Rakshazar - Forum

Rakshazar => Lektorenboard => Thema gestartet von: GrogT am Dezember 28, 2007, 05:04:14



Titel: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Dezember 28, 2007, 05:04:14
Ich mache hier mal einen Threat für die Lektoren auf. Azkorra hatte sich angeboten gegenzulesen. Hier sollten nur vollständige Kulturbeschreibungen, versichert euch also das alle Punkte da sind und wenn möglich schon jemand einen Blick darauf geworfen hat.

Für das Lektorat schlage ich folgendes vor: Rechtschreibfehler können einfach nach Dudenregelung verbessert werden. Falls Stilblüten oder "Neolinguoismen" (a lá "voll geil" oder "Piercing" "wie ein Motoradhelm"ect.) auffallen, Worte fehlen bzw. der Inhalt des Satzes unklar ist wird der Satz/ die Wendung rot eingefärbt und dahinter rot in Klammern der Vorschlag bzw. die Frage des Lektoren gesetzt

Beispiel: Bla Bla Bla.Damit zufrieden sind. [wer?] Bla Bla Bla.

Was fett/ kursiv unterstrichen ect. angeht bin ich noch etwas unschlüssig. Sollten Eigenamen z.B kursiv geschrieben werden?

Ich habe den Dateinamen immer ein [1.01] angehängt. Der gegengelesenen Version bitte ein [1.02] Anhängen... bei 35 Kulturen wird es sonst schwehr den überblick zu behalten. 

Na, genug geschwafelt. Im Anhang das Schema und die Formation der Texte. 


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Dezember 28, 2007, 05:15:06
Hier mal die ersten Kulturbeschreibungen:

12_Ipexco Städter und 13_Ipexco Stamm (Autor: Talkim)

19_Urgashkão, 20_Brachtão und 21_Artachkão (Autor: GrogT)   

Edit: veralteten Dateianhang gelöscht (Übersichtlichkeit)

               



Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Talkim am Dezember 28, 2007, 11:56:01
Kleiner Fehler...
Dies sind die aktuellen Ipexco-Kulturen.

Edit: veralteten Dateianhang gelöscht (Übersichtlichkeit)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Dezember 28, 2007, 16:55:39
Ah, Stimmt. Ich würde sie noch gern in zwei Dokumente getrennt haben (macht das durchzählen leichter)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Talkim am Dezember 28, 2007, 17:21:00
Hier die beiden Kulturen getrennt.
Sorry, dass es so lange dauert, bis ich neue Texte einstelle! Mein Mainboard hat ne dicke Macke und mein Bildschirm zeigt fast nur noch Pixelsalat... Das macht das Schreiben fast unmöglich  *AUTSCH*

@ Grogt
Bitte entferne doch die veralteten Kulturbeschreibungen... Sonst kommen wir wieder durcheinander.

Edit: veralteten Dateianhang gelöscht (Übersichtlichkeit)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Dezember 28, 2007, 17:38:11
Hallo,

anbei die korrigierten Texte. Guckt mal, ob ihr noch Fragen habt. Ich habe manchmal nur meinen Vorschlag eingefügt und rot markiert. Bei den Ipexco habe ich das Dokument bearbeitet, das beide Kulturen enthält - kann man dann ja wieder splitten.

Edit: veralteten Dateianhang gelöscht (Übersichtlichkeit)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Dezember 29, 2007, 01:53:32
Danke, das ging ja fix   :d

@Talkim: Trenne am besten du den Ipexco-Text nachdem er von dir ausgebessert wurde, und stelle sie  dann als [1.03] hier rein, weil ich gerne alle Fertigen sammeln würde.
=> Entfernen: du meinst die "alten" Dateianhänge? 


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Talkim am Dezember 30, 2007, 23:11:38
@Talkim: Trenne am besten du den Ipexco-Text nachdem er von dir ausgebessert wurde, und stelle sie  dann als [1.03] hier rein, weil ich gerne alle Fertigen sammeln würde.

Ist geschehen (siehe unten).

=> Entfernen: du meinst die "alten" Dateianhänge? 

Genau, also z.B. alle Kulturbeschreibungen der Ipexco bis auf die [1. 03] Versionen. Sonst kommen leicht Vewechslungen auf und es landen nachher alte oder fehlerhafte Texte in der BETA.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jens_85 am Januar 04, 2008, 01:52:58
Oh ich muss hier auch noch reinstellen. Geht das denn auch als was anderes als .doc?
Frühestens nächste Woche kann ich das mal zusammenstellen :)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Januar 04, 2008, 14:04:34
Zitat
Genau, also z.B. alle Kulturbeschreibungen der Ipexco bis auf die [1. 03] Versionen. Sonst kommen leicht Vewechslungen auf und es landen nachher alte oder fehlerhafte Texte in der BETA.
Werd ich machen.
Zitat
Oh ich muss hier auch noch reinstellen. Geht das denn auch als was anderes als .doc?
Solange niemand Probleme mit dem anderen Format hat sicher.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Januar 04, 2008, 14:24:07
@ Azkorra:

Im Anhang 5_Nedermannen Sippe-SC_Kultur[1.02] fertig zum Gegenlesen! Danke  :)

Edit: veralteten Dateianhang gelöscht (Übersichtlichkeit)



Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Januar 08, 2008, 14:47:09
Im Anhang "11_Parnhai-SC_Kultur[1.01]"

Edit GrogT: Anhang gelöscht


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Januar 08, 2008, 14:54:48
Pünktlich zur neuen Kulturbeschreibung hier erst einmal die korrigierte Version des Nedermannen-Textes.  ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Januar 08, 2008, 14:59:15
Herzlichen Dank! Und: falls du irgendwo gerne in der Konzeption  mit einsteigen möchtest einfach im Thema von Interesse posten ...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Januar 08, 2008, 15:34:50
Ich hab doch eh von nix 'ne Ahnung  ;)

Nee, mal im Ernst: Was das DSA-Regelwerk und auch etwaige Kompatbilitäten angeht, bin ich wirklich nicht so im Bilde.
Aber wenn mir mal was Gescheites zum Setting einfällt, werde ich das posten  :)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Januar 08, 2008, 15:38:23
Zitat
Aber wenn mir mal was Gescheites zum Setting einfällt, werde ich das posten
Genau das meinte ich  :d


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Januar 12, 2008, 15:47:08
So, hier die korrigierte Version des Parnhai-Textes. Diesmal ist einiges mehr drin gewesen.
Vor allem bei den geographischen Namen müsste mal Einigkeit geschaffen werden. Soweit ich weiß, hieß die zerstörte Hauptstadt des Rieslands doch Marhynia, oder? Im korrigierten text finden sich jedoch 3 verschiedene Versionen des zugehörigen Adjektivs.
Und wie heißen die Inseln, auf denen Kiyoshi einst die Schwertmeister verfrachten wollte? Jomische oder Jominische Inseln? Ich meine, letztere Schreibweise in der Beta gelesen zu haben, oder? Habe den Text zumindest dahingehend korrigiert... :)


 


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jens_85 am Januar 12, 2008, 19:14:27
Natürlich jominische. Jomische Inseln sind komische Inseln ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Januar 13, 2008, 20:36:50
Ich bin kurz auf dem Durchflug...danke Azkorra...  :d


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Januar 22, 2008, 18:33:52
@ Azkorra: im Anhang "6_Slachkaren-SC Kultur [1.01] "


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Januar 24, 2008, 11:00:54
Anbei die lektorierte Version des Slachkaren-Textes. Irgendwie hat mir der insgesamt nicht so gut gefallen. Es wird thematisch innerhalb der einzelnen Absätze zu viel hin und her gesprungen, in einem Satz wird z.B. auf etwas ganz anderes Bezug genommen als im vorherigen. Sprachwissenschaftlich gesehen: zu wenig Kohäsion und Kohärenz  ;).
Naja, und darunter leidet dann irgendwie auch die zu vermittelnde Stimmung des Textes. Einerseits besitzen die Slachkaren m.E. ohnehin wenige Merkmale, die sie auszeichnen, und andererseits wird dieses Defizit durch die Schreibweise des Textes noch unterstrichen.
Nix für ungut, aber vielleicht guckt ihr ja nochmal drüber...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jens_85 am Januar 24, 2008, 16:28:57
Was soll das heißen, dass ich etwa nicht begabt bin??? :,,(



;)



Nein, das Problem ist eher, dass ich X Informationen da unterbringen wollte, dass ist mir wohl so elegant nicht gelungen... Ich finde wenige Merkmale haben sie gar nicht
=> schön
=> räuberisch
=> Symbole sind ihnen wichtig [Korrektur Mitteilung ist richtig, es war ein Rechtschreibfehler]
=> Von einem Tag in den anderen / verschwenderisch
=> Angst vor Drachen / suchen das Wasser
=> seeeehr seltsame, todbringende, weise Zauberer/Hexer
=> tarnen sich oft, biedern sich an
=> sie essen sehr gerne Insekten
=> sie haben keine Krieger, nur Henker

ist das vielleicht ein Overflow (bin eben W-Informatiker)? Zuviel? Ich finde, da ist genug charakterisierendes und ausspielrelevantes drin, was einem hilft, einen typischen Slachkaren darzustellen (da sehe ich solche Texte eher technisch, weniger sprachlich). Er beantwortet die Fragen "Wie lebt ein Slachkare?" "Was ist ihm wichtig" "Was mag er/mag er nicht" und "Wie stelle ich ihn dar" recht gut, aber das ist ja evtl. meine Betriebsblindheit, die mir die Sicht vernebelt.

bei deinem roten [was?] hätte "Gedächtnis" stehen müssen. Argh! Mein Fehler.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Januar 25, 2008, 19:56:31
Hehe, für einen W-Informatiker bist du sprachlich sogar extrem begabt... >:D

Nee, im Ernst, hast schon Recht: es sind einige Merkmale, die aber allesamt nicht so sehr herausstechen wie die besonderen Features anderer Kulturen, und genau dadurch wirkt die Beschreibung dann etwas überfrachtet und der Text etwas unorganisiert.

Ich geb' dir mal zwei Beispiele, beide aus dem Kapitel "Lebensweise" :

Zunächst geht's um die Rollenverteilung von Mann und Frau. Dann kommt folgender Bruch:
"Selten werden Kinder vor dem Erwachsenenalter dem Stamm entzogen und gezwungen, die Lebensweise eines Zauberers anzunehmen."

Jetzt geht es also abrupt und ohne Einleitung um Kinder UND um Zauberer, deren Bedeutung für die Slachkarenkultur bis dato noch nicht erwähnt und herausgestellt worden war.
Wenn du hingegen z.B.  den Satz  mit dem Thema des Satzes beginnen würdest, also "Kinder werden[...]", wüsste der Leser sofort, worum es geht .
Zudem musste ich mir den Satz zweimal durchlesen, um mir die Bedeutung des Adverbs "selten" zu verdeutlichen, das meistens im Sinne von "nur selten" verwendet wird, hier aber im Sinne von "ab und an", oder? Das ist auch ein bisschen irreführend.

Das zweite Beispiel ist folgendes: "Ein Slachkare lebt oft ein sehr chaotisches Leben von einem Tag in den anderen und nimmt sich, was er kriegen kann. Da seine Umgebung meist voller Bodenschätze ist, geht er sehr verschwenderisch mit solchen Dingen um. Oft sind sie dabei ziemlich hinterhältig. Das Leben endet oft unrühmlich als Opfer eines Kampfes (mit einem Troll) oder einer Naturgewalt (einem Riesen oder Drachen)."

Alle vier Sätze haben unterschiedliche Themen, von denen sich keines syntaktisch an das des vorherigen anschließt. Die ersten beiden passen aber noch inhaltlich zusammen. Dann wird's problematisch (und sollte auch IMHO auch noch verbessert werden, auch wenn ich's nicht angemarkert habe):
1. gibt es hier einen sprachlichen Fehler, da du vom Singular ("ein Slachkare", "er") in den Plural wechselst, 2. findet hier ein relativ großer Themenwechsel von der generellen Einstellung zum Kampfverhalten statt, und 3. wird durch das Adverb "dabei" eine Beziehung zum Satz vorher hergestellt, die de facto nicht gegeben ist. Wobei ist der Slachkare hinterhältig? Beim Verschwenderisch-mit-solchen-Dingen-Umgegen? Ich würde diesen Satz durch "Slachkaren sind oft ziemlich hinterhältig" ersetzen (ja, auch Plural, aber das Subjekt wird explizit genannt) und dann mittels eines weiteren Adverbs (vielleicht "trotzdem"?) noch den Bezug zum letzten Satz herstellen.

Puh, jetzt reicht's aber. Nimm mir meine Kritik bitte nicht übel (ist ja auch halbwegs konstruktiv) - bin es halt etwas gewohnt, Texte auseinanderzunehmen  ;)

Ein kurzer Nachtrag: Unter "Lebensraum" habe ich noch einen Tippfehler entdeckt ("im gesamten [...] Rakshazar. Kannst du das bitte selbst manuell verbessern? Möchte dafür nicht noch einmal den ganzen Text anhängen  ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Yanken am Januar 25, 2008, 20:48:54
Hi Azkorra... GrogT meinte ich solle hier auch mal die Rassenbeschreibungen reinstellen, sie wurden zwar schon von Firnaor nachgebessert (grün), aber es schadet ja nicht, wenn nochmal jemand drüber schaut.

Die Rassenbeschreibungen findest du im Anhang


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Januar 25, 2008, 20:53:17
@ Jens:
Mein Tipp (ich habe es stehts so gemacht) : Schreib eine zweite Version, bei der du  in den Absätzen versuchst nur das jeweilige Thema zu beleuchten (Magie, Tracht und Bewaffnung ect.) "Wild Carts" sind dann "was sagen ... über ..." sowie "Darstellung".
Kreativen Input holst du dir aus der ersten Version.
Geht allenthalben leichter als Sätze rum zuschieben, hier zu knipsen und dort hinzufügen ect. !


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Januar 25, 2008, 21:13:16
@ Yanken: ich glaube die Rassen müssten nochmals durchgesehen werden bevor sie ins Lektorat gehen, z.B. sind Kulturen gestrichen worden (z.B. Donari-Zweifler) und es wurden auch ein paar Konzeptionsänderungen zum Körperbau/ Physis  gemacht, z.B. sind Donari kräftiger gebaut als die Ursprungsrasse Hochelfen und haben keine standartmässige, aktive Zauberei. 


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Yanken am Januar 25, 2008, 22:13:23
Na dann müssen wir nochmal nachbessern... ich werd mal danach schauen und es zur Diskussion stellen...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jens_85 am Januar 25, 2008, 22:56:11
Das nochmal überarbeiten? Das würde ich gern dem Azkorra (dem ich keinesfalls böse bin) überlassen, ich denke er hat verstanden worum es geht und kann mit zwei, drei Handgriffen die er auch schon erwähnt hat für schnellere Klarheit sorgen. Ich selbst würde mir da eher einen abbrechen ;) trotzdem danke für den Tipp GrogT, das ist eine gute Sache aber leider in meiner beginnenden Klausurphase ein ziemlicher Zeitfresser...

Technisch kann ich da sogar weiterhelfen: du löschst einfach den Anhang aus deinem letzten Anhangsposting und lädst das korrigierte Dokument dann gleich neu hoch. Aber es schadet nicht, eine Art "Versionsdokumentation" zu haben - einfach in deinen nächsten Beitrag nochmal hochladen. Wir haben genug Platz für alles auf diesem unserem wundervollen Server ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Januar 26, 2008, 04:10:04
Na wenn der Azkorra das machen möchte?


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Das Waldviech am Februar 03, 2008, 10:47:00
Und nochwas für´s Lektorat ! Die vorläufige Endversion des Cromortextes....


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Das Waldviech am Februar 03, 2008, 10:53:10
Liebe Leute....euer Einverständnis vorraussetzend habe ich den Lektorenthread mal fixiert ! ist ja doch einer von den Wichtigen.... :D


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Februar 03, 2008, 12:04:26
Hallo Waldviech,

kannst du's bitte im .doc-Format reinstellen? Habe kein OpenOffice. Danke.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Das Waldviech am Februar 03, 2008, 12:10:23
Oki.....hier das Selbe nochmal im Doc-Format.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Februar 04, 2008, 13:02:00
Hallo Yanken,

anbei deine Rassenbeschreibungen. Ich ging bis eben davon aus, dass der grüne Teil eine alte Version darstellt und habe diesen deshalb nicht ganz so gewissenhaft korrigiert. Jetzt habe ich gesehen, dass er eine Überarbeitung von Firanor ist. Ich finde allerdings bis auf eine Ausnahme (rot markiert) deinen Teil besser als den von Firanor.
Ansonsten wie immer: Tipp-, Rechtschreib- und Interpunktionsfehler habe ich gleich korrigiert, bei unpassenden Wörtern oder Satzteilen habe ich manchmal direkt korrigiert, manchmal eine rote Anmerkung gemacht. Guck einfach mal drüber und melde dich, wenn etwas unklar ist.



Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Februar 04, 2008, 15:46:15
Es folgt Waldviechs Cromor-Text. Einige wenige Unklarheiten habe ich auch hier rot markiert.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jarn am Februar 04, 2008, 21:42:11
Und hier die Angurianer für den geneigten Lektor:


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Februar 04, 2008, 22:36:42
Vergesst nicht die Dokumente nach dem Lektorat gegenzulesen und wenn das getan ist die endgültige Version online  zu stellen, damit sich alles bei mir einfindet!


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Yanken am Februar 05, 2008, 13:52:20
Vielen Dank Azkorra...

ich schau's mir demnächst mal an und führe es zu einem fertigen Text zusammen.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jarn am Februar 05, 2008, 14:11:15
Hier die Angurianer im .doc Format:


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Februar 07, 2008, 13:47:36
Anbei die Angurianer. Ich habe nur kleine Sachen verbessert, nichts rot markiert.
Eine Anmerkung aber noch:  Ihr müsst euch mal darauf einigen, die Völernamen einheitlich zu schreiben und zu verwenden. Z.B. ist der Plural des Volkes aus Amhas doch Amhasim, oder? So habe ich das jedenfalls in diesem Text korrigiert.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jarn am Februar 07, 2008, 14:06:00
Danke  :d


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am Februar 08, 2008, 23:10:13
Und hier nochmehr Arbeit  ;)


EDIT: Anhang der Übersichtlichkeit halber gelöscht.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Talkim am Februar 11, 2008, 10:36:19
An dieser Stelle nochmal die Ipexco-Kulturen mit der Handwerkskunst... Hoffe die müssen nicht mehr groß überarbeitet werden.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Februar 21, 2008, 11:40:25
Anbei die Reiternomaden. Ich mache nochmal drauf aufmerksam, dass ihr euch auf eine bestimmte Schreibweise der Eigennamen und ihrer angeleiteten Formen (Namen der Bewohner einer Stadt/Region, Pluralformen etc.) einigen müsst.
Das klingt vielleicht etwas haarspalterisch, fällt aber auf, wenn der eine von den Amhas, der andere von den Amhasim redet, der eine von den Marhyniern, der andere von den Marhynianern, der eine Yal-Mordai schreibt und der andere Yal Mordai.

Just my two cents   :P

Nächste Woche habe ich Urlaub, da könnt ihr ggf. auch nochmal die Geographietexte hochstellen, wenn ihr möchtet.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am Februar 23, 2008, 12:22:05
OK hier ist dann die korrigierte Fassung.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am Februar 23, 2008, 16:19:40
Ist archiviert  :d


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 02, 2008, 19:25:08
Hallo Azkorra. Anbei drei Kulturbeschreibungen für das Lektorat. Die Parnhai hast du schon lektoriert, nur der Teil "Handwerkskunst" ist neu. Ist es in Ordnung wenn ich Dir die Kulturbeschreibungen immer Komplett übergebe?


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 03, 2008, 10:29:55
Hallo GrogT,

ja, ist in Ordnung.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 04, 2008, 13:20:07
Anbei die drei Kulturbeschreibungen. Wieder gilt: drübergucken, manchmal habe ich rot markierte Anmerkungen gemacht, die am Emde nicht mehr im Text stehen sollten  ;)

Die Marhyaner habe ich jetzt im Parnhai-Text zu den Marhyniern gemacht.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am März 04, 2008, 13:31:46
Das "gestammte" im Parnhaitext sollte "gesammte" heißen.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 04, 2008, 13:50:28
@ Dämon: Habe ich dann so korrigiert.

@ Azkorra: Im Teil "was denken die ... über" wird immer eine archetypische Aussage aus der Sicht der beschriebenen Kultur gesetzt, weswegen z.B. die Xhul über "Weisslinge" reden ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 04, 2008, 14:23:08
Gesammte wird aber Gesamte geschrieben    :P

@GrogT: Ja, klar, ich Depp.  Manchmal lese ich das irgendwie unbewusst andersherum, sprich: Was denken die [...] über die Xhul?  :-[


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 07, 2008, 21:10:05
Hallo Azkorra, ich wollte einen pseudo-Magietheoretischen Aufsatz an den Wolkenturm schicken und dich fragen, ob du den vorher mal durchsehen könntest  O:)  Wäre also was "persönliches"  :MEISTER:

Er ist bewusst etwas hochtrabend verfasst, aber manchmal schlägt bei mir auch das iberoromanische etwas durch ;) 


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 08, 2008, 11:08:51
Na klar, ich guck mal drüber. Macht auch nix, wenn einige "Lusitanismen"  ??? drin sind  ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 18, 2008, 14:51:15
Im Anhang vier Handwerksbeschreibungen von den lieben Steppenorks; 


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 20, 2008, 19:02:39
Ach Mensch, Grog T, habe das Lektorat deines Textes glatt vergessen.  :-[ Mal gucken, ob ich am WE dazu komme. :-\


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Lone Wolf am März 21, 2008, 17:08:28
Ich habe mich testweise mal um die Ork-Handwerksbeschreibungen gekümmert. Frage ist jetzt, ist die Korrektur in dieser Form okay (Ich habe mich, wie aus der Uni gewöhnt, mit der Word-Kommentarfunktion ausgetobt und alle Korrekturen nachvollziehbar gelassen) oder sollte die Korrektur einfach das Original "überschreiben" und gut?


