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Oktober 23, 2019, 16:35:50
Rakshazar - Forum  |  Rakshazar  |  Einsteigerspielhilfe  |  Thema: 0.2 Rollenspiel in Rakshazar 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: 0.2 Rollenspiel in Rakshazar  (Gelesen 2887 mal)
Yanken
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Der Organisations-Barbar vom Dienst!


« am: Februar 09, 2010, 21:09:35 »

So... ich hab auch hier nochmal aufgebohrt... ich hoffe es ist besser statt schlechter geworden. Ich bitte um Feedback, schließlich definiere ich hier gerade den von uns für Rakshazar vorgesehenen Spielstil, ohne sicher zu sein, ob ihr das ebenfalls so seht. Wink



Nahezu jedes Pen&Paper-Rollenspiel lässt sich üblicherweise durch drei markante Merkmale differenzieren: Das Regelwerk, die Hintergrundwelt und den Spielstil. Grundlage für Rakshazar ist das aventurische DSA-Basisregelwerk. Zwar haben wir uns die Freiheit herausgenommen zusätzliche Regeloptionen, wie Sonderfertigkeiten, Vor- und Nachteile und Zaubersprüche anzubieten um die riesländischen Gegebenheiten besser abzubilden, doch orientieren sich diese alle an den offiziellen Vorgaben und bleiben somit kompatibel. Da die meisten dieser Regeln für diese Spielhilfe keine Notwendigkeit besitzen, verzichten wir an dieser Stelle näher darauf einzugehen und kommen gleich zum zweiten wichtigen Eckpfeiler eines jeden Pen&Paper-Rollenspiels: der Hintergrundwelt. Für das Rakshazar-Projekt ist die Ausarbeitung dieses Punkt die zentrale Aufgabe, verbirgt sich doch dahinter das meiste Potenial um ein erfolgreiches, spannendes und abwechslungsreiches Rollenspiel zu schaffen, dass dennoch eine Identität ausstrahlt. Es war und ist dabei stets unser Anliegen, möglichst nah an den im offiziellen Aventurien verfügbaren Rieslandberichten und -legenden heranzureichen und damit Rakshazar auf homogene Weise in das Gesamtwerk der DSA-Welt "Dere" einzufügen. Wie du sicherlich bereits vermutest, ist die ausführliche Erläuterung der Hintergrund - mit dem strikten Fokus auf die Einsteigerregion Kurotan - Hauptbestandteil dieser Spielhilfe, weshalb wir an dieser Stelle nun auf das dritte Standbein eines jeden Rollenspiel zu sprechen kommen wollen: den Spielstil.

Der Spielstil Rakshazars - also die vorherrschenden Stereotypen in Bezug auf Denkmuster, Moral, Verhaltensweisen; das Selbstbild der Spielercharaktere, sowie die spielerische Härte und Ernsthaftigkeit am Spieltisch - lehnt sich explizit an das Genre der "Sword&Sorcery", welches wir nachfolgend für dich interpretieren und dir näher bringen wollen.

Grim & Gritty
Das Leben in Rakshazar präsentiert sich „unerbittlich und schmutzig“; und dies ist wörtlich zu verstehen. Die Bewohner dieses Kontinents, sind oftmals von ausgesprochen ernster, trockener und kaltherziger Natur, kennen kaum Skrupel und sind fast immer bereit, für das Erreichen ihrer Ziele buchstäblich über Leichen zu gehen. Ihr Überlebensinstinkt ist überstark ausgeprägt und das Streben nach persönlichen Vorteilen könnte man fast schon als Grundbedürfnis bezeichnen.

Heroismus
Trotz der Tatsache, dass auch in Rakshazar der in DSA übliche "phantastische Realismus" größtenteils gilt, fokussiert der Spielstil von Rakshazar auf überdurchschnittliche Spielercharaktere mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten. Doch bitte nicht falsch verstehen: Diese Charaktere sind keine Superhelden oder Halbgötter, sondern äußergewöhnliche Abenteurer die dafür geschaffen sind, das ungleich gefährlichere Riesland herauszufordern.

