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Rakshazar - Forum  |  Rakshazar  |  Hinter dem Schwert  |  2 - Hinter dem Schwert  |  Firnwälder von Cromor  |  Thema: Cromor-Überarbeitung 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Cromor-Überarbeitung  (Gelesen 12106 mal)
Moosäffchen
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Marhynianische Monstrosität


« Antworten #45 am: Januar 05, 2011, 14:10:09 »

 Daumen hoch

Danke für's Lektorat!

*ab ins Wiki*
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Yanken
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Der Organisations-Barbar vom Dienst!


« Antworten #46 am: Januar 18, 2011, 15:57:51 »

Ein Review...

Im Süden des Kontinents erzählt man sich düstere Legenden über ein wildes Volk, das im fernen Nordwesten Rakshazars lebt. Ein Volk von brutalen und gnadenlosen Mannweibern, die Blut trinken und ihre männlichen Gefangenen in wüsten Orgien langsam zu Tode foltern: Die Cromor! Zumindest berichten dies die Geschichtenerzähler der Sanskitaren in ihren beliebten Gruselgeschichten. Die Wahrheit sieht indes nicht ganz so düster aus. Die Cromor, die sich schon vor vielen Jahrtausenden in den nordwestlichenlichen Firnwäldern ansiedelten, sind ein stolzes, hartnäckiges Broktharenvolk, mit einem übermäßigen Anzahl an tapferen und hühnenhaften Weibern. Nicht selten sagt man ihnen, wegen ihrer Abgeschiedenheit und fremdartigen Kultur, nach, dass sie im Besitz dunkler und weltverändernder Geheimnisse sind, dass von jenseits der Drachenberge stammen sollen.

(Ich hab mal dran herum gepfuscht)

Lebensraum
Das Brokthar-Volk der Cromor lebt schon seit vielen Jahrtausenden in den Firnwäldern des hohen Nordwesten, südlich des großen Eisschildes. Ihre Siedlungsgebiete erstrecken sich von den letzten Ausläufern des Götterwalls bis zu den mächtigen Gletschern des Nordens. Überall in der schützenden Dunkelheit des uralten Firnwaldes findet man ihre kleinen, befestigten Dörfer.

Gibt es wichtige erwähnenswerte Siedlungen/Dörfer/Städte etc.?

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass die Chance einer Cromor-Frau ein Mädchen zu gebären, etwa fünfmal höher liegt als die einen Jungen zu bekommen. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen musste das Volk der Eisbarbaren sich damit arrangieren. Während zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten, werden die Mädchen schon bald danach von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Stammeskriegerinnen erzogen. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf. Männern ist die Ausübung des Kriegshandwerks verboten, es wäre schlichtweg zu gefährlich einen der seltenen Männer im Kampf zu verlieren. Vielmehr obliegt es ihnen, handwerkliche Tätigkeiten auszuüben und das Dorf zu verwalten. Auch die Kindeserziehung fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
(Abschnitt)
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht der Bhrenara, der „Rat der Stammväter“. Dessen Mitglieder werden vom gesamten Stamm gemeinsam aus jenen männlichen Stammesmitgliedern ausgewählt, denen man aufgrund ihres Aussehens, ihrer Statur und ihrer Abstammung höchste sexuelle Potenz nachsagt. Wichtigste Aufgabe der Mitglieder des Bhrenara ist die sorgfältige Planung von geschlechtlichen Verbindungen, so dass diesen möglichst vielzähiger, starker und gesunder Nachwuchs entspringt. Zu diesem Zweck sprechen zu Beginn der Herbstzeit - beim Sianym-Fest - alle Frauen des Stammes dem Bhrenara vor und künden von den Heldentaten, die sie im Laufe des Jahres vollbracht haben, um den Rat von ihrer Eignung zu überzeugen. Danach erwählen sich die Mitglieder des Rates die in ihren Augen kräftigsten und gesündesten - aber auch vor den Augen Rontjas würdigsten - der Anwärterinnen zu ihren Partnerinnen. Es ist normal, dass ein Bhrenara mehrere Frauen gleichzeitig erwählt. Auf die Wahl, folgt ein fünftägiges, ausschweifendes Fest. Während diesem wird Rontja für das vergangene Jahr gedankt und ihr Schutz für den kommenden Winter erbeten. Zum Ende der Feierlichkeiten kommt es schließlich zur sexuellen Vereinigung der Bhrenaras mit ihren Auserwählten. Abseits des Sianym sind sexuelle Vereinigungen unter den Cromor nicht erwünscht und können abhängig von der Entscheidung des Bhrenara mit verschiedenen Strafen, bis hin zur Verbannung - was allerdings eher selten vorkommt - geahndet werden. Diese Tatsache hält viele junge Cromor trotzdem nicht davon ab, sich ausgiebig zu vergnügen. Gerade in den Frühlingsmonaten, in denen das Blut der Cromor-Frauen regelrecht brodelt, kommt es manchmal vor, dass unter den jungen Kriegerinnen regelrechte Duelle um die jungen Männer des Dorfes oder junge, männliche Durchreisende ausgetragen werden. Oftmals werden die "Preise" völlig davon überrascht, dass sie der Gewinnerin eines solchen Wettstreits zumindest für eine Nacht "zu Diensten" sein müssen. Eventuelle Kinder dieser Taten werden unabhängig vom weiteren Schicksal der Eltern - über welches der Rat von Fall zu Fall entscheidet, und das von Rufschmälerung bis zu dauerhafter Verbannung reichen kann - vom Stamm aufgenommen und fortan, unter der Vormundschaft eines bereitwilligen Bhrenaras, gleichberechtigt behandelt. Die Männer des Bhrenara treffen sich regelmäßig im sogenannten „Männerhaus“. Dies ist eine Holzhütte, welche nur nackt betreten werden darf und die entweder auf warmen Quellen errichtet wurde, oder von außen durch ein Holzfeuer beheizt wird. Man sagt, dass das Schwitzen den Geist der Cromor öffnet und ihren Körper stärkt. Nur hier diskutieren die Männer unter Abwesenheit der Frauen die wichtigen Angelegenheiten des Stammes.
(Abschnitt)
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig, aber dafür umso intensiveren Ackerbau. Sie beschränken sich auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt. Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Firnwarge oder zahme Säbelkatzen findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.

Weltsicht und Glaube
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja als Schutzherrin ihres Volkes. Für die Eisbarbaren ist Rontja jedoch nicht nur die Hüterin, sondern im wahrsten Sinne des Wortes die Muttergöttin ihrer Rasse, die der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl, nur um kurz darauf selbst auf der Spitze des stets schneebedeckten Qorom-Bergs ihren tödlichen Wunden zu erliegen. Von dort aus wacht ihr Geist seitdem in Form ihrer heiligen Tiere – den gewaltigen Qorom-Adlern – über die Wälder von Cromwyn und ihre geliebten Kinder vom Volk der Cromor. In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen den Eisbarbaren und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Cromor keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, die ihre nördlichen Verwandten als übelste Ketzer zu verurteilen.
(Abschnitt)
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen, entweder als einfache Seele oder als heilige "Valakyr", während Schlechte auf ewig allein über die endlosen Eisebenen des hohen Nordens irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer gegen die Angriffe körperloser Dämonen verteidigen. Ihre Toten bringen die Brokthar der Firnwälder in die tiefen Eiskavernen des Bergs Qorom. Dort werden die Verstorbenen mit verschiedenen Ölen eingerieben und in feinste Tücher eingewickelt, um hier auf die Aufnahme in Rontjas Hallen zu warten. Diese aufwändige Behandlung steht allerdings nur Denjenigen zu, die sich im Laufe ihres Lebens vor Rontja bewährt haben. Die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu Körperlosen werden können.
(Abschnitt)
Religiöse Führerin der Cromor ist Freygar, die aktuelle, mit 20 Sommern noch blutjunge Hohepriesterin der Rontja (ich würde die aktuelle Priesterin nicht erwähnen bzw. das 20 "Sommer" weglassen... damit der Text zeitlos bleibt). Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge, aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist aber die Kommunikation mit den Seelen der Verstorbenen, die im Qorom aufgebahrt werden. Denn nur einer Hohepriesterin ist es möglich und erlaubt die Tore zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich zu öffnen und die Ahnen um Beistand und Rat zu bitten. Seit die heilige Valara vor vielen Generationen von Rontja persönlich zur ersten Hohepriesterin erwählt wurde, wurde ihr Amt immer an die jeweils begabteste Wächterin des heiligen Bergs weitergegeben. Der Bund der Wächterinen von Quorom weist gewisse Ähnlichkeit zu aventurischen (das Wort "aventurisch" passt nicht) Tempelgardisten auf. Ihnen obliegt die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin gegen alle Feinde zu verteidigen. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor unterstützen sie außerdem nach Kräften die einfachen Stammeskriegerinnen. Zudem unterstützen sie die Hohepriesterin bei ihren komplizierten Riten.

Magie
Eine eigene magische Tradition besitzen die Cromor nicht. Die wenigen Nordlandbrokthar, die mit einer magischen Begabung geboren werden, betrachtet man in der Regel nicht als Zauberer, sondern vielmehr als von Rontja gesegnet und sieht sie - sofern sie weiblichen Geschlechts sind - für die Aufgabe einer Qorom-Wächterin vor. Jungen Cromor-Männern mit einer solchen Begabung fällt keine gesonderte Aufgabe zu, und so verkümmern ihre Fähigkeiten im Laufe der Jahre fast gänzlich. Je nachdem, wie sich die Begabung äußert, kann es in seltenen Fällen aber auch einmal passieren, dass das "von bösen Geistern besessene Kind" ausgesetzt wird. Cromor verabscheuen Magie zwar nicht prinzipiell, begegnen fremden Magieanwendern aber stets vorsichtig und wachsam. Magier haben es deshalb schwerer als alle Anderen, sich das Vertrauen der Eisbarbaren zu erarbeiten. Trollschamanen hingegen ist ein schneller Tod sicher.

Tracht und Bewaffnung
Schwerter sind bei den Cromor sehr selten, und als Jägerinnen verwenden sie lieber Speere oder schwere Jagdbögen. Mit diesen Waffen können sie enorm gut umgehen – was auch bitter notwendig ist, da die Eisbarbaren stets von Riesen und Trollen aus den nahen Bergen bedroht werden, Stämme der Nedermannen immer wieder in ihren Jagdgründen wildern und große Raubtiere durch die Wälder von Cromor streifen. Ob ein Brokthar aus südlicheren Gefilden oder aus dem hohen Norden stammt, kann man relativ leicht an seinem Äußeren feststellen. Die Cromor bevorzugen zwar, wie alle Brokthar, spärliche Kleidung aus Leder, verwenden aber aufgrund des wesentlich kälteren Klimas auch viel Pelz, etwa für die Fertigung von Umhängen oder gefütterten Stiefeln. Besonders die älteren, männlichen Cromor verzieren ihre verhornten Hautpartien gerne mit kunstvoll verschnörkelten Brandmalen, was ihnen neben dem meist lang und offen getragenem Haar bei dem rote und blonde Farbtöne vorherrschen, und das allenfalls mit Stirnbändern oder metallenen Stirnreifen gebändigt wird, ein wildes, kriegerisches Aussehen verleiht. Männliche Eisbarbaren in reiferem Alter lassen sich, anders als alte Süd-Brokthar, lange Bärte stehen. Ein langer, gepflegter Bart wird von weiblichen Cromor als männliches Schönheitsideal und Zeichen der Vaterwürde angesehen. Auch wird bei ihnen das Barthaar schon früh gepflegt und massiert, um sein Wachstum zu stimulieren. Rüstungen tragen die Cromor nur in den seltensten Fällen, denn die Techniken des Plättnerns sind nach dem Versterben der letzten aventurischen (das Wort "aventurisch" kann man eventuell ersetzen) Ritter, die lange Zeit gemeinsam mit den Cromor lebten, schnell in Vergessenheit geraten. Das rare, als Geschenk der Göttin angesehene Metall verwenden sie lieber für die Herstellung von Waffen. Tief im Inneren des Qorom werden sieben geheiligte Stahlwaffen aufbewahrt, die noch aus den Händen der letzten Templritter stammen und von der Hohepriesterin nur in äußersten Notfällen an erfahrene Kämpferinnen herausgegeben werden. Man sagt, dass jede dieser Waffen unzählige Schlachten miterlebt hat und einen eigenen Willen besitzt, der ihre Trägerin im Kampf unterstützt.

Handwerkskunst
Die Brokthar der Firnwälder verwenden vor allem Bronze für die Herstellung ihrer Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände und stellen somit eine klassische bronzezeitliche Kultur dar. Durch die Überlieferungen der Ritter aus dem Westen lernten sie allerdings auch einige hochentwickelte Eisenverarbeitungstechniken kennen, die sie in der Vergangenheit aus Mangel an entsprechenden Rohstoffen allerdings fast ausschließlich für die Anfertigung "heiliger" Waffen und Rüstungen einsetzten. Ihre Verarbeitungstechnik reicht zwar nicht an die Schmiedekunst der Amhasim heran, in den Händen der Wächterinnen von Qorom, die nahezu ausschließlich mit solchen Waffen ausgestattet werden, stellen sie aber die aber dennoch fürchterliche Werkzeuge dar.

(welche weiteren Handwerkskünste sind bekannt?

Sitten und Gebräuche
Weibliche Cromorkinder ziehen nach ihrem 16. Geburtstag aus, um ihre Mündigkeit zu erringen. Voraussetzung hierfür ist das erfolgreiche Bestehen einer Reifeprüfung. Jede junge Eisbarbarin muss sich zu diesem Zweck auf eine persönliche Queste begeben, mit dem Ziel ihre Lebensaufgabe, ihr Innerstes, zu erkennen. Die Starken und Tapferen kehren geläutert in die Gemeinschaft zurück, um ihren Platz in ihr einzunehmen. Die Allerwürdigsten vollbringen gar wahre Wundertaten im Namen ihrer Göttin, sterben einen Heldentod und werden dafür von Rontja als "Valakyr" an die lange Tafel der Kriegerinnen geholt. Dort verweilen diese „streitbaren Geister“, bis sie am Ende aller Tage wieder von ihrem Volk gebraucht werden, und als gleißende Heerschar ihrer Göttin in die Schlacht folgen. Von jungen Männern wird keine besondere Prüfung erwartet, doch drängt es viele von ihnen dennoch dazu, sich zu beweisen. So versuchen viele Einsicht und Inspiration in den Eiskavernen des Qorom zu erhalten. Von Wächterinnen beschützt meditieren die jungen Männer dort mehrere Wochen lang und versuchen ihren Geist mit Hilfe von leisen Gesängen für die Einflüsterungen der Verstorbenen zu öffnen. (in Weltsicht und Glaube steht, dass dies der Hohepriesterin vorbehalten ist). Nur die Wenigsten verlassen die Höhlen wirklich mit neuen Erkenntnissen der Vergangenheit, doch die, denen es dennoch gelingt, werden von ihrem Volk wie Helden gefeiert. Wahrhafte Berühmtheit noch weit über seinen eigenen Stamm hinweg erlangte zum Beispiel Adalri, Sohn der Rhyam. Man sagt, dass er der schönste Cromor sei, der jemals durch die Firnwälder wanderte, und dass seine klare, markante Stimme selbst Berge zum Einsturz bringen könne. Fakt ist, dass Adalri mit seinen über 60 Sommern bereits auf einige Bhrenara-Treffen zurückblicken kann und viele Cromor des westlichen Cromwyn-Walds aus seinen Lenden entsprungen sind.
(Abschnitt)
Während die weiblichen Cromor die Jagd traditionell als Einzelgängerinnen bestreiten, gruppieren sie sich in Zeiten des Krieges zu lockeren Kampfverbänden, die ihre Gegnern mit äußerst brutalen Attacken aus dem Hinterhalt überraschen. Im Konflikt mit ehrenhafteren Gegnern wie Orks oder anderen Brokthar einigt man sich zuweilen auch darauf, den Streit durch einen Zweikampf zwischen den Anführern aus der Welt zu schaffen. Während ihrer Freizeit widmen sich jüngere Eisbarbarinnen neben der Vervollkommnung ihrer Kampf- und Jagdfertigkeiten gerne dem Müßiggang: Essen, Trinken oder Schlafen.

Darstellung
Menschen gegenüber sind die Cromor zwar vorsichtig, aber auch neugierig und keinesfalls etwa die mordgierigen Bestien, zu denen die Legenden der Sanskitaren sie gerne machen. Da die Eisbarbaren wie alle Broktharen einen ausgeprägten Sexualtrieb haben, kann es einem männlichen Menschen gar passieren, dass eine Jägerin ganz besonderes Interesse an ihm zeigt (womit wohl auch die Legende über das wollüstige Foltern erklärt wäre – Cromor gehen beim Liebesakt nämlich recht rabiat vor). Haben einen die Nordlandbrokthar jedoch erst einmal als Freund akzeptiert, kann man davon ausgehen, warmherzige und verlässliche Verbündete gewonnen zu haben. Macht man sich hingegen eine Eisbarbarin zur Feindin, so wird sie einen hasserfüllt bis ans Ende der Welt verfolgen. Ganz ähnlich wie ihre südlichen Verwandten sind Cromor äußerst emotional und geben ihren Gefühlen stets brachial Ausdruck. Mädchenhafte Verhaltensweisen sucht man selbst bei den sanftesten Nordlandbrokthar vergebens. Meistens legen sie ein recht burschikoses Benehmen an den Tag – zumindest in den Augen anderer Völker. Würde man eine Eisbarbarin etwa mit dem ausgeklügelten Verhaltenscodex sanskitarischer Adeliger konfrontieren, würde man vermutlich lediglich verständnislose Blicke, wenn nicht gar schallendes Gelächter ernten.

Typische Namen
Viele Namen der Cromor sind durch die Sprache der Bronwyn-Ritter unter der heiligen Valara inspiriert und wurden nach Jahrhunderten in die Sprache der Brokthar integriert. (Verschoben...) Als Nachname wird stets der Name der Mutter mit einem „Sohn / Tochter der....“ angehängt.