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 21, 2008, 17:40:17
Also Rechtschreibfehler kannst du einfach überschreiben. Ansonsten haben wir es bei Anmerkungen oder Zweifel so gemacht:

Falls Stilblüten oder "Neolinguoismen" (a lá "voll geil" oder "Piercing" "wie ein Motoradhelm"ect.) auffallen, Worte fehlen bzw. der Inhalt des Satzes unklar ist wird der Satz/ die Wendung rot eingefärbt und dahinter rot in Klammern der Vorschlag bzw. die Frage des Lektoren gesetzt

Beispiel: Bla Bla Bla.Damit zufrieden sind. [wer?] Bla Bla Bla.




   


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 23, 2008, 13:45:22
Hallo GrogT,

anbei deine wissenschaftliche Schrift  ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 23, 2008, 15:35:36
Dankeschön  :d Azkorra, ich gehe gerade alle Kulturen durch und werde wahrscheinlich bald einen ganzen Schwung der noch nicht im Lektorat gewesenen  hier reinstellen...aguarde ...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jarn am März 24, 2008, 19:13:23
Habe beim durchlesen der Regionalbeschreibungen folgenden kleinen Fehler unter "Das Dreistromland" gefunden:

Zitat
Je weiter man sich in Richtung des Yal-Hamat-Gebirges bewegt, desto wilder wird das Land und umso mehr Feuchtigkeit liegt auch wieder in der Luft, denn im Yal-Hamat-Gebirge entspringen die drei Flüsse einem feuchtwarmen Hochmoor in dem ein regelrechter Urwald aus Mangroven und Schaltelhalmen wuchert.

Mangroven brauchen Brackwasser (also salzhaltiges Wasser) das es dort oben nicht geben dürfte.. Mein Vorschlag ist, die Mangroven durch Bambus, Farne und zB. Seerosen zu ersetzen.







Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 26, 2008, 16:31:15
Im Anhang mal die komplette Kulturbeschreibung. Also auch bereits lektoriertes nochmal...

Es fehlen noch bei den Vaesten und den Sirdak Teile... falls es zu viel ist sprech dich mit Lonewolf  (und/oder Dominik wenn er doch wieder mag) ab wer was macht.

Prinzipiell: Rechtschreibfehler einfach tilgen, Stilblüten -wenn ohne Sinnveräderung möglich - gleich substituieren und im Zweifelfall die Namen der Überschrift verwenden. Nur was wirklich zweifelhaft ist rot markieren bzw. beim Autor rückversichern !

Danke schonmal!


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Das Waldviech am März 26, 2008, 16:32:07
Öhm.....da ist leider kein Anhang  :o


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 26, 2008, 16:32:39
Jetzt ja...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Das Waldviech am März 26, 2008, 16:33:38
Juhu, vielen Dank auch !!  :d


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 26, 2008, 17:47:35
Whoa, das ist ja 'nen ganz schön Batzen!  :o Aber klappt schon... ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 26, 2008, 17:51:14
Wie gesagt, sprich dich mit den anderen Lektoren ab was die Arbeitsaufteilung angeht ! 


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jarn am März 26, 2008, 20:31:24
Habe noch Rechtschreibfehler bei den Angurianern gefunden und behoben.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Rondribal am März 28, 2008, 13:48:51
Hier ist auf Waldviechs Wunsch ein Fluffi zu den Xhul. Ich hoffe, ich bin hier richtig  :-\
Einige Änderungsvorschläge sind schon eingearbeitet´. Kümmert ihr euch hier um den Rest?

Mandlas Füße waren vom laufen taub. Er setzte mechanisch einen vor dem anderen, immer die Augen auf seinen Vater gerichtet. Das Tempo, dass dieser jetzt anschlug, war für Mandla nur noch schwer zu halten. Seine Zunge war pelzig und geschwollen und in seinen Nasenlöchern brannte die trockene Wüstenluft. Vier Tage dauerte die Verfolgung nun bereits und sie hatten sich zu weit vorgewagt. Kwanele und Mandlas Vater hatten bei der letzten Rast nicht gesprochen aber Mandla hatte gemerkt, dass mehr als die Hälfte des Wassers schon getrunken war. Es gab nun keinen Weg mehr zurrück. Kwaneles Augen waren leer und stumpf, der Blick des Vaters hart und unergründlich gewesen. „Lath nimmt“, sagte Vater stets wenn er Mandlas Neugier oder Wiederspenstigkeit ersticken wollte. Danach schwieg er oft stundenlang und Mandla musste selbst die Antworten ergründen. Aber bei der letzten Rast hatte Mandla begonnen den wahren Sinn dieses Satzes zu begreifen.

In Gedanken versunken merkte Mandla nicht, dass er beinahe zum Vater aufgeschlossen hatte. Die Deckung musste unbedingt gewahrt werden und sie waren beinahe zum Grat einer hohen Düne aufgestiegen. Einer Geste des Vaters folgend warf Mandla sich mit ihm in den heißen Sand. Pra, die unerbittliche Wüstensonne stand im Zenit und ließ die heiße Luft in Wellen aufsteigen. Mandla blicke zu der Karawane, die sich in Rufweite langsam eine breite Düne hinaufkämpfte. Es waren neun massige, schwerbeladene Ankylokühe. Seit Tagen schon hielten sie unbeirrt die geschlossene quadratische Formation. Während die Sänfte des Händlers auf der mittleren Kuh ruhte, waren die Lastenkühe mit Waren bepackt. Schwergerüstete Kamelreiter und Bogenschützen schützten eine wertvolle Fracht. Mandla konnte auch die Ankylonenreiter sehen. Ihre Haut war schwarz wie seine, aber Vater hatte gesagt, sie seien keine Xhul mehr. Sie hatten sich vor langer Zeit von wahren Lath abgewandt und waren nach Terulan gekrochen um für Brot und Wasser die Füße der Städter zu lecken. Mandla verachtete sie, denn sie waren gefangen in ihrer Stadt und verweichlicht durch die Fülle.

Ein Stoß auf den Hinterkopf lenkte seine Aufmerksamkeit von der Karawane ab. Mandlas Vater deutete auf den Horizont. Mandla kniff die Augen zusammen, aber er sah zunächst gar nichts. Mit der Zeit sah er einen rotbrauenen Schatten am Horizont auftauchen. Er blickte schnell nach rechts und auf einer benachbarten Düne lag auch Kwanele und gestikulierte wild. „Lath kommt“, hauchte der Vater doch seine Stimme war rau und flach. Ein Schauer durchlief Mandla bei diesen Worten. Endlich begann es. Hastig wickelte die rotbraunen Tücher seine Kisisabekha enger um den Körper und zog ein dünnes Tuch über sein Gesicht. Die Kisisabekha würde ihnen Schutz vor dem Flugsand bieten und sie gleichzeitig beinahe unsichbar machen, wenn Lath erst tobte. Sein Vater gab ihm den Speer, die Waffe des Mannes. Auf diesen Augenblick hatte Mandla seit 16 unerbittlichen Sommern gewartet.

Als die Karawane endlich die Düne überquert hatte, liefen sie loß. Mandlas Herz pumpte wild vor Aufregung und alle Erschöpfung fiel von ihm ab. Sie hatten beinahe den nächsten Grat erreicht, als sie Laths Stimme hörten. Ein fernes mächtiges Rauschen und Pfeifen. Innerhalb weniger Minuten hatte der Sandsturm sie erreicht. Mit einem Schlag war Pras Helligkeit erstickt. In der rotbraunen Dunkelheit viel das Sehen sehr schwer. Nun mussten sie sich auf ihren Orientierungssinn verlassen. Der heftige Wind forderte Mandlas ganze Kraft. Einmal hob er ihn beinahe von den Füßen um anschließend kräftig in seinen Rücken zu stoßen, als wollte Lath ihm Mut machen. Dann tauchte die Karawane wieder aus der Dunkelheit auf. Die Reiter waren nicht mehr zu sehen aber Mandla wusste, dass sie abgesessen waren und die Tiere ins Innere der Karawane geführt hatten um Schutz vor dem Sturm zu suchen. Sie konnten hier nicht halten und die Panzerformation, in der sie nachts rasteten, einnehmen, denn Lath würde sie in kürzester Zeit begraben. Also erklommen die Ankylonen die nächste Düne. Vater sprintete nun auf die Karawane zu und auch Mandla mobilisierte all seine Kräfte, doch Kwanele war nicht zu sehen. Dann passierte es. Die Kuh, die in der hinteren Reihe rechts lief, wanke kurz und hielt um das Gleichgewicht wieder zu finden. Eine mächtige Windböe musste sie aus dem Tritt gebracht haben. Eine Unaufmerksamkeit der anderen Ankylonenreiter bewirkte, dass die starke quadratische Formation nun kurz eine Lücke bekam. War Kwanele da? Würde er rechtzeitig zum Tier gelangen? Sie waren nun beinahe neben der Kuh, doch im tosenden Sturm konnte Mandele Kwanele nicht sehen. Dann sah er den Speer aufblitzen und in den weichen Bauch auch des Ankylonen fahren. Das Tier rief mehr vor Schreck als vor Schmerz auf während Kwanele um sein Leben lief. Das Tier legte sich instinktiv auf den Bauch um diesen einzigen ungepanzerten Teil seines Körpers zu schützen. Es war genau wie auf den Höhlenbildern im Chune. Zuerst beugte es die mächtigen Vorderbeine, dann sank es ganz zusammen. Die Kamelreiter und Bogenschützen waren in heller Aufruhr. Nun wussten sie, dass sie überfallen wurden, doch sie konnten den Angreifer nicht sehen.

Mandele und sein Vater erreichten den Kopf des liegenden Riesen. Der Ankylonenreiter war ganz darauf konzentriert, das Tier wieder zum erheben und sah sie nicht herannahen. Mandlas Herz schlug bis zum Hals. Er setzte den Speer an und zielte doch dann wurde er von Rufen abgelenkt. Die Bogenschützen, die auf dem Lastenaufbau der Kuh standen hatten sie erblickt und eröffneten das Feuer. Doch die Pfeile flogen durch den Sandsturm wirkungslos in alle Richtungen. Als sie die Bögen wegwarfen und die krummen Metallschwerter zogen, wurde Mandlas Aufmerksamkeit durch einen Stoß auf den Hinterkopf wieder auf den Ankylonenreiter gelenkt. Der hatte sie bemerkt und zog einen Streitkolben. Jetzt musste alles ganz schnell gehen, denn einen Kampf würden sie nicht überleben. Mandla warf den Speer seines Vaters auf den Reiter und traf ihn in der Leiste. Vor Schmerz ließ der Reiter seinen Streitkolben fallen, als Mandla schon über ihm war. Er zog den Speer mit einem Ruck heraus und wandte sich zu seinem Vater um. Dieser hatte schon die Riemen der  ledernen Augenpanzer der Lastkuh weggerissen und stand mit dem schweren Steinhammer bereit. Mandla stach den Speer mit voller Kraft in das Auge der Riesenechse. Sofort schlug sein Vater mit dem Hammer auf das Ende des Speeres und mit einem lauten Krachen durchbrach die Spitze den Schädel der Kuh. Sie zuckte kurz und Mandla sprang zu Seite. Beide wandten sich zu Flucht. Irgendwo hinter ihnen schrie Kwanele „Lath nimmt, Lath nimmt“. Nur halbherzig setzten die terulanischen Krieger ihnen nach. Sie hatten verloren, und das wussten sie. In wenigen Minuten würde das tote Tier von Sand begraben sein und wenn sie nicht sterben wollten, mussten sie weiterziehen. Mandala und sein Vater trafen Kwanele hinter einer Düne. Sie hatten es geschafft. Sie würden den Leichnam des Ankylonen nach dem Sturm wiederfinden. Die Vorräte auf seinem Rücken retteten nicht nur ihr Leben. Die Nahrung würde für viele Monate den Stamm ernähren. Doch als sie zusammenkamen konnte Mandala in den Augen seines Vaters etwas anderes sehen. Er war stolz, weil sein Sohn jetzt ein Mann geworden war.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jens_85 am März 28, 2008, 16:18:43
Ein Tipp, da ich grade keine Zeit habe da intensiver drüberzugucken: Mach Absätze! So liest sich der Text viel besser :) Ansonsten gefällt mir das, was ich bereits gelesen habe, aber ganz zu Ende werde ich ihn erst lesen wenn da Absätze drin sind ;D


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Rondribal am März 28, 2008, 18:25:18
Mach Absätze!

Schon geschehen!


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jarn am März 28, 2008, 19:34:45
*Räusper* Hier nochmal mein dezenter Hinweis :

Habe beim durchlesen der Regionalbeschreibungen folgenden kleinen Fehler unter "Das Dreistromland" gefunden:

Zitat
Zitat
Je weiter man sich in Richtung des Yal-Hamat-Gebirges bewegt, desto wilder wird das Land und umso mehr Feuchtigkeit liegt auch wieder in der Luft, denn im Yal-Hamat-Gebirge entspringen die drei Flüsse einem feuchtwarmen Hochmoor in dem ein regelrechter Urwald aus Mangroven und Schaltelhalmen wuchert.

Mangroven brauchen Brackwasser (also salzhaltiges Wasser) das es dort oben nicht geben dürfte.. Mein Vorschlag ist, die Mangroven durch Bambus, Farne und zB. Seerosen zu ersetzen.






Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Das Waldviech am März 28, 2008, 19:47:11
Ist soweit behoben und durch Farne ersetzt.  :d


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 28, 2008, 19:51:57
Hier Rondribals Text in lektorierter Form. An 3 Stellen war ich mir nicht ganz sicher und habe sie rot markiert.


Mandlas Füße waren vom Laufen taub. Er setzte mechanisch einen vor dem anderen, immer die Augen auf seinen Vater gerichtet. Das Tempo, das dieser jetzt anschlug, war für Mandla nur noch schwer zu halten. Seine Zunge war pelzig und geschwollen, und in seinen Nasenlöchern brannte die trockene Wüstenluft. Vier Tage dauerte die Verfolgung nun bereits und sie hatten sich zu weit vorgewagt. Kwanele und Mandlas Vater hatten bei der letzten Rast nicht gesprochen, aber Mandla hatte gemerkt, dass mehr als die Hälfte des Wassers schon getrunken war. Es gab nun keinen Weg mehr zurück. Kwaneles Augen waren leer und stumpf, der Blick des Vaters hart und unergründlich gewesen. „Lath nimmt“, sagte Vater stets, wenn er Mandlas Neugier oder Widerspenstigkeit ersticken wollte. Danach schwieg er oft stundenlang und Mandla musste selbst die Antworten ergründen. Aber bei der letzten Rast hatte Mandla begonnen, den wahren Sinn dieses Satzes zu begreifen.

In Gedanken versunken merkte Mandla nicht, dass er beinahe zum Vater aufgeschlossen hatte. Die Deckung musste unbedingt gewahrt werden und sie waren beinahe zum Grat einer hohen Düne aufgestiegen. Einer Geste des Vaters folgend warf Mandla sich mit ihm in den heißen Sand. Pra, die unerbittliche Wüstensonne, stand im Zenit und ließ die heiße Luft in Wellen aufsteigen. Mandla blickte zu der Karawane, die sich in Rufweite langsam eine breite Düne hinaufkämpfte. Es waren neun massige, schwerbeladene Ankylokühe. Seit Tagen schon hielten sie unbeirrt die geschlossene quadratische Formation. Während die Sänfte des Händlers auf der mittleren Kuh ruhte, waren die Lastenkühe mit Waren bepackt. Schwergerüstete Kamelreiter und Bogenschützen schützten eine wertvolle Fracht. Mandla konnte auch die Ankylonenreiter sehen. Ihre Haut war schwarz wie seine, aber Vater hatte gesagt, sie seien keine Xhul mehr. Sie hatten sich vor langer Zeit von wahren Lath [Lath ist doch die Wüste, oder? Meinst du die Xhul?] abgewandt und waren nach Teruldan gekrochen, um für Brot und Wasser die Füße der Städter zu lecken. Mandla verachtete sie, denn sie waren gefangen in ihrer Stadt und verweichlicht durch die Fülle [den Überfluss?].

Ein Stoß auf den Hinterkopf lenkte seine Aufmerksamkeit von der Karawane ab. Mandlas Vater deutete auf den Horizont. Mandla kniff die Augen zusammen, aber er sah zunächst gar nichts. Mit der Zeit sah er einen rotbraunen Schatten am Horizont auftauchen. Er blickte schnell nach rechts, und auf einer benachbarten Düne lag auch Kwanele und gestikulierte wild. „Lath kommt“, hauchte der Vater doch seine Stimme war rau und flach. Ein Schauer durchlief Mandla bei diesen Worten. Endlich begann es. Hastig wickelte [er?] die rotbraunen Tücher[,?] seine Kisisabekha [,?] enger um den Körper und zog ein dünnes Tuch über sein Gesicht. Die Kisisabekha würde ihnen Schutz vor dem Flugsand bieten und sie gleichzeitig beinahe unsichbar machen, wenn Lath erst tobte. Sein Vater gab ihm den Speer, die Waffe des Mannes. Auf diesen Augenblick hatte Mandla seit 16 unerbittlichen Sommern gewartet.

Als die Karawane endlich die Düne überquert hatte, liefen sie loß. Mandlas Herz pumpte wild vor Aufregung und alle Erschöpfung fiel von ihm ab. Sie hatten beinahe den nächsten Grat erreicht, als sie Laths Stimme hörten: ein fernes mächtiges Rauschen und Pfeifen. Innerhalb weniger Minuten hatte der Sandsturm sie erreicht. Mit einem Schlag war Pras Helligkeit erstickt. In der rotbraunen Dunkelheit fiel das Sehen sehr schwer. Nun mussten sie sich auf ihren Orientierungssinn verlassen. Der heftige Wind forderte Mandlas ganze Kraft. Einmal hob er ihn beinahe von den Füßen, um anschließend kräftig in seinen Rücken zu stoßen, als wolle Lath ihm Mut machen. Dann tauchte die Karawane wieder aus der Dunkelheit auf. Die Reiter waren nicht mehr zu sehen, aber Mandla wusste, dass sie abgesessen  und die Tiere ins Innere der Karawane geführt hatten, um Schutz vor dem Sturm zu suchen. Sie konnten hier nicht halten und die Panzerformation, in der sie nachts rasteten, einnehmen, denn Lath würde sie in kürzester Zeit begraben. Also erklommen die Ankylonen die nächste Düne. Vater sprintete nun auf die Karawane zu und auch Mandla mobilisierte all seine Kräfte, doch Kwanele war nicht zu sehen. Dann passierte es. Die Kuh, die in der hinteren Reihe rechts lief, wankte kurz und stoppte, um das Gleichgewicht wieder zu finden. Eine mächtige Windböe musste sie aus dem Tritt gebracht haben. Eine Unaufmerksamkeit der anderen Ankylonenreiter bewirkte, dass die starke quadratische Formation nun kurz eine Lücke bekam. War Kwanele da? Würde er rechtzeitig zum Tier gelangen? Sie waren nun beinahe neben der Kuh, doch im tosenden Sturm konnte Mandele Kwanele nicht sehen. Dann sah er den Speer aufblitzen und in den weichen Bauch des Ankylonen fahren. Das Tier rief mehr vor Schreck als vor Schmerz auf, während Kwanele um sein Leben lief. Das Tier legte sich instinktiv auf den Bauch, um diesen einzigen ungepanzerten Teil seines Körpers zu schützen. Es war genau wie auf den Höhlenbildern im Chune. Zuerst beugte es die mächtigen Vorderbeine, dann sank es ganz zusammen. Die Kamelreiter und Bogenschützen waren in heller Aufruhr. Nun wussten sie, dass sie überfallen wurden, doch sie konnten den Angreifer nicht sehen.

