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September 16, 2019, 23:20:02
Rakshazar - Forum  |  Rakshazar  |  Hinter dem Schwert  |  2 - Hinter dem Schwert  |  Firnwälder von Cromor  |  Thema: Cromor-Überarbeitung 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Cromor-Überarbeitung  (Gelesen 11878 mal)
Mæglin
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« Antworten #15 am: Oktober 19, 2009, 09:55:00 »

Magie
Eine eigene magische Tradition besitzen die Cromor nicht. Die wenigen Nordlandbrokthar, die mit einer viertelmagischen Begabung geboren werden, betrachtet man in der Regel nicht als Magier, sondern vielmehr als von Rontja gesegnet und sieht sie für das Priesteramt vor. Je nachdem, wie sich die Begabung äussert, kann es in seltenen Fällen aber auch einmal passieren, dass das "von bösen Geistern besessene Kind" ausgesetzt wird. Cromor verabscheuen Magie nicht prinzipiell, begegnen Magieanwendern aber stets vorsichtig und wachsam. Magiebegabte haben es schwerer als alle Anderen, sich das Vertrauen von Cromor zu erarbeiten. Trollschamanen hingegen ist ein schneller Tod sicher.
 
Tracht und Bewaffnung
Schwerter sind bei den Cromor selten, denn als Jägerinnen verwenden sie lieber Speere oder schwere Jagdbögen. Mit diesen Waffen können sie enorm gut umgehen – was auch bitter notwendig ist, da die Cromor stets von Riesen und Trollen aus den nahen Bergen bedroht werden und auch Stämme der Nedermannen immer wieder in den Jagdgründen der Cromor wildern. Ob eine Brokthar aus südlicheren Gefilden oder aus dem Norden stammt, kann man relativ leicht an ihrem Äußeren feststellen. Die Cromor bevorzugen zwar, wie alle Brokthar, spärliche Kleidung aus Leder, verwenden aber aufgrund des wesentlich kälteren Klimas auch viel Pelz, etwa für Umhänge oder gefütterte Stiefel. Auch ist die Hautfarbe der nördlichen Brokthar fast so hell wie die der Amhasim. Besonders ältere Cromor verzieren ihre verhornten Hautpartien mit kunstvoll verschnörkelten Brandmalen, was ihnen neben dem meist lang und offen getragenen Haar (welche haarfarben dominieren bei den Cromor?  Huh? Könnte man hier gut einflechten), dass allenfalls mit Stirnbändern oder metallenen Stirnreifen gebändigt wird, ein wildes und kriegerisches Aussehen verleiht. Wirkliche Rüstungen tragen die Cromor nicht. Obwohl bestimmte Techniken des Plättnerns bekannt sind, fertigen die Cromor lediglich metallene Brustschalen an, die eher als Statussymbol denn als Schutz dienen. Das rare, als Geschenk der Göttin angesehene Metall wird lieber für die Herstellung von Waffen verwendet.

Männliche Cromor in reiferem Alter lassen sich, anders als alte Süd-Brokthar, die ihren Bart eher als lästig empfinden, lange Bärte stehen. Ein langer, gepflegter Bart wird bei weiblichen Cromor als männliches Schönheitsideal und Zeichen der Vaterwürde angesehen. (Die Cromor sind die einzigen Brokthoiden, bei denen man rote oder gar blonde Haare finden kann – schwarze Haare hingegen sind eher selten. Ihre Augenfarbe variiert zwischen Blau und Grün.) (Das wirkt hier zusammenhanglos und lieblos hintendrangeklatscht...sowas sollte man besser in den laufenden Text einarbeiten, wie z.B. bei der Haarfarbe bereits oben von mir vorgeschlagen... Roll Eyes)

Handwerkskunst
Die Cromor verwenden vor allem Bronze für die Herstellung ihrer Werkzeuge und stellen somit eine klassische bronzezeitliche Kultur dar. Durch Überlieferungen aus dem Westen lernten sie allerdings auch hochentwickelte Eisenverarbeitungstechnik kennen, die sie aber aus Mangel an entsprechendem Material fast ausschließlich für die Anfertigung heiliger Waffen einsetzen, deren Verarbeitung zwar nicht an die Schmiedekunst der Amhasim heranreicht, die aber dennoch fürchterliche Werkzeuge in den Händen der Wächterinnen von Qorom, die bevorzugt mit solchen Waffen ausgestattet werden, darstellen. Ihre Schrift haben sie ebenfalls aus den Überlieferungen aus dem Westen erlernt (eine Schrift aus Überlieferungen erlernen zu wollen stelle ich mir reichlich schwierig vor...sowas sollte einem gelehrt werden... Roll Eyes)), verwenden sie, seit sie diese kennen aber nur für Grabinschriften oder Gedenktafeln. Ihre Geschichten überliefern sie dagegen hauptsächlich mündlich. Einige wenige Priester sind jedoch neuerdings dazu übergegangen, große Epen auch niederzuschreiben.

Sitten und Gebräuche
Einmal im Jahr pilgern Abgesandte aller Stämme zum Berg Qorom, um dort über die Belange ihres Volkes zu beraten. Die Kindererziehung obliegt den Männern des Stammes, die ohnehin im Dorf bleiben. (Das wird doch oben schon gesagt... Roll Eyes Zumal dieser zweite satz in keinem zusammenhang zum ersten zu stehen scheint...es wirkt als habe der autor versucht zwanghaft eine überleitung zum thema kindererziehung zu konstruieren...) Generell haben Cromorkinder viele Freiheiten und werden nicht allzu streng erzogen. Mit 17 ziehen sie aus, um ihre Mündigkeit zu beweisen. Voraussetzung für das Erlangen der Mündigkeit ist das erfolgreiche Bestehen einer Reifeprüfung. Jede junge Cromor muss sich zu diesem Zweck auf eine Queste in die Ferne begeben, um ihre Lebensaufgabe, ihr Innerstes, zu erkennen. Die Starken und Tapferen kehren geläutert und erfahrener in die Gemeinschaft zurück, um ihren Platz in ihr einzunehmen. Die Allerwürdigsten vollbringen gar wahre Wundertaten im Namen ihrer Göttin, sterben einen Heldentod und werden als "Valkir" an die lange Tafel der Kriegerinnen geholt. Dort verweilen sie, bis sie am Ende aller Tage wieder von ihrem Volk gebraucht werden, und als gleißende Heerschar ihrer Göttin in die Schlacht folgen (stirbt eine Cromor auf ihrer Reise, gehen ihre Angehörigen meistens lieber von dieser Variante aus als davon, dass die junge Cromor schlicht unwürdig war). Von jungen Männern wird während ihrer Prüfung verlangt, einen möglichst langen und komplizierten Epos fehlerfrei vorzutragen, nachdem sie zuvor fünf Monde lang allein im Wald meditiert und die Gesänge einstudiert haben. Während dieser Meditationsübungen erkennen sie, so heißt es, im Trancezustand ihre zukünftige Bestimmung. Die Verwendung von Schriftquellen bei der Reifeprüfung ist strengstens verboten und zieht Konsequenzen wie etwa Prügelstrafen oder gar die Verbannung aus dem Dorf nach sich.
Während die weiblichen Cromor die Jagd traditionell als Einzelgängerinnen bestreiten, gruppieren sie sich in Zeiten des Krieges zu lockeren Kampfverbänden, die ihren Gegnern mit brutalen und plötzlichen Schlägen überraschen. Im Konflikt mit ehrenhaften Gegnern wie Orks oder anderen Brokthar einigt man sich zuweilen auch darauf, den Streit durch einen Zweikampf zwischen den Anführern aus der Welt zu schaffen.
Während ihrer Freizeit widmen sich jüngere Cromor neben der Vervollkommnung ihrer Kampf- und Jagdfertigkeiten gerne auch bequemeren Dingen wie Essen, Trinken oder Schlafen. Gerade in den Frühlingsmonaten kommt es öfter vor, dass regelrechte Duelle um die jungen Männer des Dorfes oder junge männliche Durchreisende stattfinden - ob diese das nun wissen oder nicht. Oftmals werden die "Preise" vollig davon überrascht, dass sie als "Gewinn" einer Cromorkriegerin "zu Diensten" sein müssen.

