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August 17, 2019, 12:22:40
Rakshazar - Forum  |  Rakshazar  |  Allgemeines  |  Lektorenboard  |  Thema: Maeglins Schreibtisch: Lektorenthreat 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Maeglins Schreibtisch: Lektorenthreat  (Gelesen 15669 mal)
Mæglin
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« am: Mai 03, 2008, 20:19:43 »

So, hier werde ich im folgenden alle Kurzgeschichten/Flufftexte zu denen ich im Beta2 Threat noch nichts geschrieben habe nochmal kritisch durchleuchten...
Und wenn ich Lust bzw. das Gefühl habe, dass es nötig ist, auch noch andere Abschnitte der Beta...  Grin

Weiterhin gilt: Falls irgendwer möchte dass ich auch seine Texte durchgehe bitte ebenfalls hier posten.
Ich werde mich dann um eine möglichst baldige "Abarbeitung" kümmern.  Wink

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Mæglin
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« Antworten #1 am: Mai 03, 2008, 21:00:10 »

So, dann fang ich mal mit Rondribals Geschichten an...

Zuerst Dan die Zweite...

Zitat
hätte nicht allein gehen dürfen, dachte er sich.

Ich hätte nicht allein gehen dürfen, dachte er sich.

Zitat
Aber sein Gewissen nagte an ihm und lenkte ihn kurz von seinen Sorgen ab.

Das ist irgendwie nicht ganz klar. Warum sollte die Tatsache, dass sein Gewissen an ihm nagt ihn von seinen Sorgen ablenken? Scheint doch eher so als wenn genau das seine Sorgen sind.
Zitat
Der Retarde stolperte darüber und stürzte unter auf den Tharai, der sich als Anführer der Bande aufspielte.

Er stürzte unter auf ihn?

Zitat
„Du Misssgeburth!“ zischte sie böse.

Ich weiß nicht, ich finde böse in diesem Zusammenhang ein sehr schwaches Adjektiv. Ist sicherlich Geschmackssache, aber ich würde wahrscheinlich sowas wie "..zischte sie voller Boshaftigkeit." oder in der Art bevorzugen...

Zitat
„Krrrüpphel!“ lachte die kleine Echse, die den Retarden zu Fall gebracht hatte, lautlos und begann mit den Knochen,

Kein Komma vor dem lautlos...

Zitat
Der Vater hatte sich auch aus der Schenke geschlichen und...

Irgendwie schleichen sich alle aud der Schenke. Erst Dan, dann der Vater....

Zitat
Das Mitleid, die Abscheu, seine Gewissensbisse und Sorgen fielen von ihm.

Das Mitleid, die Abscheu, seine Gewissensbisse und Sorgen fielen von ihm ab.

Zitat
Er spürte wie die Kälte durch ihn ging.

Klingt komisch. Vielleicht besser: "..wie die Kälte ihn durchströmte."

Zitat
Instinktiv sah er den kürzesten Weg und die Schritte des Angriffs vor sich.

Klingt nicht ganz so geschliffen. Den kürzesten Weg zu was? Welchen Angriff?
Vielleicht besser: "Instinktiv sah er den kürzesten Weg zu seinen Gegnern und die Schritte, die für seinen Angriff notwendig waren."

Dann kommt der Wechsel zu Elli, da würde ich einen Absatz setzen...

Zitat
Auch wenn sie sehr erstaunt war, dass die hohe Gesandte des Senats so schnell erkrankt sein konnte.

Besser ".., dass die hohe Gesandte des Senats so schnell erkranken konnte."

Zitat
dass Diomekis über die Gesandte das Interesse an ihr für eine Weile verlieren könnte.

besser "..für eine Weile verlieren würde."

Zitat
Chrrs, ihr Anführer der Bande war sogar geköpft worden...

"Chrrs, der Anführer der Bande..." Wenn auch nicht klar ist woher Ellie seinen Namen kennt...

Zitat
wie der fremde Seefahrer ihrem verwundeten Bruder aus dem Wasser auf den Steg hob.

"...Seefahrer ihren verwundeten Bruder..."
 