Mandele und sein Vater erreichten den Kopf des liegenden Riesen. Der Ankylonenreiter war ganz darauf konzentriert, das Tier wieder hochzuheben, und sah sie nicht herannahen. Mandlas Herz schlug bis zum Hals. Er setzte den Speer an und zielte, doch dann wurde er von Rufen abgelenkt. Die Bogenschützen, die auf dem Lastenaufbau der Kuh standen, hatten sie erblickt und eröffneten das Feuer. Doch die Pfeile flogen durch den Sandsturm wirkungslos in alle Richtungen. Als sie die Bögen wegwarfen und die krummen Metallschwerter zogen, wurde Mandlas Aufmerksamkeit durch einen Stoß auf den Hinterkopf wieder auf den Ankylonenreiter gelenkt. Der hatte sie bemerkt und zog einen Streitkolben. Jetzt musste alles ganz schnell gehen, denn einen Kampf würden sie nicht überleben. Mandla warf den Speer seines Vaters auf den Reiter und traf ihn in der Leiste. Vor Schmerz ließ der Reiter seinen Streitkolben fallen, als Mandla schon über ihm war. Er zog den Speer mit einem Ruck heraus und wandte sich zu seinem Vater um. Dieser hatte schon die Riemen der  ledernen Augenpanzer der Lastkuh weggerissen und stand mit dem schweren Steinhammer bereit. Mandla stach den Speer mit voller Kraft in das Auge der Riesenechse. Sofort schlug sein Vater mit dem Hammer auf das Ende des Speeres und mit einem lauten Krachen durchbrach die Spitze den Schädel der Kuh. Sie zuckte kurz und Mandla sprang zu Seite. Beide wandten sich zu Flucht. Irgendwo hinter ihnen schrie Kwanele „Lath nimmt, Lath nimmt“. Nur halbherzig setzten die terulanischen Krieger ihnen nach. Sie hatten verloren, und das wussten sie. In wenigen Minuten würde das tote Tier von Sand begraben sein, und wenn sie nicht sterben wollten, mussten sie weiterziehen. Mandala und sein Vater trafen Kwanele hinter einer Düne. Sie hatten es geschafft. Sie würden den Leichnam des Ankylonen nach dem Sturm wiederfinden. Die Vorräte auf seinem Rücken retteten nicht nur ihr Leben. Die Nahrung würde für viele Monate den Stamm ernähren. Doch als sie zusammenkamen, konnte Mandala in den Augen seines Vaters etwas anderes sehen. Er war stolz, weil sein Sohn jetzt ein Mann geworden war.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Rondribal am März 28, 2008, 20:30:36
Danke Azkorra, habs korrigiert. Der wahre Lath stellt hier den Gott dar, den die Wüstenxhul mit den Städtern zwar nominell gemeinsam haben, dessen Verehrung aber sehr verschieden ausgeführt wird. Daher sieht Mandla in den städtischen Xhul natürlich Gottlose. Die Kisisabekha ist das traditionelle Wüstengewand der Xhul und besteht im wesentlichen aus groben Tüchern in der Farbe des Wüstensandes. Wird sie bei Wanderungen locker getragen, bietet sie einen guten Sonnenschutz. Im Sandsturm wird sie fest Gewickelt um Sandschutz zu bieten. Durch die Farbe bietet sie eine hervorragende Tarnkleidung, die wie man im Fluff nachvollziehen kann, für die Überfälle essentiell ist. Andere Interpretationen sind natürlich auch immer willkommen. Hab die Korrekturen eingearbeitet und auch noch ein Paar weitere Fehler ausgemerzt. Viel Erfolg euch Lektoren, ich mach mich mal an die Biestmeister...

Mandlas Füße waren vom Laufen taub. Er setzte mechanisch einen vor dem anderen, immer die Augen auf seinen Vater gerichtet. Das Tempo, das dieser jetzt anschlug, war für Mandla nur noch schwer zu halten. Seine Zunge war pelzig und geschwollen, und in seinen Nasenlöchern brannte die trockene Wüstenluft. Vier Tage dauerte die Verfolgung nun bereits und sie hatten sich zu weit vorgewagt. Kwanele und Mandlas Vater hatten bei der letzten Rast nicht gesprochen, aber Mandla hatte gemerkt, dass mehr als die Hälfte des Wassers schon getrunken war. Es gab nun keinen Weg mehr zurück. Kwaneles Augen waren leer und stumpf, der Blick des Vaters hart und unergründlich gewesen. „Lath nimmt“, sagte Vater stets, wenn er Mandlas Neugier oder Widerspenstigkeit ersticken wollte. Danach schwieg er oft stundenlang und Mandla musste selbst die Antworten ergründen. Aber bei der letzten Rast hatte Mandla begonnen, den wahren Sinn dieses Satzes zu begreifen.

In Gedanken versunken merkte Mandla nicht, dass er beinahe zum Vater aufgeschlossen hatte. Die Deckung musste unbedingt gewahrt werden und sie waren beinahe zum Grat einer hohen Düne aufgestiegen. Einer Geste des Vaters folgend warf Mandla sich mit ihm in den heißen Sand. Pra, die unerbittliche Wüstensonne, stand im Zenit und ließ die heiße Luft in Wellen aufsteigen. Mandla blickte zu der Karawane, die sich in Rufweite langsam eine breite Düne hinaufkämpfte. Es waren neun massige, schwerbeladene Ankylokühe. Seit Tagen schon hielten sie unbeirrt die geschlossene quadratische Formation. Während die Sänfte des Händlers auf der mittleren Kuh ruhte, waren die Lastenkühe mit Waren bepackt. Schwergerüstete Kamelreiter und Bogenschützen schützten eine wertvolle Fracht. Mandla konnte auch die Ankylonenreiter sehen. Ihre Haut war schwarz wie seine, aber Vater hatte gesagt, sie seien keine Xhul mehr. Sie hatten sich vor langer Zeit vom wahren Lath abgewandt und waren nach Teruldan gekrochen, um für Brot und Wasser die Füße der Städter zu lecken. Mandla verachtete sie, denn sie waren gefangen in ihrer Stadt und verweichlicht durch den Überfluss.

Ein Stoß auf den Hinterkopf lenkte seine Aufmerksamkeit von der Karawane ab. Mandlas Vater deutete auf den Horizont. Mandla kniff die Augen zusammen, aber er sah zunächst gar nichts. Mit der Zeit sah er einen rotbraunen Schatten am Horizont auftauchen. Er blickte schnell nach rechts, und auf einer benachbarten Düne lag auch Kwanele und gestikulierte wild. „Lath kommt“, hauchte der Vater doch seine Stimme war rau und flach. Ein Schauer durchlief Mandla bei diesen Worten. Endlich begann es. Hastig wickelte er die rotbraunen Tücher seiner Kisisabekha enger um den Körper und zog ein dünnes Tuch über sein Gesicht. Die Kisisabekha würde ihnen Schutz vor dem Flugsand bieten und sie gleichzeitig beinahe unsichbar machen, wenn Lath erst tobte. Sein Vater gab ihm den Speer, die Waffe des Mannes. Auf diesen Augenblick hatte Mandla seit 16 unerbittlichen Sommern gewartet.

Als die Karawane endlich die Düne überquert hatte, liefen sie los. Mandlas Herz pumpte wild vor Aufregung und alle Erschöpfung fiel von ihm ab. Sie hatten beinahe den nächsten Grat erreicht, als sie Laths Stimme hörten: ein fernes mächtiges Rauschen und Pfeifen. Innerhalb weniger Minuten hatte der Sandsturm sie erreicht. Mit einem Schlag war Pras Helligkeit erstickt. In der rotbraunen Dunkelheit fiel das Sehen sehr schwer. Nun mussten sie sich auf ihren Orientierungssinn verlassen. Der heftige Wind forderte Mandlas ganze Kraft. Einmal hob er ihn beinahe von den Füßen, um anschließend kräftig in seinen Rücken zu stoßen, als wolle Lath ihm Mut machen. Dann tauchte die Karawane wieder aus der Dunkelheit auf. Die Reiter waren nicht mehr zu sehen, aber Mandla wusste, dass sie abgesessen  und die Tiere ins Innere der Karawane geführt hatten, um Schutz vor dem Sturm zu suchen. Sie konnten hier nicht halten und die Panzerformation, in der sie nachts rasteten, einnehmen, denn Lath würde sie in kürzester Zeit begraben. Also erklommen die Ankylonen die nächste Düne. Vater sprintete nun auf die Karawane zu und auch Mandla mobilisierte all seine Kräfte, doch Kwanele war nicht zu sehen. Dann passierte es. Die Kuh, die in der hinteren Reihe rechts lief, wankte kurz und stoppte, um das Gleichgewicht wieder zu finden. Eine mächtige Windböe musste sie aus dem Tritt gebracht haben. Eine Unaufmerksamkeit der anderen Ankylonenreiter bewirkte, dass die starke quadratische Formation nun kurz eine Lücke bekam. War Kwanele da? Würde er rechtzeitig zum Tier gelangen? Sie waren nun beinahe neben der Kuh, doch im tosenden Sturm konnte Mandele Kwanele nicht sehen. Dann sah er den Speer aufblitzen und in den weichen Bauch des Ankylonen fahren. Das Tier rief mehr vor Schreck als vor Schmerz auf, während Kwanele um sein Leben lief. Das Tier legte sich instinktiv auf den Bauch, um diesen einzigen ungepanzerten Teil seines Körpers zu schützen. Es war genau wie auf den Höhlenbildern im Chune. Zuerst beugte es die mächtigen Vorderbeine, dann sank es ganz zusammen. Die Kamelreiter und Bogenschützen waren in heller Aufruhr. Nun wussten sie, dass sie überfallen wurden, doch sie konnten den Angreifer nicht sehen.

Mandla und sein Vater erreichten den Kopf des liegenden Riesen. Der Ankylonenreiter war ganz darauf konzentriert, das Tier wieder hochzuheben, und sah sie nicht herannahen. Mandlas Herz schlug bis zum Hals. Er setzte den Speer an und zielte, doch dann wurde er von Rufen abgelenkt. Die Bogenschützen, die auf dem Lastenaufbau der Kuh standen, hatten sie erblickt und eröffneten das Feuer. Doch die Pfeile flogen durch den Sandsturm wirkungslos in alle Richtungen. Als sie die Bögen wegwarfen und die krummen Metallschwerter zogen, wurde Mandlas Aufmerksamkeit durch einen Stoß auf den Hinterkopf wieder auf den Ankylonenreiter gelenkt. Der hatte sie bemerkt und zog einen Streitkolben. Jetzt musste alles ganz schnell gehen, denn einen Kampf würden sie nicht überleben. Mandla warf den Speer seines Vaters auf den Reiter und traf ihn in der Leiste. Vor Schmerz ließ der Reiter seinen Streitkolben fallen, als Mandla schon über ihm war. Er zog den Speer mit einem Ruck heraus und wandte sich zu seinem Vater um. Dieser hatte schon die Riemen der  ledernen Augenpanzer der Lastkuh weggerissen und stand mit dem schweren Steinhammer bereit. Mandla stach den Speer mit voller Kraft in das Auge der Riesenechse. Sofort schlug sein Vater mit dem Hammer auf das Ende des Speeres und mit einem lauten Krachen durchbrach die Spitze den Schädel der Kuh. Sie zuckte kurz und Mandla sprang zu Seite. Beide wandten sich zu Flucht. Irgendwo hinter ihnen schrie Kwanele „Lath nimmt, Lath nimmt“. Nur halbherzig setzten die terulanischen Krieger ihnen nach. Sie hatten verloren, und das wussten sie. In wenigen Minuten würde das tote Tier von Sand begraben sein, und wenn sie nicht sterben wollten, mussten sie weiterziehen. Mandla und sein Vater trafen Kwanele hinter einer Düne. Sie hatten es geschafft. Sie würden den Leichnam des Ankylonen nach dem Sturm wiederfinden. Die Vorräte auf seinem Rücken retteten nicht nur ihr Leben. Die Nahrung würde für viele Monate den Stamm ernähren. Doch als sie zusammenkamen, konnte Mandla in den Augen seines Vaters etwas anderes sehen. Er war stolz, weil sein Sohn jetzt ein Mann geworden war.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Domician am März 29, 2008, 00:38:19
Als die Karawane endlich die Düne überquert hatte, liefen sie loß.
Das "los" müsste mit "s" geschrieben werden, oder?
Gruß Domician.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Rondribal am März 29, 2008, 09:10:29
Klar: Auf Los gehts los, oder wars doch Sumu?  O:) Merci!


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 29, 2008, 10:58:43
Natürlich "los". Habe ich übersehen... :-[


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 29, 2008, 13:43:04
Hallo Leute,

ich habe soeben die Korrektur des Donari-Kapitels abgeschlossen und dachte mir, ich stelle die Datei, auch wenn erst 20 % lektoriert sind, schon mal hoch, weil ich einige Kommentare gemacht habe, die berücksichtigt werden müssen und weil vor allem bei den Cromor fast das komplette Kapitel zur Magie fehlt und noch eingefügt werden muss.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Das Waldviech am März 29, 2008, 18:03:26
Zitat
weil vor allem bei den Cromor fast das komplette Kapitel zur Magie fehlt und noch eingefügt werden muss.

Stimmt - da fehlt ein "verliehen werden". Ansonsten hat das seine Richtigkeit, daß das Magiekapitel bei den Cromor so kurz ist - die praktizieren nämlich so gut wie keine Magie.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 29, 2008, 18:43:24
Ok, also ich habe "verliehen werden" und "Sitten und Gebräuche" der Sirdak mal eingefügt.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am März 30, 2008, 08:23:03
Hier noch eine Nachzügler Kultur.

EDIT: Anhang gelöscht


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 30, 2008, 14:12:01
Und hier die lektorierten Brokhtar  ;D


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am März 30, 2008, 16:08:36
Azkorra, sprich dich auch mit Lone Wolf ab ob der einen Teil übernehmen kann, das ist ja schon ein ganz schöner Haufen arbeit...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 30, 2008, 18:32:58
Na, der ist ja, so wie ich das gelesen habe, diese Woche erst mal in London und hat ja selber einen ganzen Batzen bekommen. Habt ihr schon eine ungefähre Deadline in Aussicht?


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Das Waldviech am März 30, 2008, 18:37:39
Zum Texte einreichen ist die Deadline heute....alles weitere kommt halt in die nächste Beta. Danach war knapp ne Woche als Zeit zum Lektorieren und Layouten angedacht. Wenn sich das nicht machen lässt, einfach laut "Piep" grölen.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 30, 2008, 18:50:54
Öhm, okay, mal sehen, was sich machen lässt, wenn die "knappe Woche" bis nächsten Sonntag geht.  :)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Rondribal am März 30, 2008, 22:42:47
Zum Texte einreichen ist die Deadline heute....
Also wenn das so ist dann bitte schön. Noch ein kurzer Fluffi zu den Nedermannen.

Der Feuergeist

Das große Himmelsfeuer neigte sich nach einem warmen Sommertag wieder dem Horizont entgegen und legte einen rötlichen Schimmer auf die weißen Berge. Es war höchste Zeit für Ba, zu ihrem Stamm zurückzukehren. Aber sie hatte noch keine Ungowurzel gefunden. Fieberhaft lief sie durch das hohe, leuchtend gelbe Steppengras, streifte es mit ihrem Stecken zur Seite und suchte den Boden ab. Endlich erblickte sie einen kräftigen Ungobusch, der neben einem alten Hasenbau wuchs. Ba stocherte mit ihrem Stecken in dem Hasenbau herum, um sicher zu gehen, dass sich keine Schlange darin eingenistet hatte. Dann setze sie sich neben den Busch und begann die große Wurzel des Busches auszugraben. Beim Gedanken an das röte Mark der Wurzel lief Ba das Wasser im Munde zusammen. Als sie einen Grossteil der Wurzel freigelegt hatte, zog sie mit beiden Händen kräftig am Stamm des Busches und riss den Busch mitsamt seiner Wurzelknolle aus dem Erdreich. Sie wankte einige Schritte zurück, als die Wurzel sich plötzlich löste.

Dann legte sie den entwurzelten Busch nieder und  besah sich das entstandene Loch genauer. Ba hatte großes Glück. Ein Stamm brauner Riesenasseln hatte sich Nahe der Wurzel einen Bau gegraben, der nun teilweise freigelegt war. Voller Neid blickte sich Ba um, doch die älteren Frauen waren bereits zurück zum Stamm gelaufen. Ba nahm aus ihrem Gürtel einen kleinen Faustkeil, den Nogi für sie gemacht hatte, und stach von vier Seiten schräg neben den Stamm in die Wurzel des Ungobusches. Dann drehte sie den Stamm bis alle Fasern brachen und warf ihn ins Gras. In der Mitte der Runden Wurzelknolle hatte sich eine kleine, rote Pfütze des süssen und klebrigen Ungosaftes gebildet. „Erst ich“ dachte Ba und leckte begierig die Hälfte des süssen Saftes auf. Dann bestrich sie ihren Stecken vorsichtig mit einer langen Spur und steckte die Spitze in den Bau der Asseln. „Die Assel so dumm, will fressen aber ich fressen sie“ murmelte Ba vor sich hin. Und tatsächlich begaben sich eine nach der anderen alle Asseln vom süssen Geruch des Ungosaftes angezogen auf den Stecken. Und so konnte Ba ohne Aufwand den ganzen Stamm der Asseln verspeisen. Als Ba ihr Mahl beendet hatte pulte sie mit der Hand tief im Asselbau. Sie brachte eine handvoll fetter Asselmaden hervor, ein ganz besonderer Leckerbissen, der nur im frühen Sommer zu finden war. „Danke Frunn“ murmelte sie während sie die weiche, köstliche Masse zerkaute. Dann nahm sie die Wurzel unter den Arm, verstaute den Faustkeil und machte sich mit dem Stecken in der Hand wieder auf den Heimweg.

Nach einer kurzen Weile erblickte sie etwas Merkwürdiges. Vor ihr war das Gras an vielen Stellen abgeknickt, als wären einige Tiere hier vorbeigelaufen. Ba näherte sich der Stelle vorsichtig. Da waren tatsächlich Spuren von drei Tieren. Bombo hatte doch gesagt, dass er keine Spuren gesehen hat? Na vielleicht ist Ba ja eine bessere Spurenleserin als der dumme Bombo, dachte sie innerlich lächelnd. Seltsamerweise waren alle drei Tiere mit großer Geschwindigkeit in einer Richtung gelaufen. Es waren große, schwere Tiere. Die Spuren sahen aus, wie die von sehr großen Ponys. Solche Tiere hatte Ba noch nie gesehen. Ba wollte loslaufen um dem Stamm alles von den Riesenponys zu erzählen, als sie plötzlich einen Geist im Gras sah. Der Feuergeist hatte sich am Rand der Spur im Gras versteckt und sandte ihr einen grellen Lichtblitz. Ba stand unbeweglich da; bereit jeden Augenblick davon zu stürzen. Der Feuergeist blieb unbeweglich im Gras liegen und hielt seinen Lichtstrahl auf Ba gerichtet. Einige Zeit verging, aber weder der Geist noch Ba wagten einen Schritt zu tun.

Dann schob sich ein langer Wolkenzug vor das abendliche Himmelsfeuer und mit einem Mal gab der Feuergeist auf und löschte sein Licht und sah nur noch grau aus. Ba hatte immer noch Angst aber sie war auch äußerst neugierig. Wokauhu, der alte Geistermann, hatte oft von den Geistern erzählt aber das war das erste mal, dass Ba einen echten Geist gesehen hatte. Sie wartete noch eine kleine Weile aber als der Geist sein Feuer nicht wieder anmachte und auch keine Anstalten machte Ba anzugreifen, übermannte Ba die Neugier. In geduckter Haltung, wie sie es bei dem Männern auf Jagt gesehen hatte, näherte sich Ba dem Geist. Es war ein kleiner Geist, der Aussah wie ein kurzer, ganz krummer grauer Stock. Sie bückte sich zu ihm hinab, legte die rechte auf ihre Brust  und sagte: „Ich Ba“. Dann streckte sie Behutsam die rechte Hand mit erhobener Handfläche zu ihm, um ihn zur Begrüßung zu berühren. Die Berührung war ganz kalt, sodass Ba unwillkürlich die Hand zurückzog. Da sich der Geist berühren ließ und nicht wieder seinen Strahl aussandte, glaubte Ba, dass es ein freundlicher Geist sei. Also fragte sie: „Kommst Du mit zu Stamm?“. Der Geist antwortete zwar eine ganze Weile nichts, aber da er ganz krumm da lag, wie ein breites Grinsen, dachte Ba, er grinst bestimmt um ja zu sagen. Also nahm sie behutsam den kalten und wie sie jetzt merkte auch sehr harten und schweren Feuergeist auf und ging zügig mit ihrem neuen Gefährten zum Stamm zurück. Über ihre Aufregung vergaß Ba vollkommen die Spuren der Riesenponys.

Am großen Feuer des Stammes war die Aufregung um den Feuergeist groß. Sie hatte ihn zuerst nur Nogi gezeigt, doch bald waren auch viele andere dazugekommen. Bombo hatte ihr den Freund natürlich aus der Hand gerissen. Mittlerweile war Ba gar nicht mehr so sicher, ob er überhaupt ein mächtiger Feuergeist war. Schließlich hatte er nichts mehr getan und ließ sich jetzt von Bombo gegen Steine schlagen. Er rief nur mit einer leisen, hohen Stimme vor Schmerzen. Es war also bestimmt nur ein ganz schwacher Geist. Nur dem Versuch Bombos ihn zu Beißen, wiedersetzte sich der Geist so hartnäckig wie ein Stein. Schließlich kam der alte Wokauhu aus der Höhle heraus an das Feuer. Als er sich ausführlich bei Ba und Bombo über den Geist erkundigt hatte, setzte er sich ans Feuer und verkündete seinen Rat. Er vermutete es sei ein kleiner Feuergeist, der aus dem großem Himmelsfeuer gefallen sei. Da der Boden aber viel kälter als das Himmelsfeuer war und da der kalte Frunn hier herrsche, friere der Geist, wie Ba ja geschildert habe. Von dem tiefen Fall aber sei sein Leib noch ganz Wund, weshalb er bei jedem Schlag Bombos einen kleinen Schmerzensschrei ausstoße. Daher müsse man den Feuergeist zur Heilung in das Feuer legen. Wenn er aber genesen sei, müsse man ihn wieder zu seiner Heimat ins Himmelsfeuer bringen. Dieser Rat schien allen einzuleuchten, und so legten sie den kranken Feuergeist an den Rand des großen Feuers. Dann aber fiel Ba eine Unklarheit im Rat des Geistermannes auf. Und weil sie alle an ihrer großen Klugheit teilhaben lassen wollte, fragte sie den Wokauhu: „Wie sollen Stamm bringen Feuergeist zu Himmelsfeuer?“ Allgemeines Gemurmel erhob sich. Diese Frage war ganz offensichtlich ein großes Problem.