Martialische Untugenden
Was in Aventurien nur Schurken und Verbrechern angelastet wird, erlauben sich in Rakshazar auch gerne diejenigen die sich als Helden bezeichnen. Stehen hier doch üblicherweise die "schlechten Tugenden" hoch im Kurs und gelten im üblichen Moralverständnis als gutes und legitimes Mittel überlebenswichtigen Einfluss, Ansehen und Selbstbewusstsein zu erlangen und zu stärken. Dies trifft zwar verständlicherweise nicht auf alle Individuen zu, macht aber dennoch klar, wie es um das riesländische Temperament bestellt ist.
Eine durchaus bemerkenswerte Tatsache ist der geschlechterspezifische Umgang mit diesen Untugenden. Machen rakshazarische Männer und Frauen doch kaum bzw. keine Unterschiede zwischen den irdisch als typisch "männlichen" bzw. typisch "weiblichen" Eigenheiten. Beiden Geschlechtern ist jedes mittel ist recht. Dennoch ist erkennbar, dass die als typisch "männlich" geschimpften negativen Verhaltensweisen bei Männern und Frauen im Alltag überwiegen. Dazu gehört körperliche Gewalt als nahezu überall akzeptiertes Mittel der "Rechtsfindung" (das Recht des Stärkeren), Chauvinismus, Prahlerei, Provokation, Machtgier, brünstiges Verhalten, sowie das Zeigen nach Mut und körperlicher Stärke. Doch auch die "weiblichen" Unarten und Charaktereigenschaften wie Intriganz, Täuschung, Ausnutzung, Hinterhältigkeit, Anwendung von Psychoterror, Manipulation und sozialer Kontrolle kommen nicht zu kurz und gelten durchaus als gute Mittel zum Zweck.

Schwarz-Weiß-Denken
Sehr klar und mit einem meist starren Entweder-Oder-Denken, trennt der Rakshazarer zwischen "Gut" und "Böse". Ein Dazwischen bzw. "Graustufen" gibt es in seiner Weltsicht eigentlich nur selten und liegt damit auch nicht im Kernbereich des rakshazarischen Spielstils.
Anders jedoch als in Aventurien oder in Tolkins Mittelerde gilt diese Gut-Böse-Unterscheidung nicht im moralischen Sinne, sondern entspricht vielmehr einer absolut subjektiven Sichtweise des jeweiligen Protagonisten. Die Einstellungen sind also so individuell wie die Charaktere die sie ersonnen haben. So sind nicht wenige Vorstellungen anzutreffen, die keinen oder zumindest kaum einen Zusammenhang zwischen Motiv, Moral und Gerechtigkeitssinn erkennen lassen.
Für eine Heldengruppe könnte etwa das gnadenlose Motto "Auge um Auge, Zahn um Zahn" gelten, wohingegen andere die Einstellung "Recht vor Gerechtigkeit" oder "Jedem das seine" vertreten. Wieder andere beurteilen ihre Mitmenschen nach rein egoistischen Gesichtspunkten getreu dem Motto: "Wer mir/uns im Weg steht, ist mein/unser Feind". Auf der Völkerebene mag es eine "Wir sind wir... und ihr seit ihr"-Sichtweise geben und natürlich kann man auch auf die klassische Unterscheidung zwischen Gut und Böse setzen, wie sie etwa im aventurischen Mittelreich verbreitet ist. Einzig die Einteilung "Meines Feindes Feind ist mein Freund" oder "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" ist nahezu überall anzutreffen. Es empfiehlt sich die Sichtweisen der Charaktere innerhalb einer Heldengruppe abzustimmen um die Spielbarkeit und Plausibilität zu wahren.