Darstellung
Menschen gegenüber sind die Cromor zwar vorsichtig, aber auch durchaus neugierig und keinesfalls etwa die mordgierigen Bestien, zu denen die Legenden der Sanskitaren sie gerne machen. Da auch die Cromor wie alle Brokthoiden einen ausgeprägten Sexualtrieb haben, kann es einem männlichen Menschen sogar passieren, dass eine Jägerin ganz besonderes Interesse an ihm zeigt (womit wohl auch die Legende über das wollüstige Foltern erklärt wäre – Cromor gehen beim Liebesakt nämlich recht rabiat vor). Haben einen die Cromor erst einmal als Freund akzeptiert, kann man davon ausgehen, warmherzige und verlässliche Verbündete gewonnen zu haben. Macht man sich allerdings eine Cromor zur Feindin, so wird sie einen hasserfüllt bis ans Ende der Welt verfolgen. Ganz ähnlich wie ihre südlichen Verwandten sind Cromor äußerst emotional und geben ihren Gefühlen stets brachial Ausdruck. Mädchenhafte Verhaltensweisen sucht man selbst bei sanftesten Cromor vergebens. Meistens legen sie ein recht burschikoses Benehmen an den Tag. Würde man eine Cromor etwa mit dem ausgeklügelten Verhaltenscodex von sanskitarischen Adeligen konfrontieren, würde man vermutlich lediglich verständnislose Blicke, wenn nicht gar schallendes Gelächter ernten.

Typische Namen
    * Männlich: Arawn, Bedwyr, Braith, Cadfan, Carwyn, Drystan, Glynn, Goronwy, Mostyn,
    * Weiblich: Alis, Aerona, Betrys, Bryn, Dylis, Emlin, Enid, Gwendolyn, Mairwen, Nia, Ronwen, Siana, Ysold.
    * Nachnamen: Als Nachname wird stets der Name der Mutter mit einem „Sohn / Tochter der....“ angehängt.

Die Cromor über
    * Yetis: "Weise Freunde und geduldige Lehrmeister. Nur leider sind sie oft schwer zu verstehen."
    * Nedermannen: "Verfressen, ungeschickt und vor allem unglaublich dämlich. Dass die immer noch nicht kapieren, dass sie in unseren Jagdgründen nichts zu suchen haben..."
    * Menschen allgemein: "Trotz ihrer geringen Körpergröße zeigen einige von ihnen einen erstaunlichen Mut im Kampf. Und einige der jüngeren sind wirklich knuffig..." (Knuffig...nun ja... Roll Eyes)
    * Slachkaren: „Hübsch, aber leider auch tückisch wie Wiesel. Brauchst du dringend eine hinterhältige Kriegslist, dann frag am besten einen Slachkaren!“
    * Aventurier: "Jenseits der Berge weit im Westen liegt das Land Bornwyn. Dort herrschen ruchlose Sonnenanbeter, die im Krieg liegen mit den redlichen Bewohnern Bornwyns, die wie wir an Rontja glauben..." (Die Cromor können nicht wissen, dass es heute anders aussieht... Wink)
    * Trolle: "Verräter an Rontja. Tötet jeden von ihnen, der es wagt unseren Wald zu betreten!"
    * Orks: "Wenn sie dort bleiben, wo sie hingehören, nämlich weit weg in ihrer staubigen Steppe, dann kann ich hervorragend mit ihnen leben!"
    * Ronthar: "Eigentlich ganz umgängliche Leute. Nur diese Kuttenträger liegen uns ständig damit in den Ohren, dass wir "Ketzerinnen" seien."
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« Antworten #16 am: Oktober 20, 2009, 14:38:03 »

Müsste es im ersten Satz nicht heißen:

m Süden des Kontinents  erzählt man sich düstere Legenden über ein wildes Volk, das im fernen Nordwesten Rakshazars, am Ende der Welt lebt.

Oder war das Absicht (also in Bezug auf die Geschichtenerzähler)?
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Mæglin
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« Antworten #17 am: November 25, 2010, 10:28:24 »

So, mal nen bischen vorantreiben die Sache... Wink

Im Süden des Kontinents erzählt man sich düstere Legenden über ein wildes Volk, das im fernen Nordwesten Rakshazars lebt. Ein Volk von wilden und gnadenlosen Amazonen, die Blut trinken und ihre männlichen Gefangenen in obszönen Orgien langsam zu Tode foltern: Die Cromor! Zumindest berichten das die Geschichtenerzähler der Sanskitaren im Flüsterton, während ihren Zuhörern dabei das Blut in den Adern gefriert. Die Wahrheit sieht indes nicht ganz so düster aus.

Lebensraum
Im hohen Norden, südlich des großen Eisschildes, lebt das Brokthar-Volk der Cromor. Seine Angehörigen hausen in einem riesigen Waldgebiet, das sich zwischen den letzten Ausläufern des Götterwalls und den mächtigen Gletschern des Nordens erstreckt. Überall in der schützenden Dunkelheit des uralten Firnwaldes findet man ihre kleinen, befestigten Dörfer.

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass etwa fünfmal mehr Mädchen als Jungen geboren werden. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen mussten die Eisbarbaren sich damit arrangieren. (Das impliziert, dasss es vorher nciht so war, müsste aber nochmla erwähnt werden. Undecided) Während in ihrer frühesten Jugend (Wär besser eine konkrete Altersspanne zu nennen... Wink)zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten, werden die Mädchen schon bald von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Kriegerinnen ausgebildet. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf. Den Männern hingegen obliegt es, das Dorf zu bewachen und zu verwalten. Auch Kindeserziehung und die Gesamtheit der spirituellen Aufgaben (das ist irgendwie eine sehr vage und wenig greifbare Umschreibung... Roll Eyes) des Stammes fallen in ihren Zuständigkeitsbereichbereich.
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht jeweils ein Rat der Ältesten, getrennt in das weibliche „Haus der Frauen“ und das männliche „Haus der Stammväter“, deren oberstes Ziel der Schutz des seltenen, männlichen Nachwuchses ist.
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig Ackerbau und beschränken sich dabei auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt. Weil sich die Bienenköniginnen angeblich nicht mit Frauen vertragen, ist der Beruf des Imkers allein den Männern vorbehalten. Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Wolfshunde oder zahme Pumas findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.
Angeführt werden die einzelnen Dörfer von einer Bhrenara, was soviel heißt wie XYZ (Hier bitte Begriff einsetzen), bei der es sich stets um die erfahrenste Jägerin handelt.

Weltsicht und Glaube
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja als Schutzherrin ihres Volkes. Für die Eisbarbaren ist Rontja jedoch nicht nur die Hüterin, sondern im wahrsten Sinne des Wortes die Muttergöttin ihrer Rasse, die der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl. In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen dem Volk der Cromor und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Eisbarbaren keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, die Eisbarbaren als übelste Ketzer zu verurteilen.
Wenn man einmal vom Posten der Hohepriesterin Rontjas absieht, ist das Priesteramt bei den Brokthar der Firnwälder den Männern vorbehalten. Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in der Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden.
Eine quasi-religiöse Bedeutung kommt den Wächterinnen von Qorom zu. Dieser kleine Verbund von Kriegerinnen weist erstaunliche Ähnlichkeiten zu aventurischen Ritterorden auf. Sie reiten auf riesigen Eis-Adlern und haben die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin Rontjas gegen alle Feinde zu verteidigen. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor unterstützen sie außerdem nach Kräften die einfachen Stammeskriegerinnen.
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen, entweder als einfache Seele oder als heilige Valkir, während schlechte auf ewig allein über die endlosen Ebenen des ewigen Eises irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer vor körperlosen Dämonen verteidigen. Daher pflegen die Cromor neben dem Glauben an Rontja auch einen ausgeprägten Toten- und Ahnenkult. Ihre Toten bestatten die Brokthar der Firnwälder aufwendig in Hügelgräbern, die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu körperlosen Dämonen werden können.

Magie
Eine eigene magische Tradition besitzen die Cromor nicht. Die wenigen Nordlandbrokthar, die mit einer viertelmagischen Begabung geboren werden, betrachtet man in der Regel nicht als Magier, sondern vielmehr als von Rontja gesegnet und sieht sie für das Priesteramt vor. Je nachdem, wie sich die Begabung äußert, kann es in seltenen Fällen aber auch einmal passieren, dass das "von bösen Geistern besessene Kind" ausgesetzt wird. Cromor verabscheuen Magie zwar nicht prinzipiell, begegnen Magieanwendern aber stets vorsichtig und wachsam. Magiebegabte haben es deshalb schwerer als alle Anderen, sich das Vertrauen der Eisbarbaren zu erarbeiten. Trollschamanen hingegen ist ein schneller Tod sicher.
 