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Mæglin
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« Antworten #2 am: Mai 03, 2008, 21:19:37 »

Und Dan zum Dritten...

Zitat
Lose führte er das Maultier hinter sich beständigen Schrittes hinauf.

Das klingt irgendwie...naja...hinter sich beständigen Schrittes führte er es hinauf...
Besser: "Das Maultier am Zügel lose hinter sich herführend, wanderte er beständigen Schrittes hinauf..." oder so ähnlich  Wink

Zitat
Erst vom Pass von An’Mor würde er das Gurmassiv in der Ferne erblicken. Doch auf dem Pass begann die Reise erst für ihn. Doch auf dem Pass begann die Reise erst für ihn.

1. Das "doch" scheint mir keine rechte Funktion zu haben...
2. Klingts arg komisch

Vorschlag: "Erst vom Pass von An’Mor würde er das Gurmassiv in der Ferne erblicken und erst dann würde seine Reise wirklich beginnen."

Zitat
Wie stark das sogenannte einfache Leben doch war?

Das ist keine Frage...

Zitat
Mit jedem Schritt den Dan von seiner alten Heimat tat,...


"...von seiner alten Heimat weg..."

Zitat
doch sie erreichten nie Zufriedenheit und verloren

Vielleicht besser "...wurden nie Zufrieden..."

Zitat
Sein ganzes Leben lang hatte Dan versucht, einer vorn ihnen zu sein. Er war ein wahrer Meister des Chutram geworden. Er hatte ihre Historie und Medica, die Staatskunst und die Philosophie studiert. Er war ein exzellenter Schwertführer und ein Meister des Chutram geworden.

Ja, ist ja gut, wir wissen ja das Dan toll ist, das wollt ich ihm ja auch nie absprechen... Tongue Grin

Zitat
Sein Blick schweifte in die Runde des Berge von Yal Hamath.

"..der Berge von Yal hamath"

Zitat
und einen unbeschreiblichen Ausdruck im Gesicht. Seine Rüstung bestand aus einem unbeschreiblichen
Flickenteppich von kleinsten Lumpen...

Ja, da fehlen einem echt die Worte so unbeschreiblich ist der Kerl... Tongue Wink

Zitat
traf ihn der Angurianer hart mit dem Ellenbogen an der Schläfe und war ihn von den Beinen.

"..und warf ihn von den Beinen."

So, das wars fürs erste...
Morgen schreibe ich mehr zu den anderen Geschichten...
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Rondribal
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« Antworten #3 am: Mai 03, 2008, 21:24:00 »

Wow, danke für die Tips. Machs und beiden doch einfach und schreibs gleich in den Text, den Du dann hier komplett posten kannst, damit er dann schon fertig wäre für Beta 3. Machen die anderen Lektoren eigentlich auch so und ich finde Deine Ideen durchgehend gut.
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« Antworten #4 am: Mai 03, 2008, 21:54:03 »

Kk, werd ich nn dan in Zukunft so machen.
Habs diesmal auch nur nicht getan, da die beiden Texte so lang und die Korrekturen eigentlich nicht sooo zahlreich waren...
Soll ichs denn für die beiden Dan Geschichten noch nachholen?
Würd ich dann Morgen irgendwann machen oder spätestens Montag...

Ach ja, noch was anderes...
Was von den Texten aus der Beta2 kommt eigentlich alles in die nächste Fassung?
Gibts irgendwelche Sachen die komplett rausfliegen?
Frag nur deshalb weil ich gerne wissen würde, obs überhaupt Sinn macht, dass ich mir nach den Geschichten noch andere Teile der Beta2 vornehme...

PS.: Ach ja, vielleicht könnte irgendeiner der Admins den Threat hier mal sticken...Danke im Vorraus  Smiley
« Letzte Änderung: Mai 03, 2008, 21:57:09 von Maeglin » Gespeichert
Das Waldviech
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Wenn der Brokthaar dreimal klingelt...