Nach einer Bedenkzeit, die Ba für den weisen Geistermann für sehr lang hielt, erhob sich dieser und Verkündete einen weiteren Rat. Einer müsse zum Ende der Welt gehen, wo das Himmelsfeuer herabsinkt. Dort müsse dieser den kranken Feuergeist ins Himmelsfeuer zurückwerfen. Plötzlich schrie Bombo auf. Er hatte versucht den Feuergeist wieder zu nehmen, aber dieser hatte ihn in die Hand gebissen und mit seinem Feuer verbrannt. Der Geistermann erklärte nun, dass das ein gutes Zeichen sei. Der Geist habe seine Kraft wiedergewonnen und sich für die Schläge Bombos gerächt. Da es aber scheinbar ein rachsüchtiger Geist sei, müsse diejenige, die sein Freund war, ihn zurückbringen. Ba sah sich ungläubig um, aber die Gesichter in der Runde sahen entschlossen aus. Nogi legte ihr verständnisvoll die Hand auf die Schulter: „ Haben keine Angst, Ba, ich kommen bis große Fels mit dir.“ Das war schon ein sehr weiter Weg, dachte Ba, von da aus kann es nicht mehr sehr weit sein bis zum Ende der Welt.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Rondribal am März 31, 2008, 17:15:21
Tja die Deadline ist zwar vorbei. Aber ich weis sonst nicht wohin damit. Viel Spass den Damen und Herren Lektoren. Ach und falls sich irgendwo ein gewisser "Melkor" finden sollte, bitte festketten und Namen wegnehmen und durch Malek ersetzen.  ;D

Die Dämmerung legte die Zelle in blaues Zwielicht. Die Stille des Morgens war nur ein Tropfen zu hören. Braunes Schmelzwasser drang durch tiefe Ritzen im uralten Mauerwerk der Arena. Es sammelte sich am niedrigsten Punkt der Steindecke und tropfte beständig in eine kleine Senke des Bodens, wo sich bereits eine ansehnliche Pfütze gesammelt hatte. Lautlos schritt Hanor an der Außenwand auf und ab, den Kopf stets zur Seite geneigt, um nicht an die Decke zu stoßen. Er richtete den Blick durch das rostige Gitter nach oben zum Giganten. Nun kamen die ersten Burschen in die Gerberei und unterbrachen die morgendliche Stille. Bald erfüllte der Gestank von Viehdung und scharfem Gerbmittel die Zelle. Er hatte sich mittlerweile an den Gestank gewöhnt, der nur nachts von der kühlen Frühlingsluft vertrieben wurde. Den ganzen Winter hatte der Brokthar schon in dieser Zelle verbracht. Nach und nach hatten sich die Reihen im Zellentrakt der alten Arena gelichtet. Man hatte begonnen wilde Tiere von der Steppe zu fangen und zu Hanor in die Arena zu schicken. Heute war es wieder soweit und er spürte die Vorfreude. Der Kampf in der Arena war die einzige Möglichkeit aus der winzigen Zelle zu kommen und sich frei zu bewegen.

Feydha hatte gesagt, die Arena sei schon sehr alt, wahrscheinlich so alt wie der Gigant, erbaut in grauer Vorzeit von den alten Völkern vor Ingrors Zorn. Feydha, der feige Knilch, wusste natürlich nichts von Ingrors Zorn und sprach nur vom Kometen. Wie hatte Hanor ihm eigentlich vertrauen können? „Komm mit nach Rimtheym, der freien Stadt des Nordens! Sieh den Giganten, das Wunder der alten Völker! Rimtheym ist die Stadt der grenzenlosen Möglichkeiten! Hier bist Du nur ein Brokthar unter vielen doch dort wirst Du ein König sein unter den Menschen!“ Schön hatten Feydhas Versprechungen geklungen und ihm Mut gegeben. Um die Enttäuschung über die misslungene Königsprüfung zu überwinden und alles hinter sich zu lassen war der Krieger mit Feydha, dem Nordmenschen, von Ronthar nach Rimtheym gezogen. Feydha war klein, schmächtig und feige und verstand sich nicht auf den Kampf. Doch er war ein Meister der Worte und hatte sie auf der Reise aus so mancher misslichen Situation herausgeholt. Allerdings waren sie meist eigentlich erst wegen Feydha in diese Situationen geraten. „Diese kleine, verräterische Ratte“ murmelte Hanor zwischen zusammengebissenen Zähnen „warte nur, wenn ich dich zu fassen kriege, zermalme ich deinen weichen Schädel mit bloßen Händen; Ingrors Zorn!“

Die Sonne erhellte jetzt die Straßenzüge Rimtheyms und Geschäftigkeit regte sich in der alten Gerbergasse. Hanor unterbrach seine Runde und griff nach den Gittern am Deckenrand. Seine mächtigen Hände umschlossen beinahe die Stäbe, die so dick waren wie die Waden eines kräftigen Menschen. Der Brokthar stemmte die bloßen Füße gegen die Außenmauer seiner Zelle und zog mit aller Gewalt an den Stäben. Er brüllte vor Anstrengung, doch die Stäbe bewegten sich nicht im Geringsten. Ein Junge auf der Straße hatte ihn gehört und löste sich von seiner Mutter. „Ist das der Schlächter?“ Die Mutter rief besorgt über die Straße: „Malek, bleib zurück“ sie war scheinbar mit dem Gerber in ein Gespräch verwickelt und vertraute auf Angst oder Vernunft des Jungen. Malek kam jedoch nah an die Stäbe herann und starrte neugierig hindurch. Der schmächtige Junge mit dem blonden Schopf fragte Hanor: „Bist Du Hanor der Schlächter von Rothar?“ Der Brokthar mochte den Spitznamen nicht, mit dem die Rimtheymer ihn in der Arena riefen und so antwortete er nicht. Er hatte eigentlich schon lange keine echte Unterhaltung mehr geführt. In der Arena brüllte er für die Götter, in der Zelle spach er leise mit sich selbst und der Wärter war stets Wortkarg. Die Rimtheymer jedoch fürchteten ihn und die wenigen von ihnen, die freiwillig die alte Gerbergasse betraten, mieden stets das Gitter an der Decke seiner Zelle. „Geh zu Deiner Mutter, Kleiner.“ sagte der Hüne widerwillig, denn er hatte eigentlich gern Gesellschaft und Malek war ihm sympathisch.

Jetzt kam die Mutter angerannt, denn Malek hatte sich dem Gitter genähert und war in Hanors Reichweite. Während sie den Rontharier wüst verwünschte, trug sie ihren Jungen zu einem der Gerberburschen. Dann kam sie mit einem schweren Eimer zu Gitter zurück. Hanor wusste was ihm jetzt blühte aber in der kleinen Zelle hatte der Hüne keine Möglichkeit Deckung zu suchen. Er drehte sich also weg und versuchte den langen, schwarzen Schopf mit den Händen zu schützen, als sich schon ein Fluss aus Jauche über seinen Körper ergoss. Einige Burschen waren herbeigeeilt und bedachten Hanor jetzt mit einem kleinen Steinhagel. Sie verloren jedoch bald das Interesse an dem Krieger, der nur unbeweglich am Boden kauerte und sich weder den Schmerz noch die Demütigung anmerken ließ. Hanor hatte nur Feydhas Worte im Kopf: „Ein König unter den Menschen!“.

Am Abend des gleichen Tages hatte Hanor sich von dem Angriff der Rimtheymer erholt. Mit dem Wasser aus der Pfütze hatte er sich notdürftig gewaschen und mit dem Stroh seiner Schlafstätte wieder trockengerieben. Der Gestank war zwar noch allgegenwärtig, doch damit hatte er sich schon seit langem abgefunden. Die Sonne hatte sich gesenkt und das wütende Gesicht des Giganten blutrot gefärbt. Man konnte die Menschen hören, die sich in der Arena sammelten, bald würde es beginnen. Was ihn wohl diesmal erwartete? Ein gefangener Kämpfer jedenfalls nicht, die hatte der Hüne schon alle niedergestreckt. Seit letztem Herbst war es scheinbar auch um die immerneue Schenke ruhiger geworden. Die Einheimischen wussten spätestens nach dem denkwürdigen Abend, dass der Besitzer der Schenke mit Trach’Khel, dem Herren der Arena, unter einer Decke steckte und im kalten Winter verschlug es nur wenige Fremde nach Rimtheym. Ein Klimpern kündigte den Wärter an. Der dickliche, alte Wärter öffnete die schwere Tür und winkte den Krieger aus seiner Zelle. „Ein Löwe“ war das einzige, was der Wärter zu ihm sagte. Wo hatten sie denn einen Löwen her, fragte sich Hanor. Na und wenn schon, er hatte schon viele Bestien getötet. Das letzte Mal war es ein ganzes Rudel Schakale gewesen. Dem Löwen musste er wenigstens nicht hinterherlaufen, dachte er und lächelte unwillkürlich.

Von dem Zellentrakt führte ein langer Weg auf den Kampfplatz der Arena hinaus. Wachen waren hier keine. Er hatte ohnehin keine Fluchtmöglichkeiten. Die alten Wachen hatte Hanor schon früh getötet, doch Trach’Khel war nicht dumm. Er postierte Bogenschützen auf den hohen Mauern des Amphitheaters. Der Brokthar nahm eine Flasche mit Öl vom Alten entgegen und rieb sich damit ein. Zuerst hatte er darüber gelacht, doch dann war ihm aufgefallen, wie die Mädchen seinen Körper bewunderten. Und vielleicht würde sich mal eine reiche und schöne Rimtheymerin eine Nacht mit dem kräftigen Schlächter erkaufen. Der Alte half ihm beim Einreiben des Rückens und schob ihn dann sanft an, „Komm schon!“. Langsam nahm eine große Anspannung vo, Rontharier besitz. Der Instinkt des Kämpfers verdrängte die melancholischen Gedanken des Tages.

Das Rot der Abendsonne wich langsam dem nordischen Sternenhimmel und das Sternzeichen des Schwertes erhob sich im Osten. Eine bunte Menge von Nordmännern, Sanskitaren und Orks hatten die Ränge der alten Arena zu bersten Gefüllt. Der Kampf war schon seit einigen Tagen das Stadtgespräch in Rimtheym gewesen und sogar aus den Dörfern der Umgebung kamen Schaulustige um den Schlächter von Ronthar und die große Babrah und zu sehen. Buchmacher riefen lauthals die Quoten für den Kampf aus. Wer auf den Schlächter setzte, konnte heute viel Gewinnen. Maleks Vater aber war ein armer Bauer und setzte nicht bei den Kämpfen. Vom Rücken des Vaters aus blickte Malek neugierig in die Runde. Die Arena war heute besonders schön geschmückt worden. Zu ehren des reichen Südländers hatte man rote Banner gehisst und das Geländer um den großen Kampfplatz langen roten Stoffbahnen behangen. Neben Trach’Khels Orkwachen hatten sich auch südländische Sanskiratenkämpfer mit langen Speeren auf der Galerie des Kampfplatzes verteilt. In der Loge saßen Trach’Khel und der reiche Südländer auf weichen Mammutfellen, die über die alten Steinthrone der Arena gelegt worden waren, plauderten, tranken Wein und ließen sich von einer nordländischen Schönheit köstliche Speisen bringen. Malek hatte auch Hunger, aber die Kachanüsse, die in der Arena angepriesen wurden, konnte sich sein Vater nicht leisten. 

Dann erhob sich Trach’Khel endlich und trat vor. „Ruhe“ rief er mit einer heiseren aber gebieterischen Stimme „Haltet’s Maul, Hee“. Langsam erstarb das Gemurmel der Menge. Man lauschte gespannt. „Wie ihr wisst, haben wir einen hohen Gast aus Shahana. Zahal, Großmogul und Neffe des Sultans, der äh„ hier stockte Trach’Khel bis Feydha ihm etwas zuflüsterte „äh genau, der Hochwohlgeborene und äh hat uns jedenfalls mit seiner Ehre einen großen Besuch gemacht.“ Die Menge brach in lautes Gelächter aus aber dem Gesicht Zahals war trotz Trach’Khels zahlreichen Fehlern keine Verstimmung zu entnehmen. Er erhob sich und sagte mit einem fremdländischen Akzent und einer weichen, einschmeichlerischen Stimme, die dennoch Mühelos Trachkhels Lautstärke erreichte: „Mögen die Götter euch für eure gütigen Worte danken oh großer Trach’Khel“ es war schlagartig wieder still geworden in der Arena „wenn ihr erlaubt, verkünde ich dem Volk das heutige Spektakel.“ Keine Erwiderung abwartend erhob der Neffe des Sultans erneut das Wort: „Lange bin ich mit Babrah, der großen Katze durch Rakshazar gezogen. Immer auf der Suche nach einem würdigen Gegner. Doch sie tötete alle Gegner, die sich ihr im Ring stellten. Dann hörte ich vom großen Schlächter in Rimtheym und nahm den beschwerlichen Weg auf mich. Heute endlich werden sie sich messen: Babrah, die Bestie des Dschungels und Hanor, der Schlächter von Ronthar“ Die Menge jubelte und schrie. Auf ein Zeichen Trach’Khels öffnete sich ein Fallgitter. Heraus trat der muskulöse, langhaarige Hüne, den Malek so bewunderte.

Der Krieger schritt hinaus durch die von Fackeln hell erleuchtete Arena. Die Menge war heute sehr aufgewühlt, das spürte er sofort. Hanor hob die Fäuste über sich und spannte mit rhythmischem Brüllen seine mächtige Armmuskulatur an: „Hoa, hoa, hoa, hoa“ bis auch die Menge in das Brüllen einstimmte. Hanor war wie berauscht. Ihm fielen die Veränderungen der Arena und die fremden Wachen kaum auf. Er fühlte sich eins mit der Menge und unbesiegbar. Dann verstummte die Menge als ein reicher Sanskitar nach vorne trat. Auf einen Wink von ihm begann sich das zweite Fallgatter zu öffnen. Während das Gatter noch hochgezogen wurde erblickte Hanor Feydha auf der Loge. Sofort packte ihn die Wut über den feigen Betrüger und er schleuderte einen Stein auf die Tribüne. Der Stein ging fehl und zerschmetterte den Weinkrug. Die Flüche Trach’Khels und das Gelächter Feydhas gingen jedoch im Raunen der Menge unter.

Aus dem zweiten Tor kam die Bestie Babrah. Hanor hatte einen Steppenlöwen erwartet und war von der mächtigen Raubkatze überrascht. Die Bestie hatte eine Schulterhöhe von beinahe sieben Spann und maß wenigstens vier Schritt. Ihr Fell war wie bei einem Zebra gestreift, aber zwischen die schwarzen Streifen trat ein warmes rot. Ihr mächtiger Kopf trug anders als Löwen keine Mähne, Das Fell stand jedoch an ihren Wangen buschig ab und erzeugte beinahe den Eindruck eines Bartes. Die Katze kam nur langsam in die Arena hinein und begann eine lange Runde an der Wand des Kampfplatzes entlang. Bei ihrem majestätischen, langsamen Schritt traten stets die Schulterblätter weit hervor, während der lange Schwanz spielerisch hin und her schwang. Malek war wie von Donner gerührt. Diese Bestie war riesig, sie würde den Schlächter zerfleischen, dachte er in Panik. Dann näherte sich die Katze auf ihrer Runde dem Brokthar, der, scheinbar vom Anblick der Bestie ungerührt, stehen geblieben war. Schließlich rief dieser:„Eine Waffe!“ Trach’Kehl trat vor und rief: „Um uns anzugreifen, hast Du auch keine Waffe gebraucht, oder?“ Die Menge wurde unruhig. Diese Bestie war ein schrecklicher Gegner aber ohne Waffe war sie schlicht unbesiegbar.

Die Katze wagte sich nun in die Mitte des Kampfplatzes und musterte den Brokthar. Hanor überlegte fieberhaft. Das Gebiss und die Pranken des Tieres waren tödliche Waffen. Bei einem frontalen Angriff hatte er keine Chance. Er musste das Tier von der Seite zu fassen bekommen. Malek beugte sich vor um besser zusehen. Der Schlächter hatte sich gebückt und scheinbar wieder nach Steinen gegriffen. Nun ging er rückwärts, bis er bei der kleinen Einbuchtung des Fallgatters stand. Die Katze folgte ihm geduckt und angespannt. Dann warf Hanor die Steine schnell nacheinander auf das Tier. Es duckte sich, sprang zurück und blieb in einiger Entfernung stehen. Dann brüllte die Katze wütend auf. Sie übertönte mit ihrer mächtigen Stimme bei weitem das Rufen der Menge und es wurde plötzlich Still in der Arena. Sogar die Zuschauer bekamen es bei diesem Brüllen mit der Angst zu tun. Die Katze rannte mit unerwarteter Geschwindigkeit auf den Rontharier los. Hanor zuckte kurz nach rechts, dann nach links. Dann setzte die Katze zum Sprung an. Sie flog gestreckt, mit den Pranken voran und geöffnetem Maul auf den Hünen zu. In diesem Moment rollte sich Hanor nach links und vorne ab, sodaß die Katze ins Leere sprang und gegen das Gatter geschleudert wurde.

Schon war der Krieger auf ihrem Rücken und umklammerte ihren Hals beiden Armen. Die Katze richtete sich auf und lief wie von Sinnen durch den Kampfplatz. Hanor war von ihrem Rücken gefallen aber seine kräftigen Arme umklammerten den Hals unerbittlich. Die Katze blieb nun in der Mitte des Kampfplatzes stehen und begann ihren Kopf hin und herzuschleudern. Dadurch kam der Brokthar neben ihr zu liegen. Er setze ein Bein auf und mit einem lauten Schrei warf er sich gegen das Tier. Die überraschte Katze fiel auf den Rücken und der Hüne fiel auf sie. Nun klammerte er sich, seinen Kopf unter ihrem Bart vergrabend mit Armen und Beinen um ihren Brustkorb. Vergeblich versuchte die Katze ihn mit den Vorderläufen zu erreichen. Hanor brüllte:„Ingrors Zorn!“ und die Menge antwortete. Die Katze schnaufte flach. In der Umklammerung konnte sie den Brustkorb kaum noch heben. In ihrer Panik begann sie wild mit allen Beinen zu rudern. Bei den mächtigen Bewegungen der Bestie löste sich Hanors Bein nur kurz, doch genau in diesem Moment grub sich der Hinterlauf der Katze in seinen Oberschenkel. Er spürte, dass wenn er nicht losließe, die Katze die Muskulatur seines Beines vollkommen zerreißen würde.

Binnen eines Augenblicks löste der Rontharier die Umklammerung, rollte sich weg und richtete sich wieder zur Kampfstellung auf. Sein Bein blutete schwer aber Hanor spürte nur wenig davon. Die Katze hatte sich aufgerichtet und hatte sich respektvoll auf die andere Seite des Kampfplatzes zurückgezogen. Alle sahen, dass ihr Gang nicht mehr so majestätisch war wie zu Beginn. Wenn sie das rechte Vorderbein aufsetzte zuckte sie immer wieder etwas. Aber nur Hanor hatte das Brechen der Knochen im Brustkorb der Katze gehört. Das gurgelnde Geräusch in ihrer Atmung verriet ihm, dass die große Babrah diesen Abend wohl nicht überleben würde. Bis die Katze aber ihrer Verletzung erlag, konnten noch Stunden vergehen. „Der Feigling will nicht kämpfen“ rief die zuvor so schmeichlerische Stimme des reichen Sanskitaren schrill. „Tötet ihn!“ Die Krieger des Großmoguls traten vor und richteten ihre Wurfspeere auf den Schlächter. Die Menge war in Rage. Trach’Khel sprang auf und schrie: „Haltet sie! Das ist Betrug!“

Chaos brach aus und die Wächter der ehemaligen Freunde begannen zu kämpfen. Malek und sein Vater wurden hin und her gestoßen und Malek wäre beinahe über das Geländer auf den Kampfplatz gefallen. Er klammerte an das Geländer und kam rittlings darauf zum Sitzen. Er sah sich nach seinem Vater um, doch der war nicht zu sehen. Auf der Tribüne und auf der Galerie war ein wilder Kampf ausgebrochen. Ein Südländischer Speerwerfen, der neben stand, zielte auf Hanor. Doch in der Sekunde des Werfens zwickte Malek den Speerwerfer in die Seite, so dass der Speer fehl ging und neben dem Hünen in den Staub fiel. Hanor griff nach der Waffe und wandte sich der Katze zu. Die Katze aber schien ihre Angriffslust verloren zu haben und lag ruhig am Rande des Kampfplatzes. Dann sah er sich nach Feydha um. Während Trach’Khel mit zwei Wachen des Sanskitaren kämpfte, war Feydha damit beschäftigt eine Klinge zu ziehen. Er hob den Dolch mit beiden Händen um ihn zwischen die Schulterblätter des großen Orks zu rammen. Doch dazu kam es nie. Mit einem kräftigen Wurf schleuderte der Rontharier den Speer hinauf zur Loge. Er traf seinen den Verräter in der Brust und streckte ihn nieder. Außer Malek nahm jedoch niemand Notiz von dem erstaunlichen Wurf.