    * Männlich: Arawn, Bedwyr, Braith, Cadfan, Carwyn, Drystan, Glynn, Goronwy, Mostyn (es sollten insgesamt 15 männliche Namen sein)
    * Weiblich: Alis, Aerona, Betrys, Bryn, Dylis, Emlin, Enid, Gwendolyn, Mairwen, Nia, Ronwen, Siana, Ysold. (es sollten insgesamt auch 15 weibliche Namen sein)
   
   
Was denken sie über
    * Yetis: "Weise Freunde und geduldige Lehrmeister. Nur leider sind sie oft schwer zu verstehen."
    * Nedermannen: "Verfressen, ungeschickt und unglaublich dämlich. Das die immer noch nicht kapieren, dass sie in unseren Jagdgründen nichts zu suchen haben."
    * Menschen allgemein: "Trotz ihrer geringen Körpergröße sind einige von ihnen erstaunlich Mutig. Und einige der Jüngeren sind wirklich hübsch anzusehen."
    * Slachkaren: „Sie verhalten sich meistens recht friedlich, können aber auch hinterhältig wie ein Schneewiesel sein. Brauchst du dringend einen Tipp für eine möglichst gemeine Kriegslist, dann frag am besten einen Slachkaren!“
    * Aventurier: "Jenseits der Berge weit im Westen liegt das Land Bornwyn. Dort herrschen ruchlose Sonnenanbeter, die im Krieg liegen mit den redlichen Bewohnern Bornwyns, die wie wir an Rontja glauben."
    * Trolle: "Verräter an Rontja. Tötet jeden von ihnen, der es wagt unseren Wald zu betreten!"
    * Orks: "Wenn sie dort bleiben, wo sie hingehören - nämlich weit weg in ihrer staubigen Steppe - dann kann ich hervorragend mit ihnen leben!"
    * Ronthar: "Eigentlich ganz umgängliche Leute. Nur diese Kuttenträger liegen uns ständig damit in den Ohren, dass wir "Ketzerinnen" seien."
   
(hmmm... ich bin noch unentschlossen... (zumal es schon 8 Aussagen sind)... eventuell macht auch die Erwähnung der mysteriösen Firn-Donari (Firnelfen) Sinn. Aber eventuell gehört das nicht in die Kulturbeschreibung)

Guter Text  Daumen hoch
« Letzte Änderung: Januar 18, 2011, 17:30:01 von Yanken » Gespeichert

Für Kuros und Kurotan!
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Mæglin
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« Antworten #47 am: Januar 18, 2011, 16:16:58 »

Na dann mal ran mein bemoostes Äffchen... Teufel
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Moosäffchen
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« Antworten #48 am: Januar 18, 2011, 16:30:32 »

Jaja, Chef!  Grin

Werd' jetzt erstmal eine Runde Lernen und dann heute Abend weitermachen.  Daumen hoch
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Moosäffchen
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Marhynianische Monstrosität


« Antworten #49 am: Januar 18, 2011, 19:48:53 »

Im Süden des Kontinents erzählt man sich düstere Legenden über ein wildes Volk, das im fernen Nordwesten Rakshazars lebt. Ein Volk von brutalen und gnadenlosen Mannweibern, die Blut trinken und ihre männlichen Gefangenen in wüsten Orgien langsam zu Tode foltern: Die Cromor! Zumindest berichten dies die Geschichtenerzähler der Sanskitaren in ihren beliebten Gruselgeschichten. Die Wahrheit sieht indes nicht ganz so düster aus. Die Cromor, die sich schon vor vielen Jahrtausenden in den nordwestlichenlichen Firnwäldern ansiedelten, sind ein stolzes, hartnäckiges Broktharenvolk, mit einem übermäßigen Anzahl an tapferen und hühnenhaften Weibern. Nicht selten sagt man ihnen, wegen ihrer Abgeschiedenheit und fremdartigen Kultur, nach, dass sie im Besitz dunkler und weltverändernder Geheimnisse sind, dass von jenseits der Drachenberge stammen sollen.

Lebensraum
Das Brokthar-Volk der Cromor lebt schon seit vielen Jahrtausenden in den Firnwäldern des hohen Nordwesten, südlich des großen Eisschildes. Ihre Siedlungsgebiete erstrecken sich von den letzten Ausläufern des Götterwalls bis zu den mächtigen Gletschern des Nordens. Überall in der schützenden Dunkelheit des uralten Firnwaldes findet man ihre kleinen, befestigten Dörfer. Städte oder größere Siedlungen mit mehr als zweihundert Bewohnern sucht man jedoch vergebens.

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass die Chance einer Cromor-Frau ein Mädchen zu gebären, etwa fünfmal höher liegt als die einen Jungen zu bekommen. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen musste das Volk der Eisbarbaren sich damit arrangieren. Während zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten, werden die Mädchen schon bald danach von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Stammeskriegerinnen erzogen. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf. Männern ist die Ausübung des Kriegshandwerks verboten, es wäre schlichtweg zu gefährlich einen der seltenen Männer im Kampf zu verlieren. Vielmehr obliegt es ihnen, handwerkliche Tätigkeiten auszuüben und das Dorf zu verwalten. Auch die Kindeserziehung fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht der Bhrenara, der „Rat der Stammväter“. Dessen Mitglieder werden vom gesamten Stamm gemeinsam aus jenen männlichen Stammesmitgliedern ausgewählt, denen man aufgrund ihres Aussehens, ihrer Statur und ihrer Abstammung höchste sexuelle Potenz nachsagt. Wichtigste Aufgabe der Mitglieder des Bhrenara ist die sorgfältige Planung von geschlechtlichen Verbindungen, so dass diesen möglichst vielzähiger, starker und gesunder Nachwuchs entspringt. Zu diesem Zweck sprechen zu Beginn der Herbstzeit - beim Sianym-Fest - alle Frauen des Stammes dem Bhrenara vor und künden von den Heldentaten, die sie im Laufe des Jahres vollbracht haben, um den Rat von ihrer Eignung zu überzeugen. Danach erwählen sich die Mitglieder des Rates die in ihren Augen kräftigsten und gesündesten - aber auch vor den Augen Rontjas würdigsten - der Anwärterinnen zu ihren Partnerinnen. Es ist normal, dass ein Bhrenara mehrere Frauen gleichzeitig erwählt. Auf die Wahl, folgt ein fünftägiges, ausschweifendes Fest. Während diesem wird Rontja für das vergangene Jahr gedankt und ihr Schutz für den kommenden Winter erbeten. Zum Ende der Feierlichkeiten kommt es schließlich zur sexuellen Vereinigung der Bhrenaras mit ihren Auserwählten. Abseits des Sianym sind sexuelle Vereinigungen unter den Cromor nicht erwünscht und können abhängig von der Entscheidung des Bhrenara mit verschiedenen Strafen, bis hin zur Verbannung - was allerdings eher selten vorkommt - geahndet werden. Diese Tatsache hält viele junge Cromor trotzdem nicht davon ab, sich ausgiebig zu vergnügen. Gerade in den Frühlingsmonaten, in denen das Blut der Cromor-Frauen regelrecht brodelt, kommt es manchmal vor, dass unter den jungen Kriegerinnen regelrechte Duelle um die jungen Männer des Dorfes oder junge, männliche Durchreisende ausgetragen werden. Oftmals werden die "Preise" völlig davon überrascht, dass sie der Gewinnerin eines solchen Wettstreits zumindest für eine Nacht "zu Diensten" sein müssen. Eventuelle Kinder dieser Taten werden unabhängig vom weiteren Schicksal der Eltern - über welches der Rat von Fall zu Fall entscheidet, und das von Rufschmälerung bis zu dauerhafter Verbannung reichen kann - vom Stamm aufgenommen und fortan, unter der Vormundschaft eines bereitwilligen Bhrenaras, gleichberechtigt behandelt. Die Männer des Bhrenara treffen sich regelmäßig im sogenannten „Männerhaus“. Dies ist eine Holzhütte, welche nur nackt betreten werden darf und die entweder auf warmen Quellen errichtet wurde, oder von außen durch ein Holzfeuer beheizt wird. Man sagt, dass das Schwitzen den Geist der Cromor öffnet und ihren Körper stärkt. Nur hier diskutieren die Männer unter Abwesenheit der Frauen die wichtigen Angelegenheiten des Stammes.
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig, aber dafür umso intensiveren Ackerbau. Sie beschränken sich auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt. Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Firnwarge oder zahme Säbelkatzen findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.

Weltsicht und Glaube
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja als Schutzherrin ihres Volkes. Für die Eisbarbaren ist Rontja jedoch nicht nur die Hüterin, sondern im wahrsten Sinne des Wortes die Muttergöttin ihrer Rasse, die der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl, nur um kurz darauf selbst auf der Spitze des stets schneebedeckten Qorom-Bergs ihren tödlichen Wunden zu erliegen. Von dort aus wacht ihr Geist seitdem in Form ihrer heiligen Tiere – den gewaltigen Qorom-Adlern – über die Wälder von Cromwyn und ihre geliebten Kinder vom Volk der Cromor. In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen den Eisbarbaren und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Cromor keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, die ihre nördlichen Verwandten als übelste Ketzer zu verurteilen.
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen, entweder als einfache Seele oder als heilige "Valakyr", während Schlechte auf ewig allein über die endlosen Eisebenen des hohen Nordens irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer gegen die Angriffe körperloser Dämonen verteidigen. Ihre Toten bringen die Brokthar der Firnwälder in die tiefen Eiskavernen des Bergs Qorom. Dort werden die Verstorbenen mit verschiedenen Ölen eingerieben und in feinste Tücher eingewickelt, um hier auf die Aufnahme in Rontjas Hallen zu warten. Diese aufwändige Behandlung steht allerdings nur Denjenigen zu, die sich im Laufe ihres Lebens vor Rontja bewährt haben. Die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu Körperlosen werden können.
Religiöse Führerin der Cromor ist Freygar, die blutjunge Hohepriesterin der Rontja (halte Freygar für einen wichtigen NSC vergleichbar mit AlHrastor, Arkamin uÄ). Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge, aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist aber die Kommunikation mit den Seelen der Verstorbenen, die im Qorom aufgebahrt werden. Denn nur einer Hohepriesterin ist es möglich und erlaubt die Tore zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich zu öffnen und die Ahnen um Beistand und Rat zu bitten. Seit die heilige Valara vor vielen Generationen von Rontja persönlich zur ersten Hohepriesterin erwählt wurde, wurde ihr Amt immer an die jeweils begabteste Wächterin des heiligen Bergs weitergegeben. Der Bund der Wächterinen von Quorom weist gewisse Ähnlichkeit zu Tempelgardisten auf. Ihnen obliegt die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin gegen alle Feinde zu verteidigen. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor unterstützen sie außerdem nach Kräften die einfachen Stammeskriegerinnen. Zudem unterstützen sie die Hohepriesterin bei ihren komplizierten Riten.

Magie
Eine eigene magische Tradition besitzen die Cromor nicht. Die wenigen Nordlandbrokthar, die mit einer magischen Begabung geboren werden, betrachtet man in der Regel nicht als Zauberer, sondern vielmehr als von Rontja gesegnet und sieht sie - sofern sie weiblichen Geschlechts sind - für die Aufgabe einer Qorom-Wächterin vor. Jungen Cromor-Männern mit einer solchen Begabung fällt keine gesonderte Aufgabe zu, und so verkümmern ihre Fähigkeiten im Laufe der Jahre fast gänzlich. Je nachdem, wie sich die Begabung äußert, kann es in seltenen Fällen aber auch einmal passieren, dass das "von bösen Geistern besessene Kind" ausgesetzt wird. Cromor verabscheuen Magie zwar nicht prinzipiell, begegnen fremden Magieanwendern aber stets vorsichtig und wachsam. Magier haben es deshalb schwerer als alle Anderen, sich das Vertrauen der Eisbarbaren zu erarbeiten. Trollschamanen hingegen ist ein schneller Tod sicher.

Tracht und Bewaffnung
Schwerter sind bei den Cromor sehr selten, und als Jägerinnen verwenden sie lieber Speere oder schwere Jagdbögen. Mit diesen Waffen können sie enorm gut umgehen – was auch bitter notwendig ist, da die Eisbarbaren stets von Riesen und Trollen aus den nahen Bergen bedroht werden, Stämme der Nedermannen immer wieder in ihren Jagdgründen wildern und große Raubtiere durch die Wälder von Cromor streifen. Ob ein Brokthar aus südlicheren Gefilden oder aus dem hohen Norden stammt, kann man relativ leicht an seinem Äußeren feststellen. Die Cromor bevorzugen zwar, wie alle Brokthar, spärliche Kleidung aus Leder, verwenden aber aufgrund des wesentlich kälteren Klimas auch viel Pelz, etwa für die Fertigung von Umhängen oder gefütterten Stiefeln. Besonders die älteren, männlichen Cromor verzieren ihre verhornten Hautpartien gerne mit kunstvoll verschnörkelten Brandmalen, was ihnen neben dem meist lang und offen getragenem Haar bei dem rote und blonde Farbtöne vorherrschen, und das allenfalls mit Stirnbändern oder metallenen Stirnreifen gebändigt wird, ein wildes, kriegerisches Aussehen verleiht. Männliche Eisbarbaren in reiferem Alter lassen sich, anders als alte Süd-Brokthar, lange Bärte stehen. Ein langer, gepflegter Bart wird von weiblichen Cromor als männliches Schönheitsideal und Zeichen der Vaterwürde angesehen. Auch wird bei ihnen das Barthaar schon früh gepflegt und massiert, um sein Wachstum zu stimulieren. Rüstungen tragen die Cromor nur in den seltensten Fällen, denn die Techniken des Plättnerns sind nach dem Versterben der letzten Bornwyn-Ritter, die aus den Landen westlich der Drachenberge kamen und lange Zeit gemeinsam mit den Cromor lebten, schnell in Vergessenheit geraten. Das rare, als Geschenk der Göttin angesehene Metall verwenden sie lieber für die Herstellung von Waffen. Tief im Inneren des Qorom werden sieben geheiligte Stahlwaffen aufbewahrt, die noch aus den Händen der letzten Templritter stammen und von der Hohepriesterin nur in äußersten Notfällen an erfahrene Kämpferinnen herausgegeben werden. Man sagt, dass jede dieser Waffen unzählige Schlachten miterlebt hat und einen eigenen Willen besitzt, der ihre Trägerin im Kampf unterstützt.

Handwerkskunst
Die Brokthar der Firnwälder verwenden vor allem Bronze für die Herstellung ihrer Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände und stellen somit eine klassische bronzezeitliche Kultur dar. Durch die Überlieferungen der Ritter aus dem Westen lernten sie allerdings auch einige hochentwickelte Eisenverarbeitungstechniken kennen, die sie in der Vergangenheit aus Mangel an entsprechenden Rohstoffen allerdings fast ausschließlich für die Anfertigung "heiliger" Waffen und Rüstungen einsetzten. Ihre Verarbeitungstechnik reicht zwar nicht an die Schmiedekunst der Amhasim heran, in den Händen der Wächterinnen von Qorom, die nahezu ausschließlich mit solchen Waffen ausgestattet werden, stellen sie aber die aber dennoch fürchterliche Werkzeuge dar.
Als erfahrene Jäger nutzen sie fast alles ihrer erjagten Beute und so besteht ein Großteil ihrer Kleidung und Rüstungen aus Fell und Leder, verziert mit den Knochen und Zähnen mächtiger Raubtiere.
Alle Cromor, und vor Allem die Männer, lieben es ihre Haare zu flechten und mehr noch als ihre Kleidung mit verschiedensten Dingen zu verschönern. Am Körper getragener Schmuck und gestochene Hautbilder sieht man dagegen nur sehr selten.


Sitten und Gebräuche
Weibliche Cromorkinder ziehen nach ihrem 16. Geburtstag aus, um ihre Mündigkeit zu erringen. Voraussetzung hierfür ist das erfolgreiche Bestehen einer Reifeprüfung. Jede junge Eisbarbarin muss sich zu diesem Zweck auf eine persönliche Queste begeben, mit dem Ziel ihre Lebensaufgabe, ihr Innerstes, zu erkennen. Die Starken und Tapferen kehren geläutert in die Gemeinschaft zurück, um ihren Platz in ihr einzunehmen. Die Allerwürdigsten vollbringen gar wahre Wundertaten im Namen ihrer Göttin, sterben einen Heldentod und werden dafür von Rontja als "Valakyr" an die lange Tafel der Kriegerinnen geholt. Dort verweilen diese „streitbaren Geister“, bis sie am Ende aller Tage wieder von ihrem Volk gebraucht werden, und als gleißende Heerschar ihrer Göttin in die Schlacht folgen. Von jungen Männern wird keine besondere Prüfung erwartet, doch drängt es viele von ihnen dennoch dazu, sich zu beweisen. So versuchen viele Einsicht und Inspiration in den Eiskavernen des Qorom zu erhalten. Von Wächterinnen beschützt meditieren die jungen Männer dort mehrere Wochen lang und versuchen ihren Geist mit Hilfe von leisen Gesängen für die Einflüsterungen der Verstorbenen zu öffnen. (Die Hohepriesterin ist die einzige Person, die selber Kontakt aufnehmen darf und aktiv mit ihnen spricht...die Jünglinge "dürfen" nur passiv Informationen erhalten...natürlich auch negative  Grin). Nur die Wenigsten verlassen die Höhlen wirklich mit neuen Erkenntnissen der Vergangenheit, doch die, denen es dennoch gelingt, werden von ihrem Volk wie Helden gefeiert. Wahrhafte Berühmtheit noch weit über seinen eigenen Stamm hinweg erlangte zum Beispiel Adalri, Sohn der Rhyam. Man sagt, dass er der schönste Cromor sei, der jemals durch die Firnwälder wanderte, und dass seine klare, markante Stimme selbst Berge zum Einsturz bringen könne. Fakt ist, dass Adalri mit seinen über 60 Sommern bereits auf einige Bhrenara-Treffen zurückblicken kann und viele Cromor des westlichen Cromwyn-Walds aus seinen Lenden entsprungen sind.
Während die weiblichen Cromor die Jagd traditionell als Einzelgängerinnen bestreiten, gruppieren sie sich in Zeiten des Krieges zu lockeren Kampfverbänden, die ihre Gegnern mit äußerst brutalen Attacken aus dem Hinterhalt überraschen. Im Konflikt mit ehrenhafteren Gegnern wie Orks oder anderen Brokthar einigt man sich zuweilen auch darauf, den Streit durch einen Zweikampf zwischen den Anführern aus der Welt zu schaffen. Während ihrer Freizeit widmen sich jüngere Eisbarbarinnen neben der Vervollkommnung ihrer Kampf- und Jagdfertigkeiten gerne dem Müßiggang: Essen, Trinken oder Schlafen.