« Antworten #5 am: Mai 03, 2008, 21:55:36 »

Zitat
Was von den Texten aus der Beta2 kommt eigentlich alles in die nächste Fassung?
Gibts irgendwelche Sachen die komplett rausfliegen?
DAS sind Sachen, die wir erst noch gründlich diskutieren müssen - so schnell wird´s da keine Antwort geben Wink
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M?gest du in interessanten Zeiten leben !
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« Antworten #6 am: Mai 03, 2008, 23:00:05 »

Wo immer Du Lust verspürst, darfst und sollst Du die Texte in korrigierter Fassung erstellen und hier reinstellen. Hab nochmals vielen Dank!
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« Antworten #7 am: Mai 04, 2008, 10:19:11 »

So, dann fang ich mal mit Rondribals Geschichten an...

Zitat
„Krrrüpphel!“ lachte die kleine Echse, die den Retarden zu Fall gebracht hatte, lautlos und begann mit den Knochen,

Kein Komma vor dem lautlos...


Und wie da ein Komma hinkommt... Roll Eyes Eingeschobener Relativsatz...


Zitat
Er spürte wie die Kälte durch ihn ging.

Zitat
Klingt komisch. Vielleicht besser: "..wie die Kälte ihn durchströmte."


Und da fehlt ein Komma vor "wie".
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« Antworten #8 am: Mai 04, 2008, 14:45:48 »

Jup, hast ja recht...
Komaregeln sind das Einzige, womit ich wohl manchmal n´bischen auf dem Kriegsfuß stehe...  Grin
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Mæglin
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« Antworten #9 am: Mai 04, 2008, 15:06:24 »

So, kommen wir zum nächsten Punkt.
Die Legende von Gasz'shar.
Das war nen bischen Arbeit...