Tracht und Bewaffnung
Schwerter sind bei den Cromor selten, als Jägerinnen verwenden sie lieber Speere oder schwere Jagdbögen. Mit diesen Waffen können sie enorm gut umgehen – was auch bitter notwendig ist, da die Eisbarbaren stets von Riesen und Trollen aus den nahen Bergen bedroht werden und auch Stämme der Nedermannen immer wieder in ihren Jagdgründen wildern. Ob ein Brokthar aus südlicheren Gefilden oder aus dem Norden stammt, kann man relativ leicht an seinem Äußeren feststellen. Die Cromor bevorzugen zwar, wie alle Brokthar, spärliche Kleidung aus Leder, verwenden aber aufgrund des wesentlich kälteren Klimas auch viel Pelz, etwa für die Fertigung von Umhängen oder gefütterten Stiefeln. Die Hautfarbe der nördlichen Brokthar ist fast so hell wie die der Amhasim. Besonders ältere Eisbarbaren verzieren ihre verhornten Hautpartien gerne mit kunstvoll verschnörkelten Brandmalen, was ihnen neben dem meist lang und offen getragenen Haar bei dem rote oder gar blonde Farbtöne vorherrschen und das allenfalls mit Stirnbändern oder metallenen Stirnreifen gebändigt wird, ein wildes, kriegerisches Aussehen verleiht. Die Augenfarbe der Nordlandbrokthar variiert zwischen Blau und Grün. Rüstungen tragen die Cromor nicht. Obwohl bestimmte Techniken des Plättnerns bekannt sind, fertigen sie lediglich metallene Brustschalen, die eher als Statussymbol, denn als Schutz dienen. Das rare, als Geschenk der Göttin angesehene Metall verwenden sie lieber für die Herstellung von Waffen verwendet.
Männliche Eisbarbaren in reiferem Alter lassen sich, anders als alte Süd-Brokthar, lange Bärte stehen. Ein langer, gepflegter Bart wird von weiblichen Cromor als männliches Schönheitsideal und Zeichen der Vaterwürde angesehen.

Handwerkskunst
Die Brokthar der Firnwälder verwenden vor allem Bronze für die Herstellung ihrer Werkzeuge und stellen somit eine klassische bronzezeitliche Kultur dar. Durch Überlieferungen aus dem Westen lernten sie allerdings auch einige hochentwickelte Eisenverarbeitungstechnik kennen, die sie aus Mangel an entsprechenden Rohstoffen allerdings fast ausschließlich für die Anfertigung heiliger Waffen einsetzen. Deren Verarbeitung reicht zwar nicht an die Schmiedekunst der Amhasim heran, in den Händen der Wächterinnen von Qorom, die bevorzugt mit solchen Waffen ausgestattet werden, stellen sie aber die aber dennoch fürchterliche Werkzeuge dar. Ihre Schrift haben sie ebenfalls aus den Überlieferungen aus dem Westen erlernt, verwenden sie aber nur für Grabinschriften oder Gedenktafeln. (Nach der überarbeitung der Schriften und Sprachen stimmt das nicht mehr...die Cromwyn-Runenschrift weist zwar auch gewisse Ähnlichkeiten zu Kusliker Zeichen auf, hat sich aber primär aus der Torrokush Keilschrift des Alt-Broktharischen entwickelt...der Abschnitt müsste also entsprechend umgeschrieben werden... Undecided) Ihre Geschichten überliefern sie dagegen hauptsächlich mündlich. Einige wenige Priester sind jedoch neuerdings dazu übergegangen, große Epen auch niederzuschreiben.

Sitten und Gebräuche
Einmal im Jahr pilgern Abgesandte aller Stämme zum Berg Qorom, um dort über die Belange ihres Volkes zu beraten.  (Der Satz steht in keinem Zusammenhang mit dem Rest des Abschnittes...zudem ist es etwas wenig zu der Versammlung...Wie lange dauert die? Wer sind die Abgesandten? Werden sie jedesmal neu gewählt oder haben sie dieses "Amt" auf Lebenszeit? Was wird dort beraten? etc.pp.)
Cromorkinder besitzen viele Freiheiten. Mit 17 ziehen sie aus, um ihre Mündigkeit zu beweisen. Voraussetzung hierfür ist das erfolgreiche Bestehen einer Reifeprüfung. Jede junge Eisbarbarin muss sich zu diesem Zweck auf eine Queste in die Ferne begeben, um ihre Lebensaufgabe, ihr Innerstes, zu erkennen. Die Starken und Tapferen kehren geläutert und erfahrener in die Gemeinschaft zurück, um ihren Platz in ihr einzunehmen. Die Allerwürdigsten vollbringen gar wahre Wundertaten im Namen ihrer Göttin, sterben einen Heldentod und werden von Rontjar als "Valkir" an die lange Tafel der Kriegerinnen geholt. Dort verweilen sie, bis sie am Ende aller Tage wieder von ihrem Volk gebraucht werden, und als gleißende Heerschar ihrer Göttin in die Schlacht folgen (stirbt eine Cromor auf ihrer Reise, gehen ihre Angehörigen meistens lieber von dieser Variante aus als davon, dass die junge Barbarin schlicht unwürdig war). Von jungen Männern wird während ihrer Prüfung verlangt, einen möglichst langen und komplizierten Epos fehlerfrei vorzutragen, nachdem sie zuvor fünf Monde lang allein im Wald meditiert und die Gesänge einstudiert haben. Während dieser Meditationsübungen erkennen sie, so heißt es, im Trancezustand ihre zukünftige Bestimmung. Die Verwendung von Schriftquellen bei der Reifeprüfung ist strengstens verboten und die Missachtung dieses Gebots zieht harte Konsequenzen von Prügelstrafen bis zur Verbannung aus dem Dorf nach sich.
Während die weiblichen Cromor die Jagd traditionell als Einzelgängerinnen bestreiten, gruppieren sie sich in Zeiten des Krieges zu lockeren Kampfverbänden, die ihren Gegnern mit überraschenden und äußerst brutalen Schlägen überraschen. Im Konflikt mit ehrenhaften Gegnern wie Orks oder anderen Brokthar einigt man sich zuweilen auch darauf, den Streit durch einen Zweikampf zwischen den Anführern aus der Welt zu schaffen.
Während ihrer Freizeit widmen sich jüngere Eisbarbarinnen neben der Vervollkommnung ihrer Kampf- und Jagdfertigkeiten gerne auch bequemeren Dingen wie Essen, Trinken oder Schlafen. Gerade in den Frühlingsmonaten kommt es öfter vor, dass regelrechte Duelle um die jungen Männer des Dorfes oder junge männliche Durchreisende stattfinden. Oftmals werden die "Preise" vollig davon überrascht, dass sie der Gewinnerin eines solchen Wettstreits zu Diensten" sein müssen.

Darstellung
Menschen gegenüber sind die Cromor zwar vorsichtig, aber auch neugierig und keinesfalls etwa die mordgierigen Bestien, zu denen die Legenden der Sanskitaren sie gerne machen. Da die Eisbarbaren wie alle Brokthoiden einen ausgeprägten Sexualtrieb haben, kann es einem männlichen Menschen gar passieren, dass eine Jägerin ganz besonderes Interesse an ihm zeigt (womit wohl auch die Legende über das wollüstige Foltern erklärt wäre – Cromor gehen beim Liebesakt nämlich recht rabiat vor). Haben einen die Nordlandbrokthar jedoch erst einmal als Freund akzeptiert, kann man davon ausgehen, warmherzige und verlässliche Verbündete gewonnen zu haben. Macht man sich hingegen eine Eisbarbarin zur Feindin, so wird sie einen hasserfüllt bis ans Ende der Welt verfolgen. Ganz ähnlich wie ihre südlichen Verwandten sind Cromor äußerst emotional und geben ihren Gefühlen stets brachial Ausdruck. Mädchenhafte Verhaltensweisen sucht man selbst bei sanftesten Nordlandbrokthar vergebens. Meistens legen sie ein recht burschikoses Benehmen an den Tag. Würde man eine Eisbarbarin etwa mit dem ausgeklügelten Verhaltenscodex von sanskitarischen Adeligen konfrontieren, würde man vermutlich lediglich verständnislose Blicke, wenn nicht gar schallendes Gelächter ernten.