Darstellung
Menschen gegenüber sind die Cromor zwar vorsichtig, aber auch neugierig und keinesfalls etwa die mordgierigen Bestien, zu denen die Legenden der Sanskitaren sie gerne machen. Da die Eisbarbaren wie alle Broktharen einen ausgeprägten Sexualtrieb haben, kann es einem männlichen Menschen gar passieren, dass eine Jägerin ganz besonderes Interesse an ihm zeigt (womit wohl auch die Legende über das wollüstige Foltern erklärt wäre – Cromor gehen beim Liebesakt nämlich recht rabiat vor). Haben einen die Nordlandbrokthar jedoch erst einmal als Freund akzeptiert, kann man davon ausgehen, warmherzige und verlässliche Verbündete gewonnen zu haben. Macht man sich hingegen eine Eisbarbarin zur Feindin, so wird sie einen hasserfüllt bis ans Ende der Welt verfolgen. Ganz ähnlich wie ihre südlichen Verwandten sind Cromor äußerst emotional und geben ihren Gefühlen stets brachial Ausdruck. Mädchenhafte Verhaltensweisen sucht man selbst bei den sanftesten Nordlandbrokthar vergebens. Meistens legen sie ein recht burschikoses Benehmen an den Tag – zumindest in den Augen anderer Völker. Würde man eine Eisbarbarin etwa mit dem ausgeklügelten Verhaltenscodex sanskitarischer Adeliger konfrontieren, würde man vermutlich lediglich verständnislose Blicke, wenn nicht gar schallendes Gelächter ernten.

Typische Namen
Viele Namen der Cromor sind durch die Sprache der Bronwyn-Ritter unter der heiligen Valara inspiriert und wurden nach Jahrhunderten in die Sprache der Brokthar integriert. Als Nachname wird stets der Name der Mutter mit einem „Sohn / Tochter der....“ angehängt.

    * Männlich: Arawn, Arwys, Bedwyr, Braith, Cadfan, Carwyn, Drystan, Forwen, Glynn, Goronwy, Lyall, Mostyn, Randan, Tyrell, Valri
    * Weiblich: Alis, Aerona, Betrys, Bryn, Dylis, Emlin, Enid, Frynga, Gwendolyn, Mairwen, Nia, Ronwen, Siana, Thelma, Ysold
  
  
Was denken sie über
    * Yetis: "Weise Freunde und geduldige Lehrmeister. Nur leider sind sie oft schwer zu verstehen."
    * Nedermannen: "Verfressen, ungeschickt und unglaublich dämlich. Das die immer noch nicht kapieren, dass sie in unseren Jagdgründen nichts zu suchen haben."
    * Menschen allgemein: "Trotz ihrer geringen Körpergröße sind einige von ihnen erstaunlich mutig. Und einige der Jüngeren sind wirklich hübsch anzusehen."
    * Slachkaren: „Sie verhalten sich meistens recht friedlich, können aber auch hinterhältig wie ein Schneewiesel sein. Brauchst du dringend einen Tipp für eine möglichst gemeine Kriegslist, dann frag am besten einen Slachkaren!“
    * Aventurier: "Jenseits der Berge weit im Westen liegt das Land Bornwyn. Dort herrschen ruchlose Sonnenanbeter, die im Krieg liegen mit den redlichen Bewohnern Bornwyns, die wie wir an Rontja glauben."
    * Trolle: "Verräter an Rontja. Tötet jeden von ihnen, der es wagt unseren Wald zu betreten!"
    * Orks: "Wenn sie dort bleiben, wo sie hingehören - nämlich weit weg in ihrer staubigen Steppe - dann kann ich hervorragend mit ihnen leben!"
    * Ronthar: "Eigentlich ganz umgängliche Leute. Nur diese Kuttenträger liegen uns ständig damit in den Ohren, dass wir "Ketzerinnen" seien."
« Letzte Änderung: Januar 18, 2011, 19:50:45 von Moosäffchen » Gespeichert
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« Antworten #50 am: Januar 19, 2011, 11:56:51 »

Im Süden des Kontinents erzählt man sich düstere Legenden über ein wildes Volk, das im fernen Nordwesten Rakshazars lebt. Ein Volk von brutalen und gnadenlosen Mannweibern, die Blut trinken und ihre männlichen Gefangenen in wüsten Orgien langsam zu Tode foltern: Die Cromor! Zumindest berichten dies die Geschichtenerzähler der Sanskitaren in ihren beliebten Gruselgeschichten. Die Wahrheit sieht indes nicht ganz so düster aus. Die Cromor, die sich schon vor vielen Jahrtausenden in den nordwestlichen Firnwäldern ansiedelten, sind ein stolzes, hartnäckiges Broktharenvolk, mit einer übermäßigen Anzahl an tapferen und hühnenhaften Weibern. Man sagt ihnen nach, dass sie im Besitz dunkler und weltverändernder Geheimnisse sind, die von jenseits der Drachenberge stammen sollen. (Zuerst wird gesagt, was man sich so über die Cromor erzählt, dann wird gesagt wie es in Wirklichkeit aussieht...hier im letzten Satz werden dann plötzlich wieder Spekulationen genannt - "Man sagt ihnen nach...". Dieser letzte Satz sollte besser an den Anfang zu den anderen Spekulationen...oder wahlweise auch ganz raus damit... Undecided)

Lebensraum
Die Brokthar vom Volk der Cromor leben schon seit vielen Jahrtausenden in den Firnwäldern des hohen Nordwesten, südlich des großen Eisschildes. Ihr Siedlungsgebiet erstrecken sich von den letzten Ausläufern des Götterwalls bis zu den mächtigen Gletschern des eisigen Nordens. Überall in der schützenden Dunkelheit des uralten Firnwaldes findet man ihre kleinen, befestigten Dörfer. Richtige Städte oder gar größere Siedlungen mit mehr als zweihundert Bewohnern sucht man hingegen vergebens.

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass die Chance einer Cromor-Frau ein Mädchen zu gebären, etwa fünfmal höher liegt als die einen Jungen zu bekommen. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen musste das Volk der Eisbarbaren sich damit arrangieren.
Während zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten, werden die Mädchen schon bald danach von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Stammeskriegerinnen erzogen. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf. Männern hingegen ist die Ausübung des Kriegshandwerks verboten. Es wäre schlichtweg zu gefährlich zu Riskieren einen der seltenen Männer im Kampf zu verlieren. Vielmehr obliegt es ihnen, handwerkliche Tätigkeiten auszuüben und das Dorf zu verwalten. Auch die Kindeserziehung fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht der Bhrenara, der „Rat der Stammväter“. Dessen Mitglieder werden - von allen Stammesmitgliedern gemeinsam - aus jenen männlichen Cromor ausgewählt, denen man aufgrund ihres Aussehens, ihrer Statur und ihrer Abstammung höchste sexuelle Potenz nachsagt. Wichtigste Aufgabe der Mitglieder des Bhrenara ist die sorgfältige Planung von geschlechtlichen Verbindungen; mit dem Ziel, dass diesen möglichst vielzähiger, starker und gesunder Nachwuchs entspringen möge. Zu diesem Zweck sprechen zu Beginn der Herbstzeit - beim Sianym-Fest - alle Frauen des Stammes dem Bhrenara vor und künden von den Heldentaten, die sie im Laufe des Jahres vollbracht haben. Sie hoffen so den Rat von ihrer Eignung zu überzeugen. Danach erwählen sich die Mitglieder des Rates die in ihren Augen kräftigsten und gesündesten - aber auch vor den Augen Rontjas würdigsten - der Anwärterinnen zu ihren Partnerinnen. Es ist normal, dass ein Bhrenara mehrere Frauen gleichzeitig erwählt. Auf die Wahl, folgt ein fünftägiges, ausschweifendes Fest. Bei diesem wird Rontja für das vergangene Jahr gedankt und ihr Schutz für den kommenden Winter erbeten. Zum Ende der Feierlichkeiten kommt es schließlich zur sexuellen Vereinigung der Bhrenaras mit ihren Auserwählten. Abseits des Sianym sind sexuelle Vereinigungen unter den Cromor nicht erwünscht und können - abhängig von der Entscheidung des Bhrenara - mitunter sogar mit Strafen, bis hin zur Verbannung - was allerdings eher selten vorkommt - geahndet werden. Diese Tatsache hält viele junge Cromor aber trotzdem nicht davon ab, sich ausgiebig zu vergnügen. Gerade in den Frühlingsmonaten, in denen das Blut der Cromor-Frauen heiß in ihren Adern brodelt, kommt es manchmal vor, dass unter den jungen Kriegerinnen regelrechte Duelle um die jungen Männer des Dorfes oder junge, männliche Durchreisende ausgetragen werden. Oftmals werden die "Preise" völlig davon überrascht, dass sie der Gewinnerin eines solchen Wettstreits zumindest für eine Nacht "zu Diensten" sein müssen. Eventuelle Kinder dieser Taten werden unabhängig vom weiteren Schicksal der Eltern - über welches der Rat von Fall zu Fall entscheidet, und das von Rufschmälerung bis zu dauerhafter Verbannung reichen kann - vom Stamm aufgenommen und fortan, unter der Vormundschaft eines bereitwilligen Bhrenaras, gleichberechtigt (Gleichberechtigt mit wem? Das sagt auch immer noch nicht aus, ob die Kinder gut oder schlecht behandelt werden. Gleichberechtigt kann auch heißen, die Kinder werden unabhängig von ihrem Geschlecht gleich behandelt...sie werden nämlich alle gleich schnell im nächsten Moor versenkt... Teufel) behandelt.
(Ich bin immer noch nicht überzeugt....Verbindungen außerhalb des Sianym sind nicht erwünscht und können bestarft werden....das kommt aber nur ganz selten vor und außerdem schert sich eh keiner drum... Tongue Warum also überhaupt erwähnen, dass es nicht erwünscht ist und bestraft werden kann, wenn das anscheinend eh keine Rolle spielt?  Roll Eyes Huh?)

Die Männer des Bhrenara treffen sich regelmäßig im sogenannten „Männerhaus“. Dies ist eine Holzhütte, welche nur nackt betreten werden darf und die entweder auf warmen Quellen errichtet wurde, oder von außen durch ein Holzfeuer beheizt wird. Man sagt, dass das Schwitzen den Geist der Cromor öffnet und ihren Körper stärkt. Nur hier diskutieren die Männer unter Abwesenheit der Frauen die wichtigen Angelegenheiten des Stammes.
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig, aber dafür umso intensiveren Ackerbau. Sie beschränken sich auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt. Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Firnwarge oder zahme Säbelkatzen findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.

Weltsicht und Glaube
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja als Schutzherrin ihres Volkes. Für die Eisbarbaren ist Rontja jedoch nicht nur die Hüterin, sondern im wahrsten Sinne des Wortes die Muttergöttin ihrer Rasse (Achtung! Das ist nicht exklusiv bei den Cromor so...auch die Ronthar glauben, dass Rontja die Muttergöttin ihres Volkes ist und kennen die Legende um Rontja und Grothros... ::)Einzig die Tatsache, dass Rontja Grorthos erschlagen haben soll ist nur bei den Cromor so verbreitet... Undecided), die der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl, nur um kurz darauf selbst auf der Spitze des stets schneebedeckten Qorom-Bergs ihren tödlichen Wunden zu erliegen. Von dort aus wacht ihr Geist seitdem in Form ihrer heiligen Tiere – den gewaltigen Qorom-Adlern – über die Wälder von Cromwyn und ihre geliebten Kinder vom Volk der Cromor. In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen den Eisbarbaren und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Cromor keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, ihre nördlichen Verwandten als übelste Ketzer zu verurteilen.
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen - entweder als einfache Seele oder als heilige "Valakyr" - während schlechte auf ewig allein über die endlosen Eisebenen des hohen Nordens irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer gegen die Angriffe körperloser Dämonen verteidigen. Sofern sie sich zu Lebzeiten vor Rontja bewährt haben, bringen die Brokthar der Firnwälder die Leichname ihrer Anverwandten in die tiefen Eiskavernen des Bergs Qorom. Dort werden die Verstorbenen mit verschiedenen Ölen eingerieben und in feinste Tücher eingewickelt, um hier auf die Aufnahme in Rontjas Hallen zu warten. (Wer bestimmt, ob sich der Tote bewährt hat? Steht dieses Urteil nicht nur Rontja selber zu? Was passiert mit den Leichen derjenigen, die sich nicht bewehren konnten? Wo werden sie begraben?  Huh?) Die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu Körperlosen werden können.
Religiöse Führerin der Cromor ist Freygar, die blutjunge Hohepriesterin der Rontja. Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge, aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist aber die Kommunikation mit den Seelen der Verstorbenen, die im Qorom aufgebahrt werden. Denn nur einer Hohepriesterin ist es möglich und erlaubt die Tore zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich zu öffnen und die Ahnen um Beistand und Rat zu bitten. Seit die heilige Valara (Wer ist sie? Der Leser kann an dieser Stelel nichts über sie wissen. Wo sind die Infos, dass die Theaterritter hier ankamen? Das steht zwar weiter unten, aber es sollte eigentlich hier stehen, sonst fragt sich der Leser : "Wer zur Hölle ist diese heilige Vala, und warum ist sie heilig?"  Außerdem versteht der Leser sonst die unter Tracht und Bewaffnung erwähnten Theaterritter nicht...Roll Eyes)vor vielen Generationen von Rontja persönlich zur ersten Hohepriesterin erwählt wurde, wurde ihr Amt immer an die jeweils begabteste Wächterin des heiligen Bergs weitergegeben. Der Bund der Wächterinen von Quorom weist gewisse Ähnlichkeit zu Tempelgardisten auf. Ihnen obliegt die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin gegen alle Feinde zu verteidigen. Zudem unterstützen sie die Hohepriesterin bei ihren komplizierten Riten. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor reiten sie außerdem auf den heiligen Qorom-Adlern aus, um die einfachen Stammeskriegerinnen nach Kräften zu unterstützen.

Magie
Eine eigene magische Tradition besitzen die Cromor nicht. Die wenigen Nordlandbrokthar, die mit einer magischen Begabung geboren werden, betrachtet man in der Regel nicht als Zauberer, sondern vielmehr als von Rontja gesegnet und sieht sie - sofern sie weiblichen Geschlechts sind - für die Aufgabe einer Qorom-Wächterin vor. Jungen Cromor-Männern mit einer solchen Begabung fällt keine gesonderte Aufgabe zu, und so verkümmern ihre Fähigkeiten im Laufe der Jahre fast gänzlich. Je nachdem, wie sich die Begabung äußert, kann es in seltenen Fällen aber auch einmal passieren, dass das "von bösen Geistern besessene Kind" ausgesetzt wird. Cromor verabscheuen Magie zwar nicht prinzipiell, begegnen fremden Magieanwendern aber stets vorsichtig und wachsam. Magier haben es deshalb schwerer als alle Anderen, sich das Vertrauen der Eisbarbaren zu erarbeiten. Trollschamanen hingegen ist ein schneller Tod sicher.

Tracht und Bewaffnung
Schwerter sind bei den Cromor sehr selten, und als Jägerinnen verwenden sie lieber Speere oder schwere Jagdbögen. Mit diesen Waffen können sie enorm gut umgehen – was auch bitter notwendig ist, da die Eisbarbaren stets von Riesen und Trollen aus den nahen Bergen bedroht werden, Stämme der Nedermannen immer wieder in ihren Jagdgründen wildern und große Raubtiere durch die Wälder von Cromor streifen. Ob ein Brokthar aus südlicheren Gefilden oder aus dem hohen Norden stammt, kann man relativ leicht an seinem Äußeren feststellen. Die Cromor bevorzugen zwar, wie alle Brokthar, spärliche Kleidung aus Leder, verwenden aber aufgrund des wesentlich kälteren Klimas auch viel Pelz, etwa für die Fertigung von Umhängen oder gefütterten Stiefeln. Besonders die älteren, männlichen Cromor verzieren ihre verhornten Hautpartien gerne mit kunstvoll verschnörkelten Brandmalen, was ihnen neben dem meist lang und offen getragenem Haar bei dem rote und blonde Farbtöne vorherrschen, und das allenfalls mit Stirnbändern oder metallenen Stirnreifen gebändigt wird, ein wildes, kriegerisches Aussehen verleiht. Männliche Eisbarbaren in reiferem Alter lassen sich, anders als alte Süd-Brokthar, lange Bärte stehen. Ein langer, gepflegter Bart wird von weiblichen Cromor als männliches Schönheitsideal und Zeichen der Vaterwürde angesehen. Auch wird bei ihnen das Barthaar schon früh gepflegt und massiert, um sein Wachstum zu stimulieren. Rüstungen tragen die Cromor nur in den seltensten Fällen, denn die Techniken des Plättnerns sind nach dem Versterben der letzten Bornwyn-Ritter (das wird hier zum ersten mal erwähnt...sollte etwas erläutert werden... der Leser wird sich sonst mit Recht fragen: "What the fuck are Bornwyn-Ritter?" Roll Eyes), die aus den Landen westlich der Drachenberge kamen und lange Zeit gemeinsam mit den Cromor lebten, schnell in Vergessenheit geraten. Das rare, als Geschenk der Göttin angesehene Metall verwenden sie lieber für die Herstellung von Waffen. Tief im Inneren des Qorom werden sieben geheiligte Stahlwaffen aufbewahrt, die noch aus den Händen der letzten Theaterritter (Es sind Theaterritter und keine Tempelritter....außerdem sollte das hier genauer erklärt werden, da es hier zum ersten Mal auftaucht...auch wird keine Verbindung zum vorher erwähnten Wort Bornwyn-Ritter geknüpft...so fragt sich der Leser: "Hä? Erst diese komischen Bornwyn-Ritter und jetzt tauchen auch noch die aventurischen Theaterritter hier auf...was soll das?"  Roll Eyes)stammen und von der Hohepriesterin nur in äußersten Notfällen an erfahrene Kämpferinnen herausgegeben werden. Man sagt, dass jede dieser Waffen unzählige Schlachten miterlebt hat und einen eigenen Willen besitzt, der ihre Trägerin im Kampf unterstützt.

Handwerkskunst
Die Brokthar der Firnwälder verwenden vor allem Bronze für die Herstellung ihrer Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände und stellen somit eine klassische bronzezeitliche Kultur dar. Durch die Überlieferungen der Ritter aus dem Westen (Siehe oben...die Theaterritter müssen erst noch eingeführt werden...sonst bringt das nix... Undecided) lernten sie allerdings auch einige hochentwickelte Eisenverarbeitungstechniken kennen, die sie in der Vergangenheit aus Mangel an entsprechenden Rohstoffen allerdings fast ausschließlich für die Anfertigung "heiliger" Waffen und Rüstungen einsetzten. Ihre Verarbeitungstechnik reicht zwar nicht an die Schmiedekunst der Amhasim heran, in den Händen der Wächterinnen von Qorom, die nahezu ausschließlich mit solchen Waffen ausgestattet werden, stellen sie aber die aber dennoch fürchterliche Werkzeuge dar.
Als erfahrene Jäger nutzen sie nahezu jeden Bestandteil ihrer Beute, und so besteht ein Großteil ihrer Kleidung und Rüstungen aus Fell und Leder, verziert mit den Knochen und Zähnen mächtiger Raubtiere.
Alle Cromor, und vor allem die Männer, lieben es ihre Haare zu flechten und sie - mehr noch als ihre Kleidung - mit verschiedensten Dingen zu verschönern. Am Körper getragener Schmuck oder gar Hautbilder sieht man dagegen nur sehr selten.