Schon seit tausend mal tausend Jahren herrschte im Eise Gasz'shar, der ewige König von Grim und Frost. (Ich würde hier direkt klarstellen, dass es sich bei Gasz‘shar um einen Drachen (Frostwurm?) handelt. Kurzgeschichten und Romane können sich gerne des Tricks bedienen eine Person vorerst nur unzureichend zu beschreiben, um den Leser darauf neugierig zu machen zu erfahren, wer oder was diese Person wohl ist. Im folgenden werden dann hier und da Hinweise auf die Identität der Person fallengelassen, bis sich schließlich ein eindeutiges Bild ergibt. Bei diesem Text soll es sich aber anscheinend um ein rakshazarisches Märchen handeln, und Märchen sind nunmal eine äußerst altmodische Literaturgattung, die in der Regel auf solche Kniffe verzichtet... ) Jahr ein und Jahr aus hütetete er wachsam, von seiner eisigen Klippe nahe des Gipfels (welches Gipfels?) über die Weiten seines Reiches. Da erblickte er, ganz in der Ferne die Riesen des Südens, wie sie prächtige Städte, Schlösser und Festungen erbauten. Daraufhin war der alte König voll des Neides und so schickte er seine drei Söhne, Arakan, Rodemir und Yesi aus, damit sie ihm ebenfalls eine solch prächtige Stadt zu seiner Ehr‘ errichten sollten. Ein großer Turm sollte aus ihrer Mitte emporragen, erbaut von den Geistern des Eises, heilig und vollkommen, als Zeichen seiner Macht. Da waren die Brüdern voll der Sorge, wie sie denn bloß die alten Eisgeister dazu bringen sollten ihnen zu helfen? (Zuerst sind sie voll der Sorge und dann gehen sie einfach so ohne einen Plan gefaßt zu haben hin. So nach dem Motto: “Och, man kann ja mal Fragen...“ Dann machts aber keinen Sinn, dass sie erst „voll der Sorge sind. Vielleicht sollte man den Satz ganz weglassen“) So zogen sie denn zu den Geistern des Eises und baten sie um ihre Hilfe. Da fragte der kälteste der Geister: "Doch wo soll der Turm stehen? Hier ist keine Stadt weit und breit, die schön genug währe, als dass sie ein solches Kunstwerk verdienen würde. Wir werden wiederkommen...wenn dann hier eine Stadt erstrahlt, die dieses Geschenks würdig ist, so bauen wir den Turm wie euer Vater es sich wünscht. Da sprach Yesil, der jüngste der Drei: "Brüder, lasst uns dieses Werk gemeinsam vollbringen. Die prächtigste aller Städte soll sie werden und die Ehr'verdienen" (Mit Verlaub, die Ehr´verdienen klingt etwas dämlitsch...). Doch seine Brüder lachten nur und zogen davon. Sie wollten den Ruhm nicht mit ihm teilen. Hundert mal hundert Arbeiter leisteten Sklavendienste für die zwei älteren Brüder, die voller Eifer darauf bedacht waren das Ziel zu erreichen. Yesil, der Jüngere aber, weinte bitterlich, viele Jahre lang. Da kam ein Schneetroll des Weges daher, Car'yik genannt und hörte den jungen Drachen weinen. Da kehrte die Zuversicht in das Herz Yesils zurück, angesichts der Tatsache, dass die Trolle ihm helfen würden, eine weiße Stadt hier im höchsten Norden zu errichten, die tausend mal schöner werden würde aus die seiner Brüder. (Du erwähnst mit keinem Wort, warum die Trolle ihm helfen wollten. Einer hört von seinen Sorgen/sein Weinen und im nächsten Satz ist er plötzlich glücklich und die Trolle wollen ihm helfen. Da fehlt anscheinend ein ganzer Abschnitt, in dem der Troll sich seine Probleme anhört, ihm das Elend des jungen Drachen zu Herzen geht und er ihm dann zusichert seine Brüder zu holen und ihm zu helfen...) So kamen die Trolle aus ihren Verstecken und begaben sich daran das große Werk zu vollbringen und schon wenig später war Yesilia die schönste und größte Stadt im ganzen Norden. (Geht mir persönlich ehrlich gesagt zu schnell. Trolle kommen. Hups, Stadt is fertig...Da würde ich noch nen Satz wie etwa dieser: Lange Jahre arbeiteten und schufteten die Trolle, aber dann, als ein Jahrzehnt der Mühsal und Plackerei vorüber war erstrahlte vor dem jungen Drachen Yesalia, die schönste aller Städte, Juwel unter den Siedlungen des Nordens...blabla) Das bemerkten auch die frostigen Geister, jubelten dem Drachen zu, und errichteten, wie versprochen, im Zentrum der Stadt einen strahlend glänzenden Turm über einer Zitadelle aus Eis. Da zürnten Arakan und Rodemir ihrem jüngeren Bruder und voller Neid und Missgunst griffen sie zu den Waffen und zogen in den Krieg gegen  ihn und seine Stadt. Überrascht von ihrem Tun unterlag Yesil ihnen und hauchte sein Leben aus. Als aber ihr Vater Gasz'shar dessen gewahr wurde, was seine Söhne getan hatten, stieß er wutschnaubend seinen eisigen Atem aus und brüllte voller Zorn. Im Wahn erschlug er daraufhin Arakan und Rodemir, seine Söhne, die ihm so viel Schande bereitet hatten. Neid und Ruhmsucht hatten zu diesem Unheil geführt und so sollte nun auch alles enden (Voller Neid und Ruhmsucht soll es Enden? Deshalb will der Vater die Stadt zerstören? Weil er neidisch auf seinen toten Sohn ist, der die Stadt erbauen ließ und weil er durch die Zerstörung der Stadt Ruhm erlangen will?Huh? Passt irgendwie nicht wirklich, ich würde den Satz entweder umschreiben oder ganz weglassen...). Zerstören wollte er Yesilia, den Quell aller Missgunst (Das ist schon ein besserer Grund die Stadt zu zerstören...). Doch das wollten die Geister des Eises nicht zulassen. Der Turm solle für immer bestehen bleiben, denn er sei ein Heiligtum des Eises. Und so jagten die Geister alle davon und herrschten seit jenem Tag alleine über Yesilia, auf dass es heilig und unberührt bleiben soll. Verbittert bis heute aber, trauert König Gasz'shar auf seinem Berg, voller Wut über jene Schande und auch die Trolle flohen aus Yesilia und verstreuten sich in alle Windesrichtungen um nie wieder dorthin zurückzukehren. Aber noch heute nennt man sie die Erbauer von Yesi oder auch die Yeti.
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« Antworten #10 am: Mai 04, 2008, 15:15:40 »

Und noch eine Geschichte...