Hastig öffnete Malek den Knoten, mit dem die rote Stoffbahn am Geländer befestigt war. Dann rief er so laut er konnte nach dem Schlächter. Dieser hatte den Jungen beobachtet und erklomm nun in wenigen Zügen die rote Stoffbahn und bestieg die Galerie. Er warf Malek einen kurzen Blick zu und zwinkerte. Dann bahnte er sich einen Weg und verschwand im Chaos der Menge. Der Brokthar wurde nie mehr in Rimthal gesehen, aber die Geschichte von Hanor von Ronthar und der Bestie Babrah erzählte Malek noch seinen Enkelkindern.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 31, 2008, 18:34:18
Anbei der lektorierte "Feuergeist"

Der Feuergeist

Das große Himmelsfeuer neigte sich nach einem warmen Sommertag wieder dem Horizont entgegen und legte einen rötlichen Schimmer auf die weißen Berge. Es war höchste Zeit für Ba, zu ihrem Stamm zurückzukehren. Aber sie hatte noch keine Ungowurzel gefunden. Fieberhaft lief sie durch das hohe, leuchtend gelbe Steppengras, streifte es mit ihrem Stecken zur Seite und suchte den Boden ab. Endlich erblickte sie einen kräftigen Ungobusch, der neben einem alten Hasenbau wuchs. Ba stocherte mit ihrem Stecken in dem Hasenbau herum, um sicher zu gehen, dass sich keine Schlange darin eingenistet hatte. Dann setze sie sich neben den Busch und begann, die große Wurzel des Busches auszugraben. Beim Gedanken an das rote Mark der Wurzel lief Ba das Wasser im Munde zusammen. Als sie einen Großteil der Wurzel freigelegt hatte, zog sie mit beiden Händen kräftig am Stamm des Busches und riss den Busch mitsamt seiner Wurzelknolle aus dem Erdreich. Sie wankte einige Schritte zurück, als die Wurzel sich plötzlich löste.

Dann legte sie den entwurzelten Busch nieder und  besah sich das entstandene Loch genauer. Ba hatte großes Glück. Ein Stamm brauner Riesenasseln hatte sich nahe der Wurzel einen Bau gegraben, der nun teilweise freigelegt war. Voller Neid blickte sich Ba um, doch die älteren Frauen waren bereits zurück zum Stamm gelaufen. Ba nahm aus ihrem Gürtel einen kleinen Faustkeil, den Nogi für sie gemacht hatte, und stach von vier Seiten schräg neben dem Stamm in die Wurzel des Ungobusches. Dann drehte sie den Stamm, bis alle Fasern brachen, und warf ihn ins Gras. In der Mitte der runden Wurzelknolle hatte sich eine kleine, rote Pfütze des süßen und klebrigen Ungosaftes gebildet. „Erst ich“, dachte Ba und leckte begierig die Hälfte des süßen Saftes auf. Dann bestrich sie ihren Stecken vorsichtig mit einer langen Spur und steckte die Spitze in den Bau der Asseln. „Die Assel so dumm, will fressen, aber ich fressen sie“, murmelte Ba vor sich hin. Und tatsächlich begaben sich eine nach der anderen alle Asseln, vom süßen Geruch des Ungosaftes angezogen, auf den Stecken. Und so konnte Ba ohne Aufwand den ganzen Stamm der Asseln verspeisen. Als Ba ihr Mahl beendet hatte, pulte sie mit der Hand tief im Asselbau. Sie brachte eine Handvoll fetter Asselmaden hervor, ein ganz besonderer Leckerbissen, der nur im frühen Sommer zu finden war. „Danke Frunn“, murmelte sie, während sie die weiche, köstliche Masse zerkaute. Dann nahm sie die Wurzel unter den Arm, verstaute den Faustkeil und machte sich mit dem Stecken in der Hand wieder auf den Heimweg.

Nach einer kurzen Weile erblickte sie etwas Merkwürdiges. Vor ihr war das Gras an vielen Stellen abgeknickt, so als seien einige Tiere hier vorbeigelaufen. Ba näherte sich der Stelle vorsichtig. Da waren tatsächlich Spuren von drei Tieren. Bombo hatte doch gesagt, dass er keine Spuren gesehen hatte? „Na, vielleicht ist Ba ja eine bessere Spurenleserin als der dumme Bombo", dachte sie innerlich lächelnd. Seltsamerweise waren alle drei Tiere mit großer Geschwindigkeit in einer Richtung gelaufen. Es waren große, schwere Tiere. Die Spuren sahen aus wie die von sehr großen Ponys. Solche Tiere hatte Ba noch nie gesehen. Ba wollte loslaufen, um dem Stamm alles von den Riesenponys zu erzählen, als sie plötzlich einen Geist im Gras sah. Der Feuergeist hatte sich am Rand der Spur im Gras versteckt und sandte ihr einen grellen Lichtblitz. Ba stand unbeweglich da; bereit, jeden Augenblick davon zu stürzen. Der Feuergeist blieb unbeweglich im Gras liegen und hielt seinen Lichtstrahl auf Ba gerichtet. Einige Zeit verging, aber weder der Geist noch Ba wagten einen Schritt zu tun.

Dann schob sich ein langer Wolkenzug vor das abendliche Himmelsfeuer, und mit einem Mal gab der Feuergeist auf und löschte sein Licht und sah nur noch grau aus. Ba hatte immer noch Angst, aber sie war auch äußerst neugierig. Wokauhu, der alte Geistermann, hatte oft von den Geistern erzählt, aber das war das erste Mal, dass Ba einen echten Geist gesehen hatte. Sie wartete noch eine kleine Weile, aber als der Geist sein Feuer nicht wieder anmachte und auch keine Anstalten machte, Ba anzugreifen, übermannte Ba die Neugier. In geduckter Haltung, wie sie es bei den Männern auf Jagd gesehen hatte, näherte sich Ba dem Geist. Es war ein kleiner Geist, der aussah wie ein kurzer, ganz krummer grauer Stock. Sie bückte sich zu ihm hinab, legte die rechte Hand auf ihre Brust  und sagte: „Ich Ba." Dann streckte sie behutsam die rechte Hand mit erhobener Handfläche zu ihm, um ihn zur Begrüßung zu berühren. Die Berührung war ganz kalt, so dass Ba unwillkürlich die Hand zurückzog. Da sich der Geist berühren ließ und nicht wieder seinen Strahl aussandte, glaubte Ba, dass es ein freundlicher Geist sei. Also fragte sie: „Kommst Du mit zu Stamm?“ Der Geist antwortete zwar eine ganze Weile nichts, aber da er ganz krumm da lag, wie ein breites Grinsen, dachte Ba, er grinse bestimmt, um ja zu sagen. Also nahm sie behutsam den kalten und, wie sie jetzt merkte, auch sehr harten und schweren Feuergeist auf und ging zügig mit ihrem neuen Gefährten zum Stamm zurück. Über ihre Aufregung vergaß Ba vollkommen die Spuren der Riesenponys.

Am großen Feuer des Stammes war die Aufregung um den Feuergeist groß. Sie hatte ihn zuerst nur Nogi gezeigt, doch bald waren auch viele andere dazugekommen. Bombo hatte ihr den Freund natürlich aus der Hand gerissen. Mittlerweile war Ba gar nicht mehr so sicher, ob er überhaupt ein mächtiger Feuergeist war. Schließlich hatte er nichts mehr getan und ließ sich jetzt von Bombo gegen Steine schlagen. Er rief nur mit einer leisen, hohen Stimme vor Schmerzen. Es war also bestimmt nur ein ganz schwacher Geist. Nur dem Versuch Bombos, ihn zu beißen, widersetzte sich der Geist so hartnäckig wie ein Stein. Schließlich kam der alte Wokauhu aus der Höhle heraus an das Feuer. Als er sich ausführlich bei Ba und Bombo über den Geist erkundigt hatte, setzte er sich ans Feuer und verkündete seinen Rat. Er vermutete, es sei ein kleiner Feuergeist, der aus dem großem Himmelsfeuer gefallen sei. Da der Boden aber viel kälter als das Himmelsfeuer war und da der kalte Frunn hier herrsche, friere der Geist, wie Ba ja geschildert habe. Von dem tiefen Fall aber sei sein Leib noch ganz wund, weshalb er bei jedem Schlag Bombos einen kleinen Schmerzensschrei ausstoße. Daher müsse man den Feuergeist zur Heilung in das Feuer legen. Wenn er aber genesen sei, müsse man ihn wieder zu seiner Heimat ins Himmelsfeuer bringen. Dieser Rat schien allen einzuleuchten, und so legten sie den kranken Feuergeist an den Rand des großen Feuers. Dann aber fiel Ba eine Unklarheit im Rat des Geistermannes auf. Und weil sie alle an ihrer großen Klugheit teilhaben lassen wollte, fragte sie den Wokauhu: „Wie sollen Stamm bringen Feuergeist zu Himmelsfeuer?“ Allgemeines Gemurmel erhob sich. Diese Frage war ganz offensichtlich ein großes Problem.

Nach einer Bedenkzeit, die Ba für den weisen Geistermann für sehr lang hielt, erhob sich dieser und verkündete einen weiteren Rat. Einer müsse zum Ende der Welt gehen, wo das Himmelsfeuer herabsinkt. Dort müsse dieser den kranken Feuergeist ins Himmelsfeuer zurückwerfen. Plötzlich schrie Bombo auf. Er hatte versucht, den Feuergeist wieder zu nehmen, aber dieser hatte ihn in die Hand gebissen und mit seinem Feuer verbrannt. Der Geistermann erklärte nun, dass das ein gutes Zeichen sei. Der Geist habe seine Kraft wiedergewonnen und sich für die Schläge Bombos gerächt. Da es aber scheinbar ein rachsüchtiger Geist sei, müsse diejenige, die sein Freund war, ihn zurückbringen. Ba sah sich ungläubig um, aber die Gesichter in der Runde sahen entschlossen aus. Nogi legte ihr verständnisvoll die Hand auf die Schulter: „ Haben keine Angst, Ba, ich kommen bis große Fels mit dir.“ Das war schon ein sehr weiter Weg, dachte Ba, von da aus kann es nicht mehr sehr weit sein bis zum Ende der Welt.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am März 31, 2008, 19:08:13
Und hier: "Der Schlächter aus Ronthar".
Klasse Geschichte, stimmungsvoll und sogar auf 4,5 Seiten und für mich als Lektoren richtig spannend.  :d           
Hoffe, ich habe deshalb jetzt nichts übersehen.  ;)

Die Dämmerung legte die Zelle in blaues Zwielicht. In der Stille des Morgens war nur ein Tropfen zu hören. Braunes Schmelzwasser drang durch tiefe Ritzen ins uralte Mauerwerk der Arena. Es sammelte sich am niedrigsten Punkt der Steindecke und tropfte beständig in eine kleine Senke des Bodens, wo sich bereits eine ansehnliche Pfütze gesammelt hatte. Lautlos schritt Hanor an der Außenwand auf und ab, den Kopf stets zur Seite geneigt, um nicht an die Decke zu stoßen. Er richtete den Blick durch das rostige Gitter nach oben zum Giganten. Nun kamen die ersten Burschen in die Gerberei und unterbrachen die morgendliche Stille. Bald erfüllte der Gestank von Viehdung und scharfem Gerbmittel die Zelle. Er hatte sich mittlerweile an den Gestank gewöhnt, der nur nachts von der kühlen Frühlingsluft vertrieben wurde. Den ganzen Winter hatte der Brokthar schon in dieser Zelle verbracht. Nach und nach hatten sich die Reihen im Zellentrakt der alten Arena gelichtet. Man hatte begonnen, wilde Tiere von der Steppe zu fangen und zu Hanor in die Arena zu schicken. Heute war es wieder soweit und er spürte die Vorfreude. Der Kampf in der Arena war die einzige Möglichkeit aus der winzigen Zelle zu kommen und sich frei zu bewegen.

Feydha hatte gesagt, die Arena sei schon sehr alt, wahrscheinlich so alt wie der Gigant, erbaut in grauer Vorzeit von den alten Völkern vor Ingrors Zorn. Feydha, der feige Knilch, wusste natürlich nichts von Ingrors Zorn und sprach nur vom Kometen. Wie hatte Hanor ihm eigentlich vertrauen können? „Komm mit nach Rimtheym, der freien Stadt des Nordens! Sieh den Giganten, das Wunder der alten Völker! Rimtheym ist die Stadt der grenzenlosen Möglichkeiten! Hier bist Du nur ein Brokthar unter vielen, doch dort wirst Du ein König sein unter den Menschen!“ Schön hatten Feydhas Versprechungen geklungen und ihm Mut gegeben. Um die Enttäuschung über die misslungene Königsprüfung zu überwinden und alles hinter sich zu lassen, war der Krieger mit Feydha, dem Nordmenschen, von Ronthar nach Rimtheym gezogen. Feydha war klein, schmächtig und feige und verstand sich nicht auf den Kampf. Doch er war ein Meister der Worte und hatte sie auf der Reise aus so mancher misslichen Situation herausgeholt. Allerdings waren sie auch meist erst wegen Feydha in diese Situationen geraten. „Du kleine, verräterische Ratte“, murmelte Hanor zwischen zusammengebissenen Zähnen „warte nur, wenn ich dich zu fassen kriege, zermalme ich deinen weichen Schädel mit bloßen Händen; Ingrors Zorn!“

Die Sonne erhellte jetzt die Straßenzüge Rimtheyms und Geschäftigkeit regte sich in der alten Gerbergasse. Hanor unterbrach seine Runde und griff nach den Gittern am Deckenrand. Seine mächtigen Hände umschlossen beinahe die Stäbe, die so dick waren wie die Waden eines kräftigen Menschen. Der Brokthar stemmte die bloßen Füße gegen die Außenmauer seiner Zelle und zog mit aller Gewalt an den Stäben. Er brüllte vor Anstrengung, doch die Stäbe bewegten sich nicht im Geringsten. Ein Junge auf der Straße hatte ihn gehört und löste sich von seiner Mutter. „Ist das der Schlächter?“ Die Mutter rief besorgt über die Straße: „Malek, bleib zurück.“ Sie war offenbar mit dem Gerber in ein Gespräch verwickelt und vertraute auf Angst oder Vernunft des Jungen. Malek kam jedoch nah an die Stäbe heran und starrte neugierig hindurch. Der schmächtige Junge mit dem blonden Schopf fragte Hanor: „Bist Du Hanor, der Schlächter von Rothar?“ Der Brokthar mochte den Spitznamen nicht, mit dem die Rimtheymer ihn in der Arena riefen und so antwortete er nicht. Er hatte eigentlich schon lange keine echte Unterhaltung mehr geführt. In der Arena brüllte er für die Götter, in der Zelle sprach er leise mit sich selbst, und der Wärter war stets wortkarg. Die Rimtheymer jedoch fürchteten ihn und die wenigen von ihnen, die freiwillig die alte Gerbergasse betraten, mieden stets das Gitter an der Decke seiner Zelle. „Geh zu Deiner Mutter, Kleiner“, sagte der Hüne widerwillig, denn er hatte eigentlich gern Gesellschaft und Malek war ihm sympathisch.

Schon kam die Mutter angerannt, denn Malek hatte sich dem Gitter genähert und war in Hanors Reichweite. Während sie den Rontharier wüst verwünschte, trug sie ihren Jungen zu einem der Gerberburschen. Dann kam sie mit einem schweren Eimer zum Gitter zurück. Hanor wusste, was ihm jetzt blühte, aber in der kleinen Zelle hatte der Hüne keine Möglichkeit Deckung zu suchen. Er drehte sich weg und versuchte den langen, schwarzen Schopf mit den Händen zu schützen, als sich schon ein Fluss aus Jauche über seinen Körper ergoss. Einige Burschen waren herbeigeeilt und bedachten Hanor zudem mit einem kleinen Steinhagel. Sie verloren jedoch bald das Interesse an dem Krieger, der nur unbeweglich am Boden kauerte und sich weder den Schmerz noch die Demütigung anmerken ließ. Hanor hatte nur Feydhas Worte im Kopf: „Ein König unter den Menschen!“

Am Abend des gleichen Tages hatte Hanor sich von dem Angriff der Rimtheymer erholt. Mit dem Wasser aus der Pfütze hatte er sich notdürftig gewaschen und mit dem Stroh seiner Schlafstätte wieder trockengerieben. Der Gestank war zwar noch allgegenwärtig, doch damit hatte er sich schon seit langem abgefunden. Die Sonne hatte sich gesenkt und das wütende Gesicht des Giganten blutrot gefärbt. Man konnte die Menschen hören, die sich in der Arena sammelten, bald würde es beginnen. Was ihn wohl diesmal erwartete? Ein gefangener Kämpfer jedenfalls nicht, die hatte der Hüne schon alle niedergestreckt. Seit letztem Herbst war es offenbar auch um die immerneue Schenke ruhiger geworden. Die Einheimischen wussten spätestens nach dem denkwürdigen Abend, dass der Besitzer der Schenke mit Trach’Khel, dem Herren der Arena, unter einer Decke steckte, und im kalten Winter verschlug es nur wenige Fremde nach Rimtheym. Ein Klimpern kündigte den Wärter an. Der dickliche, alte Wärter öffnete die schwere Tür und winkte den Krieger aus seiner Zelle. „Ein Löwe“, war das einzige, was der Wärter zu ihm sagte. „Wo hatten sie denn einen Löwen her?“, fragte sich Hanor. Na, und wenn schon, er hatte schon viele Bestien getötet. Das letzte Mal war es ein ganzes Rudel Schakale gewesen. Dem Löwen müsse er wenigstens nicht hinterherlaufen, dachte er und lächelte unwillkürlich.

Von dem Zellentrakt führte ein langer Weg auf den Kampfplatz der Arena hinaus. Wachen waren hier keine. Er hatte ohnehin keine Fluchtmöglichkeiten. Die alten Wachen hatte Hanor schon früh getötet, doch Trach’Khel war nicht dumm. Er postierte Bogenschützen auf den hohen Mauern des Amphitheaters. Der Brokthar nahm eine Flasche mit Öl vom Alten entgegen und rieb sich damit ein. Zuerst hatte er darüber gelacht, doch dann war ihm aufgefallen, wie die Mädchen seinen Körper bewunderten. Und vielleicht würde sich mal eine reiche und schöne Rimtheymerin eine Nacht mit dem kräftigen Schlächter erkaufen. Der Alte half ihm beim Einreiben des Rückens und schob ihn dann sanft an: „Komm schon!“ Langsam nahm eine große Anspannung vom Rontharier besitz. Der Instinkt des Kämpfers verdrängte die melancholischen Gedanken des Tages.

Das Rot der Abendsonne wich langsam dem nordischen Sternenhimmel, und das Sternzeichen des Schwertes erhob sich im Osten. Eine bunte Menge von Nordmännern, Sanskitaren und Orks hatten die Ränge der alten Arena zum Bersten gefüllt. Der Kampf war schon seit einigen Tagen das Stadtgespräch in Rimtheym gewesen und sogar aus den Dörfern der Umgebung kamen Schaulustige, um den Schlächter von Ronthar und die große Babrah und zu sehen. Buchmacher riefen lauthals die Quoten für den Kampf aus. Wer auf den Schlächter setzte, konnte heute viel gewinnen. Maleks Vater aber war ein armer Bauer und setzte nicht bei den Kämpfen. Vom Rücken des Vaters aus blickte Malek neugierig in die Runde. Die Arena war heute besonders schön geschmückt worden. Zu Ehren des reichen Südländers hatte man rote Banner gehisst und das Geländer um den großen Kampfplatz mit langen roten Stoffbahnen behängt. Neben Trach’Khels Orkwachen hatten sich auch südländische Sanskitarenkämpfer mit langen Speeren auf der Galerie des Kampfplatzes verteilt. In der Loge saßen Trach’Khel und der reiche Südländer auf weichen Mammutfellen, die über die alten Steinthrone der Arena gelegt worden waren, plauderten, tranken Wein und ließen sich von einer nordländischen Schönheit köstliche Speisen bringen. Malek hatte auch Hunger, aber die Kachanüsse, die in der Arena angepriesen wurden, konnte sich sein Vater nicht leisten. 

