten potentiellen Fakten bei “Kanon” bleiben, und das am Spieltisch tatsächlich präsentierte als “etablierte Fakten” oder “etablierter Spielrundenfakt” gewissermassen als den “Hauskanon” der offiziellen Welt gegenüberstellen. Die restlichen Ausdrücke werden wohl in Chats und Unterhaltungen kaum Anwendung finden, da zu theoretisch.

So, nach der Zusammenfassung der beiden Artikel und dem Vorschlag einer systematischeren Benennung der Spielrealitäten ist der Artikel ziemlich lang geworden, weswegen ich auf die von uns hier in den Derischen Sphären generierten semikanonisierten potentiellen Fakten, und den Problemen die sich bei der Erstellung solcher Fakten und der Interpretation der kpoF’s ergibt garnicht mehr eingehen kann, bleibt mir nur noch auf den lose themenverwandten Artikel hier von hendrik zu verweisen, in dem es um die Arten und Möglichkeit der Spieler geht, selbst potentielle Fakten im Spiel zu etablieren, und verbleibe erstmal hiermit um im nächsten Artikel ein paar weiterführende Ideen und Fragen zu schreiben.

Deadline im Tsamond

Mittwoch, 02. Februar 2011

Frevlerisch – wie könnte es, wenn sich um den rauen Kontinent Rakshazar handelt, auch anders sein – haben wir uns eine Deadline für den 20 Tsamond gesetzt. Der Februar wird also heiß. Was soll fertig werden? Die Beta 3 Version, die als Grundlage für die Projektvorstellung bei Orkenspalter-TV ; und wahrscheinlich auch der RPC 2011 ; dienen sollen. Deshalb arbeiten wir gerade volldampf an den Kulturreviews und dem Layout der Beta 3 – und damit einer der Meilensteine des Rakshazar Projekts. Die kleineren Flauten des Projekts in 2009 und 2010 verzögerten die Beta 3 merklich, allerdings haben wir unsere Ansprüche auch merklich angehoben. Ja, Ideen hat man recht schnell auf einen Skizzenblock mit ein paar Wörtern festgehalten, stimmige Ausarbeitung und kritisches Hinterfragen kosten allerdings Zeit und Nerven.

Es spricht für das Projekt, das diese Feuerprobe ohne (großen) Krach nun (beinahe ;) ) bestanden hat. Die Fans können mehrere hundert Seiten Kulturen, Regeln und Artwork rund um den fantastischen Ostkontinent Aventuriens erwarten, und zudem beim Eintritt in die nächste Phase vielleicht auf den fahrenden Zug aufspringen: Magie und Geografie steht an, nebenbei soll das Bestiarium fertig werden und noch vieles mehr … entschlossen, nun auch kleinere Fortschritte Fanbasefreundlich zu veröffentlichen ist der Tsamond vielleicht doch passend, da das Projekt sich wohl erneuern wird :)