"Überspitztes" Frauenbild
Frauen werden im Sword & Sorcery Genre oftmals sehr überspitzt und eindimensional dargestellt und entsprechen wohl keinenfalls der irdisch üblichen politischen Korrektheit. Trotz dieser heutigen Mängel halten wir auch an diesem Element des männlich geprägten Genres fest.
Zum einen kennt man rakshazarische Frauen häufig in der Rolle des "armes Opfer" in Form eines zarten, lieblichen Fräuleins, einer armen, ungerecht behandelten Magd oder als unglückliche Prinzessin die eigentlich immer Hilfe benötigt oder gerettet werden muss. Ein zweiter Stereotyp ist der "Femme fatale" (heutzutage auch "Vamp" genannt). Eine meist besonders attraktive und verführerische Frau, die – oftmals mit boshaften oder auch magisch-dämonischen Zügen ausgestattet – Männer erotisch an sich bindet, sie aber auch manipuliert, ihre Moral untergräbt und sie meist auf „fatale“ Weise ins Unglück stürzt. Das dritte überspitzte Frauenbild ist das des starken, selbstbewussten Mannsweibs, dass sich - als mächtige Kriegerin - fast nur noch durch ihr Äußeres von männlichen Mitstreitern unterscheidet.
« Letzte Änderung: Februar 10, 2010, 12:07:27 von Yanken » Gespeichert

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« Antworten #1 am: Februar 09, 2010, 21:25:46 »

Gefällt mir!

Ausführlich und genau richtig fomuliert. Auch gute Beispiele gebracht.
Meine Führsprache hat es.
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Yanken
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« Antworten #2 am: Februar 16, 2010, 08:59:06 »

@Maeglin:
Falls du Lust und Zeit hast... ich glaube hier hast du einen Text übersehen.

Vielen Dank
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Mæglin
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« Antworten #3 am: Februar 16, 2010, 11:04:44 »

Ups...wie konnte mir das passieren... Embarrassed


Nahezu jedes Pen&Paper-Rollenspiel lässt sich mit Hilfe von drei Kategorien beschreiben: Das Regelwerk, die Hintergrundwelt und den Spielstil. Grundlage für Rakshazar ist das aventurische DSA-Basisregelwerk. Zwar haben wir uns die Freiheit herausgenommen zusätzliche Regeloptionen, wie Sonderfertigkeiten, Vor- und Nachteile und Zaubersprüche anzubieten, um die riesländischen Gegebenheiten besser abzubilden, doch orientieren sich diese alle an den offiziellen Vorgaben und bleiben somit mit dem offiziellen System kompatibel. Da die meisten dieser Sonderregeln für die Benutzung dieser Spielhilfe nicht nötig sind, verzichten wir an dieser Stelle darauf näher auf sie einzugehen und kommen gleich zum zweiten wichtigen Eckpfeiler eines jeden Pen&Paper-Rollenspiels: der Hintergrundwelt. Für uns, die Mitglieder des Rakshazar-Projekts ist die Ausarbeitung dieses Punktes unsere zentrale Aufgabe. Es war und ist dabei stets unser Anliegen, möglichst nah an den im offiziellen aventurischen Hintergrund verfügbaren Rieslandberichten und -legenden zu bleiben und damit Rakshazar möglichst homogene Weise in das Gesammtbild Deres einzufügen. Wie du sicherlich bereits vermutest, ist die ausführliche Erläuterung des Hintergrundes - mit dem strikten Fokus auf die Einsteigerregion Kurotan - Hauptbestandteil dieser Spielhilfe. Kommen wir nun auf das dritte Standbein eines jeden Rollenspiel zu sprechen: den Spielstil.

Sword & Sorcery in Rakshazar
Der Spielstil - die vorherrschenden Stereotypen und Denkmuster, die Moral und die daraus resultierenden Verhaltensweisen, das Selbstbild der Spielercharaktere, sowie nicht zuletzt die spielerische Härte und Ernsthaftigkeit -  entsprechen dem Genre der "Sword&Sorcery", welches wir dir im Folgenden näherbringen möchten.