Dann erhob sich Trach’Khel endlich und trat vor. „Ruhe!“, rief er mit einer heiseren aber gebieterischen Stimme „Haltet’s Maul, he!“ Langsam erstarb das Gemurmel der Menge. Man lauschte gespannt. „Wie ihr wisst, haben wir einen hohen Gast aus Shahana. Zahal, Großmogul und Neffe des Sultans, der äh“, hier stockte Trach’Khel, bis Feydha ihm etwas zuflüsterte, „äh genau, der Hochwohlgeborene, und äh hat uns jedenfalls mit seiner Ehre einen großen Besuch gemacht.“ Die Menge brach in lautes Gelächter aus, aber dem Gesicht Zahals war trotz Trach’Khels zahlreichen Fehlern keine Verstimmung zu entnehmen. Er erhob sich und sagte mit einem fremdländischen Akzent und einer weichen, einschmeichlerischen Stimme, die dennoch mühelos Trach‘Khels Lautstärke erreichte: „Mögen die Götter euch für eure gütigen Worte danken, oh großer Trach’Khel“, es war schlagartig wieder still geworden in der Arena „wenn ihr erlaubt, verkünde ich dem Volk das heutige Spektakel.“ Keine Erwiderung abwartend erhob der Neffe des Sultans erneut das Wort: „Lange bin ich mit Babrah, der großen Katze, durch Rakshazar gezogen, immer auf der Suche nach einem würdigen Gegner. Doch sie tötete alle Gegner, die sich ihr im Ring stellten. Dann hörte ich vom großen Schlächter in Rimtheym und nahm den beschwerlichen Weg auf mich. Heute endlich werden sie sich messen: Babrah, die Bestie des Dschungels, und Hanor, der Schlächter von Ronthar.“ Die Menge jubelte und schrie. Auf ein Zeichen Trach’Khels öffnete sich ein Fallgitter. Heraus trat der muskulöse, langhaarige Hüne, den Malek so bewunderte.

Der Krieger schritt hinaus durch die von Fackeln hell erleuchtete Arena. Die Menge war heute sehr aufgewühlt, das spürte er sofort. Hanor hob die Fäuste über sich und spannte mit rhythmischem Brüllen seine mächtige Armmuskulatur an: „Hoa, hoa, hoa, hoa“, bis auch die Menge in das Brüllen einstimmte. Hanor war wie berauscht. Ihm fielen die Veränderungen der Arena und die fremden Wachen kaum auf. Er fühlte sich eins mit der Menge und unbesiegbar. Dann verstummte die Menge als ein reicher Sanskitar nach vorne trat. Auf einen Wink von ihm begann sich das zweite Fallgatter zu öffnen. Während das Gatter noch hochgezogen wurde, erblickte Hanor Feydha auf der Loge. Sofort packte ihn die Wut über den feigen Betrüger und er schleuderte einen Stein auf die Tribüne. Der Stein ging fehl und zerschmetterte den Weinkrug. Die Flüche Trach’Khels und das Gelächter Feydhas gingen jedoch im Raunen der Menge unter.

Aus dem zweiten Tor kam die Bestie Babrah. Hanor hatte einen Steppenlöwen erwartet und war von der mächtigen Raubkatze überrascht. Die Bestie hatte eine Schulterhöhe von beinahe sieben Spann und maß wenigstens vier Schritt. Ihr Fell war wie bei einem Zebra gestreift, aber zwischen die schwarzen Streifen trat ein warmes rot. Ihr mächtiger Kopf trug anders als Löwen keine Mähne, Das Fell stand jedoch an ihren Wangen buschig ab und erzeugte beinahe den Eindruck eines Bartes. Die Katze kam nur langsam in die Arena hinein und begann eine lange Runde an der Wand des Kampfplatzes entlang. Bei ihrem majestätischen, langsamen Schritt traten stets die Schulterblätter weit hervor, während der lange Schwanz spielerisch hin und her schwang. Malek war wie von Donner gerührt. „Diese Bestie war riesig, sie würde den Schlächter zerfleischen“, dachte er in Panik. Dann näherte sich die Katze auf ihrer Runde dem Brokthar, der, scheinbar vom Anblick der Bestie ungerührt, stehen geblieben war. Schließlich rief dieser:„Eine Waffe!“ Trach’Kehl trat vor und rief: „Um uns anzugreifen, hast Du auch keine Waffe gebraucht, oder?“ Die Menge wurde unruhig. Diese Bestie war ein schrecklicher Gegner, aber ohne Waffe war sie schlicht unbesiegbar.

Die Katze wagte sich nun in die Mitte des Kampfplatzes und musterte den Brokthar. Hanor überlegte fieberhaft. Das Gebiss und die Pranken des Tieres waren tödliche Waffen. Bei einem frontalen Angriff hatte er keine Chance. Er musste das Tier von der Seite zu fassen bekommen. Malek beugte sich vor, um besser zu sehen. Der Schlächter hatte sich gebückt und scheinbar wieder nach Steinen gegriffen. Nun ging er rückwärts, bis er bei der kleinen Einbuchtung des Fallgatters stand. Die Katze folgte ihm geduckt und angespannt. Dann warf Hanor die Steine schnell nacheinander auf das Tier. Es duckte sich, sprang zurück und blieb in einiger Entfernung stehen. Dann brüllte die Katze wütend auf. Sie übertönte mit ihrer mächtigen Stimme bei weitem das Rufen der Menge und es wurde plötzlich still in der Arena. Sogar die Zuschauer bekamen es bei diesem Brüllen mit der Angst zu tun. Die Katze rannte mit unerwarteter Geschwindigkeit auf den Rontharier los. Hanor zuckte kurz nach rechts, dann nach links. Dann setzte die Katze zum Sprung an. Sie flog gestreckt, mit den Pranken voran und geöffnetem Maul auf den Hünen zu. In diesem Moment rollte sich Hanor nach links und vorne ab, so dass die Katze ins Leere sprang und gegen das Gatter geschleudert wurde.

Schon war der Krieger auf ihrem Rücken und umklammerte ihren Hals beiden Armen. Die Katze richtete sich auf und lief wie von Sinnen durch den Kampfplatz. Hanor war von ihrem Rücken gefallen, aber seine kräftigen Arme umklammerten den Hals unerbittlich. Die Katze blieb nun in der Mitte des Kampfplatzes stehen und begann ihren Kopf hin und her zu schleudern. Dadurch kam der Brokthar neben ihr zu liegen. Er setze ein Bein auf und mit einem lauten Schrei warf er sich gegen das Tier. Die überraschte Katze fiel auf den Rücken und der Hüne fiel auf sie. Nun klammerte er sich, seinen Kopf unter ihrem Bart vergrabend, mit Armen und Beinen um ihren Brustkorb. Vergeblich versuchte die Katze ihn mit den Vorderläufen zu erreichen. Hanor brüllte:„Ingrors Zorn!“, und die Menge antwortete. Die Katze schnaufte flach. In der Umklammerung konnte sie den Brustkorb kaum noch heben. In ihrer Panik begann sie wild mit allen Beinen zu rudern. Bei den mächtigen Bewegungen der Bestie löste sich Hanors Bein nur kurz, doch genau in diesem Moment grub sich der Hinterlauf der Katze in seinen Oberschenkel. Er spürte, dass wenn er nicht losließe, die Katze die Muskulatur seines Beines vollkommen zerreißen würde.

Binnen eines Augenblicks löste der Rontharier die Umklammerung, rollte sich weg und richtete sich wieder zur Kampfstellung auf. Sein Bein blutete schwer, aber Hanor spürte nur wenig davon. Die Katze hatte sich aufgerichtet und hatte sich respektvoll auf die andere Seite des Kampfplatzes zurückgezogen. Alle sahen, dass ihr Gang nicht mehr so majestätisch war wie zu Beginn. Wenn sie das rechte Vorderbein aufsetzte, zuckte sie immer wieder etwas. Aber nur Hanor hatte das Brechen der Knochen im Brustkorb der Katze gehört. Das gurgelnde Geräusch in ihrer Atmung verriet ihm, dass die große Babrah diesen Abend wohl nicht überleben würde. Bis die Katze aber ihrer Verletzung erlag, konnten noch Stunden vergehen. „Der Feigling will nicht kämpfen“, rief die zuvor so schmeichlerische Stimme des reichen Sanskitaren schrill. „Tötet ihn!“ Die Krieger des Großmoguls traten vor und richteten ihre Wurfspeere auf den Schlächter. Die Menge war in Rage. Trach’Khel sprang auf und schrie: „Haltet sie! Das ist Betrug!“

Chaos brach aus und die Wächter der ehemaligen Freunde begannen zu kämpfen. Malek und sein Vater wurden hin und her gestoßen, und Malek wäre beinahe über das Geländer auf den Kampfplatz gefallen. Er klammerte sich an das Geländer und kam rittlings darauf zu sitzen. Er sah sich nach seinem Vater um, doch der war nicht zu sehen. Auf der Tribüne und auf der Galerie war ein wilder Kampf ausgebrochen. Ein südländischer Speerwerfer, der neben ihm stand, zielte auf Hanor. Doch in der Sekunde des Wurfs zwickte Malek den Speerwerfer in die Seite, so dass der Speer fehl ging und neben dem Hünen in den Staub fiel. Hanor griff nach der Waffe und wandte sich der Katze zu. Die Katze aber schien ihre Angriffslust verloren zu haben und lag ruhig am Rande des Kampfplatzes. Dann sah er sich nach Feydha um. Während Trach’Khel mit zwei Wachen des Sanskitaren kämpfte, war Feydha damit beschäftigt, eine Klinge zu ziehen. Er hob den Dolch mit beiden Händen, um ihn zwischen die Schulterblätter eines großen Orks zu rammen. Doch dazu kam es nie. Mit einem kräftigen Wurf schleuderte der Rontharier den Speer hinauf zur Loge. Er traf seinen den Verräter in der Brust und streckte ihn nieder. Außer Malek nahm jedoch niemand Notiz von dem erstaunlichen Wurf.

Hastig öffnete Malek den Knoten, mit dem die rote Stoffbahn am Geländer befestigt war. Dann rief er so laut er konnte nach dem Schlächter. Dieser hatte den Jungen beobachtet und erklomm nun in wenigen Zügen die rote Stoffbahn und bestieg die Galerie. Er warf Malek einen kurzen Blick zu und zwinkerte. Dann bahnte er sich einen Weg und verschwand im Chaos der Menge. Der Brokthar wurde nie mehr in Rimthal gesehen, aber die Geschichte von Hanor von Ronthar und der Bestie Babrah erzählte Malek noch seinen Enkelkindern.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Rondribal am März 31, 2008, 19:13:08
Das ist mal ein sehr motivierendes Lob, mille gracie


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Rondribal am April 02, 2008, 16:13:52
Hier noch ein Amhasim-Fluffi. Ob man die Teie grtennt läßt oder zusammen steckt, überlass ich der Redax. Viel Spass beim Lesen.

Teil 1

Eine kühle Brise strich sanft über die großen Steinplatten des Forums. Sie wehte einen Schauer feiner Wassertropfen von der Saliente des großen Cales auf Dan herab. Auf seiner nackten Haut fühlten sie sich wie das Prickeln tausend feiner Nadelstiche an. Dan hielt nur mühevoll mit seiner Herrin und dem Boten des Senates schritt. Weit ausholend marschierten sie über das nächtliche Forum. Dan bewunderte wie die feine teruldanische Seide den Körper seiner Herrin im Wind umspielte. Von hohem Wuchs war sie, kräftig und muskulös gebaut und doch feingliedrig und geradezu grazil in ihrer Haltung und Bewegung. Das volle schwarze Haar umspielte, vom Wind aufgewühlt, ihren langen Hals.

Welch vollkommene Schönheit sie war! Es war klar, die Amhasim waren die Herren des Stahls, mächtige Krieger und große Philosphen; doch für Dan war ihre schiere Schönheit immer der klarste Beweis für die Größe der Amhasim gewesen. „Ebenmaß ist das Abbild innewohnender Ordung“ hatte der große Leodates in der „De Natura“ geschrieben. Dan war überzeugt, so wie die an Anmut unübertroffenen Amhasim unter den Rassen Deres zur Herrschaft bestimmt waren, so war die junge Saliah unter den Amhasim zu Höchstem bestimmt. Und vielleicht war diese Nacht, dieser eilige und heimliche Ruf des Senats der Beginn ihrer großen Zeit.

Dan musste einen schnellen Schritt anschlagen, um seiner Herrin und dem Gesandten zu folgen. Sie erreichten bald die Stufen des Enneon, wo die Gremien des Senats tagten. Dan spürte, wie sein Herzschlag sich vor Aufregung beschleunigte. Es war eine große Ehre für einen Sklaven ein Gebäude der Republik zu betreten. Nur die vertrauenswürdigsten Mitglieder der alten Familien durften dort dienen. Er konzentrierte sich auf sein Herz und senkte dessen Geschwindigkeit wieder etwas herab. Er musste jetzt unbedingt einen kühlen Kopf bewahren. Eine impulsive Handlung konnte, dass spürte er instinkitv, sein Leben kosten, oder sogar ihres.

Sie bestiegen die mächtige Treppe zum Haupteingang des Enneons. Die hohen Stufen waren nur für die hochgewachsenen Herren der Stadt würdevoll zu nehmen. Ein Sklave musste sich hier niederwerfen und Stufe für Stufe mühsam erklettern. Das war genau der Effekt, den der Architekt erzielen wollte; eine geniale und einfache Demonstration der Überlegenheit der Amhasim. Obwohl Dan groß gewachsen war und die Stufen hätte nehmen können, ließ er sich bei jeder Stufe auf ein Knie nieder und erhob sich wieder. Saliah hatte bemerkt, dass ihr Leibsklave zurückblieb und sich umgedreht, um ihm einen Wink zu geben. Es war keine Zeit, um die Formalia zu beachten. Dan schloss mit einigen schnellen Sätzen zu ihr auf und gemeinsam erreichten sie das Epistyl.

Tag und Nacht standen Calesaten, schwergerüstete Elitesoldaten des inneren Ringes der Stadt, zwischen den neun Marmorsäulen des Senatsgebäudes, die im Schein der vollen Mada schwarz glänzten. Mit einer knappen Grußformel ließ man sie ein. Das Atrium war nicht beleuchtet, doch das Hallen ihrer Schitte auf dem Mosaik, ließ Dan auf einen hohen Kuppelsaal schließen. Sie wurden in einen kleinen Seitenraum geführt; die Opifizie eines Senators, vermutete Dan. Der kleine Raum war nur von einigen kostspieligen Hanuraskerzen in purpurnes Licht getaucht. Er wurde von einer großen Mense aus poliertem Granit dominiert. Sie stand auf vier gebogenen Elfenbeinfüßen die von figürlichen Reliefs überzogen waren. Man hatte in der Eile einfache Holzhocker um die Mense gestellt, die in scharfen Kontrast zu der luxeriösen Ausstattung der Opifizie standen. Allein das Regal mit zahlreichen Libren, Werke der hohen Staatskunde, wie Dan vermutete, musste ein Vermögen wert sein.

Fünf ältere Herren, in ausladende Roben des Senas von Amhas gekleidet, erhoben sich kurz und grüßten Saliah wortlos. Während seine Herrin sich in die Runde der Senatoren setzte, schloss ihr Leibsklave die Tür von innen und blieb neben ihr stehen. Einer der Senatoren, ein weißhaariger kleinerer Amhasim, dessen hageres Gesicht mit zahlreichen Narben übersät war, trat zu Dan und musterte den nackten Sklaven lange. Er strich mit seiner Hand über die Hohen Wangenknochen und fasste schließlich Dans breite Schultern mit beiden Armen. „Erstaunlich Saliah, das ist er also.“ Die Aufmerksamkeit der ganzen Runde galt nun dem Leibdiener. „Wenn ich es nicht wüsste, hielte ich ihn für einen von uns.“ Zustimmendes Gemurmel. „Dan stammt aus einer Reihe von siebenundfünfzig Generationen gezielter Verpaarungen. Er ist das unser vollkommenster Zuchterfolg. Die Zukunft von Amhas!“ entgegnete Saliah stolz. „Oder sein Untergang“ antwortete der Hagere während er tief in Dans Augen sah.

Dan spürte eine anflutende Hautrötung und reagierte sofort. Durch äußerste Konzentration rief er eine Stauung hervor und verhinderte den instinktiven Rubor facialis. Mit einer schellenden Ohrfeige streckte der hagere Senator den Sklaven zu Boden. „Er hat Chutram angewandt; beinahe hätte ich es nicht gemerkt, aber er hatte eine charakteristische Pupillenreaktion. Bist Du dafür verantwortlich Saliah?“ Ohne eine Pause und scheinbar ungerührt antwortete sie „Ja, ich habe es ihn selbst gelehrt.“ Empörung stand in den Gesichtern des Anwesenden. „Das ist unerhört, Chutram ist claustrum sublimis, nur uns vorbehalten!“ Dan wischte das Blut von seinen Lippen und erhob sich. „Er ist vollkommen, meine Herren Senatoren. Er ist mein Geschöpf; eine vollkommen neue Dienerrasse steht vor euch. Wie könnte ich seine Überlegenheit besser demonstrieren, als durch das Chutram?“

Der Hagere erhob den Finger zu einer Antwort doch er kam nicht zu Wort. „Setz Dich Sokas. Wir sind nicht hier, um das Zuchtprogramm zu disputieren!“ Nach einer kleinen Pause führte Reklides, der Praete des Gremiums, das Anliegen des Senats aus. Dans Aufregung wuchs beinahe mit jedem Wort. Diese Sätze klangen wie der Beginn einer großen Historie. Doch alles stand auf Messers Schneide. Sie mussten noch zu dieser Stunde aufbrechen. Auf dem Weg zu ihrer Dome blickte Saliah ihren Diener an. Ihre eisblauen Augen blitzten zornig: „Das war sehr dumm von dir! Du hättest heute sterben können; und ich mit dir, mein schöner Dan.“

Teil 2

Gedankenversunken saß Dan in der schmierigen Kascheme am Hafen von Amhalashal. Saliah hätte nicht allein gehen dürfen, dachte er sich. Andererseits hätten sie anders auch nicht ihre Bekanntschaft geheim halten können. Es war für Dan ohnehin nur unter äußerster Konzentration möglich gewesen, unter den Seesöldnern der Citolaserva nicht aufzufallen. Er hätte es beinahe nicht über sich gebracht, das kleine Ipexomädchen für den Fluchtversuch auszupeitschen. Wenn er dort gezögert hätte, wäre die gesamte Allegatio des Senats fehlgeschlagen. Kriegszeiten erfordern Opfer, sagte Dan zu sich selbst. Aber sein Gewissen nagte an ihm und lenkte ihn kurz von seinen Sorgen ab.

Der Bursche des nordländischen Wirtes, scheinbar ein Retarde, ging mit einem Krug durch die Schenke und Bediente die Besatzung der Citolaserva. Außer den Amhasim saßen auch einige Thhh’Raji in der Schenke. Dan erschien es seltsam, dass diese gefährliche Rasse in dieser Stadt frei und bewaffnet herumlief. Das erstaunlichste war jedoch, dass sie Seite an Seite mit Amhasim speisen durften. Als der zurückgebliebene Bursche bei den Echsen angelangt war, war der Krug aber schon leer und so wandte er sich zur Theke um. Dan sah, wie die kleinste der drei Echsen, ihren Schwanz quer zum engen Durchgang stellte. Der Retarde stolperte darüber und stürzte unter auf den Thh’Raij, der sich als Anführer der Bande aufspielte. Mit einem Zischen sprang die Echse auf und warf den Burschen gegen die Wand. „Du Misssgeburth!“ zischte sie böse.

Allgemeines Gelächter erhob sich. Der Wirt wollte zu seinem Sohn eilen, doch Treas, der Steuermann der Citolaserva hielt ihn zurück. „Krrrüpphel!“ lachte die kleine Echse, die den Retarden zu Fall gebracht hatte, lautlos und begann mit den Knochen, die von ihrem Mahl übrig geblieben waren, nach dem Retarden zu werfen. „Dah hath Dein Papahh wohl nen Esssel besssprungen“ stimmte der schwärzliche Thhh’Raij, der dritte der Bande, mit ein. Als die Echsen nichts mehr auf dem Teller hatten und der Bursche verdreckt und heulend in der Ecke lag, verloren die Amhasim das Interesse an dem Spiel und wandten sich wieder ihren Gesprächen zu. Der Vater wagte jedoch nicht an den Thhh’Raij vorbei zu seinem Jungen zu eilen. Mit den Worten „Kommth Jungsss, wir machen mal sssauber“ schleifte der Anführer der Bande den zitternden Burschen aus der Schenke.

Dan, der dem Treiben widerwillig zugesehen hatte, stand nach einer kurzen Pause auf und ging ihnen unauffällig nach. Sie hatten den Retarden ins Hafenbecken geworfen und amüsierten sich nun während der junge um sein Leben strampelte. Sobald der Junge, der scheinbar nicht schwimmen konnte, den Kopf aus dem Wasser hob, bewarfen die Thhh’Raij ihn zielsicher mit Steinen. Das Wasser war von einigen Platzwunden des Jungen schon blutrot gefärbt. Der Vater hatte sich auch aus der Schenke geschlichen und flehte die sadistischen Echsen verzweifelt um das Leben des Sohnes an. Dan konnte es nicht mehr mit ansehen. Er vergewisserte sich kurz, dass keiner der Amhasim ihn beobachtete, und lief dann lautlos zur Ponticule. Er konzentrierte sich auf die Formel des Kriegers. Das Mitleid, die Abscheu, seine Gewissensbisse und Sorgen fielen von ihm. Er spürte wie die Kälte durch ihn ging. Er sah die Bewegungen seiner Gegner vor sich, wo sie waren, wohin sie sich in den nächsten Sekunden bewegen würden. Instinktiv sah er den kürzesten Weg und die Schritte des Angriffs vor sich. Er spannte seine Muskulatur und löste die gesehenen Bewegungen reflexartig nacheinander aus.