Hier ist ORKLAND !
Khrall erwachte aus tiefen, traumlosen Schlaf. Die Kälte war im in die Glieder gekrochen, und in seinem Wurfarm pulsierte der Schmerz.. Die Zeltmeute schlief noch, satt und zufrieden vom Opferfest. “Dummköpfe ” knurrte er und spieh angeekelt aus. Hatten sie im gestrigen Rausch den heutigen Tag vergessen? Khrall öffnete seinen Lederbeutel und griff in das feste, kalte Fett darin. Während die anderen ihren Teil gestern gierig in sich hineingestopft hatten, wusste Thrall einen weit besseren Ort für das Fett: seinen Wurfarm.

In Norguls Inneren tobte es. Obwohl es ein firnkalter Tag war, war ihm unerträglich warm. Er konnte den bevorstehenden Kampf kaum noch erwarten. Der Schamane hatte den Mond des neuen Blutes verkündet, und heute konnten er und die anderen Jungorks endlich die ergrauten, lahm gewordenen Alten fordern. Norguls Kraft und Mut hatte ihm schon wohlwollendes nicken der Krieger des Bluthaar-Khez eingebracht, und Norgul würde heute seinen Wert beweisen, in dem er einen ihrer Ergrauten forderte: den Okwach Khrall.

Bis zum Mittag waren schon zwölf Ergraute gefallen. Vier alte Khurkach hatten sich schwer verwundet ergeben, und würden nun ein schmachvolles Leben als Handlanger der neuen Krieger führen. Khrall blickte anscheinend gleichgültig in die Runde der Herausforderer. Sein Ruf hatte ihn bisher Herausforderungen erspart, doch er wusste genau, dass er ihn diesmal verteidigen würde müssen. Er hatte es im Blick des massiv gebauten Jungorks gesehen. Es war ein offenes Geheimnis, dass dieser Favorit des Bluthaar Khez war. Khrall atmete tief ein und reckte sich, warf dem Jungork einen provozierenden Blick zu. “Ich entscheide den Augenblick ” schoss es ihm durch den Kopf und die kalte Luft in seinen Lungen füllte seine Adern mit neuer Kraft. Zornig sprang der Jungork auf und brüllte seine Herausforderung. An Khralls Nacken und Schultern stellten sich die Haare auf, als ob der Hauch des Kampfes in ihn einfahren würde. Wie ein Steppenbulle stürmte der Jungork nach vorne. Khrall machte sich keine Hoffnung zuerst an eine der Waffen in der Mitte des Kreises zu gelangen. Die Wahl des Jungorks verblüffte ihn dann aber doch: er hatte zur Keule gegriffen. Er wollte anscheinend nicht nur ihn, sondern auch seinen Ruf bezwingen! Khralls Ruhe begann langsam aufschäumenden Zorn zu weichen.

Norgul fieberte vor rauschendem Blut (fiebern vor Blut? Wtf?? Oder war fiebern nach Blut gemeint?). “Ja, das hatte der alte Graupelz nicht erwartet ” versicherte er sich selbst. Er sah Khralls selbstgefällige Maske von ihm abfallen. Ohne sie war er auch nicht mehr als ein stumpfzahniger Wolf, an den schon zu viele Winter das Fleisch des Kheshiks verschwendet worden war. “Dachtest wohl, dass ich keine Spielchen spielen kann?” entfuhr es ihm. Noch bevor Khrall seine Überraschung überwunden hatte holte Norgul aus und schwang  seine Waffe mit einen gewaltigen Hieb auf den Wurfarm des Alten. Der Okwach hustete einen Schmerzenslaut heraus. (Klingt nicht ganz so dolle. Vielleicht einfach: „...stieß einen Schmerzenslaut aus.“?) Norgul machte einen Satz zwischen den Speer in der Mitte des Kreises und Khrall. Der Alte wippte geduckt hin und her und fing an ihn langsam zu umkreisen. “Feiger Yurach!” bellte Norgul. Doch Khrall begann zu Grinsen. Er hielt sich seinen Wurfarm und wich ein Stück zurück. “Was bei RashRag...?” unschlüssig und verwirrt brach Norgul nun nach vorne aus.