Typische Namen
    * Männlich: Arawn, Bedwyr, Braith, Cadfan, Carwyn, Drystan, Glynn, Goronwy, Mostyn,
    * Weiblich: Alis, Aerona, Betrys, Bryn, Dylis, Emlin, Enid, Gwendolyn, Mairwen, Nia, Ronwen, Siana, Ysold.
    * Nachnamen: Als Nachname wird stets der Name der Mutter mit einem „Sohn / Tochter der....“ angehängt.

Die Cromor über
    * Yetis: "Weise Freunde und geduldige Lehrmeister. Nur leider sind sie oft schwer zu verstehen."
    * Nedermannen: "Verfressen, ungeschickt und unglaublich dämlich. Das die immer noch nicht kapieren, dass sie in unseren Jagdgründen nichts zu suchen haben..."
    * Menschen allgemein: "Trotz ihrer geringen Körpergröße zeigen einige von ihnen einen erstaunlichen Mut im Kampf. Und einige der jüngeren sind wirklich hübsch anzusehen..."
    * Slachkaren: „Meistens recht freundlich, aber leider gelegentlich auch tückisch wie ein Wiesel. Brauchst du dringend einen Tipp für eine möglichst hinterhältige Kriegslist, dann frag am besten einen Slachkaren!“
    * Aventurier: "Jenseits der Berge weit im Westen liegt das Land Bornwyn. Dort herrschen ruchlose Sonnenanbeter, die im Krieg liegen mit den redlichen Bewohnern Bornwyns, die wie wir an Rontja glauben..."
    * Trolle: "Verräter an Rontja. Tötet jeden von ihnen, der es wagt unseren Wald zu betreten!"
    * Orks: "Wenn sie dort bleiben, wo sie hingehören - nämlich weit weg in ihrer staubigen Steppe - dann kann ich hervorragend mit ihnen leben!"
    * Ronthar: "Eigentlich ganz umgängliche Leute. Nur diese Kuttenträger liegen uns ständig damit in den Ohren, dass wir "Ketzerinnen" seien."
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« Antworten #18 am: November 25, 2010, 23:52:29 »

Wollte grade mit der Textüberarbeitung anfangen und da kommst du mir zuvor! Wink

------

Was ich noch im Text vermisse, ist die Verbindung zu den Theaterrittern.
Oder ist die mittlerweile gestrichen worden?

Wenn nein, dann hätte ich eine Idee die Cromor noch ein wenig mehr vom Walkyren-Thema inspirieren zu lassen. Dazu würde passen, dass sie einen ausgeprägten Totenkult haben - und halt ihre Optik. Wink
Das würde sie auch mehr vom Amazonen-Stil wegbringen.
Meiner Vorstellung nach würde das Walkyren-hafte durch den Anführer (evtl Anführerin) der nach Rakshazar geflohenen Theaterritter kommen, der zwar Rondra angebetet hat, aber vA ihren Alveraniar Mythrael. Dieser ist ja die Aventurien-Variante der Walkyren. Die Cromor hätten vorher bereits an Rondra/Rontja geglaubt, aber durch den langen Kontakt veränderten sie ihre Glaubensansicht und ergänzten sie durch den Schutz/Totenaspekt.

Achja: Es sollte auch noch geklärt werden, was die Riesenadler für eine Rolle in der Glaubenswelt der Cromor bilden. Sind sie die heiligen Tiere der Rontja? Oder nur finale Mutproben um als Quorom-Wächterinnen gelten zu können?
Passender für das heilige Tier der Rontja fände ich soga noch die riesigen Firnbären des Nordens! Wäre ein lustiger Mix zum aventurischen Firun und würde auch besser zum Schutzaspekt passen.

EDIT:  Noch ein Bild zur Ergänzung. Smiley

[gelöscht durch Administrator]
« Letzte Änderung: November 25, 2010, 23:59:45 von Moosäffchen » Gespeichert
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« Antworten #19 am: November 26, 2010, 09:14:18 »

Wollte grade mit der Textüberarbeitung anfangen und da kommst du mir zuvor! Wink

Ich habe den Text nicht wirklich überarbeitet...
Das obenstehende ist mehr als Zusammenfassung und erstes Lektorat des bestehenden Textes zu sehen, um eine Ausgangsbasis für die eigentliche Überarbeitung zu geben...
Also trau dich ruhig rann... Wink
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« Antworten #20 am: Dezember 08, 2010, 08:31:28 »

Ich habe Waldviech jetzt erstmal eine PM geschickt mit meinen Vorschlägen der Überarbeitung. Wenn ich seine Antwort habe, fange ich schnellstens damit an.
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« Antworten #21 am: Dezember 18, 2010, 15:21:32 »

Habe Waldviechs Antwort erhalten und werde morgen mit der Überarbeitung anfangen.
Kurzer Abriss:
- stärkere Betonung des Totenkults
- Betonung des "Walküren-Themas" mit Fokus auf Mythrael-Assoziation
- Erwähnung und Ausarbeitung des Theaterritter-Einflusses
- mehr Ausarbeitung der Riesenadler

Wenn Jemand noch weitere Ideen hat, die einfließen sollen, dann bitte raus damit. Wink
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Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird


« Antworten #22 am: Dezember 18, 2010, 15:52:04 »

Vielleicht gibt es noch Relikte der Theaterritter, die in Urnen in den Männerhäusern aufbewahrt werden... Teile von Rüstungen etc. die die Männer bei bestimmten Festen tragen 
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Falls irgendwer irgendwo produzieren will und aus irgendwelchen Gründen nicht kann oder unsicher ist, schreibt mich an und ich lauf dann den verantwortlichen Leuten wenns nötig ist hinterher ...
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« Antworten #23 am: Dezember 18, 2010, 16:27:25 »

Ich muss bei "Männerhäusern" immer an Einrichtung für misshandelte Cromor-Männer denken.  Lips Sealed

Aber die Sache mit den Relikten hatte ich auch angedacht. Bisher waren es 6 Metallschwerter (davon eins göttlich verbessert mittels hoher Objektweihe), die die lange Zeit überdauert haben - denke da wird sich aber noch mehr finden lassen. Wink
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Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird


« Antworten #24 am: Dezember 18, 2010, 17:34:31 »

Zitat
Ich muss bei "Männerhäusern" immer an Einrichtung für misshandelte Cromor-Männer denken.
Hehe... ja stimmt Smiley
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Falls irgendwer irgendwo produzieren will und aus irgendwelchen Gründen nicht kann oder unsicher ist, schreibt mich an und ich lauf dann den verantwortlichen Leuten wenns nötig ist hinterher ...
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Marhynianische Monstrosität


« Antworten #25 am: Dezember 23, 2010, 11:41:44 »

 Sodele...

Habe den Text mal deutlich umgekrempelt ohne die grundzüge der Cromor anzutasten. Hoffe er gefällt euch.
Die beiden Abschnitte zu Gegenständen und zur Geschichte dienen zum Verständnis...ich weiss leider nicht wo ich die Geschichte im Text einbinden soll...aber wichtig ist es trotzdem.

-----------------

Zitat

Geschichtlicher Hintergrund der Cromor-Kultur

2465 JdK - Caroma, die Stammmutter der Cromorkultur wird mitsamt ihrer Kinder aus einem großen Brokthar-Stamm des Ödlands verstoßen, weil sie unfähig sei Männer zu gebären. Viele andere Mitglieder des Stammes sind damit nicht einverstanden und begleiten sie auf ihrer Reise.
2471 JdK - Der Stamm der Cromor gründet weitab von anderen Brokthar im Norden eine neue Siedlung.
ca. 3000 JdK - Die Theaterritter unter Führung von Valara von Anshag, einer Geweihten der Rondra und Anbeterin ihres Alveraniars Mythrael  überqueren das Eherne Schwert auf der Flucht vor der aventurischen Verfolgung.
3010 JdK – Die Flüchtlinge geraten in lange Kämpfe mit den Agrim. Nur gut zwei Dutzend Ritter samt Knappen überlebt die Strapazen der Reise.
3000 JdK - Treffen mit den Cromor-Barbaren
3000 JdK – Valara besteht die Prüfungen der Cromor. Auf der Spitze des Bergs Qorom erschlägt sie den Frostwurm Indracor und wird von Rontja zur ersten Hohepriesterin der Cromor erwählt. Zusammenschluss der beiden Gruppen und Symbiose der beiden Glaubensansätze Rontja und Mythrael.
3212 JdK – Das letzte menschlichen Mitglied der Cromor verstirbt. Überreichen Valaras heiliger Schwertlanze „Flammenschwinge“ an die Hohepriesterin.
 3625 JdK – Die junge Cromor Freygar wird zur neuen Hohepriesterin erwählt. Die genauen Beweggründe ihrer Vorgängerin sind bis heute nebulös, doch Freygar zeigt eine herausragende Begabung im Zwiegespräch mit den Toten.
3627 JdK – Mythraslir, das Diadem der Hohepriesterin verschwindet auf mysteriöse Weise bei einem Angriff durch Trolle auf den Qorom.