Ohne es zu merken beschleunigte Ellie ihren Gang. Eine innere Unruhe hatte sie erfasst, seit sie Diomekis heute gesehen hatte. Es war nicht nur der übliche Widerwille und Ekel, den sie empfand, wenn er mit seinen fleischigen Händen nach ihr griff. Diesmal hatte der Gouverneur ein Funkeln in den Augen gehabt, dass Ellie noch nie gesehen hatte. Etwas Furchtbares war im Begriff zu geschehen, das war alles was Ellie spürte. Die Questora Extraordinaria war Ellie eigentlich egal. Auch wenn sie sehr erstaunt war, dass die hohe Gesandte des Senats so schnell erkrankt sein konnte. Ellie hatte sie am Abend des letzten Tages doch selbst noch bedient. Sie hatte jung und kräftig ausgesehen und war mit ihren strengen, eisblauen Augen eine außergewöhnliche Schönheit. Insgeheim hatte Ellie ja gehofft, dass Diomekis über die Gesandte das Interesse an ihr für eine Weile verlieren könnte.

Die Abmachung mit ihrem Vater besagte ohnehin, dass Diomekis sie erst an ihrem dreizehnten Geburtstag haben sollte. Und dafür bezahlte der Vater einen hohen Preis, dass wusste sie, doch konnte sie keine Dankbarkeit empfinden. Bei dem Gedanken an ihren Geburtstag wurde Ellie von Ekel übermannt. Erst heute hatte Diomekis sich wieder eine scheinbar endlose Zeit an ihr gerieben. Als er sich endlich ergoss und Ellie die  Schürze wechselte, hatte er sie zum Hafen geschickt, um bei der Beatzung des Sklavenschiffes, dass die Gesandte gebracht hatte, nach einem Glandularius zu fragen. Die Questora Saliah spucke schon die ganze Nacht durch schwarze Galle. Ellie war zügig zum Hafen geeilt und hatte nun beinahe die Schenke ihres Vaters erreicht, als sie Lärm vom Steg hörte.

Sie sah einen Amhasischen Seefahrer in das Hafenbecken springen. Dann viel ihr auf, dass ihr Vater am Wasser kniete,die Schürze blutüberströmt. Ellie lief so schnell sie konnte zum Steg hinüber. Zu ihrem entsetzen sah Ellie die Leichen dreier Kopfgeldjäger auf dem Steg, aber ihr Vater war scheinbar unverletzt. Chrrs, ihr Anführer der Bande war sogar geköpft worden und hatte scheinbar sein Blut über ihren Vater ergossen. Neben ihm stak ein großes amhasisches Stahlschwert im Holz des Stegs. Sie fiel ihrem zitternden Vater in die Arme. Über seine Schulter hinweg sah sie nun, wie der fremde Seefahrer ihrem verwundeten Bruder aus dem Wasser auf den Steg hob. Mit einem Statz war er neben ihnen. Ellie riß sich vom Vater loß und warf sich erschrocken neben den blutenden Bruder auf die Knie.

„Verzeih“ hauchte der Fremde und riss einen Fetzen von Ellies weißer Schürze. Noch bevor sie protestieren konnte, hatte der Amhasim den Fetzen fest um Annos Kopf gewickelt. „Wie kann ich euer Hoheit für eure Güte danken?“, fragte der Wirt, noch sichtlich vor Angst zitternd. „Indem Du hierüber kein Wort zu irgendjemandem verlierst!“ antwortete der Fremde ohne Verzögerung. „Das wird die Sanguisation stoppen, behandelt die Wunde mit Hegathwurzel und Zwiebelextrakt, sonst riskiert ihr eine Inflame,“ fügte er hinzu. „Demnach seid ihr ein Heiler?“ fragte Ellie, die endlich zu Worten fand. Ohne seine Entgegnung abzuwarten, fügte sie hinzu: „Eure Dienste werden im Fort gebraucht. Die Questora ist schwer erkrankt!“ Wie von Donner gerührt starrte Dan das hübsche Mädchen an. Dann stützte er ohne ein Wort des Abschieds davon.

Über feedback würde ich mich wie immer sehr freuen!


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Rondribal am April 08, 2008, 20:58:01
Hier also der versprochene Angurianer-Fluffi. Er ist gleichzeitig der letzte Teil von Dans Geschichte, die im Amhasim-thread nachzulesen ist. Nach Einverständnis der Agurianercrew gehts dann ab in das Lektorat.

Stille hüllte das weite trockene Tal ein. Die Sonne stand hoch am Himmel und heiße Luft stieg flimmernd vom trockenen, staubigen Erdreich auf. Dan ging langsam den ansteigenden Pfad durch den lichten Olivenhain hinauf. Lose führte er das Maultier hinter sich beständigen Schirttes hinauf. Seine Augen mit der rechten Hand beschattend blickte er zum Kamm des An’Mori hinauf. Erst vom Pass von An’Mor würde er das Gurmassiv in der Ferne erblicken. Doch auf dem Pass begann die Reise erst für ihn. Die Aufständischen, die diese Täler bewohnten, waren äußerst gefährlich. Dan wusste, sie würden zuerst angreifen und später fragen. Trotz der Gefahren musste er weitergehen. Was ihm am Ende blieb, war der Weg zur Felsenstadt, der Weg zum verheißenen An’Khoral. Er musste sie finden oder bei dem Versuch sterben. Dieses eine mal konnte er etwas in seinem Leben tun, was wirklich von Bedeutung war.

Er kontrollierte die Aktivität seines Körpers; nur so viel Anstrengung, wie der Wind zuließ. Im Sommer konnten die Täler des Yal Hamath so trocken sein, wie die Wüste Lath. Der Wind reichte aus um zwei oder zweieinhalb Horamillia anzuschlagen. Ginge er schneller so würde sein Körper nur mit Hilfe von Sudation die Temperatur halten können. Da er aber seit Tagen kein Wasser gefunden hatte, musste Dan streng haushalten. Die schwarze Silhouette eines Vogels zeichnete sich über dem Pass am blauen Himmel ab. Anhand seiner Fluggeschwindigkeit und Größe schätzte Dan, dass es sich um einen gewaltigen Raubvogel handeln müsse. Wahrscheinlich ein Kalkarim, den sie auf mich angesetzt haben, dachte er. Der Verdacht, mitten in eine ausgelegte Falle zu laufen, hatte sich im Verlauf der letzten Tage immer weiter erhärtet. Dan war an drei Bergbächen vorbeigekommen, doch keiner führte Wasser. Das feuchte Bett und die zarten Uferpflanzen verrieten Dan, dass diese Gewässer unvermittelt zu fließen aufgehört haben mussten. Das war eine Zermürbungsstrategie der Angirier von der Dan schon einmal gehört hatte.

Sie leiteten das Wasser im Sommer in Höhlensysteme um, um Eindringlinge von der Wasserzufuhr abzuschneiden. Hatte der Eindringling das Gewässer hinter sich gelassen, so ließen sie dem Bach wieder die natürliche Verlaufsrichtung. Als Kundschafter standen ihnen dabei die intelligenten Aasgeier des Yal hamath, die Kalkarim, zur Seite. Es war ungeheuerlich mit welchem Einfallreichtum diese ehemaligen Sklaven sich vor dem Zugriff der Amhasim schützten. In höheren Lagen, so wusste Dan von zahlreichen Berichten der Sklavenjäger, musste er sich sogar vor gezielten Steinlawinen in Acht nehmen. Einen direkten Angriff würden die Angurianer erst ganz zuletzt folgen lassen. Sie wussten um ihre corpale und armale Unterlegenheit und machten sie durch eine ungeheure Accomodatio naturalis wieder wett. Wie stark das sogenannte einfache Leben doch war? Wie sehr sträubt sich eine Distel, eine Kakerlake oder ein Angurianer gegen den Tod? War nicht mehr Lebenswille in einem einfachen angurianischen Stammeskrieger als in dem höchsten Chutrammeister von Amhas?

Mit jedem Schritt den Dan von seiner alten Heimat tat, sah er sein Leben klarer. Oh ja, die Amhasim waren starke Herren. Mächtige Handwerker und Krieger und hohe Gelehrte, doch sie hatten etwas verloren, das war Dan nach vielen Jahren des Kampfes klar geworden. In ihrem steten Streben nach Höherem hatten die Amhasim dem wahren Geschenk des Lebens entsagt. Sie hatten die Freiheit verloren und das Glück. Und war nicht der stete Widerspruch dieser zwei Prinzipien, das feine Equilibium das eigentliche höchste Ziel des denkenden Lebens? Mit ihrer Macht und Herrschaft über das niedere Leben wollten all die Senatoren ad finitum doch nur diese Ziele erreichen. Sie versklavten um selbst frei von Arbeit zu sein, doch in ihrer toten Stadt sperrten sie sich in Ringe von Mauern und riefen mächtige Krieger zu ihrer Wache und trautem keinem mehr, nicht einmal ihren eigenen Kindern. Sie gaben sich Orgien und Wettkämpfen hin, frönten hoher Dichtkunst und Philosophie doch sie erreichten nie Zufriedenheit und verloren das unbeschwerte Lachen.

Sein ganzes Leben lang hatte Dan versucht, einer vorn ihnen zu sein. Er war ein wahrer Meister des Chutram geworden. Er hatte ihre Historie und Medica, die Staatskunst und die Philosophie studiert. Er war ein exzellenter Schwertführer und ein Meister des Chutram geworden. Er hatte dem Senat und der Republik sein ganzes Leben lang treu gedient. Und schließlich hatte er erreicht, was keinem Sklaven zuvor gewährt worden war. Man hatte ihn zum Bürger von Amhas ernannt. Doch was hatte es ihm genutzt. Endlose Tage in seiner Dome hatte er nur dagesessen und ins leere gestarrt. Er hatte immer nur an diese wenigern Augenblicke denken können, die Tage in Amhalashal. Er hatte nur immer an sie denken können. Ihre gütigen, braunen Augen; Das weiche blonde Haar, das sich an ihre zarten Schultern schmiegte; Ihre feine Clavicula, die darunter eine kleine Mulde bildete. Das Glockenhelle Lachen, dass nur selten unbeschwert klang.

Diomekis hatte für seinen Verrat bezahlen müssen. Doch Dan hatte auch bezahlt. Und der Preis, so wusste er nun, war seine Seele gewesen. Etwa eine Stunde vor dem Pass blieb sein Maultier stehen. Dieses störrische Geschöpf ließ sich, vielleicht aus Angst, durch keinen Versuch Dans dazu bewegen, weiter hinaufzusteigen. Also nahm Dan, der entschlossen war, den Pass an diesem Tag noch zu überqueren dem Maultier die Packtaschen ab und befreite es vom Halfter. Dann schulterte er die Taschen und schritt kräftiger aus. Eine innere Stimme sagte ihm, dass sein Wasser nur für heute reichen müsse. Noch bevor die Sonnenscheibe den letzten Weg hinter den Horizont antrat, erreichte der Alte die Anhöhe des An’Mor. Sein Blick schweifte in die Runde des Berge von Yal Hamath.

Ganz im Süden erhob sich aus einem massiven Altoplan der Gifpel des An’Gur. Des Berges der Freiheit, wie die Sklaven ihn nannten. Ob diese Sklaven wirkliche Freihet gefunden hatten, fragte sich Dan nachdenklich. Er hatte gehört sie frönten dunklen Göttern und verkauften ihre Seelen an Dämonen, um mächtige Kämpfer zu werden. Das es sich bei diesen Angaben der Referationen um Facta handelte, wagte Dan zu bezweifeln. Es konnte durchaus geschickte Propaganda sein. Der Senat schreckte, wenn es um die Suicaveratio Amhasi ging, nicht mal davor zurück Dokumente der großen und berühmten Thesaurolibria zu manipulieren. Welche Ironie: Das Wunder vom Amhas, voller Lügen und Halbwahrheiten der Amhasim.

Sein Blick richtete sich auf einen Felsen, der sich steil zu seiner Linken erhob. Der Kalkare saß dort selbstgefällig und schaute zu ihm hinunter. Dan hatte in der „De Natura“ keine Darstellung dieses Vogels gefunden und seine Hässlichkeit überraschte ihn. Es war beinahe so, als hätte die Weltordnung ihn für sein schwarzes Gemüt strafen wollen. „Was meinst Du alter Knabe“ rief Dan in der Tonart der alten Herren von Amhas zu dem Aasfresser hinauf „worin liegt nun die Bedeutung des Lebens?“ Der Kalkare antwortete nicht, doch seine Gesichtszüge veränderten sich. Es war beinahe als hätte das Tier Dan hämisch angelächelt. Bei diesem Anblick lief dem alten Mann ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter. Das war das Grinsen des Todes, dachte er bei sich. Ich habe Deine Antwort verstanden, mein Freund. Die Antwort des Todes auf diese Frage kann nur eine sein: Es endet.

Kraftlos kniete Dan sich in der Mitte der Straße nieder, hatte er doch die Kontrolle über sich verloren. Sein Blut war dick geworden und seine Lippen spröde von Mangel an Wasser. Ein Kaninchen raschelte in einem nahen Gebüsch bevor es in gestrecktem Lauf über die Straße schoss und zwischen den Felden verschwand. Dan war beinahe gleichzeitig aufgesprungen und machte einen Satz hinter einen Felsvorsprung. Doch der Schmerz in seinem Rücken sagte ihm, dass er einen entscheidenden Moment zu spät reagiert hatte. In seiner Deckung zog Dan das schlanke Stahlschwert, dass er stets bei sich führte. Dann konzentrierte er sich auf seinen Körper. Seine Niere war getroffen und er verlor viel Blut. Es kostete ihn ungeheure Anstrengung die Blutung zu verlangsamen und er wäre beinahe ohnmächtig geworden. Der Alte schüttelte den Schwindel ab und dachte nach.

Er hatte nur wenig Zeit, vielleicht noch einen Tag. Dann würde er dem Blutverlust erliegen. Er hatte durch den Aufstieg schon zu viel Flüssigkeit verloren. Wenn die Angurianer das wussten, konnten sie sich zurückziehen und seinen Tod abwarten. Aber so schätzte Dan sie nicht ein. Es würde zu einem Kampf kommen. Er ging noch einmal alles durch,, was er über die Angurianer gelernt hatte. Dann rief er aus seinem Versteck: „Ihr seid schwach, wenn ihr aus dem Hinterhalt schießt. Hat man euch denn keinen Kampf gelehrt?“ Kurze Zeit geschah nichts doch dann hörte Dan eine junge, kräftige Stimme in der viel Arroganz mitschwang: „Komm heraus, alter Mann. Als Du davon hüpftest, dachte ich Du seiest ein Kaninchen, also schoss ich. Bist Du ein Mann, wie es deine Stimme verrät, so will ich Dir die Ehre schenken, durch mein Schwert zu fallen.“

Ob der Angurianer wohl allein war, erwog Dan. Wie es auch war, er hatte keine Wahl. Er konnte kämpfen oder verbluten wie ein Tier. Dan trat hinter dem Vorsprung hervor. Erschrocken blickte er auf den jungen Mann, der ihm gegenüberstand. Er war hochgewachsen und muskulös, wie es die Brokthar und Amhasim waren, doch das blonde Haar war das eines Nordmannes und einen unbeschreiblichen Ausdruck im Gesicht. Seine Rüstung bestand aus einem unbeschreiblichen Flickenteppich von kleinsten Lumpen und er war über und über mit Scalps und Schmuckresten seiner Opfer behangen. Der Junge war tatsächlich allein. und kam mit gezogenem Schwert auf Dan zu. „Das Schwert eines Amhasim“ stellte Dan fest „Du bist also nicht nur ein feiger Meuchelmörder sondern auch ein Dieb!“ Dan konnte im Gesicht des Jungen sehen, wie diese Worte ihn getroffen hatten. Vielleicht war dieser Kampf doch noch nicht verloren für Dan. „Es gehörte einem dreckigen Bastard, wie Du einer bist. Schade nur, dass ich mich mit Deinem wertlosen Amhasblut besudeln muß.“ Viel offener Hass lag in der Stimme des jungen Mannes. Die Kontrahenten näherten sich langsam bis auf wenige Schritt.

Dan war aufs äußerste Konzentriert. Er musste den Angriff des Jungen abpassen, den Moment indem seine Deckung vollkommen offen war. Er klärte seinen Geist. Die pulsierende Niere wurde zu einer kalten blauen Kugel. Er war vollkommen leer. Dann sagte er mechanisch die Worte, die das Schicksal des Burschen besiegeln mussten: „Wie nennt man es in An’Gur, wenn ein Knabe wie Du mit seiner Mutter liegt?“ Bei dem Wort „Mutter“ zuckte der Schwertarm des Angurianers kurz bevor er seine Bahn begann. In diesem Moment sah Dan den Pfad des Schwertes vor sich. Wie eine Schlange schnellte er los und rollte sich um das Schwert herum zwischen den Angreifer und seiner Waffe. Ein Stoß mit dem Knauf auf den Plexus des Schwertarmes genügte um den Jungen zu entwaffnen.

Nun standen sie unmittelbar Auge in Auge. Nur die Klinge des Alten trennte sie voneinander. Der Angurianer hatte die Überraschung noch nicht überwunden. Er hatte äußerst schnelle Reflexe, dachte Dan, wenn er ausgebildet würde, wäre er ein mächtiger Schwertmeister. Weitaus mächtiger als Dan es je geworden war. Doch die Jugend und die unterlegene Technik der Angurianer hatten es ihm nicht erlaubt diesen Kampf zu gewinnen. „Ich lasse Dich leben, wenn Du mich nach An’Koral fürhst.“ Die Überraschung im Gesicht des Jünglings wich einer eisernen Härte. „Niemals würde ich einen dreckigen Amhasim in die gelobte Stadt führen.“ Er spuckte dem Alten ins Gesicht.

Ungerührt antwortete ihm dieser: „Und wenn ich dir sagte, dass ich kein Amhasim bin? Wenn ich nun ein Sklave bin, der die Freiheit erlangt hat? „Die Amhasim lehren ihre Sklaven nicht, so zu kämpfen“ wies der Angurianer ihn zurück. „Du bist ein Spitzel; eher sterbe ich, als Dich zur Felsenstadt führe!“ „Ich zeige Dir das Brandmal“ Dan nahm vorsichtig das Schwert herunter und knüpfte mit der linken seinen Mantel und sein Hemd auf. Über dem Herzen war das Dreieck mit dem Auge eingebrannt: Das Zeichen der Sklaven des inneren Ringes. Gedankenverloren blickte Dan einen Moment herab auf das Symbol seiner Versklavung. In diesem Moment traf ihn der Angurianer hart mit dem Ellenbogen an der Schläfe und war ihn von den Beinen. Dan landete unglücklich auf dem Pfeil und spürte wie dieser sich tiefer in seinen Körper hineinbohrte. Er blutete nun sehr stark und tränkte den staubigen Boden mit einem Schwall von Blut.

Der Angurianer bückte sich über den Alten. Er warf das Schwert zu Seite und nahm ihm auch den Dolch. Dan nahm alle Kraft zusammen. Er hob sie linke Hand und berührte die Brust seines jugendlichen Feindes. „Ich habe Dich nicht belogen, doch was spielt das jetzt noch für eine Rolle. Es ist hier zu Ende.“ Wie der Schatten des nahenden Todes schwebte der Aasfresser von seinem Thron herab und begann das Fleisch am Bein des tödlich verwundeten zu zerreißen. Dan spürte den Schmerz kaum noch. Zweifel stand dem Jungen nun ins Gesicht geschrieben. Auf einen schwachen Wink kam er näher an den sterbenden heran. „Geh zu Elleomalia von Amahalashal. Sag ihr: Ich habe sie immer geliebt.“ bei diesen Worten wurde der Junge ganz blass. Dan konnte nur mit Mühe die Augen offen halten, doch er erriet noch die Gedanken des Jungen und erkannte seinen Ausdruck. Mit seinem letzten Atemzug hauchte er ihm ins Ohr: „Vergib mir, mein Sohn.“

Dieser Teil der Geschichte spielt etwa 20 jahre nach dem Amhasischen Teilen und damit etwa 1050BF, was uns jedoch nicht am publizieren hindern sollte  ;).
Auch hier würde ich mich auch hier sehr über einige Meinungen und feedback freuen.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Firanor am April 11, 2008, 09:49:41
So ich hoffe ich binhier richtig, um den Kulturtext der Vaesten für das lektorat zu posten.
habe selbst schon mehrmals drüber gelesen, aber sicher ist sicher^^

So und nun viel spaß damit^^

[gelöscht durch Administrator]


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Yanken am April 11, 2008, 10:22:21
Für den Lektor...
Tätowierung statt Tattoowierungen bitte...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am April 11, 2008, 11:15:47
Für den Lektor...
Tätowierung statt Tattoowierungen bitte...

Hö? Was soll das denn jetzt? Ich weiß, wie das Wort geschrieben wird und habe den Pseudo-Anglizismus  in den Kulturtexten auch jeweils immer korrigiert...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Yanken am April 11, 2008, 11:35:56
Für den Lektor...
Tätowierung statt Tattoowierungen bitte...

Hö? Was soll das denn jetzt? Ich weiß, wie das Wort geschrieben wird und habe den Pseudo-Anglizismus  in den Kulturtexten auch jeweils immer korrigiert...