Khrall duckte sich unter Norguls erneutem Hieb zur Seite und stieß ihn in den Rücken. Der Jungork schlug hart auf den gefrorenen Steppenboden. Mit einem geübten Sprung gelang es Khrall zur Mitte des Kreises zu kommen und den Speer zu ergreifen. Norgul hatte sich derweil schon wieder erhoben und stürmte brüllen auf den Alten zu. Khrall machte zwei Sätze, lies sich nach hinten fallen und schlitterte dann am Boden zwischen die Beine des Jungorks. Norguls Eingeweide verkrampften sich um den in seinen Körper gerammten Speer. Er vergaß was er tun, sagen oder denken wollte; er fühlte nichts als Schmerz und sah die Steppe um sich herum rot werden.
« Letzte Änderung: Mai 04, 2008, 15:18:10 von Maeglin » Gespeichert
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« Antworten #11 am: Mai 04, 2008, 15:21:25 »

Und weiter gehts...
Nur minimale Korrekturen waren hier nötig...

Vom Osten, hinter dem Graben, hat mir Kalim - der Bruder des Schwagers meines Onkels Al'ramid -erzählt. Ja,wirklich. Da wohnen die Götter. Hinter einer riesengroßen Mauer, mindestens tausendhundertfünfzig Schritt hoch, wenn icht noch höher. Ja da wohnen die Götter, glaubt es mir. In einem riesigen Reich. Dort gibt es Bäume an denen die süßesten Früchte wachsen, Milch fließt dort in ihren Bächen und sie haben die schmackhaftesten Rinder. Am dem Boden soll man weich wie auf Daunenfedern gehen,doch genügt das den Ansprüchen der Götter niemals. Sie haben Wolken vom Himmel geholt m sich auf sie zu betten. Und wenn sie in gemütlicher Runde ihren goldenen Wein trinken und Trauben essen, erfreuen sie sich an den schönsten Frauen der Welt. Und diese Götter sind gütig, wirklich. Glaubt mir!
Kalim nahm die alte Brücke über den Graben und reiste zur große Mauer mit all den schönen Pelzen aus dem Norden im Gepäck. Und nachdem er im Tempel ein Gebet sprach und an die Priesterschaft eine Spende entrichtete, opferte er diese schönen Pelze. Und wirklich...er bekam dafür feinsten Seidenstoff und Gold als gütige Gabe der Götter. Das war wirklich so. Ich reise demnächst übrigens auch dahin. Das lass ich mir nicht entgehen. Wer kommt mit?



"Ja,ich war dort. Da gibt's keine Mauer. Aber dafür umso mehr verfluchtes Gezücht. Halb verdurstet musst ich nen Basilisken erschlagen, vor nem verkrüppelten, alten, wilden Riesen fliehen und mich drei Tage in nem Erdloch verkriechen. Und dann kommen mir auch noch mannshohe Spinnengetiere entgegen, die mir Gedanken und Worte in den Kopf pflanzten. Ich soll doch umdrehen, weil gerade ein durchgeknallter Drachenkönig, mit ner Horde Geister nen Krieg anzettelt. "Die spinnen, die Spinnen", hab ich gedacht. Doch du kannst mir glauben, als mich das erste Geistervieh am Fuß gepackt hat, hab ich doch lieber Kehrt gemacht. Du hättest die Schreie in der Nacht hören sollen."
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« Antworten #12 am: Mai 04, 2008, 15:25:07 »

Hier dafür wieder etwas mehr...