Im Süden des Kontinents erzählt man sich düstere Legenden über ein wildes Volk, das im fernen Nordwesten Rakshazars lebt. Ein Volk von wilden und gnadenlosen Mannweibern, die Blut trinken und ihre männlichen Gefangenen in obszönen Orgien langsam zu Tode foltern: Die Cromor! Zumindest berichten das die Geschichtenerzähler der Sanskitaren im Flüsterton, während ihren Zuhörern dabei das Blut in den Adern gefriert. Die Wahrheit sieht indes nicht ganz so düster aus.

Lebensraum
Im hohen Norden, südlich des großen Eisschildes, lebt seit jeher das Brokthar-Volk der Cromor. Seine Angehörigen hausen in einem riesigen Waldgebiet, das sich zwischen den letzten Ausläufern des Götterwalls und den mächtigen Gletschern des Nordens erstreckt. Überall in der schützenden Dunkelheit des uralten Firnwaldes findet man ihre kleinen, befestigten Dörfer.

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass die Chance einer Cromor-Frau ein Mädchen zu gebären, etwa fünfmal höher liegt als einen Jungen zu bekommen. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen musste das Volk der Eisbarbaren sich damit seit Anbeginn ihrer Erinnerungen arrangieren.
Während in den ersten zehn Jahren ihrer Kindheit zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten, werden die Mädchen schon bald danach von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Stammeskriegerinnen ausgebildet. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf. Den Männern hingegen obliegt es, handwerkliche Tätigkeiten auszuüben und später das Dorf zu verwalten. Auch Kindeserziehung und -ausbildung als Lehrer fallen in ihren Zuständigkeitsbereich. Es wäre schlichtweg zu gefährlich einen der seltenen Männer im Kampf zu verlieren. Zudem neigen Cromor-Männer wie alle Brokthar zu spontanen Stimmungsschwankungen und würden so Jagden gefährden.
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht jeweils ein Bhrenara, der „Rat der Stammväter“. Dieser wird aus den sexuell potentesten Männern des ganzen Stammes gewählt und sein oberstes Ziel ist die sorgfältige Planung des seltenen, männlichen Nachwuchses durch die Zusammenführung idealer Partner. Hierzu sprechen zu Beginn der Herbstzeit alle Frauen des Stammes dem Bhrenara vor und künden von den Taten, die sie im Laufe des Jahres erreicht haben. Nachdem sich Männer des Rates geeinigt haben, folgt eine fünftägige Feierzeit. Während dieser wird Rontja für das vergangene Jahr gedankt und ihr Schutz für den kommenden Winter erbittet. Doch es ist auch eine Zeit der sexuellen Vereinigung der Bhrenaras und ihrer Auserwählten.
Die Männer des Bhrenara treffen sich regelmäßig im sogenannten „Männerhaus“. Dies ist eine Holzhütte, welches nur nackt betreten werden darf und entweder auf warmen Quellen errichtet wird, oder von außen durch verbranntes Holz beheizt wird. Man sagt, dass das Schwitzen den Geist der Cromor öffnet und ihren Körper stärkt. Nur hier diskutieren die Männer unter Abwesenheit der Frauen die wichtigen Angelegenheiten des Stammes.
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig, aber intensiven Ackerbau und beschränken sich dabei auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt.
Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Firnwarge oder zahme Säbelkatzen findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.

Weltsicht und Glaube  
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja als Schutzherrin ihres Volkes. Für die Eisbarbaren ist Rontja jedoch nicht nur die Hüterin, sondern im wahrsten Sinne des Wortes die Muttergöttin ihrer Rasse, die der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl. Seitdem wohnt ihr Geist an der höchsten Spitze des Bergs Qorom und beobachtet in Form ihrer heiligen Tiere – den gewaltigen Qorom-Adlern – die Cromwyn-Wälder und ihr darin lebendes Volk. In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen dem Volk der Cromor und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Eisbarbaren keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, die Eisbarbaren als übelste Ketzer zu verurteilen.
An der Spitze der Cromor-Gesellschaft steht Freygar, die aktuelle, mit 20 Sommern noch blutjunge Hohepriesterin der Rontja. Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in der Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist aber die Kommunikation mit den Seelen der Verstorbenen, die im Qorom aufgebahrt werden. Denn nur einer Hohepriesterin ist es möglich und erlaubt die Tore zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich zu öffnen und um Beistand und Rat zu bitten. Seit die heilige Valara vor vielen Generationen von Rontja persönlich zur ersten Hohepriesterin erwählt wurde, wurde ihr Amt immer an die begabteste Wächterin des heiligen Bergs weitergegeben.
Dieser Verbund von Kriegerinnen weist erstaunliche Ähnlichkeiten zu aventurischen Tempelrittern auf. Sie reiten auf riesigen Eis-Adlern und haben die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin Rontjas gegen alle Feinde zu verteidigen. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor unterstützen sie außerdem nach Kräften die einfachen Stammeskriegerinnen. Doch jede von ihnen ist auch in der Lage die Hohepriesterin bei ihren komplizierten Riten zu unterstützen.
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen, entweder als einfache Seele oder als heilige Valkir, während schlechte auf ewig allein über die endlosen Ebenen des ewigen Eises irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer vor körperlosen Dämonen verteidigen. Daher pflegen die Cromor neben dem Glauben an Rontja auch einen ausgeprägten Toten- und Ahnenkult. Ihre Toten bringen die Brokthar der Firnwälder in die tiefen Eiskavernen des Bergs Qorom. Dort werden die Verstorbenen mit balsamierenden Ölen eingerieben und in feinste Tücher eingewickelt, um hier auf Rontjas Aufnahme zu warten und den Lebenden im Notfall mit geistigem Beistand zur Seite zu stehen. Die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu Körperlosen werden können.

Magie
Eine eigene magische Tradition besitzen die Cromor nicht. Die wenigen weiblichen Nordlandbrokthar, die mit einer geringen Begabung geboren werden, betrachtet man in der Regel nicht als Magier, sondern vielmehr als von Rontja gesegnet und sieht sie für die Aufgabe einer Qorom-Wächterin vor. Je nachdem, wie sich die Begabung äußert, kann es in seltenen Fällen aber auch einmal passieren, dass das "von bösen Geistern besessene Kind" ausgesetzt wird. Cromor verabscheuen Magie zwar nicht prinzipiell, begegnen Magieanwendern aber stets vorsichtig und wachsam. Magiebegabte haben es deshalb schwerer als alle Anderen, sich das Vertrauen der Eisbarbaren zu erarbeiten. Trollschamanen hingegen ist ein schneller Tod sicher.
 