Entschuldigung... das war nicht böse gemeint  :-[

Sollte nur ein Hinweis sein... :(


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am April 11, 2008, 16:04:15
Ja, ist schon okay. Ich wusste einfach nicht, wie ich das jetzt zu verstehen hatte. Nix für ungut  ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am April 11, 2008, 16:07:50
Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt nochmal patzig klinge: Firanor, kannst du bitte den bereits von mir korrigierten Teil aus der "großen" Kulturen-Datei als Basis verwenden? Sonst müsste ich entweder zunächst beide Texte auf Änderungen abgleichen oder aber alles doppelt korrigieren. Danke!


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Firanor am April 11, 2008, 18:39:12
es wurde in die letze Fassung nur der Text für Darstellung und der für Magie eingefügt, der Rest blieb unverändert bis auf ein paar inhaltliche Fehler:
- Vaestfogg statt vaestenfogg, da hatte ich mich 3mal vertan
- Vergobraéth statt Vergobraeth, da fehlte nur ein Apostroph


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am April 11, 2008, 18:51:31
Äh, also, das, was du mit der "letzten Fassung" meinst, ist aber schon gar nicht mehr die letzte Fassung. Die steht nämlich im Kulturendokument für die Beta. Wie auch immer- ich kopiere dann jetzt einfach die Teile "Magie" und "Darstellung" raus und stelle sie hier lektoriert wieder ins Forum. Am besten fügt Waldviech (huhu  :)), der ja das Layout macht, diese dann direkt in die Word-Datei ein.


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am April 11, 2008, 18:56:54
Hier im Anhang. Den Neuen Magieteil und Darstellungsteil habe ich mal rot markiert, damit es sich einfacher findet  :d

Ihr Kulturverantwortlicher des Vertrauens  ;)

[gelöscht durch Administrator]


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: GrogT am April 11, 2008, 18:57:29
Ups..zu langsam...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Firanor am April 11, 2008, 19:08:32
die oben genannten Fehler bitte ich einzubeziehen^^

werde mi selbst nochmal den text komplett durchlesen, damit ich eventuelle Syntaxfehler und falsche Formulierungen noch ruasfiltern kann, denn von denen kann der Lektor ja ncihts wissen^^

EDIT:
der nochmal durchgelesene text, nur kleine Änderungen, aber entscheidende.

[gelöscht durch Administrator]


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am April 11, 2008, 19:11:16
Leute, verdammt! Ich habe im "Ladet hoch!"-Thread eine falsche Version hochgestellt, die noch nicht komplett lektoriert war. Hier jetzt die richtige, die sich auf meinem USB-Stick befand... :-[
Waldviech hat aber auf jeden Fall die korrekte Version per Mail erhalten - das habe ich gerade nochmal überprüft.

[gelöscht durch Administrator]


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am April 11, 2008, 19:44:09
So, hier jetzt der "richtige" Vaesten-Text, inkl. der beiden fehlenden Kapitel und der Hinweise Firanors. Falls du nochmal drüber liest, Firanor, wirst du sehen, dass ich auch syntaktisch einiges umgestellt habe, was m.E. nötig war. Sollte sich inhaltlich dadurch etwas verschoben haben, bitte melden.  :)
Ansonsten kann dieses Kapitel dann in die Beta-Version.

[gelöscht durch Administrator]


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Firanor am April 11, 2008, 20:16:31
klingt und war wohl an einigen Stellen echt nötig, habe ich selbst aber nicht gesehen, danke^^


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Yanken am April 13, 2008, 16:50:39
Hi Azkorra!



Vielleicht kannst du ja nochmal über die letzte Rasse "Donari" drüber schauen... da gab's noch eine Änderung...

Auch bei den anderen Rassen gab's noch kleine Anpassungen, allerdings waren diese nicht so dramatisch



[gelöscht durch Administrator]


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am April 13, 2008, 17:45:26
So, hier die komplett lektorierten Rassentexte (war ja nicht so viel  ;)). Zwei Anmerkungen: Bei den Yetis ist der letzte Satz nicht vollständig- den müsste noch jemand ergänzen. Und die Tharai waren im gesamten Text "Tharei" geschrieben. Ich nehme nicht an, dass das eine der Rassen- und das andere der Kulturname ist, oder? Im Kulturentext heißen sie auf jeden Fall Tharai, und dahingehend habe ich den Namen auch korrigiert.

[gelöscht durch Administrator]


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Yanken am April 13, 2008, 22:34:59
Vielen Dank


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jens_85 am April 14, 2008, 10:25:00
Ups, ich hab manchmal so "zu Ende gedachte aber nicht geschriebene" Texte... vor allem bei den Yetis. Der letzte Satz sollte lauten: "Yetis werben intensiv um ihre zahlreichen Weibchen, und diese werden bis zu einmal in zwei Jahren schwanger"


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Rondribal am April 16, 2008, 07:14:43
Hi Azkorra,

hättest Du vielleicht für meine Fluff noch irgendwo ein Quäntchen Zeit? Ich frag sonst z.B. Dominik oder so.

 Nima


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am April 16, 2008, 10:34:13
Im Moment isses leider ein bisschen eng. Vielleicht am WE, aber das habe ich letzte Woche, glaube ich, auch schon gesagt. Vielleicht hat Lone Wolf Zeit? Ansonsten so voll mit Fehlern sind deine Texte ja nun auch nicht... ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am April 30, 2008, 13:04:22
Leute, kann irgendjemand mal den gesamten Geographieblock als .doc-Datei hier reinstellen?  Ich würde mich dann mal sukzessive an das Lekorat dessen machen, da dieser ja offenbar überhaupt noch nie lektoriert wurde und laut Forenkommentaren noch einen Großteil an Fehlern enthält... ;)


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Yanken am April 30, 2008, 13:10:28
Ja das mach ich... brauche ein paar Minuten


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Yanken am April 30, 2008, 13:15:43
Hier findest du sie...

Schön wäre es, wenn du hier danach nen kurzen subjektiven Bericht abgeben könntest.

Sowohl zu den schwächeren als auch zu den etwas besseren Texten wären als Referenz wichtig, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen... nicht um jemandem auf die Füße zu treten. :)

[gelöscht durch Administrator]


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Jens_85 am April 30, 2008, 14:38:51
Jup, es wäre enorm hilfreich wenn klar wäre, welche Texte besonders ansprechend sind (zum Abgucken für die anderen ;) ).


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Mai 05, 2008, 12:36:14
Habe mal die Einleitung des Geographieteils etwas überarbeitet. Maeglin (und natürlich auch alle anderen) - bitte mal drübergucken!
Was im Original auffällig war, war der inflationäre Gebrauch von Gedankenstrichen vorm jeweils letzten Teilsatz.
Hier mal die neue Version:

Riesige Wüsten im Norden, dampfende Dschungel im Süden und auch dazwischen nur wenige Zentren der Zivilisation – das ist Rakshazar, wild und reich an Monstern und Gefahren, und ein Ort, an dem das Volk der Menschen nur wenig zu sagen hat. Im hohen Norden beten die primitiven Nedermannen die Yetis an und fürchten die Gletscherwürmer, etwas weiter südlich sind Menschen nur „Ratten“ unter den Füßen der Riesen oder, zusammen mit Orks, Faulzwergen und Tharai-Echsen, Sklaven in den Fängen skrupelloser Trolle. An Bedeutung gewinnt ein Mensch hier nur, wenn er der Vertraute eines Trolls oder gar Riesen ist – die Drachen jedoch, welche die kleineren Wesen nur als Marionetten in ihrem äonenalten Spiel sehen, haben nichts als Verachtung für diese Rasse übrig.

Im Herzen Rakshazars befand sich einst die größte Stadt des Reiches Marhynia, die durch den Kometen vernichtet wurde und an deren Stelle nun ein gigantisches Lavameer liegt, in dessen Nähe die „Brokthar“ leben, wilde Halbtrolle, die an den Schwur des Stahls glauben. Ihre Brüder, die „Amhasim“, sind ebenfalls Halbtrolle, die jedoch nichts von der Freiheit anderer Völker halten und diese versklaven, wo sie nur können. Direkt ab deren Haustür erstrecken sich die unendlichen Steppen des Ostens, in denen Millionen von Orks in einer primitiven Stammeskultur leben. Die Steppe hat viel zu bieten, aber um es sich zu nehmen, muss man Stärke zeigen – etwas, das die Menschen hier kaum können und was deshalb die Orks zu den wahren Herren der Steppe macht.

Wendet man sich gen Süden, so erreicht man die wenigen Zentren, in denen die Menschen ihre Herrschaft errichtet haben. Zu Hunderttausenden flohen sie einst in die gewaltigen antiken Städte des marhynianischen Reiches, um in deren Schutz zu neuer Größe zu gelangen – doch wurden sie zwar reich, aber auch dekadent und verfaulten im Inneren. Heute treiben interne Zwistigkeiten die einzelnen Stadtstaaten in den Krieg gegeneinander und womöglich in den Untergang im Angesicht ihrer Feinde. Die wilden Ipexco in den Dschungeln haben es sich nämlich auf die Fahnen geschrieben, alles Blut dieser Erde, geschöpft aus den Leibern der Bewohner dieser Welt, an ihren Gott Sumacoatl zurückzugeben. Und heimlich, verborgen im Dickicht der Urwälder, regieren die schlangengestaltigen Nagah die südliche Halbinsel und ziehen ähnlich den Drachen des Nordens, ihre Fäden. Auf den jominischen Inseln sieht die Lage nicht besser aus: Hier beten die friedlichen Parnhai wilde Vulkanschrate an, tummeln sich Piraten und seltsame „Unabhängige“, und auch zahlreiche Sklavenjäger sind ständig vor Ort, denn die Parnhai sind eine begehrte Beute...

Edit- und hier die alte Version zum Vergleich (mache ich ab jetzt immer so):

Riesige Wüsten im Norden und dampfende Dschungel im Süden – doch dazwischen keine wirklichen Großreiche prägen Rakshazar. Wild und reich an Monstern und Gefahren ist dieses Land. Und die Menschen dominieren wenig davon: Im Norden beten die primitiven Nedermannen die Yetis an und fürchten die Gletscherwürmer, südlich davon sind Menschen nur „Ratten“ unter den Füßen der Riesen oder Sklaven, zusammen mit Orks, Faulzwergen und Tharai-Echsen in den Fängen skrupelloser Trolle. Nur selten gewinnt ein Mensch an Bedeutung, wenn er der Vertraute eines Trolls oder gar Riesen ist – niemals jedoch der Drachen, welche die kleineren Wesen nur als Marionetten in ihrem äonenalten Spiel sehen. Im Herzen Rakshazars lag einst die größte Stadt des Reiches Marhynia, vernichtet durch den Kometen und nun ersetzt durch ein gigantisches Lavameer in dessen Nähe die „Brokthar“ leben, wilde Halbtrolle mit ihrem Glauben an den Schwur des Stahls. Ihre Brüder die „Amhasim“ sind ebenfalls Halbtrolle, aber sie halten nichts von der Freiheit anderer Völker und versklaven sie,wo sie nur können. Direkt vor ihrer Haustür liegen die unendlichen Steppen des Ostens, in denen Millionen Orks in einer primitiven Stammeskultur leben. Die Steppe hat viel zu bieten, aber um es sich zu nehmen muss man Stärke zeigen – etwas, das die Menschen hier kaum können und was oftmals die Orks zu den Herren der Steppe macht.
Wendet man sich gen Süden so erreicht man die wenigen Zentren in denen die Menschen ihre Herrschaft errichtet haben: zu Hunderttausenden sind sie in die gewaltigen antiken Städte des marhynianischen Reiches geflohen, um in ihrem Schutz zu neuer Größe zu gelangen – sie wurden reich, aber auch dekadent und verfaulten im Inneren. Interne Zwistigkeiten treiben die einzelnen Stadtstaaten in den Krieg gegeneinander – und womöglich in den Untergang im Angesicht ihrer Feinde. Die wilden Ipexco in den Dschungeln haben es sich auf die Fahnen geschrieben, alles Blut dieser Erde an ihren Gott Sumacoatl zurückzugeben – aus den Leibern der Bewohner dieser Welt. Und heimlich, verborgen, regieren die schlangengestaltigen Nagah die südliche Halbinsel und ziehen überall ihre Fäden – wie die Drachen im Norden. Auf den jominischen Inseln sieht es nicht besser aus, das Volk der Parnhai teilt sich diese mit den Vulkanschraten, wobei diese von den friedlichen Parnhai angebetet werden. Auf diesen Inseln wimmelt es nur so von Piraten und seltsamen „Unabhängigen“ und die Inseln dienen oftmals als Weidegrund für die zahlreichen Sklavenjäger, denn die Parnhai sind eine begehrte Beute...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Mæglin am Mai 05, 2008, 12:59:49
Riesige Wüsten im Norden, dampfende Dschungel im Süden und auch dazwischen nur wenige Zentren der Zivilisation – das ist Rakshazar. Ein wildes Land, reich an Monstern und Gefahren, und ein Ort, an dem das Volk der Menschen nur wenig zu sagen hat. Im hohen Norden beten die primitiven Nedermannen die Yetis an und fürchten die Gletscherwürmer. Etwas weiter südlich sind Menschen nur „Ratten“ unter den Füßen der Riesen oder, zusammen mit Orks, Faulzwergen und Tharai-Echsen, Sklaven in den Fängen skrupelloser Trolle. An Bedeutung kann ein Mensch nur gewinnen, wenn er der Vertraute eines Trolls oder gar Riesen ist – die Drachen jedoch, welche die kleineren Wesen lediglich als Marionetten in ihrem äonenalten Spiel sehen, haben nichts als Verachtung für alle anderen Rasse  übrig.

Im Herzen Rakshazars befand sich einst die größte Stadt des Reiches Marhynia, die durch den Einschlag des Kometen vernichtet wurde und an deren Stelle nun ein gigantisches Lavameer liegt. In dessen Nähe leben die „Ronthar“, wilde Halbtrolle, die an den Schwur des Stahls glauben. Ihre Brüder, die „Amhasim“, sind ebenfalls Halbtrolle. Im Gegensatz zu ihren "wilden Verwandten" halten diese jedoch nichts von der Freiheit anderer Völker und versklaven diese, wo immer sie können. (Btw, wo sind die Cromor?) Direkt vor der Haustür der Amhasim erstrecken sich die unendlichen Steppen des Ostens, in denen Millionen von Orks in einer primitiven Stammeskultur leben. Die Steppe hat viel zu bieten, aber um es sich zu nehmen, muss man Stärke zeigen – etwas, das den Menschen in diesen Landen kaum gelingen will und was deshalb die Orks zu den wahren Herren der Steppe macht.

Wendet man sich gen Süden, so erreicht man die wenigen Zentren menschlicher Herrschaft. Zu Hunderttausenden flohen sie einst in die gewaltigen antiken Städte des marhynianischen Reiches, um in deren Schutz zu neuer Größe zu gelangen – dort wurden sie zwar reich, aber auch dekadent und verfaulten in ihrem Innersten. Heute treiben interne Zwistigkeiten die einzelnen Stadtstaaten selbst im Angesicht ihrer Feinde in den Krieg gegeneinander und somit womöglich in den Untergang. Die wilden Ipexco in den Dschungeln haben es sich nämlich auf die Fahnen geschrieben, alles Blut dieser Erde, geschöpft aus den Leibern ihrer Bewohner, an ihren Gott Sumacoatl zurückzugeben. Und heimlich, verborgen im Dickicht der Urwälder, regieren die schlangengestaltigen Nagah die südliche Halbinsel und ziehen, ähnlich den Drachen des Nordens, ihre Fäden. Auf den jominischen Inseln sieht die Lage nicht besser aus: Hier beten die friedlichen Parnhai wilde Vulkanschrate an, tummeln sich Piraten und seltsame „Unabhängige“, und auch zahlreiche Sklavenjäger sind ständig vor Ort, denn die Parnhai sind eine begehrte Beute...


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Azkorra am Mai 05, 2008, 13:40:49
Super, einige sehr gute Vorschläge dabei.

Riesige Wüsten im Norden, dampfende Dschungel im Süden und auch dazwischen nur wenige Zentren der Zivilisation – das ist Rakshazar. Ein wildes Land, reich an Monstern und Gefahren, und ein Ort, an dem das Volk der Menschen nur wenig zu sagen hat. Im hohen Norden beten die primitiven Nedermannen die Yetis an und fürchten die Gletscherwürmer. Etwas weiter südlich sind Menschen nur „Ratten“ unter den Füßen der Riesen oder, zusammen mit Orks, Faulzwergen und Tharai-Echsen, Sklaven in den Fängen skrupelloser Trolle. An Bedeutung kann ein Mensch nur gewinnen, wenn er der Vertraute eines Trolls oder gar Riesen ist – die Drachen jedoch, welche die kleineren Wesen lediglich als Marionetten in ihrem äonenalten Spiel sehen, haben nichts als Verachtung für diese Rasse (oder vielleicht auch "diese Rassen"?) übrig.

Ja, ich schlage sogar "alle anderen Rassen" vor.

Im Herzen Rakshazars befand sich einst die größte Stadt des Reiches Marhynia, die durch den Einschlag des Kometen vernichtet wurde und an deren Stelle nun ein gigantisches Lavameer liegt. In dessen Nähe leben die „Brokthar“, wilde Halbtrolle, die an den Schwur des Stahls glauben. Ihre Brüder, die „Amhasim“, sind ebenfalls Halbtrolle. Im Gegensatz zu den Erstgenannten halten diese jedoch nichts von der Freiheit anderer Völker und versklaven diese, wo immer sie können. (Mal ganz am Rande, sind die Amhasim nicht auch Brokthar?? Meintest du nicht eher die Ronthar? Und btw, wo sind die Cromor?) Direkt vor der Haustür der Amhasim erstrecken sich die unendlichen Steppen des Ostens, in denen Millionen von Orks in einer primitiven Stammeskultur leben. Die Steppe hat viel zu bieten, aber um es sich zu nehmen, muss man Stärke zeigen – etwas, das den Menschen in diesen Landen kaum gelingen will und was deshalb die Orks zu den wahren Herren der Steppe macht.

Ich haben den Text nicht geschrieben, sondern gerade erst korrigiert, aber du hast recht: Die Amhasim sind auch Brokhtar. Hmm, hier sollte dann Ronthar stehen, denn die Cromor leben doch weiter oben im Norden. Ich glaube, der Text ist einer der ältesten überhaupt, so dass hier wohlmöglich die verschiedenen Kulturen noch nicht korrekt mit eingebunden sind.
Deinen Vorschlag mit den "Erstgenannten" finde ich nicht so gut. Hört sich etwas nach Amtsdeutsch an, zumal das Substantiv ja nur eine Paraphrase ist, die nichts Neues vermittelt, sondern nur Altes umschreibt, was m.E. etwas unglücklich für einen lebendigen Text ist. Ich würde deshalb sogar meine Lösung mit dem Relativsatz bevorzugen (überhaupt mag ich Schachtelsätze - man muss den Leser auch mal fordern, wir schreiben hier ja schließlich keine Bedienungsanleitung  ;))

Wendet man sich gen Süden, so erreicht man die wenigen Zentren, menschlicher Herrschaft. Zu Hunderttausenden flohen sie einst in die gewaltigen antiken Städte des marhynianischen Reiches, um in deren Schutz zu neuer Größe zu gelangen – dort wurden sie zwar reich, aber auch dekadent und verfaulten in ihrem Innersten. Heute treiben interne Zwistigkeiten die einzelnen Stadtstaaten selbst im Angesicht ihrer Feinde in den Krieg gegeneinander und somit womöglich in den Untergang. Die wilden Ipexco in den Dschungeln haben es sich nämlich auf die Fahnen geschrieben, alles Blut dieser Erde, geschöpft aus den Leibern ihrer Bewohner, an ihren Gott Sumacoatl zurückzugeben. Und heimlich, verborgen im Dickicht der Urwälder, regieren die schlangengestaltigen Nagah die südliche Halbinsel und ziehen (Kommt hier nicht noch nen Komma hin?  ???) ähnlich den Drachen des Nordens, ihre Fäden. Auf den jominischen Inseln sieht die Lage nicht besser aus: Hier beten die friedlichen Parnhai wilde Vulkanschrate an, tummeln sich Piraten und seltsame „Unabhängige“, und auch zahlreiche Sklavenjäger sind ständig vor Ort, denn die Parnhai sind eine begehrte Beute...

Ja, deine Vermutung mit dem Komma ist richtig. Da ich nach "Nordens" eins gesetzt habe, muss vor "ähnlich" auch eins stehen. Man kann sie aber auch ganz weglassen. Oben, nach "Zentren", muss das Komma aber weg...(steht da wahrscheinlich noch, weil ich da erst 'nen Nebensatz eingebaut hatte).


Titel: Re: Azkorra & Co: Lektorenthreat Kulturbeschreibungen.
Beitrag von: Mæglin am Mai 05, 2008, 13:57:03
Zitat
Ja, ich schlage sogar "alle anderen Rassen" vor.

Gekauft. :d

Zitat
Im Gegensatz zu den Erstgenannten halten diese jedoch nichts von der Freiheit anderer Völker und versklaven diese, wo immer sie können.

Wie wärs dann mit: "Im Gegensatz zu ihren "wilden Brüdern" halten diese jedoch nichts von der Freiheit anderer Völker und versklaven diese, wo immer sie können."?

Zitat
Oben, nach "Zentren", muss das Komma aber weg...(steht da wahrscheinlich noch, weil ich da erst 'nen Nebensatz eingebaut hatte).

Jenau... ;D

PS.: Hab die oben angesprochenen Änderungen direkt mal in meinem Post editiert  ;)