Grim & Gritty
Das Leben in Rakshazar präsentiert sich „unerbitterlich und schmutzig“; und dies ist wörtlich zu verstehen. Die Bewohner dieses Kontinents, sind oftmals von ausgesprochen ernster und kaltherziger Natur, kennen kaum Skrupel und sind fast immer bereit, für das Erreichen ihrer Ziele wortwörtlich über Leichen zu gehen. Ihr Überlebensinstinkt ist überstark ausgeprägt und das Streben nach persönlichen Vorteilen ist ihnen ein Grundbedürfnis. (Das unerbittlich kommt raus...aber wo ist bitte das Schmutzige?  Huh?)

Heroismus
Trotz der Tatsache, dass auch in Rakshazar der in DSA übliche "phantastische Realismus" gilt, fokussiert der Spielstil von Rakshazar - weitaus mehr noch als in Aventurien - auf überdurchschnittliche Spielercharaktere mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten. Doch bitte nicht falsch verstehen: Auch diese Charaktere sind keine Superhelden oder Halbgötter, sondern lediglich äußergewöhnliche Abenteurer die dafür geschaffen sind, das im direkten Vergleich mit dem westlichen Nachbarkontinent ungleich gefährlichere Riesland herauszufordern.

Martialische Untugenden
Was in Aventurien nur Schurken und Verbrechern wagen, erlauben sich in Rakshazar auch gerne diejenigen die sich als Helden bezeichnen; stehen hier doch üblicherweise allerlei Untugenden (Eine Tugend ist der besitz positiver Fähigkeiten/Geisteshaltung, schlechte Tugenden gibt es also per Definition nicht...Untugend ist hier das richtige Wort... Wink) hoch im Kurs und gelten als gute und legitime Mittel Einfluss, Ansehen und Selbstbewusstsein zu erlangen und zu stärken. Dies trifft zwar verständlicherweise nicht auf alle Individuen zu, macht aber dennoch klar, wie es im Allgemeinen um den riesländischen Charakter bestellt ist.
Eine durchaus bemerkenswerte Tatsache ist der geschlechterspezifische Umgang mit diesen Untugenden, machen rakshazarische Männer und Frauen doch kaum bzw. keine Unterschiede zwischen den irdisch als typisch "männlich" bzw. typisch "weiblich" bezeichneten Eigenheiten. Es scheint vielmehr sogar so, dass gerade die als typisch "männlich" empfundenen negativen Verhaltensweisen im Alltag geschlechterübergreifend überwiegen. Dazu gehört körperliche Gewalt als nahezu überall akzeptiertes Mittel der "Rechtsfindung" (das Recht des Stärkeren), Chauvinismus, Prahlerei, Provokation, Machtgier und brünstiges Verhalten. sowie das Streben nach Mut körperlicher Stärke. (Seit wann ist der Wunsch Stark und Mutig zu sein negativ/eine Untugend?  Roll Eyes Huh?) Doch auch die "typisch weiblichen Unarten" wie Intriganz, Täuschung, Hinterhältigkeit, Anwendung von Psychoterror, Manipulation und sozialer Kontrolle kommen nicht zu kurz und gelten als gute Mittel zum Zweck.