Tracht und Bewaffnung
Schwerter sind bei den Cromor sehr selten, und als Jägerinnen verwenden sie lieber Speere oder schwere Jagdbögen. Mit diesen Waffen können sie enorm gut umgehen – was auch bitter notwendig ist, da die Eisbarbaren stets von Riesen und Trollen aus den nahen Bergen bedroht werden, Stämme der Nedermannen immer wieder in ihren Jagdgründen wildern und große Raubtiere durch ihre Wälder streifen. Ob ein Brokthar aus südlicheren Gefilden oder aus dem Norden stammt, kann man relativ leicht an seinem Äußeren feststellen. Die Cromor bevorzugen zwar, wie alle Brokthar, spärliche Kleidung aus Leder, verwenden aber aufgrund des wesentlich kälteren Klimas auch viel Pelz, etwa für die Fertigung von Umhängen oder gefütterten Stiefeln. Besonders die älteren, männlichen Cromor verzieren ihre verhornten Hautpartien gerne mit kunstvoll verschnörkelten Brandmalen, was ihnen neben dem meist lang und offen getragenen Haar bei dem rote oder gar blonde Farbtöne vorherrschen und das allenfalls mit Stirnbändern oder metallenen Stirnreifen gebändigt wird, ein wildes, kriegerisches Aussehen verleiht. Männliche Eisbarbaren in reiferem Alter lassen sich, anders als alte Süd-Brokthar, lange Bärte stehen. Ein langer, gepflegter Bart wird von weiblichen Cromor als männliches Schönheitsideal und Zeichen der Vaterwürde angesehen. Auch wird bei ihnen das Barthaar schon früh gepflegt und massiert, um sein Wachstum zu stimulieren.
Rüstungen tragen die Cromor nur in den seltensten Fällen, denn die Techniken des Plättnerns sind nach dem Versterben der letzten Bornwyn-Ritter schnell in Vergessenheit geraten. Das rare, als Geschenk der Göttin angesehene Metall verwenden sie lieber für die Herstellung von Waffen.
Tief im Inneren des Qorom werden sieben geheiligte Stahlwaffen aufbewahrt, die noch aus den Händen der Bornwyn-Ritter stammen und von der Hohepriesterin nur in den äußersten Notfällen an erfahrene Kämpferinnen herausgegeben. Man sagt, dass jede dieser Waffen unzählige Schlachten miterlebt hat und einen eigenen Willen besitzt, der den Träger im Kampf unterstützt.

Handwerkskunst
Die Brokthar der Firnwälder verwenden vor allem Bronze für die Herstellung ihrer Werkzeuge und Ausrüstungen und stellen somit eine klassische bronzezeitliche Kultur dar. Durch die Überlieferungen der Ritter aus dem Westen lernten sie allerdings auch einige hochentwickelte Eisenverarbeitungstechnik kennen, die sie in der Vergangenheit aus Mangel an entsprechenden Rohstoffen allerdings fast ausschließlich für die Anfertigung heiliger Waffen und Rüstungen einsetzten. Ihre Verarbeitung reichte zwar nicht an die Schmiedekunst der Amhasim heran, in den Händen der Wächterinnen von Qorom, die nahezu ausschließlich mit den letzten Überresten dieser Waffen ausgestattet werden, stellen sie aber die aber dennoch fürchterliche Werkzeuge dar.

Sitten und Gebräuche
Weibliche Cromorkinder ziehen nach ihrem 16. Geburtstag aus, um ihre Mündigkeit zu beweisen. Voraussetzung hierfür ist das erfolgreiche Bestehen einer Reifeprüfung. Jede junge Eisbarbarin muss sich zu diesem Zweck auf eine Queste in die Ferne begeben, um ihre Lebensaufgabe, ihr Innerstes, zu erkennen. Die Starken und Tapferen kehren geläutert und erfahrener in die Gemeinschaft zurück, um ihren Platz in ihr einzunehmen. Die Allerwürdigsten vollbringen gar wahre Wundertaten im Namen ihrer Göttin, sterben einen Heldentod und werden laut ihrem Glauben von Rontja als "Valakyr" an die lange Tafel der Kriegerinnen geholt. Dort verweilen diese „streitbaren Geister“, bis sie am Ende aller Tage wieder von ihrem Volk gebraucht werden, und als gleißende Heerschar ihrer Göttin in die Schlacht folgen.
Von jungen Männern wird keine besondere Prüfung erwartet, doch drängt es viele von ihnen dazu, sich dennoch in innerhalb ihres Volkes zu beweisen. So versuchen viele von ihnen Einsicht und Inspiration in den Eiskavernen des Qorom zu erhalten. Von Wächterinnen beschützt meditieren die jungen Männer dort mehrere Wochen lang und versuchen ihren Geist mit Hilfe von leisen Gesängen für die Einflüsterungen der Verstorbenen zu öffnen. Nur die Wenigsten verlassen die Höhlen mit neuer Erkenntnis, doch diese werden von ihrem Volk wie Helden aufgenommen.
Wahrhafte Berühmtheit noch weit über seinen eigenen Stamm hinweg erlangte Adalri, Sohn der Rhyam. Man sagt, dass er der schönste Cromor sei, der jemals durch die Firnwälder wanderte und dass seine klare, markante Stimme selbst Berge zum Einsturz bringen könne. Fakt ist, dass Adalri mit seinen über 60 Sommern bereits auf einige Bhrenara-Treffen zurückblicken kann und viele Cromor des westlichen Cromwyn-Walds aus seinen Lenden entsprungen sind.
Während die weiblichen Cromor die Jagd traditionell als Einzelgängerinnen bestreiten, gruppieren sie sich in Zeiten des Krieges zu lockeren Kampfverbänden, die ihren Gegnern mit überraschenden und äußerst brutalen Schlägen überraschen. Im Konflikt mit ehrenhafteren Gegnern wie Orks oder anderen Brokthar einigt man sich zuweilen auch darauf, den Streit durch einen Zweikampf zwischen den Anführern aus der Welt zu schaffen.
Während ihrer Freizeit widmen sich jüngere Eisbarbarinnen neben der Vervollkommnung ihrer Kampf- und Jagdfertigkeiten gerne auch bequemeren Dingen wie Essen, Trinken oder Schlafen. Gerade in den Frühlingsmonaten kommt es öfter vor, dass abseits der Bhrenara –Entscheidung regelrechte Duelle um die jungen Männer des Dorfes oder junge, männliche Durchreisende stattfinden. Oftmals werden die "Preise" völlig davon überrascht, dass sie der Gewinnerin eines solchen Wettstreits zumindest für eine Nacht zu Diensten" sein müssen.

Darstellung
Menschen gegenüber sind die Cromor zwar vorsichtig, aber auch neugierig und keinesfalls etwa die mordgierigen Bestien, zu denen die Legenden der Sanskitaren sie gerne machen. Da die Eisbarbaren wie alle Brokthoiden einen ausgeprägten Sexualtrieb haben, kann es einem männlichen Menschen gar passieren, dass eine Jägerin ganz besonderes Interesse an ihm zeigt (womit wohl auch die Legende über das wollüstige Foltern erklärt wäre – Cromor gehen beim Liebesakt nämlich recht rabiat vor). Haben einen die Nordlandbrokthar jedoch erst einmal als Freund akzeptiert, kann man davon ausgehen, warmherzige und verlässliche Verbündete gewonnen zu haben. Macht man sich hingegen eine Eisbarbarin zur Feindin, so wird sie einen hasserfüllt bis ans Ende der Welt verfolgen. Ganz ähnlich wie ihre südlichen Verwandten sind Cromor äußerst emotional und geben ihren Gefühlen stets brachial Ausdruck. Mädchenhafte Verhaltensweisen sucht man selbst bei sanftesten Nordlandbrokthar vergebens. Meistens legen sie ein recht burschikoses Benehmen an den Tag – zumindest in den Augen anderer Völker. Würde man eine Eisbarbarin etwa mit dem ausgeklügelten Verhaltenscodex von sanskitarischen Adeligen konfrontieren, würde man vermutlich lediglich verständnislose Blicke, wenn nicht gar schallendes Gelächter ernten.

Typische Namen
Viele Namen der Cromor sind durch die Sprache der Bronwyn-Ritter unter der heiligen Valara inspiriert und wurden nach Jahrhunderten in die Sprache der Brokthar integriert.
    * Männlich: Arawn, Bedwyr, Braith, Cadfan, Carwyn, Drystan, Glynn, Goronwy, Mostyn,
    * Weiblich: Alis, Aerona, Betrys, Bryn, Dylis, Emlin, Enid, Gwendolyn, Mairwen, Nia, Ronwen, Siana, Ysold.
    * Nachnamen: Als Nachname wird stets der Name der Mutter mit einem „Sohn / Tochter der ...“ angehängt.