Sitten und Gebräuche
Weibliche Cromor ziehen an ihrem 16. Geburtstag aus, um ihre Mündigkeit zu erringen. Voraussetzung hierfür ist das erfolgreiche Bestehen einer Reifeprüfung. Jede junge Eisbarbarin muss sich zu diesem Zweck auf eine persönliche Queste begeben, mit dem Ziel ihre Lebensaufgabe, ihr Innerstes, zu erkennen. Die Starken und Tapferen kehren geläutert in die Gemeinschaft zurück, um ihren Platz in ihr einzunehmen. Die Allerwürdigsten vollbringen gar wahre Wundertaten im Namen ihrer Göttin, sterben einen Heldentod und werden dafür von Rontja als "Valakyr" an die lange Tafel der Kriegerinnen geholt. Dort verweilen diese „streitbaren Geister“, bis sie am Ende aller Tage wieder von ihrem Volk gebraucht werden, und als gleißende Heerschar ihrer Göttin in die Schlacht folgen. Von jungen Männern wird keine besondere Prüfung erwartet, doch drängt es viele von ihnen dennoch dazu, sich zu beweisen. So versuchen viele Einsicht und Inspiration in den Eiskavernen des Qorom zu erhalten. Von Wächterinnen beschützt meditieren die jungen Männer dort mehrere Wochen lang und versuchen ihren Geist mit Hilfe von leisen Gesängen für die Einflüsterungen der Verstorbenen zu öffnen. (Die Hohepriesterin ist die einzige Person, die selber Kontakt aufnehmen darf und aktiv mit ihnen spricht...die Jünglinge "dürfen" nur passiv Informationen erhalten...natürlich auch negative  Grin) (Dann solltest du das auch in den Text schreiben... Wink) Nur die Wenigsten verlassen die Höhlen wirklich mit neuen Erkenntnissen der Vergangenheit, doch die, denen es dennoch gelingt, werden von ihrem Volk wie Helden gefeiert. (Ein paar Beispiele für mögliche Erkenntnisse wären schön... Undecided Adalris Beispiel zählt nicht, denn schließlich hat seine Berühmtheit ja nix mit Erkentnissen zu tun, die er beim Meditieren im Berg erlangte... Roll Eyes)
Wahrhafte Berühmtheit noch weit über seinen eigenen Stamm hinweg erlangte zum Beispiel Adalri, Sohn der Rhyam. Man sagt, dass er der schönste Cromor sei, der jemals durch die Firnwälder wanderte, und dass seine klare, markante Stimme selbst Berge zum Einsturz bringen könne. Fakt ist, dass Adalri mit seinen über 60 Sommern bereits auf einige Bhrenara-Treffen zurückblicken kann und viele Cromor des westlichen Cromwyn-Walds aus seinen Lenden entsprungen sind.
Während die weiblichen Cromor die Jagd traditionell als Einzelgängerinnen bestreiten, gruppieren sie sich in Zeiten des Krieges zu lockeren Kampfverbänden, die ihre Gegnern mit äußerst brutalen Attacken aus dem Hinterhalt überraschen. Im Konflikt mit ehrenhafteren Gegnern wie Orks oder anderen Brokthar einigt man sich zuweilen auch darauf, den Streit durch einen Zweikampf zwischen den Anführern aus der Welt zu schaffen. Während ihrer Freizeit widmen sich jüngere Eisbarbarinnen neben der Vervollkommnung ihrer Kampf- und Jagdfertigkeiten gerne dem Müßiggang: Essen, Trinken oder Schlafen.

Darstellung
Menschen gegenüber sind die Cromor zwar vorsichtig, aber auch neugierig und keinesfalls etwa die mordgierigen Bestien, zu denen die Legenden der Sanskitaren sie gerne machen. Da die Eisbarbaren wie alle Broktharen einen ausgeprägten Sexualtrieb haben, kann es einem männlichen Menschen gar passieren, dass eine Jägerin ganz besonderes Interesse an ihm zeigt (womit wohl auch die Legende über das wollüstige Foltern erklärt wäre – Cromor gehen beim Liebesakt nämlich recht rabiat vor). Haben einen die Nordlandbrokthar jedoch erst einmal als Freund akzeptiert, kann man davon ausgehen, warmherzige und verlässliche Verbündete gewonnen zu haben. Macht man sich hingegen eine Eisbarbarin zur Feindin, so wird sie einen hasserfüllt bis ans Ende der Welt verfolgen. Ganz ähnlich wie ihre südlichen Verwandten sind Cromor äußerst emotional und geben ihren Gefühlen stets brachial Ausdruck. Mädchenhafte Verhaltensweisen sucht man selbst bei den sanftesten Nordlandbrokthar vergebens. Meistens legen sie ein recht burschikoses Benehmen an den Tag – zumindest in den Augen anderer Völker. Würde man eine Eisbarbarin etwa mit dem ausgeklügelten Verhaltenscodex sanskitarischer Adeliger konfrontieren, würde man vermutlich lediglich verständnislose Blicke, wenn nicht gar schallendes Gelächter ernten.

Typische Namen
Viele Namen der Cromor sind durch die Sprache der Bronwyn-Ritter unter der heiligen Valara inspiriert und wurden nach Jahrhunderten in die Sprache der Brokthar integriert. Als Nachname wird stets der Name der Mutter mit einem „Sohn / Tochter der....“ angehängt.

    * Männlich: Arawn, Arwys, Bedwyr, Braith, Cadfan, Carwyn, Drystan, Forwen, Glynn, Goronwy, Lyall, Mostyn, Randan, Tyrell, Valri
    * Weiblich: Alis, Aerona, Betrys, Bryn, Dylis, Emlin, Enid, Frynga, Gwendolyn, Mairwen, Nia, Ronwen, Siana, Thelma, Ysold
 
 
Was denken sie über
    * Yetis: "Weise Freunde und geduldige Lehrmeister. Nur leider sind sie oft schwer zu verstehen."
    * Nedermannen: "Verfressen, ungeschickt und unglaublich dämlich. Das die immer noch nicht kapieren, dass sie in unseren Jagdgründen nichts zu suchen haben."
    * Menschen allgemein: "Trotz ihrer geringen Körpergröße sind einige von ihnen erstaunlich mutig. Und einige der Jüngeren sind wirklich hübsch anzusehen."
    * Slachkaren: „Sie verhalten sich meistens recht friedlich, können aber auch hinterhältig wie ein Schneewiesel sein. Brauchst du dringend einen Tipp für eine möglichst gemeine Kriegslist, dann frag am besten einen Slachkaren!“
    * Aventurier: "Jenseits der Berge weit im Westen liegt das Land Bornwyn. Dort herrschen ruchlose Sonnenanbeter, die im Krieg liegen mit den redlichen Bewohnern Bornwyns, die wie wir an Rontja glauben."
    * Trolle: "Verräter an Rontja. Tötet jeden von ihnen, der es wagt unseren Wald zu betreten!"
    * Orks: "Wenn sie dort bleiben, wo sie hingehören - nämlich weit weg in ihrer staubigen Steppe - dann kann ich hervorragend mit ihnen leben!"
    * Ronthar: "Eigentlich ganz umgängliche Leute. Nur diese Kuttenträger liegen uns ständig damit in den Ohren, dass wir "Ketzerinnen" seien."
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Marhynianische Monstrosität


« Antworten #51 am: Januar 19, 2011, 13:18:10 »

Im Süden des Kontinents erzählt man sich düstere Legenden über ein wildes Volk, das im fernen Nordwesten Rakshazars lebt. Ein Volk von brutalen und gnadenlosen Mannweibern, die Blut trinken und ihre männlichen Gefangenen in wüsten Orgien langsam zu Tode foltern: Die Cromor, denen man nachsagt, dass sie im Besitz dunkler und weltverändernder Geheimnisse seien, die von jenseits der Drachenberge stammen sollen. Zumindest berichten dies die Geschichtenerzähler der Sanskitaren in ihren beliebten Gruselgeschichten. Die Wahrheit sieht indes nicht ganz so düster aus. Die Cromor, die sich schon vor vielen Jahrtausenden in den nordwestlichen Firnwäldern ansiedelten, sind ein stolzes, hartnäckiges Broktharenvolk, mit einer übermäßigen Anzahl an tapferen und hühnenhaften Weibern.

Lebensraum
Die Brokthar vom Volk der Cromor leben schon seit vielen Jahrtausenden in den Firnwäldern des hohen Nordwesten, südlich des großen Eisschildes. Ihr Siedlungsgebiet erstrecken sich von den letzten Ausläufern des Götterwalls bis zu den mächtigen Gletschern des eisigen Nordens. Überall in der schützenden Dunkelheit des uralten Firnwaldes findet man ihre kleinen, befestigten Dörfer. Richtige Städte oder gar größere Siedlungen mit mehr als zweihundert Bewohnern sucht man hingegen vergebens.

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass die Chance einer Cromor-Frau ein Mädchen zu gebären, etwa fünfmal höher liegt als die einen Jungen zu bekommen. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen musste das Volk der Eisbarbaren sich damit arrangieren.
Während zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten, werden die Mädchen schon bald danach von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Stammeskriegerinnen erzogen. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf. Männern hingegen ist die Ausübung des Kriegshandwerks verboten. Es wäre schlichtweg zu gefährlich zu Riskieren einen der seltenen Männer im Kampf zu verlieren. Vielmehr obliegt es ihnen, handwerkliche Tätigkeiten auszuüben und das Dorf zu verwalten. Auch die Kindeserziehung fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht der Bhrenara, der „Rat der Stammväter“. Dessen Mitglieder werden - von allen Stammesmitgliedern gemeinsam - aus jenen männlichen Cromor ausgewählt, denen man aufgrund ihres Aussehens, ihrer Statur und ihrer Abstammung höchste sexuelle Potenz nachsagt. Wichtigste Aufgabe der Mitglieder des Bhrenara ist die sorgfältige Planung von geschlechtlichen Verbindungen; mit dem Ziel, dass diesen möglichst vielzähiger, starker und gesunder Nachwuchs entspringen möge. Zu diesem Zweck sprechen zu Beginn der Herbstzeit - beim Sianym-Fest - alle Frauen des Stammes dem Bhrenara vor und künden von den Heldentaten, die sie im Laufe des Jahres vollbracht haben. Sie hoffen so den Rat von ihrer Eignung zu überzeugen. Danach erwählen sich die Mitglieder des Rates die in ihren Augen kräftigsten und gesündesten - aber auch vor den Augen Rontjas würdigsten - der Anwärterinnen zu ihren Partnerinnen. Es ist normal, dass ein Bhrenara mehrere Frauen gleichzeitig erwählt. Auf die Wahl, folgt ein fünftägiges, ausschweifendes Fest. Bei diesem wird Rontja für das vergangene Jahr gedankt und ihr Schutz für den kommenden Winter erbeten. Zum Ende der Feierlichkeiten kommt es schließlich zur sexuellen Vereinigung der Bhrenaras mit ihren Auserwählten. Abseits des Sianym sind sexuelle Vereinigungen unter den Cromor nicht erwünscht und können - abhängig von der Entscheidung des Bhrenara - mitunter sogar mit Strafen, bis hin zur Verbannung - was allerdings eher selten vorkommt - geahndet werden. Diese Tatsache hält viele junge Cromor aber trotzdem nicht davon ab, sich ausgiebig zu vergnügen. Gerade in den Frühlingsmonaten, in denen das Blut der Cromor-Frauen heiß in ihren Adern brodelt, kommt es manchmal vor, dass unter den jungen Kriegerinnen regelrechte Duelle um die jungen Männer des Dorfes oder junge, männliche Durchreisende ausgetragen werden. Oftmals werden die "Preise" völlig davon überrascht, dass sie der Gewinnerin eines solchen Wettstreits zumindest für eine Nacht "zu Diensten" sein müssen. Eventuelle Kinder dieser Taten werden unabhängig vom weiteren Schicksal der Eltern - über welches der Rat von Fall zu Fall entscheidet, und das von Rufschmälerung bis zu dauerhafter Verbannung reichen kann - vom Stamm aufgenommen und fortan, unter der Vormundschaft eines bereitwilligen Bhrenaras, gleichberechtigt gut behandelt. (wenn sie in den Stamm aufgenommen werden, fällt wohl jede Misshandlung flach Tongue)
(Sexualität ausserhalb des Sianym ist nicht erlaubt. Aber der Grund für eine Verfehlung dieser Regel kann ja vielfältig sein...und unterschiedlich "wichtig". Wenn ein starker, gut aussehender Kriegerheld im Firnwald auftaucht, der das für Liebeszwekce missbraucht wird, dann ist das weniger schlimm, als wenn sie eine brünstige Cromorfrau ann einem hässlichen Nedermann vergeht, nur weil sie es grad "braucht"...es wird geahndet, Fallabhängig (Abenteueraufhänger)...nur die Kinder werden in diese Sache nicht mit einbezogen)
Die Männer des Bhrenara treffen sich regelmäßig im sogenannten „Männerhaus“. Dies ist eine Holzhütte, welche nur nackt betreten werden darf und die entweder auf warmen Quellen errichtet wurde, oder von außen durch ein Holzfeuer beheizt wird. Man sagt, dass das Schwitzen den Geist der Cromor öffnet und ihren Körper stärkt. Nur hier diskutieren die Männer unter Abwesenheit der Frauen die wichtigen Angelegenheiten des Stammes.
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig, aber dafür umso intensiveren Ackerbau. Sie beschränken sich auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt. Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Firnwarge oder zahme Säbelkatzen findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.

Weltsicht und Glaube
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja als Schutzherrin ihres Volkes. Für die Eisbarbaren ist Rontja jedoch nicht nur die Hüterin, sondern ihre einzige und im wahrsten Sinne des Wortes die Muttergöttin ihrer Rasse, die der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl, nur um kurz darauf selbst auf der Spitze des stets schneebedeckten Qorom-Bergs ihren tödlichen Wunden zu erliegen. Von dort aus wacht ihr Geist seitdem in Form ihrer heiligen Tiere – den gewaltigen Qorom-Adlern – über die Wälder von Cromwyn und ihre geliebten Kinder vom Volk der Cromor. In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen den Eisbarbaren und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Cromor keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, ihre nördlichen Verwandten als übelste Ketzer zu verurteilen.
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen - entweder als einfache Seele oder als heilige "Valakyr" - während schlechte auf ewig allein über die endlosen Eisebenen des hohen Nordens irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer gegen die Angriffe körperloser Dämonen verteidigen. Sofern sie sich zu Lebzeiten vor Rontja und ihrer Hohepriesterin bewährt haben, bringen die Brokthar der Firnwälder die Leichname ihrer Anverwandten in die tiefen Eiskavernen des Bergs Qorom. Dort werden die Verstorbenen mit verschiedenen Ölen eingerieben und in feinste Tücher eingewickelt, um hier auf die Aufnahme in Rontjas Hallen zu warten. Unwürdige hingegen werden schlichtweg an für Tieren schwer zugänglichen Orten tief in der Erde vergraben. Die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu Körperlosen werden können.
Religiöse Führerin der Cromor ist Freygar, die blutjunge Hohepriesterin der Rontja. Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge, aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist aber die aktive Kommunikation mit den Seelen der Verstorbenen, die im Qorom aufgebahrt werden. Denn nur einer Hohepriesterin ist es möglich und erlaubt selbst die Tore zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich zu öffnen und die Ahnen um Beistand und Rat zu bitten.
Vor vielen Generationen kamen Flüchtlinge aus dem fernen Landen westlich der Drachenberge in das Gebiet der Cromor. Angeführt wurden sie von einer mächtigen Kämpferin, die nach einer Vielzahl von Prüfungen als "Heilige Valara" von Rontja persönlich zur ersten Hohepriesterin erwählt wurde und den Grundstein für die Vereinigung der Cromor mit den von ihnen "Bornwyna"  genannten Westlingen legte.
Über alle Generationen hinweg wurde ihr Amt immer an die jeweils begabteste Wächterin des heiligen Bergs weitergegeben.
Der Bund der Wächterinen von Quorom weist gewisse Ähnlichkeit zu Tempelgardisten auf. Ihnen obliegt die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin gegen alle Feinde zu verteidigen. Zudem unterstützen sie die Hohepriesterin bei ihren komplizierten Riten. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor reiten sie außerdem auf den heiligen Qorom-Adlern aus, um die einfachen Stammeskriegerinnen nach Kräften zu unterstützen.

Magie
Eine eigene magische Tradition besitzen die Cromor nicht. Die wenigen Nordlandbrokthar, die mit einer magischen Begabung geboren werden, betrachtet man in der Regel nicht als Zauberer, sondern vielmehr als von Rontja gesegnet und sieht sie - sofern sie weiblichen Geschlechts sind - für die Aufgabe einer Qorom-Wächterin vor. Jungen Cromor-Männern mit einer solchen Begabung fällt keine gesonderte Aufgabe zu, und so verkümmern ihre Fähigkeiten im Laufe der Jahre fast gänzlich. Je nachdem, wie sich die Begabung äußert, kann es in seltenen Fällen aber auch einmal passieren, dass das "von bösen Geistern besessene Kind" ausgesetzt wird. Cromor verabscheuen Magie zwar nicht prinzipiell, begegnen fremden Magieanwendern aber stets vorsichtig und wachsam. Magier haben es deshalb schwerer als alle Anderen, sich das Vertrauen der Eisbarbaren zu erarbeiten. Trollschamanen hingegen ist ein schneller Tod sicher.