Schwarz-Weiß-Denken
Sehr klar und mit einem meist starren Entweder-Oder-Denken, trennt der Rakshazarer zwischen "Gut" und "Böse". Ein Dazwischen bzw. "Graustufen" gibt es in seiner Weltsicht nur selten. Anders jedoch als in Aventurien oder in Tolkiens Mittelerde gilt diese Gut-Böse-Unterscheidung nicht im moralischen Sinne, sondern entspricht vielmehr einer absolut subjektiven Sichtweise des jeweiligen Protagonisten. Die Bewertungsmuster sind so individuell wie die Charaktere, die sie ersonnen haben. So sind nicht wenige Vorstellungen anzutreffen, die keinen oder zumindest kaum einen Zusammenhang zwischen Motiv, Moral und Gerechtigkeitssinn erkennen lassen. (Das ist mir ehrlichgesagt zu pseudo-philosophisch... Wink
Für eine Heldengruppe könnte etwa das Motto "Auge um Auge, Zahn um Zahn" gelten; will meinen man lässt andere in Ruhe, solange man selber in Ruhe gelassen wird. Aber wehe, jemand wirft den ersten Stein... Andere hingegen können die Einstellung "Recht vor Gerechtigkeit" oder "Jedem das seine" (zumindest Jedem das seine ist ja eigentlich kein widerspruch zu Auge um Auge... oder sehe ich das falsch?  Huh?) vertreten. Wieder andere beurteilen ihre Mitmenschen nach rein egoistischen Gesichtspunkten, getreu dem Motto: "Wer mir/uns im Weg steht, ist mein/unser Feind". Auf der Völkerebene mag es eine "Wir sind wir... und ihr seit ihr"-Sichtweise geben (Das sagt aber überhaupt nichts darüber aus wie gut und böse gesehen wird... Roll Eyes)und natürlich kann man auch auf die klassische Unterscheidung zwischen Gut und Böse setzen, wie sie etwa im aventurischen Mittelreich verbreitet ist. Einzig die Einteilung "Meines Feindes Feind ist mein Freund" oder "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" (Das ist erstens was ganz anderes als "Meines Feindes Feind ist mein Freund" und zweitens sehr radikal, denn es bedeutet wenn mans genau nimmt, wer nicht bereit ist mich aktiv zu unterstützen wird direkt abgemurkst... Roll Eyes) ist nahezu überall anzutreffen. Es empfiehlt sich die Sichtweisen der Charaktere innerhalb einer Heldengruppe abzustimmen um die Spielbarkeit und Plausibilität zu wahren.

"Überspitztes" Frauenbild
Frauen werden im Sword & Sorcery Genre oftmals sehr überspitzt und eindimensional und keinenfalls der irdisch üblichen politischen Korrektheit entsprechend dargestellt. Trotzdem halten wir auch an diesem Element des männlich geprägten Genres fest. Zum einen treten rakshazarische Frauen häufig in der Rolle des "armes Opfer" - in Form eines zarten, lieblichen Fräuleins, einer armen, ungerecht behandelten Magd oder einer unglücklichen Prinzessin die Hilfe benötigt oder gerettet werden muss - auf. Ein zweiter Stereotyp ist der der "Femme fatale" (heutzutage auch "Vamp" genannt). Eine meist besonders attraktive und verführerische Frau, die – oftmals mit boshaften oder auch magisch-dämonischen Zügen ausgestattet – Männer erotisch an sich bindet, sie manipuliert, ihre Moral untergräbt und meist auf „fatale“ Art und Weise ins Unglück stürzt. Das dritte überspitzte Frauenbild ist das des starken, selbstbewussten Mannsweibs, dass sich - als mächtige Kriegerin - fast nur noch durch ihr Äußeres von ihren männlichen Mitstreitern und Gegnern unterscheidet.
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« Antworten #4 am: Februar 16, 2010, 12:18:29 »

Nahezu jedes Pen&Paper-Rollenspiel lässt sich mit Hilfe von drei Kategorien beschreiben: Das Regelwerk, die Hintergrundwelt und den Spielstil. Grundlage für Rakshazar ist das aventurische DSA-Basisregelwerk. Zwar haben wir uns die Freiheit herausgenommen zusätzliche Regeloptionen, wie Sonderfertigkeiten, Vor- und Nachteile und Zaubersprüche anzubieten, um die riesländischen Gegebenheiten besser abzubilden, doch orientieren sich diese alle an den offiziellen Vorgaben und bleiben somit mit dem offiziellen System kompatibel. Da die meisten dieser Sonderregeln für die Benutzung dieser Spielhilfe nicht nötig sind, verzichten wir an dieser Stelle darauf näher auf sie einzugehen und kommen gleich zum zweiten wichtigen Eckpfeiler eines jeden Pen&Paper-Rollenspiels: der Hintergrundwelt. Für uns, die Mitglieder des Rakshazar-Projekts ist die Ausarbeitung dieses Punktes unsere zentrale Aufgabe. Es war und ist dabei stets unser Anliegen, möglichst nah an den im offiziellen aventurischen Hintergrund verfügbaren Rieslandberichten und -legenden zu bleiben und damit Rakshazar möglichst homogene Weise in das Gesammtbild Deres einzufügen. Wie du sicherlich bereits vermutest, ist die ausführliche Erläuterung des Hintergrundes - mit dem strikten Fokus auf die Einsteigerregion Kurotan - Hauptbestandteil dieser Spielhilfe. Kommen wir nun auf das dritte Standbein eines jeden Rollenspiel zu sprechen: den Spielstil.