Was denken sie über

    * Yetis: "Weise Freunde und geduldige Lehrmeister. Nur leider sind sie oft schwer zu verstehen."
    * Nedermannen: "Verfressen, ungeschickt und unglaublich dämlich. Das die immer noch nicht kapieren, dass sie in unseren Jagdgründen nichts zu suchen haben."
    * Menschen allgemein: "Trotz ihrer geringen Körpergröße zeigen einige von ihnen einen erstaunlichen Mut im Kampf. Und einige der jüngeren sind wirklich hübsch anzusehen."
    * Slachkaren: „Sie verhalten sich meistens recht friedlich, sind aber oftmals auch tückisch wie ein Schneewiesel. Brauchst du dringend einen Tipp für eine möglichst hinterhältige Kriegslist, dann frag am besten einen Slachkaren!“
    * Aventurier: "Jenseits der Berge weit im Westen liegt das Land Bornwyn. Dort herrschen ruchlose Sonnenanbeter, die im Krieg liegen mit den redlichen Bewohnern Bornwyns, die wie wir an Rontja glauben."
    * Trolle: "Verräter an Rontja. Tötet jeden von ihnen, der es wagt unseren Wald zu betreten!"
    * Orks: "Wenn sie dort bleiben, wo sie hingehören - nämlich weit weg in ihrer staubigen Steppe - dann kann ich hervorragend mit ihnen leben!"
    * Ronthar: "Eigentlich ganz umgängliche Leute. Nur diese Kuttenträger liegen uns ständig damit in den Ohren, dass wir "Ketzerinnen" seien."

Wichtige Gegenstände
Flammenschwinge – Die heilige Waffe der Hohepriesterin. Ehemals geweihte Schwertlanze von Valara von Anshag. Selbst nach über sechs Jahrhunderten noch ohne Kerbe und mit makellosem Glanz. Besonders leicht und mit leicht rötlich-metallenem Schein. Enthält Insignien eines geflügelten Kriegers.  
Die Waffen der Ahnen – Sechs Stahlwaffen verschiedener Klassen, die ursprünglich den Rittern des Theaterordens gehörten. Es sind die letzten Reste der großen Waffensammlung - allesamt stark verbessert und der Göttin Rondra geweiht.
Mythraslir – Die heilige Kopfzierde der Hohepriesterin. Während der ersten Jahre nach der Ankunft der Ritter entstandenes Diadem, welches mehrfach geweiht wurde und seitdem traditionell von der Hohepriesterin getragen wurde. Während eines Trollangriffs auf den Qorom spurlos verschwunden.
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« Antworten #26 am: Dezember 23, 2010, 11:48:34 »

Uff, also das schaff ich heute nicht mehr... Undecided

Also da werde ich mich frühestens nächste Woche ranwagen können...eventuell sogar erst im neuen Jahr, je nachdem wie sehr meine Freundin mich die nächsten Tage "in Beschlag" nimmt.... Grin
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« Antworten #27 am: Dezember 23, 2010, 11:51:45 »

Es geht im Text um Frauen...dann muss sieh dir einfach mithelfen!  Grin

Nene, kein Ding. Werde mich auch erstmal um anderen Sachen kümmern.  Daumen hoch

Das Layout und das Bestiarum zB...  Lesend
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« Antworten #28 am: Januar 03, 2011, 11:01:44 »

Geschichtlicher Hintergrund der Cromor-Kultur
2465 JdK - Caroma, die Stammmutter der Cromor wird mitsamt ihrer Kinder aus einem großen Brokthar-Stamm des Ödlands verstoßen, weil sie angeblich unfähig sei Männer zu gebären. Viele andere Mitglieder des Stammes sind damit nicht einverstanden und begleiten sie auf ihrer Reise.
2471 JdK - Der Stamm der Cromor gründet weitab von anderen Brokthar im Norden eine neue Siedlung.
ca. 3000 JdK - Die Theaterritter unter Führung von Valara von Anshag, einer Geweihten der Rondra, überqueren auf der Flucht vor der Praioskirche das Eherne Schwert (die letzten Theaterritter segelten von Festum aus mit Schiffen gen Osten...sie zogen nicht übers Eherne Schwert... Roll Eyes).
3010 JdK – Die Flüchtlinge verwickeln sich in lange Kämpfe mit den Agrim. Nur gut zwei Dutzend Ritter überlebt die Strapazen der Reise.
3000 JdK - Treffen mit den Cromor-Barbaren (Wer trifft sich mit den Cromor?  Huh?)
3000 JdK – Valara besteht die Prüfungen der Cromor. (Was für eine Prüfung?  Huh?)Auf der Spitze des Bergs Qorom erschlägt sie den Frostwurm Indracor und wird von Rontja (Wer ist Rontja? Mir ist das klar...dem Leser an dieser Stelle allerdings noch nicht... Wink)zur ersten Hohepriesterin der Cromor erwählt. Zusammenschluss der beiden Gruppen und Symbiose der beiden Glaubensansätze Rontja und Mythrael. (Der Satz wirkt mir zu Abgehackt...und Symbiose ist ein schreckliches, viel zu modernes Wort...noch dazu wirkt es seltsam den Glauben der Theaterritter auf Mythrael zu beschränken...alle Theaterritter haben sicherlich auch Mythrael verehrt..aber eben nicht nur... Roll Eyes
3212 JdK – Das letzte menschliche Mitglied der Cromor verstirbt. Valaras heilige Schwertlanze „Flammenschwinge“ wird an die neue Hohepriesterin überreicht.
 3625 JdK – Die junge Cromor Freygar wird zur neuen Hohepriesterin erwählt. Die genauen Beweggründe ihrer Vorgängerin sind bis heute nebulös, doch Freygar zeigt eine herausragende Begabung im Zwiegespräch mit den Toten.
3627 JdK – Mythraslir, das Diadem der Hohepriesterin verschwindet auf mysteriöse Weise bei einem Angriff durch Trolle auf den Qorom.

Alles in allem ist dieser Abschnitt sehr gut gelungen...eigentlich ist das schon ein Vorgriff auf die finale Version des Spiuelerbandes, bei dem die Kulturbeschreibungen ja noch um den Abschnitt "Geschichte Rakshazars aus Sicht der jeweiligen Kultur" erweitert werden soll...
Auf der anderen Seite enthält er viele "Meisterinformationen", die ich eigentlich nicht in den Spielerband packen würde wollen...
Das die Theaterritter Einfluss auf die Kultur der Cromor hatten sollte ein Geheimnis sein, dass die Spieler selber im Laufe ihrer Abenteuer entdecken können...



Im Süden des Kontinents erzählt man sich düstere Legenden über ein wildes Volk, das im fernen Nordwesten Rakshazars lebt. Ein Volk von brutalen und gnadenlosen Mannweibern, die Blut trinken und ihre männlichen Gefangenen in wüsten Orgien langsam zu Tode foltern: Die Cromor! Zumindest berichten dies die Geschichtenerzähler der Sanskitaren im Flüsterton, während ihren Zuhörern dabei langsam das Blut in den Adern gefriert. Die Wahrheit sieht indes nicht ganz so düster aus.

Lebensraum
Im hohen Norden, südlich des großen Eisschildes, lebt seit jeher das Brokthar-Volk der Cromor. Seine Angehörigen hausen in einem riesigen Waldgebiet, das sich zwischen den letzten Ausläufern des Götterwalls und den mächtigen Gletschern des Nordens erstreckt. Überall in der schützenden Dunkelheit des uralten Firnwaldes findet man ihre kleinen, befestigten Dörfer.