Tracht und Bewaffnung
Schwerter sind bei den Cromor sehr selten, und als Jägerinnen verwenden sie lieber Speere oder schwere Jagdbögen. Mit diesen Waffen können sie enorm gut umgehen – was auch bitter notwendig ist, da die Eisbarbaren stets von Riesen und Trollen aus den nahen Bergen bedroht werden, Stämme der Nedermannen immer wieder in ihren Jagdgründen wildern und große Raubtiere durch die Wälder von Cromor streifen. Ob ein Brokthar aus südlicheren Gefilden oder aus dem hohen Norden stammt, kann man relativ leicht an seinem Äußeren feststellen. Die Cromor bevorzugen zwar, wie alle Brokthar, spärliche Kleidung aus Leder, verwenden aber aufgrund des wesentlich kälteren Klimas auch viel Pelz, etwa für die Fertigung von Umhängen oder gefütterten Stiefeln. Besonders die älteren, männlichen Cromor verzieren ihre verhornten Hautpartien gerne mit kunstvoll verschnörkelten Brandmalen, was ihnen neben dem meist lang und offen getragenem Haar bei dem rote und blonde Farbtöne vorherrschen, und das allenfalls mit Stirnbändern oder metallenen Stirnreifen gebändigt wird, ein wildes, kriegerisches Aussehen verleiht.
Männliche Eisbarbaren in reiferem Alter lassen sich, anders als alte Süd-Brokthar, lange Bärte stehen. Ein langer, gepflegter Bart wird von weiblichen Cromor als männliches Schönheitsideal und Zeichen der Vaterwürde angesehen. Auch wird bei ihnen das Barthaar schon früh gepflegt und massiert, um sein Wachstum zu stimulieren. Rüstungen tragen die Cromor nur in den seltensten Fällen, denn die Techniken des Plättnerns sind nach dem Versterben der letzten Bornwyna schnell in Vergessenheit geraten. Das rare, als Geschenk der Göttin angesehene Metall verwenden sie lieber für die Herstellung von Waffen. Tief im Inneren des Qorom werden sieben geheiligte Stahlwaffen aufbewahrt, die noch aus den Händen der letzten und stattlichsten Bornwyna stammen und nur in äußersten Notfällen von der Hohepriesterin an erfahrene Kämpferinnen herausgegeben werden. Man sagt, dass jede dieser Waffen unzählige Schlachten miterlebt ha und einen eigenen Willen besitzt, der ihre Trägerin im Kampf unterstützt.

Handwerkskunst
Die Brokthar der Firnwälder verwenden vor allem Bronze für die Herstellung ihrer Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände und stellen somit eine klassische bronzezeitliche Kultur dar. Durch die Überlieferungen der Westländer lernten sie allerdings auch einige hochentwickelte Eisenverarbeitungstechniken kennen, die sie in der Vergangenheit aus Mangel an entsprechenden Rohstoffen allerdings fast ausschließlich für die Anfertigung besonderer Waffen und Rüstungen einsetzten. Ihre Verarbeitungstechnik reicht zwar nicht an die Schmiedekunst der Amhasim heran, in den Händen der Wächterinnen von Qorom, die nahezu ausschließlich mit solchen Waffen ausgestattet werden, stellen sie aber die aber dennoch fürchterliche Werkzeuge dar.
Als erfahrene Jäger nutzen sie nahezu jeden Bestandteil ihrer Beute, und so besteht ein Großteil ihrer Kleidung und Rüstungen aus Fell und Leder, verziert mit den Knochen und Zähnen mächtiger Raubtiere.
Alle Cromor, und vor allem die Männer, lieben es ihre Haare zu flechten und sie - mehr noch als ihre Kleidung - mit verschiedensten Dingen zu verschönern. Am Körper getragener Schmuck oder gar Hautbilder sieht man dagegen nur sehr selten.

Sitten und Gebräuche
Weibliche Cromor ziehen an ihrem 16. Geburtstag aus, um ihre Mündigkeit zu erringen. Voraussetzung hierfür ist das erfolgreiche Bestehen einer Reifeprüfung. Jede junge Eisbarbarin muss sich zu diesem Zweck auf eine persönliche Queste begeben, mit dem Ziel ihre Lebensaufgabe, ihr Innerstes, zu erkennen. Die Starken und Tapferen kehren geläutert in die Gemeinschaft zurück, um ihren Platz in ihr einzunehmen. Die Allerwürdigsten vollbringen gar wahre Wundertaten im Namen ihrer Göttin, sterben einen Heldentod und werden dafür von Rontja als "Valakyr" an die lange Tafel der Kriegerinnen geholt. Dort verweilen diese „streitbaren Geister“, bis sie am Ende aller Tage wieder von ihrem Volk gebraucht werden, und als gleißende Heerschar ihrer Göttin in die Schlacht folgen. Von jungen Männern wird keine besondere Prüfung erwartet, doch drängt es viele von ihnen dennoch dazu, sich zu beweisen. So versuchen viele Einsicht und Inspiration in den Eiskavernen des Qorom zu erhalten. Von Wächterinnen beschützt meditieren die jungen Männer dort mehrere Wochen lang und versuchen ihren Geist mit Hilfe von leisen Gesängen für die Einflüsterungen der Verstorbenen zu öffnen. Nur die Wenigsten werden von den Ahnengeistern für Höheres erwählt und verlassen die Höhlen mit neuen Erkenntnissen oder Fähigkeiten, doch die, denen es dennoch gelingt, werden von ihrem Volk wie Helden gefeiert.
Wahrhafte Berühmtheit noch weit über seinen eigenen Stamm hinweg erlangte zum Beispiel Adalri, Sohn der Rhyam. Man sagt, dass er der schönste Cromor sei, der jemals durch die Firnwälder wanderte, seine klare, markante Stimme selbst Berge zum Einsturz bringen und in den Augen seines Gegenübers dessen innerste Wünsche erkennen könne. Fakt ist, dass Adalri mit seinen über 60 Sommern bereits auf einige Bhrenara-Treffen zurückblicken kann und viele Cromor des westlichen Cromwyn-Walds aus seinen Lenden entsprungen sind.
Während die weiblichen Cromor die Jagd traditionell als Einzelgängerinnen bestreiten, gruppieren sie sich in Zeiten des Krieges zu lockeren Kampfverbänden, die ihre Gegnern mit äußerst brutalen Attacken aus dem Hinterhalt überraschen. Im Konflikt mit ehrenhafteren Gegnern wie Orks oder anderen Brokthar einigt man sich zuweilen auch darauf, den Streit durch einen Zweikampf zwischen den Anführern aus der Welt zu schaffen. Während ihrer Freizeit widmen sich jüngere Eisbarbarinnen neben der Vervollkommnung ihrer Kampf- und Jagdfertigkeiten gerne dem Müßiggang: Essen, Trinken oder Schlafen.

Darstellung
Menschen gegenüber sind die Cromor zwar vorsichtig, aber auch neugierig und keinesfalls etwa die mordgierigen Bestien, zu denen die Legenden der Sanskitaren sie gerne machen. Da die Eisbarbaren wie alle Broktharen einen ausgeprägten Sexualtrieb haben, kann es einem männlichen Menschen gar passieren, dass eine Jägerin ganz besonderes Interesse an ihm zeigt (womit wohl auch die Legende über das wollüstige Foltern erklärt wäre – Cromor gehen beim Liebesakt nämlich recht rabiat vor). Haben einen die Nordlandbrokthar jedoch erst einmal als Freund akzeptiert, kann man davon ausgehen, warmherzige und verlässliche Verbündete gewonnen zu haben. Macht man sich hingegen eine Eisbarbarin zur Feindin, so wird sie einen hasserfüllt bis ans Ende der Welt verfolgen. Ganz ähnlich wie ihre südlichen Verwandten sind Cromor äußerst emotional und geben ihren Gefühlen stets brachial Ausdruck. Mädchenhafte Verhaltensweisen sucht man selbst bei den sanftesten Nordlandbrokthar vergebens. Meistens legen sie ein recht burschikoses Benehmen an den Tag – zumindest in den Augen anderer Völker. Würde man eine Eisbarbarin etwa mit dem ausgeklügelten Verhaltenscodex sanskitarischer Adeliger konfrontieren, würde man vermutlich lediglich verständnislose Blicke, wenn nicht gar schallendes Gelächter ernten.

Typische Namen
Viele Namen der Cromor sind durch die Sprache der Bronwyn-Ritter unter der heiligen Valara inspiriert und wurden nach Jahrhunderten in die Sprache der Brokthar integriert. Als Nachname wird stets der Name der Mutter mit einem „Sohn / Tochter der....“ angehängt.

    * Männlich: Arawn, Arwys, Bedwyr, Braith, Cadfan, Carwyn, Drystan, Forwen, Glynn, Goronwy, Lyall, Mostyn, Randan, Tyrell, Valri
    * Weiblich: Alis, Aerona, Betrys, Bryn, Dylis, Emlin, Enid, Frynga, Gwendolyn, Mairwen, Nia, Ronwen, Siana, Thelma, Ysold
 
 
Was denken sie über
    * Yetis: "Weise Freunde und geduldige Lehrmeister. Nur leider sind sie oft schwer zu verstehen."
    * Nedermannen: "Verfressen, ungeschickt und unglaublich dämlich. Das die immer noch nicht kapieren, dass sie in unseren Jagdgründen nichts zu suchen haben."
    * Menschen allgemein: "Trotz ihrer geringen Körpergröße sind einige von ihnen erstaunlich mutig. Und einige der Jüngeren sind wirklich hübsch anzusehen."
    * Slachkaren: „Sie verhalten sich meistens recht friedlich, können aber auch hinterhältig wie ein Schneewiesel sein. Brauchst du dringend einen Tipp für eine möglichst gemeine Kriegslist, dann frag am besten einen Slachkaren!“
    * Aventurier: "Jenseits der Berge weit im Westen liegt das Land Bornwyn. Dort herrschen ruchlose Sonnenanbeter, die im Krieg liegen mit den redlichen Bewohnern Bornwyns, die wie wir an Rontja glauben."
    * Trolle: "Verräter an Rontja. Tötet jeden von ihnen, der es wagt unseren Wald zu betreten!"
    * Orks: "Wenn sie dort bleiben, wo sie hingehören - nämlich weit weg in ihrer staubigen Steppe - dann kann ich hervorragend mit ihnen leben!"
    * Ronthar: "Eigentlich ganz umgängliche Leute. Nur diese Kuttenträger liegen uns ständig damit in den Ohren, dass wir "Ketzerinnen" seien."
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« Antworten #52 am: Januar 19, 2011, 14:23:59 »

Im Süden des Kontinents erzählt man sich düstere Legenden über ein wildes Volk, das im fernen Nordwesten Rakshazars lebt. Ein Volk von brutalen und gnadenlosen Mannweibern, die Blut trinken und ihre männlichen Gefangenen in wüsten Orgien langsam zu Tode foltern und denen man nachsagt, dass sie im Besitz dunkler und weltverändernder Geheimnisse seien, die von jenseits der Drachenberge stammen sollen: Die Cromor! Zumindest berichten dies die Geschichtenerzähler der Sanskitaren in ihren beliebten Gruselgeschichten. Die Wahrheit sieht indes nicht ganz so düster aus. Die Cromor, die sich schon vor vielen Jahrtausenden in den nordwestlichen Firnwäldern ansiedelten, sind ein stolzes, hartnäckiges Broktharenvolk, mit einer übermäßigen Anzahl an tapferen und hühnenhaften Weibern.

Lebensraum
Die Brokthar vom Volk der Cromor leben schon seit vielen Jahrtausenden in den Firnwäldern des hohen Nordwesten, südlich des großen Eisschildes. Ihr Siedlungsgebiet erstrecken sich von den letzten Ausläufern des Götterwalls bis zu den mächtigen Gletschern des eisigen Nordens. Überall in der schützenden Dunkelheit des uralten Firnwaldes findet man ihre kleinen, befestigten Dörfer. Richtige Städte oder gar größere Siedlungen mit mehr als zweihundert Bewohnern sucht man hingegen vergebens.

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass die Chance einer Cromor-Frau ein Mädchen zu gebären, etwa fünfmal höher liegt als die einen Jungen zu bekommen. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen musste das Volk der Eisbarbaren sich damit arrangieren.
Während zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten, werden die Mädchen schon bald danach von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Stammeskriegerinnen erzogen. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf. Männern hingegen ist die Ausübung des Kriegshandwerks verboten. Es wäre schlichtweg zu gefährlich zu Riskieren einen der seltenen Männer im Kampf zu verlieren. Vielmehr obliegt es ihnen, handwerkliche Tätigkeiten auszuüben und das Dorf zu verwalten. Auch die Kindeserziehung fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht der Bhrenara, der „Rat der Stammväter“. Dessen Mitglieder werden - von allen Stammesmitgliedern gemeinsam - aus jenen männlichen Cromor ausgewählt, denen man aufgrund ihres Aussehens, ihrer Statur und ihrer Abstammung höchste sexuelle Potenz nachsagt. Wichtigste Aufgabe der Mitglieder des Bhrenara ist die sorgfältige Planung von geschlechtlichen Verbindungen; mit dem Ziel, dass diesen möglichst vielzähiger, starker und gesunder Nachwuchs entspringen möge. Zu diesem Zweck sprechen zu Beginn der Herbstzeit - beim Sianym-Fest - alle Frauen des Stammes dem Bhrenara vor und künden von den Heldentaten, die sie im Laufe des Jahres vollbracht haben. Sie hoffen so den Rat von ihrer Eignung zu überzeugen. Danach erwählen sich die Mitglieder des Rates die in ihren Augen kräftigsten und gesündesten - aber auch vor den Augen Rontjas würdigsten - der Anwärterinnen zu ihren Partnerinnen. Es ist normal, dass ein Bhrenara mehrere Frauen gleichzeitig erwählt. Auf die Wahl, folgt ein fünftägiges, ausschweifendes Fest. Bei diesem wird Rontja für das vergangene Jahr gedankt und ihr Schutz für den kommenden Winter erbeten. Zum Ende der Feierlichkeiten kommt es schließlich zur sexuellen Vereinigung der Bhrenaras mit ihren Auserwählten.

Abseits des Sianym sind sexuelle Vereinigungen unter den Cromor nicht erwünscht (Hervorhebung von mir...siehe unten... Wink) und können - abhängig von der Entscheidung des Bhrenara - mitunter sogar mit Strafen - über welches der Rat von Fall zu Fall entscheidet, und die von Rufschmälerung bis zu dauerhafter Verbannung reichen können, was allerdings eher selten vorkommt - geahndet werden. Diese Tatsache hält viele junge Cromor aber trotzdem nicht davon ab, sich ausgiebig zu vergnügen. Gerade in den Frühlingsmonaten, in denen das Blut der Cromor-Frauen heiß in ihren Adern brodelt, kommt es manchmal vor, dass unter den jungen Kriegerinnen regelrechte Duelle um die jungen Männer des Dorfes oder junge, männliche Durchreisende ausgetragen werden. Oftmals werden die "Preise" völlig davon überrascht, dass sie der Gewinnerin eines solchen Wettstreits zumindest für eine Nacht "zu Diensten" sein müssen. Eventuelle Kinder dieser Taten werden unabhängig vom weiteren Schicksal der Eltern vom Stamm aufgenommen und fortan, unter die Vormundschaft eines bereitwilligen Bhrenaras gestellt.

Sexualität ausserhalb des Sianym ist nicht erlaubt. (Wenn sie nicht erlaubt ist, wie du selber sagst, dann ist sie nicht erlaubt... basta! Was macht es da für einen Sinn das Verbot dann doch wieder aufzuweichen?  Undecided) Aber der Grund für eine Verfehlung dieser Regel kann ja vielfältig sein...und unterschiedlich "wichtig". Wenn ein starker, gut aussehender Kriegerheld im Firnwald auftaucht, der das für Liebeszwekce missbraucht wird, dann ist das weniger schlimm, als wenn sie eine brünstige Cromorfrau ann einem hässlichen Nedermann vergeht, nur weil sie es grad "braucht"...es wird geahndet, Fallabhängig (Abenteueraufhänger)... (Haaaalt! Du hast oben geschrieben, dass außerhalb des Sianym Verkehr unter den Cromor verboten ist...du redest aber hier ausschließlich von Verkehr von Cromor mit anderen Rassen...das sind zwei vershiedene Paar Schuhe! Können wir uns darauf einigen das es den Cromor außerhalb des Sianym verboten ist mit anderen Cromor Sex zu haben, was sie aber nicht davon abhält jederzeit (wenn der "leidensdruck zu groß wird  Grin) mit anderen Rassen Sex zu haben?

Die Männer des Bhrenara treffen sich regelmäßig im sogenannten „Männerhaus“. Dies ist eine Holzhütte, welche nur nackt betreten werden darf und die entweder auf warmen Quellen errichtet wurde, oder von außen durch ein Holzfeuer beheizt wird. Man sagt, dass das Schwitzen den Geist der Cromor öffnet und ihren Körper stärkt. Nur hier diskutieren die Männer unter Abwesenheit der Frauen die wichtigen Angelegenheiten des Stammes.
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig, aber dafür umso intensiveren Ackerbau. Sie beschränken sich auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt. Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Firnwarge oder zahme Säbelkatzen findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.

Weltsicht und Glaube
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja als Schutzherrin ihres Volkes. Für die Eisbarbaren ist Rontja jedoch nicht nur die Hüterin, sondern ihre einzige und im wahrsten Sinne des Wortes die Muttergöttin ihrer Rasse (Ich wiederhole mich nur ungern...auch für die Rontar ist Rontja nicht nur Hüterin, sondern Muttergöttin!... Roll Eyes Lediglich der Mord an Grorthos unterscheidet den Rontjaglauben der Cromor von dem der anderen Brokthar... Wink), die der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl, nur um kurz darauf selbst auf der Spitze des stets schneebedeckten Qorom-Bergs ihren tödlichen Wunden zu erliegen. Von dort aus wacht ihr Geist seitdem in Form ihrer heiligen Tiere – den gewaltigen Qorom-Adlern – über die Wälder von Cromwyn und ihre geliebten Kinder vom Volk der Cromor. In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen den Eisbarbaren und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Cromor keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, ihre nördlichen Verwandten als übelste Ketzer zu verurteilen.
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen - entweder als einfache Seele oder als heilige "Valakyr" - während schlechte auf ewig allein über die endlosen Eisebenen des hohen Nordens irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer gegen die Angriffe körperloser Dämonen verteidigen. Sofern sie sich zu Lebzeiten vor Rontja und ihrer Hohepriesterin bewährt haben, bringen die Brokthar der Firnwälder die Leichname ihrer Anverwandten in die tiefen Eiskavernen des Bergs Qorom. Dort werden die Verstorbenen mit verschiedenen Ölen eingerieben und in feinste Tücher eingewickelt, um hier auf die Aufnahme in Rontjas Hallen zu warten. Unwürdige hingegen werden schlichtweg an für Tiere schwer zugänglichen Orten vergraben. Die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu Körperlosen werden können.
Religiöse Führerin der Cromor ist Freygar, die blutjunge Hohepriesterin der Rontja. Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge, aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist aber die aktive Kommunikation mit den Seelen der Verstorbenen, die im Qorom aufgebahrt werden. Denn nur einer Hohepriesterin ist es möglich und erlaubt selbst die Tore zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich zu öffnen und die Ahnen um Beistand und Rat zu bitten.
Vor vielen Generationen kamen Flüchtlinge aus dem fernen Land Bronwyn, westlich der Drachenberge in das Gebiet der Cromor. Angeführt wurden sie von einer mächtigen Kämpferin namens Valara, die nach einer Vielzahl von Prüfungen als die "Heilige Valara" von Rontja persönlich zu ihrer Hohepriesterin erwählt wurde und den Grundstein für die Vereinigung der Cromor mit den von ihnen "Bornwyna"  genannten Westlingen legte.
Über alle Generationen hinweg wurde ihr Amt immer an die jeweils begabteste Wächterin des heiligen Bergs weitergegeben. Der Bund der Wächterinen von Quorom weist gewisse Ähnlichkeit zu Tempelgardisten auf. Ihnen obliegt die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin gegen alle Feinde zu verteidigen. Zudem unterstützen sie die Hohepriesterin bei ihren komplizierten Riten. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor reiten sie außerdem auf den heiligen Qorom-Adlern aus, um die einfachen Stammeskriegerinnen nach Kräften zu unterstützen.