Sword & Sorcery in Rakshazar
Der Spielstil - die vorherrschenden Stereotypen und Denkmuster, die Moral und die daraus resultierenden Verhaltensweisen, das Selbstbild der Spielercharaktere, sowie nicht zuletzt die spielerische Härte und Ernsthaftigkeit - entsprechen dem Genre der "Sword&Sorcery", welches wir dir im Folgenden näherbringen möchten.

Grim & Gritty
Das Leben in Rakshazar präsentiert sich „unerbitterlich und schmutzig“; und dies ist wörtlich zu verstehen. Die Bewohner dieses Kontinents, sind oftmals von ausgesprochen ernster und kaltherziger Natur, kennen kaum Skrupel und sind fast immer bereit, für das Erreichen ihrer Ziele wortwörtlich über Leichen zu gehen. Ihr Überlebensinstinkt ist überstark ausgeprägt und das Streben nach persönlichen Vorteilen ist ihnen ein Grundbedürfnis. Die Spielwelt Rakshazar ist eine verdorbe, schmutzige und unwirkliche Gegend. Den Leuten hier wird nichts geschenkt. Nur wenige Hoffnungsschimmer von Moral und Gerechtigkeit durchbrechen die Trostlosigkeit oder die egoisische Gesinnung.

Heroismus
Trotz der Tatsache, dass auch in Rakshazar der in DSA übliche "phantastische Realismus" gilt, fokussiert der Spielstil von Rakshazar - weitaus mehr noch als in Aventurien - auf überdurchschnittliche Spielercharaktere mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten. Doch bitte nicht falsch verstehen: Auch diese Charaktere sind keine Superhelden oder Halbgötter, sondern lediglich äußergewöhnliche Abenteurer die dafür geschaffen sind, das im direkten Vergleich mit dem westlichen Nachbarkontinent ungleich gefährlichere Riesland herauszufordern.

Martialische Untugenden
Was in Aventurien nur Schurken und Verbrechern wagen, erlauben sich in Rakshazar auch gerne diejenigen die sich als Helden bezeichnen; stehen hier doch üblicherweise allerlei Untugenden hoch im Kurs und gelten als gute und legitime Mittel Einfluss, Ansehen und Selbstbewusstsein zu erlangen und zu stärken. Dies trifft zwar verständlicherweise nicht auf alle Individuen zu, macht aber dennoch klar, wie es im Allgemeinen um den riesländischen Charakter bestellt ist.
Eine durchaus bemerkenswerte Tatsache ist der geschlechterspezifische Umgang mit diesen Untugenden, machen rakshazarische Männer und Frauen doch kaum bzw. keine Unterschiede zwischen den irdisch als typisch "männlich" bzw. typisch "weiblich" bezeichneten Eigenheiten. Es scheint vielmehr sogar so, dass gerade die als typisch "männlich" empfundenen negativen Verhaltensweisen im Alltag geschlechterübergreifend überwiegen. Dazu gehört körperliche Gewalt als nahezu überall akzeptiertes Mittel der "Rechtsfindung" (das Recht des Stärkeren), Chauvinismus, Prahlerei, Provokation, Machtgier und brünstiges Verhalten. Doch auch die "typisch weiblichen Unarten"  wie Intriganz, Täuschung, Hinterhältigkeit, Anwendung von Psychoterror, Manipulation und sozialer Kontrolle kommen nicht zu kurz und gelten als gute Mittel zum Zweck.