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass die Chance einer Cromor-Frau ein Mädchen zu gebären, etwa fünfmal höher liegt als die einen Jungen zu bekommen. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen musste das Volk der Eisbarbaren sich damit arrangieren.
Während in den ersten zehn Lebensjahren zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten (Aha...aslo arbeiten schon die 2 Monate alten Säuglinge auf dem Feld mit?  Roll Eyes Huh?), werden die Mädchen schon bald danach von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Stammeskriegerinnen erzogen. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf.
Männern ist die Ausübung des Kriegshandwerks verboten, es wäre schlichtweg zu gefährlich einen der seltenen Männer im Kampf zu verlieren. Vielmehr obliegt es ihnen, handwerkliche Tätigkeiten auszuüben und das Dorf zu verwalten. Auch die Kindeserziehung fällt in ihren Zuständigkeitsbereich. Zudem neigen Cromor-Männer wie alle Brokthar zu spontanen Stimmungsschwankungen und würden so Jagden gefährden. (Das tun die Cromor Frauen ja wohl auch...ist also kein Ausschlussgrund... Undecided)
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht jeweils ein Bhrenara, der „Rat der Stammväter“. Dieser wird aus den sexuell potentesten (lol...wie wird das denn bitte bestimmt?  Shocked  Grin Ich würde schätzen Männer, die den meisten Nachwuchs gezeugt haben...wenn man das überhaupt nachvollziehen kann... bei den lüsternen, sicherlich der ein oder anderen Orgie nicht abgeneigten Brokthar bestimmt ein Problem...Wenn überhaupt würde ich das im Text dann aber auch so ausdrücken und nicht sexuell Potenteste Männer schreiben... Roll Eyes Männern des ganzen Stammes gewählt und sein oberstes Ziel ist die sorgfältige Planung des seltenen, männlichen Nachwuchses durch die Zusammenführung idealer Partner (Als Biologe bezweifel ich, dass man das Planen kann...nein halt...ich bezweifel es nicht nur...Man kann es nicht planen, pukt...aus!... Roll Eyes Man kann ideale Paarungen planen, um möglichst starke, gesunde Kinder zu erhalten, ok...ob männlich oder weiblich ist aber vollkommen zufällig...egal wie gut man "plant"....). Zu Beginn der Herbstzeit sprechen alle Frauen des Stammes dem Bhrenara vor und künden von den Taten, die sie im Laufe des Jahres erreicht haben. Nachdem sich die Männer des Rates geeinigt haben, folgt eine fünftägige Feierzeit. Während dieser wird Rontja für das vergangene Jahr gedankt und ihr Schutz für den kommenden Winter erbeten. Zum Ende dieser Feier kommt es zur sexuellen Vereinigung der Bhrenaras mit ihren Auserwählten.
Die Männer des Bhrenara treffen sich regelmäßig im sogenannten „Männerhaus“. Dies ist eine Holzhütte, welche nur nackt betreten werden darf und die entweder auf warmen Quellen errichtet wurde, oder von außen durch ein Holzfeuer beheizt wird. Man sagt, dass das Schwitzen den Geist der Cromor öffnet und ihren Körper stärkt. Nur hier diskutieren die Männer unter Abwesenheit der Frauen die wichtigen Angelegenheiten des Stammes.
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig, aber dafür umso intensiveren Ackerbau. Sie beschränken sich auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt.
Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Firnwarge oder zahme Säbelkatzen findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.

Noch etwas relativierendes zur "Zuchtwahl":
Wen wir davon ausgehen, dass ein "Gendefekt" bei den Cromorfrauen dafür sorgt, dass Eizellen, die von einem Spermium mit Y-Chromosom befruchtet wurden (also männlchen Nachwuchs ergeben würden) mit erhöhter Wahrscheinlichkeit abgestoßen werden, dann wäre es natürlich möglich, diesen Gendefekt durch gezielte Zuchtwahl, nach und nach auszumerzen und wieder ein normales Verhältniss von männlcihem zum weiblichem Nachwuchs zu erhalten...
Wenn die Cromor das allerdings schon seit so langer Zeit betreiben, dürften sie heute wieder auf "normalem Niveau" sein, was bedeuten würde, dass es genug Männer gibt und folglich die Männer auch nicht geschohnt werden müssen...womit sie auch wieder Jäger und Krieger werden dürfen und die Cromor somit keine Barbaren-Amazonen mehr sind, ihre Besonderheit verlieren und nur eine weitere generische Stammesnroktharkultur bleiben...
Also bitte lass uns die Brokthar keinen versuch starten, der geringen Zahl an männlichem Nachwuchs durch gezielte Zuchtwahl entgegen zu wirken...
Wieso sollten sie auch...die geringe Zahl an männlichem Nachwuchs ist kein Fluch, sondern ein besonderer Segen Rontjas!
Und mal vom rein praktischen Ansatz (schutz der Männer) abgesehen....nur eine Kriegerin ist der Göttin und ihrem Idealbild warhaft nahe!   
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« Antworten #29 am: Januar 03, 2011, 11:16:53 »

Weltsicht und Glaube  
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja als Schutzherrin ihres Volkes. Für die Eisbarbaren ist Rontja jedoch nicht nur die Hüterin, sondern im wahrsten Sinne des Wortes die Muttergöttin ihrer Rasse, die der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl. Seitdem wohnt ihr Geist an der höchsten Spitze des Bergs Qorom und beobachtet in Form ihrer heiligen Tiere – den gewaltigen Qorom-Adlern – die Cromwyn-Wälder und ihr darin lebendes Volk. (Moment...sie hat ihren Gemahl erschlagen! Nicht umgekehrt!!...Warum ist sie danach plötzlich Tod und ihr Geist an den Berg gebunde?  Huh? Das macht keinen Sinn... Roll Eyes) In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen dem Volk der Cromor und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Eisbarbaren keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, die ihre nördlichen Verwandten als übelste Ketzer zu verurteilen.
An der Spitze der Cromor-Gesellschaft steht Freygar, die aktuelle, mit 20 Sommern noch blutjunge Hohepriesterin der Rontja. Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge, aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist aber die Kommunikation mit den Seelen der Verstorbenen, die im Qorom aufgebahrt werden. Denn nur einer Hohepriesterin ist es möglich und erlaubt die Tore zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich zu öffnen und die Ahnen um Beistand und Rat zu bitten. Seit die heilige Valara vor vielen Generationen von Rontja persönlich zur ersten Hohepriesterin erwählt wurde, wurde ihr Amt immer an die jeweils begabteste Wächterin des heiligen Bergs weitergegeben.
Der Bund der Wächterinen von Quorom weist erstaunliche Ähnlichkeit zu den aventurischen Tempelrittern auf. Sie reiten auf riesigen Eis-Adlern und haben die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin gegen alle Feinde zu verteidigen. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor unterstützen sie außerdem nach Kräften die einfachen Stammeskriegerinnen. Zudem unterstützen sie die Hohepriesterin bei ihren komplizierten Riten. (Das alles macht sie noch nicht den Tempelrittern ähnlich.. Roll Eyes..worin besteht also die Ähnlichkeit?  Huh?)
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen, entweder als einfache Seele oder als heilige Valkir, während schlechte auf ewig allein über die endlosen Eisebenen des hohen Nordens irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer gegen die Angriffe körperloser Dämonen verteidigen. Daher pflegen die Cromor neben dem Glauben an Rontja auch einen ausgeprägten Toten- und Ahnenkult. Ihre Toten bringen die Brokthar der Firnwälder in die tiefen Eiskavernen des Bergs Qorom. Dort werden die Verstorbenen mit verschiedenen Ölen eingerieben und in feinste Tücher eingewickelt, um hier auf die Aufnahme in Rontjas Hallen zu warten oder den Lebenden noch ein letztes mal zur Seite zu stehen. Die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu Körperlosen werden können. (Das alles sollte am besten bereits vor der Stelle erwähnt werden, an der die Aufgabe der Hohepriesterin (Kontakt zu den Ahnen herstellen) erläutert wird...dann würde der Text gleich viel verständlicher... Wink Ein weiteres Problem ist, dass sie ihre Toten einbalsamieren...dann verrotten sie nicht...was bedeutet, dass das mit dem sich nochmal bewähren, so lange das Fleisch noch an den Knochen ist keinen Sinn macht, weil das Fleisch ja dann nahezu ewig an den Knochen bleibt...ein umherirren übers ewige Eis nach dem Tod hätte dann selbst der übelste Brokthar nicht zu fürchten... Roll Eyes)

Magie
Eine eigene magische Tradition besitzen die Cromor nicht. Die wenigen weiblichen Nordlandbrokthar, die mit einer magischen Begabung geboren werden, betrachtet man in der Regel nicht als Zauberer, sondern vielmehr als von Rontja gesegnet und sieht sie für die Aufgabe einer Qorom-Wächterin vor.  (Was ist mit männlichen Cromor, die mit einer magische Begabung geboren werden?  Huh?) Je nachdem, wie sich die Begabung äußert, kann es in seltenen Fällen aber auch einmal passieren, dass das "von bösen Geistern besessene Kind" ausgesetzt wird. Cromor verabscheuen Magie zwar nicht prinzipiell, begegnen fremden Magieanwendern aber stets vorsichtig und wachsam. Magier haben es deshalb schwerer als alle Anderen, sich das Vertrauen der Eisbarbaren zu erarbeiten. Trollschamanen hingegen ist ein schneller Tod sicher.
« Letzte Änderung: Januar 04, 2011, 09:10:09 von Mæglin » Gespeichert
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