Magie
Eine eigene magische Tradition besitzen die Cromor nicht. Die wenigen Nordlandbrokthar, die mit einer magischen Begabung geboren werden, betrachtet man in der Regel nicht als Zauberer, sondern vielmehr als von Rontja gesegnet und sieht sie - sofern sie weiblichen Geschlechts sind - für die Aufgabe einer Qorom-Wächterin vor. Jungen Cromor-Männern mit einer solchen Begabung fällt keine gesonderte Aufgabe zu, und so verkümmern ihre Fähigkeiten im Laufe der Jahre fast gänzlich. Je nachdem, wie sich die Begabung äußert, kann es in seltenen Fällen aber auch einmal passieren, dass das "von bösen Geistern besessene Kind" ausgesetzt wird. Cromor verabscheuen Magie zwar nicht prinzipiell, begegnen fremden Magieanwendern aber stets vorsichtig und wachsam. Magier haben es deshalb schwerer als alle Anderen, sich das Vertrauen der Eisbarbaren zu erarbeiten. Trollschamanen hingegen ist ein schneller Tod sicher.

Tracht und Bewaffnung
Schwerter sind bei den Cromor sehr selten, und als Jägerinnen verwenden sie lieber Speere oder schwere Jagdbögen. Mit diesen Waffen können sie enorm gut umgehen – was auch bitter notwendig ist, da die Eisbarbaren stets von Riesen und Trollen aus den nahen Bergen bedroht werden, Stämme der Nedermannen immer wieder in ihren Jagdgründen wildern und große Raubtiere durch die Wälder von Cromor streifen. Ob ein Brokthar aus südlicheren Gefilden oder aus dem hohen Norden stammt, kann man relativ leicht an seinem Äußeren feststellen. Die Cromor bevorzugen zwar, wie alle Brokthar, spärliche Kleidung aus Leder, verwenden aber aufgrund des wesentlich kälteren Klimas auch viel Pelz, etwa für die Fertigung von Umhängen oder gefütterten Stiefeln. Besonders die älteren, männlichen Cromor verzieren ihre verhornten Hautpartien gerne mit kunstvoll verschnörkelten Brandmalen, was ihnen neben dem meist lang und offen getragenem Haar bei dem rote und blonde Farbtöne vorherrschen, und das allenfalls mit Stirnbändern oder metallenen Stirnreifen gebändigt wird, ein wildes, kriegerisches Aussehen verleiht.
Männliche Eisbarbaren in reiferem Alter lassen sich, anders als alte Süd-Brokthar, lange Bärte stehen. Ein langer, gepflegter Bart wird von weiblichen Cromor als männliches Schönheitsideal und Zeichen der Vaterwürde angesehen. Auch wird bei ihnen das Barthaar schon früh gepflegt und massiert, um sein Wachstum zu stimulieren. Rüstungen tragen die Cromor nur in den seltensten Fällen, denn die Techniken des Plättnerns sind nach dem Versterben der letzten Bornwyna schnell in Vergessenheit geraten. Das rare, als Geschenk der Göttin angesehene Metall verwenden sie lieber für die Herstellung von Waffen. Tief im Inneren des Qorom werden sieben geheiligte Stahlwaffen aufbewahrt, die noch aus den Händen der letzten, stattlichsten Bornwyna stammen und nur in äußersten Notfällen von der Hohepriesterin an erfahrene Kämpferinnen herausgegeben werden. Man sagt, dass jede dieser Waffen unzählige Schlachten miterlebt hat und einen eigenen Willen besitzt, der ihre Trägerin im Kampf unterstützt.

Handwerkskunst
Die Brokthar der Firnwälder verwenden vor allem Bronze für die Herstellung ihrer Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände und stellen somit eine klassische bronzezeitliche Kultur dar. Durch die Überlieferungen der Westländer lernten sie allerdings auch einige hochentwickelte Eisenverarbeitungstechniken kennen, die sie in der Vergangenheit aus Mangel an entsprechenden Rohstoffen allerdings fast ausschließlich für die Anfertigung besonderer Waffen und Rüstungen einsetzten. Ihre Verarbeitungstechnik reicht zwar nicht an die Schmiedekunst der Amhasim heran, in den Händen der Wächterinnen von Qorom, die nahezu ausschließlich mit solchen Waffen ausgestattet werden, stellen sie aber die aber dennoch fürchterliche Werkzeuge dar.
Als erfahrene Jäger nutzen sie nahezu jeden Bestandteil ihrer Beute, und so besteht ein Großteil ihrer Kleidung und Rüstungen aus Fell und Leder, verziert mit den Knochen und Zähnen mächtiger Raubtiere.
Alle Cromor, und vor allem die Männer, lieben es ihre Haare zu flechten und sie - mehr noch als ihre Kleidung - mit verschiedensten Dingen zu verschönern. Am Körper getragener Schmuck oder gar Hautbilder sieht man dagegen nur sehr selten.

Sitten und Gebräuche
Weibliche Cromor ziehen an ihrem 16. Geburtstag aus, um ihre Mündigkeit zu erringen. Voraussetzung hierfür ist das erfolgreiche Bestehen einer Reifeprüfung. Jede junge Eisbarbarin muss sich zu diesem Zweck auf eine persönliche Queste begeben, mit dem Ziel ihre Lebensaufgabe, ihr Innerstes, zu erkennen. Die Starken und Tapferen kehren geläutert in die Gemeinschaft zurück, um ihren Platz in ihr einzunehmen. Die Allerwürdigsten vollbringen gar wahre Wundertaten im Namen ihrer Göttin, sterben einen Heldentod und werden dafür von Rontja als "Valakyr" an die lange Tafel der Kriegerinnen geholt. Dort verweilen diese „streitbaren Geister“, bis sie am Ende aller Tage wieder von ihrem Volk gebraucht werden, und als gleißende Heerschar ihrer Göttin in die Schlacht folgen. Von jungen Männern wird keine besondere Prüfung erwartet, doch drängt es viele von ihnen dennoch dazu, sich zu beweisen. So versuchen viele Einsicht und Inspiration in den Eiskavernen des Qorom zu erhalten. Von Wächterinnen beschützt meditieren die jungen Männer dort mehrere Wochen lang und versuchen ihren Geist mit Hilfe von leisen Gesängen für die Einflüsterungen der Verstorbenen zu öffnen. Nur die Wenigsten werden von den Ahnengeistern für Höheres erwählt und verlassen die Höhlen mit neuen Erkenntnissen oder Fähigkeiten. Jene, denen es dennoch gelingt, werden von ihrem Volk wie Helden gefeiert.
Wahrhafte Berühmtheit noch weit über seinen eigenen Stamm hinweg erlangte zum Beispiel Adalri, Sohn der Rhyam. Man sagt, dass er der schönste Cromor sei, der jemals durch die Firnwälder wanderte, das seine klare, markante Stimme selbst Berge zum Einsturz bringen könne, und dass er die Gabe besitze in den Augen seines Gegenübers dessen innerste Wünsche zu erkennen. Fakt ist, dass Adalri mit seinen über 60 Sommern bereits auf einige Bhrenara-Treffen zurückblicken kann und viele Cromor des westlichen Cromwyn-Walds aus seinen Lenden entsprungen sind.
Während die weiblichen Cromor die Jagd traditionell als Einzelgängerinnen bestreiten, gruppieren sie sich in Zeiten des Krieges zu lockeren Kampfverbänden, die ihre Gegnern mit äußerst brutalen Attacken aus dem Hinterhalt überraschen. Im Konflikt mit ehrenhafteren Gegnern wie Orks oder anderen Brokthar einigt man sich zuweilen auch darauf, den Streit durch einen Zweikampf zwischen den Anführern aus der Welt zu schaffen. Während ihrer Freizeit widmen sich jüngere Eisbarbarinnen neben der Vervollkommnung ihrer Kampf- und Jagdfertigkeiten gerne dem Müßiggang: Essen, Trinken oder Schlafen.

Darstellung
Menschen gegenüber sind die Cromor zwar vorsichtig, aber auch neugierig und keinesfalls etwa die mordgierigen Bestien, zu denen die Legenden der Sanskitaren sie gerne machen. Da die Eisbarbaren wie alle Broktharen einen ausgeprägten Sexualtrieb haben, kann es einem männlichen Menschen gar passieren, dass eine Jägerin ganz besonderes Interesse an ihm zeigt (womit wohl auch die Legende über das wollüstige Foltern erklärt wäre – Cromor gehen beim Liebesakt nämlich recht rabiat vor). Haben einen die Nordlandbrokthar jedoch erst einmal als Freund akzeptiert, kann man davon ausgehen, warmherzige und verlässliche Verbündete gewonnen zu haben. Macht man sich hingegen eine Eisbarbarin zur Feindin, so wird sie einen hasserfüllt bis ans Ende der Welt verfolgen. Ganz ähnlich wie ihre südlichen Verwandten sind Cromor äußerst emotional und geben ihren Gefühlen stets brachial Ausdruck. Mädchenhafte Verhaltensweisen sucht man selbst bei den sanftesten Nordlandbrokthar vergebens. Meistens legen sie ein recht burschikoses Benehmen an den Tag – zumindest in den Augen anderer Völker. Würde man eine Eisbarbarin etwa mit dem ausgeklügelten Verhaltenscodex sanskitarischer Adeliger konfrontieren, würde man vermutlich lediglich verständnislose Blicke, wenn nicht gar schallendes Gelächter ernten.

Typische Namen
Viele Namen der Cromor sind durch die Sprache der Bronwyn-Ritter unter der heiligen Valara inspiriert und wurden nach Jahrhunderten in die Sprache der Brokthar integriert. Als Nachname wird stets der Name der Mutter mit einem „Sohn / Tochter der....“ angehängt.

    * Männlich: Arawn, Arwys, Bedwyr, Braith, Cadfan, Carwyn, Drystan, Forwen, Glynn, Goronwy, Lyall, Mostyn, Randan, Tyrell, Valri
    * Weiblich: Alis, Aerona, Betrys, Bryn, Dylis, Emlin, Enid, Frynga, Gwendolyn, Mairwen, Nia, Ronwen, Siana, Thelma, Ysold
 
 
Was denken sie über
    * Yetis: "Weise Freunde und geduldige Lehrmeister. Nur leider sind sie oft schwer zu verstehen."
    * Nedermannen: "Verfressen, ungeschickt und unglaublich dämlich. Das die immer noch nicht kapieren, dass sie in unseren Jagdgründen nichts zu suchen haben."
    * Menschen allgemein: "Trotz ihrer geringen Körpergröße sind einige von ihnen erstaunlich mutig. Und einige der Jüngeren sind wirklich hübsch anzusehen."
    * Slachkaren: „Sie verhalten sich meistens recht friedlich, können aber auch hinterhältig wie ein Schneewiesel sein. Brauchst du dringend einen Tipp für eine möglichst gemeine Kriegslist, dann frag am besten einen Slachkaren!“
    * Aventurier: "Jenseits der Berge weit im Westen liegt das Land Bornwyn. Dort herrschen ruchlose Sonnenanbeter, die im Krieg liegen mit den redlichen Bewohnern Bornwyns, die wie wir an Rontja glauben."
    * Trolle: "Verräter an Rontja. Tötet jeden von ihnen, der es wagt unseren Wald zu betreten!"
    * Orks: "Wenn sie dort bleiben, wo sie hingehören - nämlich weit weg in ihrer staubigen Steppe - dann kann ich hervorragend mit ihnen leben!"
    * Ronthar: "Eigentlich ganz umgängliche Leute. Nur diese Kuttenträger liegen uns ständig damit in den Ohren, dass wir "Ketzerinnen" seien."
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« Antworten #53 am: Januar 20, 2011, 10:31:33 »

Nur die beiden Abschnitte:

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass die Chance einer Cromor-Frau ein Mädchen zu gebären, etwa fünfmal höher liegt als die einen Jungen zu bekommen. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen musste das Volk der Eisbarbaren sich damit arrangieren.
Während zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten, werden die Mädchen schon bald danach von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Stammeskriegerinnen erzogen. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf. Männern hingegen ist die Ausübung des Kriegshandwerks verboten. Es wäre schlichtweg zu gefährlich zu Riskieren einen der seltenen Männer im Kampf zu verlieren. Vielmehr obliegt es ihnen, handwerkliche Tätigkeiten auszuüben und das Dorf zu verwalten. Auch die Kindeserziehung fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht der Bhrenara, der „Rat der Stammväter“. Dessen Mitglieder werden - von allen Stammesmitgliedern gemeinsam - aus jenen männlichen Cromor ausgewählt, denen man aufgrund ihres Aussehens, ihrer Statur und ihrer Abstammung höchste sexuelle Potenz nachsagt. Wichtigste Aufgabe der Mitglieder des Bhrenara ist die sorgfältige Planung von geschlechtlichen Verbindungen; mit dem Ziel, dass diesen möglichst vielzähiger, starker und gesunder Nachwuchs entspringen möge. Zu diesem Zweck sprechen zu Beginn der Herbstzeit - beim Sianym-Fest - alle Frauen des Stammes dem Bhrenara vor und künden von den Heldentaten, die sie im Laufe des Jahres vollbracht haben. Sie hoffen so den Rat von ihrer Eignung zu überzeugen. Danach erwählen sich die Mitglieder des Rates die in ihren Augen kräftigsten und gesündesten - aber auch vor den Augen Rontjas würdigsten - der Anwärterinnen zu ihren Partnerinnen. Es ist normal, dass ein Bhrenara mehrere Frauen gleichzeitig erwählt. Auf die Wahl, folgt ein fünftägiges, ausschweifendes Fest. Bei diesem wird Rontja für das vergangene Jahr gedankt und ihr Schutz für den kommenden Winter erbeten. Zum Ende der Feierlichkeiten kommt es schließlich zur sexuellen Vereinigung der Bhrenaras mit ihren Auserwählten.

Abseits des Sianym sind sexuelle Vereinigungen unter den Cromor nicht erwünscht und können - abhängig von der Entscheidung des Bhrenara - mitunter sogar mit Strafen - über welches der Rat von Fall zu Fall entscheidet, und die von Rufschmälerung bis zu dauerhafter Verbannung reichen können, was allerdings eher selten vorkommt - geahndet werden. Diese Tatsache hält viele junge Cromor aber trotzdem nicht davon ab, sich ausgiebig zu vergnügen. Gerade in den Frühlingsmonaten, in denen das Blut der Cromor-Frauen heiß in ihren Adern brodelt, kommt es manchmal vor, dass unter den jungen Kriegerinnen regelrechte Duelle um die jungen Männer des Dorfes oder junge, männliche Durchreisende ausgetragen werden. Oftmals werden die "Preise" völlig davon überrascht, dass sie der Gewinnerin eines solchen Wettstreits zumindest für eine Nacht "zu Diensten" sein müssen. Eventuelle Kinder dieser Taten werden unabhängig vom weiteren Schicksal der Eltern vom Stamm aufgenommen und fortan, unter die Vormundschaft eines bereitwilligen Bhrenaras gestellt.

Die Männer des Bhrenara treffen sich regelmäßig im sogenannten „Männerhaus“. Dies ist eine Holzhütte, welche nur nackt betreten werden darf und die entweder auf warmen Quellen errichtet wurde, oder von außen durch ein Holzfeuer beheizt wird. Man sagt, dass das Schwitzen den Geist der Cromor öffnet und ihren Körper stärkt. Nur hier diskutieren die Männer unter Abwesenheit der Frauen die wichtigen Angelegenheiten des Stammes.
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig, aber dafür umso intensiveren Ackerbau. Sie beschränken sich auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt. Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Firnwarge oder zahme Säbelkatzen findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.

Habe mich jetzt entschlossen deinen Vorschlag durchzubringen. Bin aber trotzdem nicht mit der Begründung einverstanden. Verbote sind Verbote - da hast du recht. Aber die Ausprägung der Strafen kann unterschiedlich sein. Mit Aufweichung hat das nichts zu tun, sondern nur mit Verhältnismäßigkeit. Ein Mörder wird keine Geldstrafe erhalten und ein Dieb wird nicht gehängt. Wenn eine Cromor nur aus reiner Selbstsucht einen jungen Menschen-Bauern zum Sex zwingt kurz vor dem Sianym-Fest, dann wird das mE stärker bestraft, als Trockensex zwischen zwei Cromor-Frauen.