Schwarz-Weiß-Denken
Sehr klar und mit einem meist starren Entweder-Oder-Denken, trennt der Rakshazarer zwischen "Gut" und "Böse". Ein Dazwischen bzw. "Graustufen" gibt es in seiner Weltsicht nur selten. Anders jedoch als in Aventurien oder in Tolkiens Mittelerde gilt diese Gut-Böse-Unterscheidung nicht im moralischen Sinne, sondern entspricht vielmehr einer absolut subjektiven Sichtweise des jeweiligen Protagonisten. Die Bewertungsmuster sind so individuell wie die Charaktere, die sie ersonnen haben.
Für eine Heldengruppe könnte etwa das Motto "Auge um Auge, Zahn um Zahn" gelten; will meinen man lässt andere in Ruhe, solange man selber in Ruhe gelassen wird. Aber wehe, jemand wirft den ersten Stein. Andere hingegen können die Einstellung "Recht vor Gerechtigkeit", "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" oder "Jedem das seine" vertreten. Wieder andere beurteilen ihre Mitmenschen nach rein egoistischen Gesichtspunkten, getreu dem Motto: "Wer mir/uns im Weg steht, ist mein/unser Feind". Auf der Völkerebene mag es eine "Wir sind die Guten und haben immer recht - alle anderen die Bösen"-Sichtweise geben und natürlich kann man auch auf die klassische Unterscheidung zwischen Gut und Böse setzen, wie sie etwa im aventurischen Mittelreich verbreitet ist. Einzig die Einteilung "Meines Feindes Feind ist mein Freund" ist nahezu überall anzutreffen. Es empfiehlt sich die Sichtweisen der Charaktere innerhalb einer Heldengruppe abzustimmen um die Spielbarkeit und Plausibilität zu wahren.

"Überspitztes" Frauenbild
Frauen werden im Sword & Sorcery Genre oftmals sehr überspitzt und eindimensional und keinenfalls der irdisch üblichen politischen Korrektheit entsprechend dargestellt. Trotzdem halten wir auch an diesem Element des männlich geprägten Genres fest. Zum einen treten rakshazarische Frauen häufig in der Rolle des "armes Opfer" - in Form eines zarten, lieblichen Fräuleins, einer armen, ungerecht behandelten Magd oder einer unglücklichen Prinzessin die Hilfe benötigt oder gerettet werden muss - auf. Ein zweiter Stereotyp ist der der "Femme fatale" (heutzutage auch "Vamp" genannt). Eine meist besonders attraktive und verführerische Frau, die – oftmals mit boshaften oder auch magisch-dämonischen Zügen ausgestattet – Männer erotisch an sich bindet, sie manipuliert, ihre Moral untergräbt und meist auf „fatale“ Art und Weise ins Unglück stürzt. Das dritte überspitzte Frauenbild ist das des starken, selbstbewussten Mannsweibs, dass sich - als mächtige Kriegerin - fast nur noch durch ihr Äußeres von ihren männlichen Mitstreitern und Gegnern unterscheidet.
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Mæglin
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« Antworten #5 am: Februar 16, 2010, 12:33:35 »