Arakan – Die verlorene Stadt unter dem Eis
„Arakan war schattenhaften und halb vergessenen Legenden zufolge die am nördlichsten gelegene Stadt des alten Imperiums und lag weit abgelegen, irgendwo im ewigen Eis. Das Leben dort wurde durch einen Vulkan ermöglicht, der ein verstecktes Tal soweit beheizte, so dass dort Pflanzen gedeihen konnten. Aus irgend einem, den Sterblichen heute unbekannten Grunde, stellte sich Arakan jedoch irgendwann gegen das alte Reich. Als der Kataklysmus über die Welt hereinbrach, verschwand auch Arakan von der Bildfläche. Aber es halten sich hartnäckige Gerüchte, die Stadt würde noch existieren. Diesen Gerüchten zufolge, die man hauptsächlich von halb Wahnsinnigen und nedermannischen Säufern zu hören bekommt, haben sich die Arakanier tief unter dem Eis ein phantastisches Zauberreich errichtet in dem die unglaublichsten Wunder existieren sollen. Arakanier ähneln angeblich den Nordmännern, sind aber zierlicher und haben fein geschnittenere Gesichter. Ihre Hautfarbe ist nicht rosig, wie die normaler Menschen sondern kalkweiß oder gar leicht bläulich - je nachdem welchem Gefasel man gerade lauscht. Alle Arakanier beherrschen angeblich schier unglaubliche Zauberkräfte und sind Wesen von tiefster Weisheit.“
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« Antworten #13 am: Mai 04, 2008, 15:27:38 »

Aventurien – das Paradies im fernen Westen
"Und siehe,in jenen Tagen da die Kinder Ankrojus noch nicht begangen hatten die große Sünde, welche unaussprechlich war, lebten sie im Lande Scholoschtan. Das Land aber war grün und reich an Feldfrüchten. Die Gebirge waren mächtig und voller Erz und leicht war es aus dem Fels zu graben. In Wiese, Wald und Feld tummelten sich Hoppelhasen (LOL...das soll so bleiben?? :-)) und mannigfaltige andere essbare Tiere, so dass niemand Hungers leiden musste...."

"Jenseits der Berge weit im Westen liegt das Land Bornwyn. Dort herrschten einst ruchlose Sonnenanbeter die im Krieg lagen mit den redlichen Bewohnern Bornwyns, die wie wir an Rontja glaubten. Trotz ihres tapferen Kampfes gegen die Ruchlosen waren sie letztlich doch gezwungen mit ihren Kindern aus Bornwyn zu fliehen. In großen Kanus überquerten sie das Wasser, dass zwischen Bornwyn und den Bergen im Westen liegt..."
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« Antworten #14 am: Mai 04, 2008, 15:37:29 »

Die Avesander Geschichte finde ich, neben Dan, der Geschichte mit dem Feuergeist und der Troll-Sklavenlagerstorie mit eine der besten...
Allerdings fehlte es da (neben einigen anderen Kleinigkeiten) definitiv an Strukturierung (Absätze), da es durch das ständige springen zwischen Avesander und SaOor sonst etwas unübersichtlich war...

In der Form mit den Absätzen könnte man sogar überlegen sie in einen längeren Text einstreuen...

Die fiebernde Hitze stieg SaOor langsam zu Kopf. Das dampfende Grün war ihm ebenso abhold wie das wirre schnattern und kreischen der Kreaturen. "Verdammt sei die alte Schlange das sie uns warten lässt!" Der Hüter schien seinen Unmut zu teilen, und doch hielt er die Passage offen. In der Ferne setzte nun frenetisches Trommeln ein. SaOor blickte auf den Steinhaufen inmitten der Lichtung und schwang geistesabwesend seine Sturmsichel. Sollte sie tatsächlich entdeckt worden sein?