Weltsicht und Glaube
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja als Schutzherrin ihres Volkes. Und auch für die Eisbarbaren ist Rontja nicht nur die Hüterin, sondern ihre einzige und im wahrsten Sinne des Wortes die Muttergöttin ihrer Rasse, die der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl, nur um kurz darauf selbst auf der Spitze des stets schneebedeckten Qorom-Bergs ihren tödlichen Wunden zu erliegen. Von dort aus wacht ihr Geist seitdem in Form ihrer heiligen Tiere – den gewaltigen Qorom-Adlern – über die Wälder von Cromwyn und ihre geliebten Kinder vom Volk der Cromor. In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen den Eisbarbaren und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Cromor keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, ihre nördlichen Verwandten als übelste Ketzer zu verurteilen.
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen - entweder als einfache Seele oder als heilige "Valakyr" - während schlechte auf ewig allein über die endlosen Eisebenen des hohen Nordens irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer gegen die Angriffe körperloser Dämonen verteidigen. Sofern sie sich zu Lebzeiten vor Rontja und ihrer Hohepriesterin bewährt haben, bringen die Brokthar der Firnwälder die Leichname ihrer Anverwandten in die tiefen Eiskavernen des Bergs Qorom. Dort werden die Verstorbenen mit verschiedenen Ölen eingerieben und in feinste Tücher eingewickelt, um hier auf die Aufnahme in Rontjas Hallen zu warten. Unwürdige hingegen werden schlichtweg an für Tiere schwer zugänglichen Orten vergraben. Die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu Körperlosen werden können.
Religiöse Führerin der Cromor ist Freygar, die blutjunge Hohepriesterin der Rontja. Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge, aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist aber die aktive Kommunikation mit den Seelen der Verstorbenen, die im Qorom aufgebahrt werden. Denn nur einer Hohepriesterin ist es möglich und erlaubt selbst die Tore zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich zu öffnen und die Ahnen um Beistand und Rat zu bitten.
Vor vielen Generationen kamen Flüchtlinge aus dem fernen Land Bornwyn, westlich der Drachenberge in das Gebiet der Cromor. Angeführt wurden sie von einer mächtigen Kämpferin namens Valara, die nach einer Vielzahl von Prüfungen als die "Heilige Valara" von Rontja persönlich zu ihrer Hohepriesterin erwählt wurde und den Grundstein für die Vereinigung der Cromor mit den von ihnen "Bornwyna"  genannten Westlingen legte.
Über alle Generationen hinweg wurde ihr Amt immer an die jeweils begabteste Wächterin des heiligen Bergs weitergegeben. Der Bund der Wächterinen von Quorom weist gewisse Ähnlichkeit zu Tempelgardisten auf. Ihnen obliegt die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin gegen alle Feinde zu verteidigen. Zudem unterstützen sie die Hohepriesterin bei ihren komplizierten Riten. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor reiten sie außerdem auf den heiligen Qorom-Adlern aus, um die einfachen Stammeskriegerinnen nach Kräften zu unterstützen.
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« Antworten #54 am: Januar 20, 2011, 11:46:17 »

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass die Chance einer Cromor-Frau ein Mädchen zu gebären, etwa fünfmal höher liegt als die einen Jungen zu bekommen. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen musste das Volk der Eisbarbaren sich damit arrangieren.
Während zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten, werden die Mädchen schon bald danach von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Stammeskriegerinnen erzogen. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf. Männern hingegen ist die Ausübung des Kriegshandwerks verboten. Es wäre schlichtweg zu gefährlich zu Riskieren einen der seltenen Männer im Kampf zu verlieren. Vielmehr obliegt es ihnen, handwerkliche Tätigkeiten auszuüben und das Dorf zu verwalten. Auch die Kindeserziehung fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht der Bhrenara, der „Rat der Stammväter“. Dessen Mitglieder werden - von allen Stammesmitgliedern gemeinsam - aus jenen männlichen Cromor ausgewählt, denen man aufgrund ihres Aussehens, ihrer Statur und ihrer Abstammung höchste sexuelle Potenz nachsagt. Wichtigste Aufgabe der Mitglieder des Bhrenara ist die sorgfältige Planung von geschlechtlichen Verbindungen; mit dem Ziel, dass diesen möglichst vielzähiger, starker und gesunder Nachwuchs entspringen möge. Zu diesem Zweck sprechen zu Beginn der Herbstzeit - beim Sianym-Fest - alle Frauen des Stammes dem Bhrenara vor und künden von den Heldentaten, die sie im Laufe des Jahres vollbracht haben. Sie hoffen so den Rat von ihrer Eignung zu überzeugen. Danach erwählen sich die Mitglieder des Rates die in ihren Augen kräftigsten und gesündesten - aber auch vor den Augen Rontjas würdigsten - der Anwärterinnen zu ihren Partnerinnen. Es ist normal, dass ein Bhrenara mehrere Frauen gleichzeitig erwählt. Auf die Wahl, folgt ein fünftägiges, ausschweifendes Fest. Bei diesem wird Rontja für das vergangene Jahr gedankt und ihr Schutz für den kommenden Winter erbeten. Zum Ende der Feierlichkeiten kommt es schließlich zur sexuellen Vereinigung der Bhrenaras mit ihren Auserwählten.

Abseits des Sianym sind sexuelle Vereinigungen unter den Cromor nicht erwünscht und können - abhängig von der Entscheidung des Bhrenara - mitunter sogar mit Strafen - über deren Umfang der Rat von Fall zu Fall entscheidet, und die von Rufschmälerung bis zu dauerhafter Verbannung reichen können - geahndet werden.
Viele junge Cromor umgehen dieses Verbot indem sie sich - statt mit anderen Stammesmitgliedern - ausgiebig mit allen möglichen Fremden vergnügen. Gerade in den Frühlingsmonaten, in denen das Blut der Cromor-Frauen heiß in ihren Adern brodelt, kommt es so manchmal vor, dass unter den jungen Kriegerinnen regelrechte Duelle um junge, männliche Durchreisende ausgetragen werden. Oftmals werden die "Preise" völlig davon überrascht, dass sie der Gewinnerin eines solchen Wettstreits zumindest für eine Nacht "zu Diensten" sein müssen.

Die Männer des Bhrenara treffen sich regelmäßig im sogenannten „Männerhaus“. Dies ist eine Holzhütte, welche nur nackt betreten werden darf und die entweder auf warmen Quellen errichtet wurde, oder von außen durch ein Holzfeuer beheizt wird. Man sagt, dass das Schwitzen den Geist der Cromor öffnet und ihren Körper stärkt. Nur hier diskutieren die Männer unter Abwesenheit der Frauen die wichtigen Angelegenheiten des Stammes.
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig, aber dafür umso intensiveren Ackerbau. Sie beschränken sich auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt. Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Firnwarge oder zahme Säbelkatzen findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.

Habe mich jetzt entschlossen deinen Vorschlag durchzubringen. Bin aber trotzdem nicht mit der Begründung einverstanden. Verbote sind Verbote - da hast du recht. Aber die Ausprägung der Strafen kann unterschiedlich sein. Mit Aufweichung hat das nichts zu tun, sondern nur mit Verhältnismäßigkeit. Ein Mörder wird keine Geldstrafe erhalten und ein Dieb wird nicht gehängt. Wenn eine Cromor nur aus reiner Selbstsucht einen jungen Menschen-Bauern zum Sex zwingt kurz vor dem Sianym-Fest, dann wird das mE stärker bestraft, als Trockensex zwischen zwei Cromor-Frauen.

(Natürlich können Strafen unterschiedlich sein...dein Beispiel mit Mörder und Dieb zieht aber trotzdem nicht...wir haben hier ja nicht zwei grundlegend verschiedene Vergehen - Mord und Diebstahl - sondern immer das gleiche: Verbotener Geschlechtsverkehr....der sollte auch immer gleich bestraft werden...natürlich kann die Stärke der Strafe je nach Ausprägung (wer hatte mit wem wie oft Sex) schwanken (um bei deinem Beispiel zu bleiben, je nachdem was und wie oft der Dieb gestohlen hat gibts entweder nur ne Geldstrafe oder direkt Knast) aber es sollte nicht extrem unterschiedlich sein (der Dieb wird kaum zu Lebenslänglich verurteilt oder gar zum Tode verurteilt)...

Das eigentliche Problem ist aber doch ein ganz anderes...Was wenn etwas verboten ist, es aber trotzdem alle tun?
Da werden dann auf kurz oder lang die Stimmen laut werden, die eine verschärfung der Starfen fordern, um das Gesetz endlich durchzusetzen...wenn die Gefahr der Rufschmälerung die Brokthar offensichtlich nicht vom verbotenen Treiben abhalten kann, dann werden die Bhrenara wohl auf kurz oder lang die Verbannung zur Standartbestrafung machen...die könne sich ja nicht auf der Nase rumtanzen lassen, sonst verlieren sie an Glaubwürdigkeit, Ansehen und Einfluss....du verstehst was ich meine?  Wink)


Weltsicht und Glaube
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja nicht nur als Schutzherrin ihres Volkes, sondern auch als - im wahrsten Sinne des Wortes - Muttergöttin ihrer Rasse. Sie soll der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl, nur um kurz darauf selbst auf der Spitze des stets schneebedeckten Qorom-Bergs ihren tödlichen Wunden zu erliegen. Von dort aus wacht ihr Geist seitdem in Form ihrer heiligen Tiere – den gewaltigen Qorom-Adlern – über die Wälder von Cromwyn und ihre geliebten Kinder vom Volk der Cromor. In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen den Eisbarbaren und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Cromor keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, ihre nördlichen Verwandten als übelste Ketzer zu verurteilen.
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen - entweder als einfache Seele oder als heilige "Valakyr" - während schlechte auf ewig allein über die endlosen Eisebenen des hohen Nordens irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer gegen die Angriffe körperloser Dämonen verteidigen. Sofern sie sich zu Lebzeiten vor Rontja und ihrer Hohepriesterin bewährt haben, bringen die Brokthar der Firnwälder die Leichname ihrer Anverwandten in die tiefen Eiskavernen des Bergs Qorom. Dort werden die Verstorbenen mit verschiedenen Ölen eingerieben und in feinste Tücher eingewickelt, um hier auf die Aufnahme in Rontjas Hallen zu warten. Unwürdige hingegen werden schlichtweg an für Tiere schwer zugänglichen Orten vergraben. Die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu Körperlosen werden können.
Religiöse Führerin der Cromor ist Freygar, die blutjunge Hohepriesterin der Rontja. Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge, aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist aber die aktive Kommunikation mit den Seelen der Verstorbenen, die im Qorom aufgebahrt werden. Denn nur einer Hohepriesterin ist es möglich und erlaubt selbst die Tore zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich zu öffnen und die Ahnen um Beistand und Rat zu bitten.
Vor vielen Generationen kamen Flüchtlinge aus dem fernen Land Bornwyn, westlich der Drachenberge in das Gebiet der Cromor. Angeführt wurden sie von einer mächtigen Kämpferin namens Valara, die nach einer Vielzahl von Prüfungen als die "Heilige Valara" von Rontja persönlich zu ihrer Hohepriesterin erwählt wurde und den Grundstein für die Vereinigung der Cromor mit den von ihnen "Bornwyna"  genannten Westlingen legte.
Über alle Generationen hinweg wurde ihr Amt immer an die jeweils begabteste Wächterin des heiligen Bergs weitergegeben. Der Bund der Wächterinen von Quorom weist gewisse Ähnlichkeit zu Tempelgardisten auf. Ihnen obliegt die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin gegen alle Feinde zu verteidigen. Zudem unterstützen sie die Hohepriesterin bei ihren komplizierten Riten. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor reiten sie außerdem auf den heiligen Qorom-Adlern aus, um die einfachen Stammeskriegerinnen nach Kräften zu unterstützen.
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« Antworten #55 am: Januar 21, 2011, 16:42:24 »

Zitat
(Natürlich können Strafen unterschiedlich sein...dein Beispiel mit Mörder und Dieb zieht aber trotzdem nicht...wir haben hier ja nicht zwei grundlegend verschiedene Vergehen - Mord und Diebstahl - sondern immer das gleiche: Verbotener Geschlechtsverkehr....der sollte auch immer gleich bestraft werden...natürlich kann die Stärke der Strafe je nach Ausprägung (wer hatte mit wem wie oft Sex) schwanken (um bei deinem Beispiel zu bleiben, je nachdem was und wie oft der Dieb gestohlen hat gibts entweder nur ne Geldstrafe oder direkt Knast) aber es sollte nicht extrem unterschiedlich sein (der Dieb wird kaum zu Lebenslänglich verurteilt oder gar zum Tode verurteilt)...

Das eigentliche Problem ist aber doch ein ganz anderes...Was wenn etwas verboten ist, es aber trotzdem alle tun?
Da werden dann auf kurz oder lang die Stimmen laut werden, die eine verschärfung der Starfen fordern, um das Gesetz endlich durchzusetzen...wenn die Gefahr der Rufschmälerung die Brokthar offensichtlich nicht vom verbotenen Treiben abhalten kann, dann werden die Bhrenara wohl auf kurz oder lang die Verbannung zur Standartbestrafung machen...die könne sich ja nicht auf der Nase rumtanzen lassen, sonst verlieren sie an Glaubwürdigkeit, Ansehen und Einfluss....du verstehst was ich meine?
Ja, verstehe. Denke die Überarbeitung ist jetzt gut so wie sie ist. Wink

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Nochmal zum Anschauen der finale Text:


Im Süden des Kontinents erzählt man sich düstere Legenden über ein wildes Volk, das im fernen Nordwesten Rakshazars lebt. Ein Volk von brutalen und gnadenlosen Mannweibern, die Blut trinken und ihre männlichen Gefangenen in wüsten Orgien langsam zu Tode foltern und denen man nachsagt, dass sie im Besitz dunkler und weltverändernder Geheimnisse seien, die von jenseits der Drachenberge stammen sollen: Die Cromor! Zumindest berichten dies die Geschichtenerzähler der Sanskitaren in ihren beliebten Gruselgeschichten. Die Wahrheit sieht indes nicht ganz so düster aus. Die Cromor, die sich schon vor vielen Jahrtausenden in den nordwestlichen Firnwäldern ansiedelten, sind ein stolzes, hartnäckiges Broktharenvolk, mit einer übermäßigen Anzahl an tapferen und hühnenhaften Weibern.

Lebensraum
Die Brokthar vom Volk der Cromor leben schon seit vielen Jahrtausenden in den Firnwäldern des hohen Nordwesten, südlich des großen Eisschildes. Ihr Siedlungsgebiet erstrecken sich von den letzten Ausläufern des Götterwalls bis zu den mächtigen Gletschern des eisigen Nordens. Überall in der schützenden Dunkelheit des uralten Firnwaldes findet man ihre kleinen, befestigten Dörfer. Richtige Städte oder gar größere Siedlungen mit mehr als zweihundert Bewohnern sucht man hingegen vergebens.

Lebensweise
Anders als es die Legenden im tiefen Süden behaupten, bringen die Cromor ihre Männer und Jungen nicht um. Die auffällige Überzahl an Frauen rührt schlicht daher, dass die Chance einer Cromor-Frau ein Mädchen zu gebären, etwa fünfmal höher liegt als die einen Jungen zu bekommen. Der Grund für dieses Phänomen ist unbekannt, doch gezwungenermaßen musste das Volk der Eisbarbaren sich damit arrangieren.
Während zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr zunächst alle Kinder auf den Feldern mitarbeiten, werden die Mädchen schon bald danach von ihren männlichen Stammesmitgliedern getrennt und zu Jägerinnen und Stammeskriegerinnen erzogen. Als diese verteidigen sie eifersüchtig das Stammesgebiet und verweilen nur während Schwangerschaft und Stillzeit für längere Zeit im Dorf. Männern hingegen ist die Ausübung des Kriegshandwerks verboten. Es wäre schlichtweg zu gefährlich zu Riskieren einen der seltenen Männer im Kampf zu verlieren. Vielmehr obliegt es ihnen, handwerkliche Tätigkeiten auszuüben und das Dorf zu verwalten. Auch die Kindeserziehung fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
An der Spitze jeder Sippengemeinschaft steht der Bhrenara, der „Rat der Stammväter“. Dessen Mitglieder werden - von allen Stammesmitgliedern gemeinsam - aus jenen männlichen Cromor ausgewählt, denen man aufgrund ihres Aussehens, ihrer Statur und ihrer Abstammung höchste sexuelle Potenz nachsagt. Wichtigste Aufgabe der Mitglieder des Bhrenara ist die sorgfältige Planung von geschlechtlichen Verbindungen; mit dem Ziel, dass diesen möglichst vielzähiger, starker und gesunder Nachwuchs entspringen möge. Zu diesem Zweck sprechen zu Beginn der Herbstzeit - beim Sianym-Fest - alle Frauen des Stammes dem Bhrenara vor und künden von den Heldentaten, die sie im Laufe des Jahres vollbracht haben. Sie hoffen so den Rat von ihrer Eignung zu überzeugen. Danach erwählen sich die Mitglieder des Rates die in ihren Augen kräftigsten und gesündesten - aber auch vor den Augen Rontjas würdigsten - der Anwärterinnen zu ihren Partnerinnen. Es ist normal, dass ein Bhrenara mehrere Frauen gleichzeitig erwählt. Auf die Wahl, folgt ein fünftägiges, ausschweifendes Fest. Bei diesem wird Rontja für das vergangene Jahr gedankt und ihr Schutz für den kommenden Winter erbeten. Zum Ende der Feierlichkeiten kommt es schließlich zur sexuellen Vereinigung der Bhrenaras mit ihren Auserwählten.
Abseits des Sianym sind sexuelle Vereinigungen unter den Cromor nicht erwünscht und können - abhängig von der Entscheidung des Bhrenara - mitunter sogar mit Strafen - über deren Umfang der Rat von Fall zu Fall entscheidet, und die von Rufschmälerung bis zu dauerhafter Verbannung reichen können - geahndet werden.
Viele junge Cromor umgehen dieses Verbot indem sie sich - statt mit anderen Stammesmitgliedern - ausgiebig mit allen möglichen Fremden vergnügen. Gerade in den Frühlingsmonaten, in denen das Blut der Cromor-Frauen heiß in ihren Adern brodelt, kommt es so manchmal vor, dass unter den jungen Kriegerinnen regelrechte Duelle um junge, männliche Durchreisende ausgetragen werden. Oftmals werden die "Preise" völlig davon überrascht, dass sie der Gewinnerin eines solchen Wettstreits zumindest für eine Nacht "zu Diensten" sein müssen.
Die Männer des Bhrenara treffen sich regelmäßig im sogenannten „Männerhaus“. Dies ist eine Holzhütte, welche nur nackt betreten werden darf und die entweder auf warmen Quellen errichtet wurde, oder von außen durch ein Holzfeuer beheizt wird. Man sagt, dass das Schwitzen den Geist der Cromor öffnet und ihren Körper stärkt. Nur hier diskutieren die Männer unter Abwesenheit der Frauen die wichtigen Angelegenheiten des Stammes.
Die Cromor betreiben aufgrund der kurzen Sommer nur wenig, aber dafür umso intensiveren Ackerbau. Sie beschränken sich auf den Anbau von Einkorn, Buchweizen oder Rüben, während die in der Umgebung des Dorfes wachsenden Obstbäume zwar gepflegt, aber nicht gezielt angepflanzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Imkerei ein, da Honig bei den Brokthar des hohen Nordens als besondere Delikatesse gilt. Davon einmal abgesehen ist den Eisbarbaren die Tierzucht nahezu völlig unbekannt, so dass man bei ihnen nur einige als Wachtiere abgerichtete Firnwarge oder zahme Säbelkatzen findet, während die heiligen Riesenadler der Göttin, die von den Wächterinnen von Qorom als Reittiere benutzt werden, eine echte Besonderheit darstellen.

Weltsicht und Glaube
Wie auch die Brokthar des Südens betrachten die Cromor die jugendliche Göttin Rontja nicht nur als Schutzherrin ihres Volkes, sondern auch als - im wahrsten Sinne des Wortes - Muttergöttin ihrer Rasse. Sie soll der Legende nach zusammen mit dem Troll Grothos, die ersten Brokthar gezeugt hat. Jedoch blieb das göttliche Liebespaar nicht lange glücklich, denn nach einem Streit versuchte Grothros, seine Kinder zu erschlagen, die in seinen Augen hässliche Missgeburten waren. Er bezahlte den Versuch mit seinem Leben, denn Rontja verteidigte ihre Kinder erbittert und erschlug ihren Gemahl, nur um kurz darauf selbst auf der Spitze des stets schneebedeckten Qorom-Bergs ihren tödlichen Wunden zu erliegen. Von dort aus wacht ihr Geist seitdem in Form ihrer heiligen Tiere – den gewaltigen Qorom-Adlern – über die Wälder von Cromwyn und ihre geliebten Kinder vom Volk der Cromor. In diesem Glauben liegt auch die alte Erbfeindschaft zwischen den Eisbarbaren und den Trollen begründet. Die anderen Götter der südlichen Brokthar finden bei den Cromor keine oder nur geringe Verehrung, was erstere immer wieder zum Grund nehmen, ihre nördlichen Verwandten als übelste Ketzer zu verurteilen.
Die Jenseitsvorstellung der Eisbarbaren ist einfach und eingängig: Gute Brokthar kommen in Rontjas Hallen der Seligen - entweder als einfache Seele oder als heilige "Valakyr" - während schlechte auf ewig allein über die endlosen Eisebenen des hohen Nordens irren. Da Rontja jedoch eine gnädige Göttin ist, erhalten auch die Seelen der Gestrauchelten noch eine letzte Chance. Sie verbleiben so lange im Diesseits, wie das Fleisch des Toten noch nicht völlig verwest ist. Während dieser Zeit haben sie noch einmal die Möglichkeit, sich als Diener der Göttin zu bewähren, indem sie in Traumvisionen den Lebenden wichtige Botschaften übermitteln oder deren Dörfer gegen die Angriffe körperloser Dämonen verteidigen. Sofern sie sich zu Lebzeiten vor Rontja und ihrer Hohepriesterin bewährt haben, bringen die Brokthar der Firnwälder die Leichname ihrer Anverwandten in die tiefen Eiskavernen des Bergs Qorom. Dort werden die Verstorbenen mit verschiedenen Ölen eingerieben und in feinste Tücher eingewickelt, um hier auf die Aufnahme in Rontjas Hallen zu warten. Unwürdige hingegen werden schlichtweg an für Tiere schwer zugänglichen Orten vergraben. Die Verbrennung von Leichen gilt - aufgrund des oben genannten Glaubens - als absolutes Tabu. Lediglich die sterblichen Überreste von getöteten Trollen werden verbrannt, da die Eisbarbaren davon ausgehen, dass diese schwarze Seelen besitzen, die, wenn man ihre Leichen nicht verbrennt, zu Körperlosen werden können.
Religiöse Führerin der Cromor ist Freygar, die blutjunge Hohepriesterin der Rontja. Ihre Aufgabe ist es, die heiligen Gesänge an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben und die niederen Riten zu Rontjas Ehre durchzuführen. Diese Riten bestehen neben dem Rezitieren langer Epen und Heldengesänge, aus komplexen Tänzen und Zeremonien, bei denen Rontjas heiligem Feuer Opfer in Form von Jagdwild und Honig dargebracht werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist aber die aktive Kommunikation mit den Seelen der Verstorbenen, die im Qorom aufgebahrt werden. Denn nur einer Hohepriesterin ist es möglich und erlaubt selbst die Tore zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich zu öffnen und die Ahnen um Beistand und Rat zu bitten.
Vor vielen Generationen kamen Flüchtlinge aus dem fernen Land Bornwyn, westlich der Drachenberge in das Gebiet der Cromor. Angeführt wurden sie von einer mächtigen Kämpferin namens Valara, die nach einer Vielzahl von Prüfungen als die "Heilige Valara" von Rontja persönlich zu ihrer Hohepriesterin erwählt wurde und den Grundstein für die Vereinigung der Cromor mit den von ihnen "Bornwyna"  genannten Westlingen legte.
Über alle Generationen hinweg wurde ihr Amt immer an die jeweils begabteste Wächterin des heiligen Bergs weitergegeben. Der Bund der Wächterinen von Quorom weist gewisse Ähnlichkeit zu Tempelgardisten auf. Ihnen obliegt die heilige Aufgabe, Rontjas irdische Heimstadt, den Berg Qorom und die dort residierende Hohepriesterin gegen alle Feinde zu verteidigen. Zudem unterstützen sie die Hohepriesterin bei ihren komplizierten Riten. Im Falle von Trollangriffen, Raubzügen von Eiswürmern oder anderen größeren Gefahren für das Stammesgebiet der Cromor reiten sie außerdem auf den heiligen Qorom-Adlern aus, um die einfachen Stammeskriegerinnen nach Kräften zu unterstützen.

Magie
Eine eigene magische Tradition besitzen die Cromor nicht. Die wenigen Nordlandbrokthar, die mit einer magischen Begabung geboren werden, betrachtet man in der Regel nicht als Zauberer, sondern vielmehr als von Rontja gesegnet und sieht sie - sofern sie weiblichen Geschlechts sind - für die Aufgabe einer Qorom-Wächterin vor. Jungen Cromor-Männern mit einer solchen Begabung fällt keine gesonderte Aufgabe zu, und so verkümmern ihre Fähigkeiten im Laufe der Jahre fast gänzlich. Je nachdem, wie sich die Begabung äußert, kann es in seltenen Fällen aber auch einmal passieren, dass das "von bösen Geistern besessene Kind" ausgesetzt wird. Cromor verabscheuen Magie zwar nicht prinzipiell, begegnen fremden Magieanwendern aber stets vorsichtig und wachsam. Magier haben es deshalb schwerer als alle Anderen, sich das Vertrauen der Eisbarbaren zu erarbeiten. Trollschamanen hingegen ist ein schneller Tod sicher.

Tracht und Bewaffnung
Schwerter sind bei den Cromor sehr selten, und als Jägerinnen verwenden sie lieber Speere oder schwere Jagdbögen. Mit diesen Waffen können sie enorm gut umgehen – was auch bitter notwendig ist, da die Eisbarbaren stets von Riesen und Trollen aus den nahen Bergen bedroht werden, Stämme der Nedermannen immer wieder in ihren Jagdgründen wildern und große Raubtiere durch die Wälder von Cromor streifen. Ob ein Brokthar aus südlicheren Gefilden oder aus dem hohen Norden stammt, kann man relativ leicht an seinem Äußeren feststellen. Die Cromor bevorzugen zwar, wie alle Brokthar, spärliche Kleidung aus Leder, verwenden aber aufgrund des wesentlich kälteren Klimas auch viel Pelz, etwa für die Fertigung von Umhängen oder gefütterten Stiefeln. Besonders die älteren, männlichen Cromor verzieren ihre verhornten Hautpartien gerne mit kunstvoll verschnörkelten Brandmalen, was ihnen neben dem meist lang und offen getragenem Haar bei dem rote und blonde Farbtöne vorherrschen, und das allenfalls mit Stirnbändern oder metallenen Stirnreifen gebändigt wird, ein wildes, kriegerisches Aussehen verleiht.
Männliche Eisbarbaren in reiferem Alter lassen sich, anders als alte Süd-Brokthar, lange Bärte stehen. Ein langer, gepflegter Bart wird von weiblichen Cromor als männliches Schönheitsideal und Zeichen der Vaterwürde angesehen. Auch wird bei ihnen das Barthaar schon früh gepflegt und massiert, um sein Wachstum zu stimulieren. Rüstungen tragen die Cromor nur in den seltensten Fällen, denn die Techniken des Plättnerns sind nach dem Versterben der letzten Bornwyna schnell in Vergessenheit geraten. Das rare, als Geschenk der Göttin angesehene Metall verwenden sie lieber für die Herstellung von Waffen. Tief im Inneren des Qorom werden sieben geheiligte Stahlwaffen aufbewahrt, die noch aus den Händen der letzten, stattlichsten Bornwyna stammen und nur in äußersten Notfällen von der Hohepriesterin an erfahrene Kämpferinnen herausgegeben werden. Man sagt, dass jede dieser Waffen unzählige Schlachten miterlebt hat und einen eigenen Willen besitzt, der ihre Trägerin im Kampf unterstützt.

Handwerkskunst
Die Brokthar der Firnwälder verwenden vor allem Bronze für die Herstellung ihrer Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände und stellen somit eine klassische bronzezeitliche Kultur dar. Durch die Überlieferungen der Westländer lernten sie allerdings auch einige hochentwickelte Eisenverarbeitungstechniken kennen, die sie in der Vergangenheit aus Mangel an entsprechenden Rohstoffen allerdings fast ausschließlich für die Anfertigung besonderer Waffen und Rüstungen einsetzten. Ihre Verarbeitungstechnik reicht zwar nicht an die Schmiedekunst der Amhasim heran, in den Händen der Wächterinnen von Qorom, die nahezu ausschließlich mit solchen Waffen ausgestattet werden, stellen sie aber die aber dennoch fürchterliche Werkzeuge dar.
Als erfahrene Jäger nutzen sie nahezu jeden Bestandteil ihrer Beute, und so besteht ein Großteil ihrer Kleidung und Rüstungen aus Fell und Leder, verziert mit den Knochen und Zähnen mächtiger Raubtiere.
Alle Cromor, und vor allem die Männer, lieben es ihre Haare zu flechten und sie - mehr noch als ihre Kleidung - mit verschiedensten Dingen zu verschönern. Am Körper getragener Schmuck oder gar Hautbilder sieht man dagegen nur sehr selten.

Sitten und Gebräuche
Weibliche Cromor ziehen an ihrem 16. Geburtstag aus, um ihre Mündigkeit zu erringen. Voraussetzung hierfür ist das erfolgreiche Bestehen einer Reifeprüfung. Jede junge Eisbarbarin muss sich zu diesem Zweck auf eine persönliche Queste begeben, mit dem Ziel ihre Lebensaufgabe, ihr Innerstes, zu erkennen. Die Starken und Tapferen kehren geläutert in die Gemeinschaft zurück, um ihren Platz in ihr einzunehmen. Die Allerwürdigsten vollbringen gar wahre Wundertaten im Namen ihrer Göttin, sterben einen Heldentod und werden dafür von Rontja als "Valakyr" an die lange Tafel der Kriegerinnen geholt. Dort verweilen diese „streitbaren Geister“, bis sie am Ende aller Tage wieder von ihrem Volk gebraucht werden, und als gleißende Heerschar ihrer Göttin in die Schlacht folgen. Von jungen Männern wird keine besondere Prüfung erwartet, doch drängt es viele von ihnen dennoch dazu, sich zu beweisen. So versuchen viele Einsicht und Inspiration in den Eiskavernen des Qorom zu erhalten. Von Wächterinnen beschützt meditieren die jungen Männer dort mehrere Wochen lang und versuchen ihren Geist mit Hilfe von leisen Gesängen für die Einflüsterungen der Verstorbenen zu öffnen. Nur die Wenigsten werden von den Ahnengeistern für Höheres erwählt und verlassen die Höhlen mit neuen Erkenntnissen oder Fähigkeiten. Jene, denen es dennoch gelingt, werden von ihrem Volk wie Helden gefeiert.
Wahrhafte Berühmtheit noch weit über seinen eigenen Stamm hinweg erlangte zum Beispiel Adalri, Sohn der Rhyam. Man sagt, dass er der schönste Cromor sei, der jemals durch die Firnwälder wanderte, das seine klare, markante Stimme selbst Berge zum Einsturz bringen könne, und dass er die Gabe besitze in den Augen seines Gegenübers dessen innerste Wünsche zu erkennen. Fakt ist, dass Adalri mit seinen über 60 Sommern bereits auf einige Bhrenara-Treffen zurückblicken kann und viele Cromor des westlichen Cromwyn-Walds aus seinen Lenden entsprungen sind.
Während die weiblichen Cromor die Jagd traditionell als Einzelgängerinnen bestreiten, gruppieren sie sich in Zeiten des Krieges zu lockeren Kampfverbänden, die ihre Gegnern mit äußerst brutalen Attacken aus dem Hinterhalt überraschen. Im Konflikt mit ehrenhafteren Gegnern wie Orks oder anderen Brokthar einigt man sich zuweilen auch darauf, den Streit durch einen Zweikampf zwischen den Anführern aus der Welt zu schaffen. Während ihrer Freizeit widmen sich jüngere Eisbarbarinnen neben der Vervollkommnung ihrer Kampf- und Jagdfertigkeiten gerne dem Müßiggang: Essen, Trinken oder Schlafen.

Darstellung
Menschen gegenüber sind die Cromor zwar vorsichtig, aber auch neugierig und keinesfalls etwa die mordgierigen Bestien, zu denen die Legenden der Sanskitaren sie gerne machen. Da die Eisbarbaren wie alle Broktharen einen ausgeprägten Sexualtrieb haben, kann es einem männlichen Menschen gar passieren, dass eine Jägerin ganz besonderes Interesse an ihm zeigt (womit wohl auch die Legende über das wollüstige Foltern erklärt wäre – Cromor gehen beim Liebesakt nämlich recht rabiat vor). Haben einen die Nordlandbrokthar jedoch erst einmal als Freund akzeptiert, kann man davon ausgehen, warmherzige und verlässliche Verbündete gewonnen zu haben. Macht man sich hingegen eine Eisbarbarin zur Feindin, so wird sie einen hasserfüllt bis ans Ende der Welt verfolgen. Ganz ähnlich wie ihre südlichen Verwandten sind Cromor äußerst emotional und geben ihren Gefühlen stets brachial Ausdruck. Mädchenhafte Verhaltensweisen sucht man selbst bei den sanftesten Nordlandbrokthar vergebens. Meistens legen sie ein recht burschikoses Benehmen an den Tag – zumindest in den Augen anderer Völker. Würde man eine Eisbarbarin etwa mit dem ausgeklügelten Verhaltenscodex sanskitarischer Adeliger konfrontieren, würde man vermutlich lediglich verständnislose Blicke, wenn nicht gar schallendes Gelächter ernten.

Typische Namen
Viele Namen der Cromor sind durch die Sprache der Bronwyn-Ritter unter der heiligen Valara inspiriert und wurden nach Jahrhunderten in die Sprache der Brokthar integriert. Als Nachname wird stets der Name der Mutter mit einem „Sohn / Tochter der....“ angehängt.

    * Männlich: Arawn, Arwys, Bedwyr, Braith, Cadfan, Carwyn, Drystan, Forwen, Glynn, Goronwy, Lyall, Mostyn, Randan, Tyrell, Valri
    * Weiblich: Alis, Aerona, Betrys, Bryn, Dylis, Emlin, Enid, Frynga, Gwendolyn, Mairwen, Nia, Ronwen, Siana, Thelma, Ysold
 
 
Was denken sie über
    * Yetis: "Weise Freunde und geduldige Lehrmeister. Nur leider sind sie oft schwer zu verstehen."
    * Nedermannen: "Verfressen, ungeschickt und unglaublich dämlich. Das die immer noch nicht kapieren, dass sie in unseren Jagdgründen nichts zu suchen haben."
    * Menschen allgemein: "Trotz ihrer geringen Körpergröße sind einige von ihnen erstaunlich mutig. Und einige der Jüngeren sind wirklich hübsch anzusehen."
    * Slachkaren: „Sie verhalten sich meistens recht friedlich, können aber auch hinterhältig wie ein Schneewiesel sein. Brauchst du dringend einen Tipp für eine möglichst gemeine Kriegslist, dann frag am besten einen Slachkaren!“
    * Aventurier: "Jenseits der Berge weit im Westen liegt das Land Bornwyn. Dort herrschen ruchlose Sonnenanbeter, die im Krieg liegen mit den redlichen Bewohnern Bornwyns, die wie wir an Rontja glauben."
    * Trolle: "Verräter an Rontja. Tötet jeden von ihnen, der es wagt unseren Wald zu betreten!"
    * Orks: "Wenn sie dort bleiben, wo sie hingehören - nämlich weit weg in ihrer staubigen Steppe - dann kann ich hervorragend mit ihnen leben!"
    * Ronthar: "Eigentlich ganz umgängliche Leute. Nur diese Kuttenträger liegen uns ständig damit in den Ohren, dass wir "Ketzerinnen" seien."


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« Antworten #56 am: Februar 09, 2011, 15:15:10 »

Folgendes ist noch vor der Endabnahme zu klären:

- Heißt der Troll Grothros oder Grothos?
- Heißt der Berg Qorom oder Quorum oder Quorom?
- Heißt es Valakyr oder Valkyr?
- Heißt es Bronwyn oder Bornwyn?

- Im Satz "Rüstungen tragen die Cromor nur in den seltensten Fällen, denn die Techniken des Plättnerns sind nach dem Versterben der letzten Bornwyna schnell in Vergessenheit geraten.". Heißt es "des Plättnerns", "des Plätterns" oder "des Plattnerns" (mein Favorit) (Word-Rechtschreibprüfung vorschläge)

- In der Infobox wird von Rondra gesprochen... wäre Rontja nicht richtiger?
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« Antworten #57 am: Februar 09, 2011, 15:25:14 »

Ich habe bisher immer mit:
- Grothos
- Berg Qorom
- Valakyr
- Bornwyn/Bornwyna

gearbeitet.

Zitat
- In der Infobox wird von Rondra gesprochen... wäre Rontja nicht richtiger?
Nein. Die Waffen sind aus der Zeit vor dem Exodus und deshalb noch Rondra geweiht.
Ob man als Rontja-Gläubiger damit dann auch ihre besonderen Effekte nutzen kann, sollte in Meisterhand liegen - je nachdem ob er Rontja/Rondra als eine Entität zulässt.  Smiley

Zitat
- Im Satz "Rüstungen tragen die Cromor nur in den seltensten Fällen, denn die Techniken des Plättnerns sind nach dem Versterben der letzten Bornwyna schnell in Vergessenheit geraten.". Heißt es "des Plättnerns", "des Plätterns" oder "des Plattnerns" (mein Favorit) (Word-Rechtschreibprüfung vorschläge)
Google spuckt mir das Subjekt "Plattnerei" aus für eine Werkstatt zum Metallrüstungs-Restaurieren.
Bin kein Germanist, aber würde dann auch eher für "des Plattnerns" stimmen.
« Letzte Änderung: Februar 09, 2011, 16:48:28 von Moosäffchen » Gespeichert
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« Antworten #58 am: Februar 09, 2011, 15:29:17 »

Ich habe bisher immer mit:
- Grothros
- Berg Qorom
- Valakyr
- Bornwyn/Bornwyna

gearbeitet.

Nicht ganz... sonst hätte ich nicht nachgehakt Wink
Alle erwähnten unterschiedlichen Schreibvarianten habe ich aus dem aktuellen Cromor-Text.
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« Antworten #59 am: Februar 09, 2011, 15:56:10 »

Mal ne blöde Frage: hieß das Bornland zur fraglichen Zeit eigentlich Bornland?
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Stirbt ein Charakter nach den unter 'Sterben' genannten Kriterien, so ist er tot.
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