Wie genau er dem Blutbad entkommen war wusste er nicht zu sagen. Über diesem Teil seiner Erinnerung lag immer noch ein roter Schleier. Er erinnerte sich zwar an die Wilden und wie sie ihm freundlich zugewinkt hatten. Welches Tabu genau er dann gebrochen haben soll war ihm immer noch schleierhaft. Tatsache war, dass die Freude der Eingeborenen bereits in dem Moment umgeschlagen war, als sie näher gekommen waren. Mit grimmigen Mienen zeigten sie auf das Metallschild des Kriegers und auf einige andere Gegenstände und harsche Töne gingen durch ihre Reihen. Ein halbes Stundenglas später war es dann zu dem Gemetzel gekommen. Auf den ersten Blick schienen die Wilden unterlegen zu sein, doch ihrer Brutalität und der schieren Anzahl ihrer Krieger waren sie letztendlich nicht gewachsen gewesen. Nun war er auf der Flucht. Kurze Signalschreie machten ihm bewusst, dass ihn seine Häscher in die Zange genommen hatten. Schwitzend stürzte er auf eine Lichtung und erstarrte - eine halbnackte Gestalt richtete eine Waffe auf ihn. Nein! - aber was? Die Gestalt hatte keine metallisch-dunkle Haut wie seine Verfolger. Sie war von fahler Blässe.

"Wir sollten bis nach dem Nachmittagsregen eine Passage halten. Das taten wir. Sie nutze sie nicht. Wir schulden ihr nichts mehr. "Der Hüter stimmte ihm zu. SaOor wusste, dass die Nagah mehr für den Hüter war als eine einfache Vertragspartnerin. Er liebte sie. Trotzdem widersprach er nicht. SaOor horchte auf.
"Ein Zweibeiner"
"Ipexco?" fragte der Hüter
"Nein.Metall auf Metall"
Ein fetter Menschling stolperte auf die Lichtung.

"Rettung"ging es ihm durch den Kopf. Trotz dem Gefühl, jeden Augenblick von Hinten erschlagen zu werden versuchte er sich zu fassen. Die Angst ließ den Drang sich zu erleichtern stärker werden als der Ausdruck "Schiss haben" es jemals hätte wiedergeben können. "Keinen Fehler machen" "Keinen Fehler machen" wiederholte er sich wieder und wieder im Geiste. Und: "Langsam und höflich" sagte er sich dann. "Den Zwölfen zum Grusse!" im besten Mittelreichisch – nichts "Masa'l-chair" Tulamidia .- nichts. Bosperano, Aurelian,...Mohisch! – nichts. Die Gestalt wandte sich zum gehen, da nahm er dessen spitze Ohren war. Im fehlten kurz die Worte..."Taladhah" brach es dann aus ihm hervor. Zu spät! Seine Häscher hatten ihn schon gefunden.

Der fette Menschling plapperte vor sich hin. Bald wird sein Blut das Grün tränken. SaOor wollte sich zum gehen wenden, da sprach der Menschling in der Zunge der Ahnherren. Verstört blickt er zum Hüter, der nickte ihm mit aufgerissenen Augen zu. Die Ipexcokrieger brachen auf die Lichtung.

Wie eine Bogensehne schnellte der Aschfahle Krieger nach vorne. Noch im Sprung enthauptete er einen der Eingeborenen. Wie ein Rachedämon wirbelte er herum und stieß dem nächsten Stammeskrieger die stumpfe Seite der Sturmsichel ins Gesicht. Mit einem Überschlag stand er plötzlich neben dem Fremden und zog ihn mit einem Ruck zum Steinhaufen. Vier weitere Krieger stießen auf die Lichtung. Sie hoben ihre Schwertkeulen zum Angriff, doch ein Schrei ließ sie innehalten. Ein Krieger mit einem Federumhang trat aus dem Dschungel und zeigte auf den Steinhaufen. Die Krieger senkten ihre Waffen nicht. Stumm, immer noch mit erhobenen Waffen, schritten sie rückwärts, bis sie mit den Schatten des Urwalds verschmolzen. Das Grün verlor an Farbe. Immer noch verdutzt bemerkte er den anderen "Elfen", der den Steinhaufen lediglich kraft seines Willens umzuschichten schien. Leichte Übelkeit kam in ihm auf, und doch versuchte er seine Haltung zu waren. Vergebens. "Mein Name ist Avesander" sagte er noch, doch da umnachtete ihn auch schon gnädige Onmacht.
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