Nahezu jedes Pen&Paper-Rollenspiel lässt sich mit Hilfe von drei Kategorien beschreiben: Das Regelwerk, die Hintergrundwelt und den Spielstil. Grundlage für Rakshazar ist das aventurische DSA-Basisregelwerk. Zwar haben wir uns die Freiheit herausgenommen zusätzliche Regeloptionen, wie Sonderfertigkeiten, Vor- und Nachteile und Zaubersprüche anzubieten, um die riesländischen Gegebenheiten besser abzubilden, doch orientieren sich diese alle an den offiziellen Vorgaben und bleiben somit mit dem offiziellen System kompatibel. Da die meisten dieser Sonderregeln für die Benutzung dieser Spielhilfe nicht nötig sind, verzichten wir an dieser Stelle darauf näher auf sie einzugehen und kommen gleich zum zweiten wichtigen Eckpfeiler eines jeden Pen&Paper-Rollenspiels: der Hintergrundwelt. Für uns, die Mitglieder des Rakshazar-Projekts ist die Ausarbeitung dieses Punktes unsere zentrale Aufgabe. Es war und ist dabei stets unser Anliegen, möglichst nah an den im offiziellen aventurischen Hintergrund verfügbaren Rieslandberichten und -legenden zu bleiben und damit Rakshazar möglichst homogene Weise in das Gesammtbild Deres einzufügen. Wie du sicherlich bereits vermutest, ist die ausführliche Erläuterung des Hintergrundes - mit dem strikten Fokus auf die Einsteigerregion Kurotan - Hauptbestandteil dieser Spielhilfe. Kommen wir nun auf das dritte Standbein eines jeden Rollenspiel zu sprechen: den Spielstil.

Sword & Sorcery in Rakshazar
Der Spielstil - die vorherrschenden Stereotypen und Denkmuster, die Moral und die daraus resultierenden Verhaltensweisen, das Selbstbild der Spielercharaktere, sowie nicht zuletzt die spielerische Härte und Ernsthaftigkeit - entsprechen dem Genre der "Sword&Sorcery", welches wir dir im Folgenden näherbringen möchten.

Grim & Gritty
Das Leben in Rakshazar ist „unerbitterlich und schmutzig“; und dies ist wörtlich zu verstehen. Die Bewohner dieses Kontinents, sind oftmals von ausgesprochen ernster und kaltherziger Natur, kennen kaum Skrupel und sind fast immer bereit, für das Erreichen ihrer Ziele wortwörtlich über Leichen zu gehen. Ihr Überlebensinstinkt ist überstark ausgeprägt und das Streben nach persönlichen Vorteilen ist ihnen ein Grundbedürfnis. Der Kontinent selber präsentiert sich als durchweg verdorbener, schmutziger und unwirklicher Lebensraum. Den Leuten hier wird nichts geschenkt. Nur wenige Hoffnungsschimmer von Moral und Gerechtigkeit durchbrechen die trostlose und egoisische Grundstimmung.

Heroismus
Trotz der Tatsache, dass auch in Rakshazar der in DSA übliche "phantastische Realismus" gilt, fokussiert der Spielstil von Rakshazar - weitaus mehr noch als in Aventurien - auf überdurchschnittliche Spielercharaktere mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten. Doch bitte nicht falsch verstehen: Auch diese Charaktere sind keine Superhelden oder Halbgötter, sondern lediglich äußergewöhnliche Abenteurer die dafür geschaffen sind, das im direkten Vergleich mit dem westlichen Nachbarkontinent ungleich gefährlichere Riesland herauszufordern.

Martialische Untugenden
Was in Aventurien nur Schurken und Verbrechern wagen, erlauben sich in Rakshazar auch gerne diejenigen die sich als Helden bezeichnen; stehen hier doch üblicherweise allerlei Untugenden hoch im Kurs und gelten als gute und legitime Mittel Einfluss, Ansehen und Selbstbewusstsein zu erlangen und zu stärken. Dies trifft zwar verständlicherweise nicht auf alle Individuen zu, macht aber dennoch klar, wie es im Allgemeinen um den riesländischen Charakter bestellt ist.
Eine durchaus bemerkenswerte Tatsache ist der geschlechterspezifische Umgang mit diesen Untugenden, machen rakshazarische Männer und Frauen doch kaum bzw. keine Unterschiede zwischen den irdisch als typisch "männlich" bzw. typisch "weiblich" bezeichneten Eigenheiten. Es scheint vielmehr sogar so, dass gerade die als typisch "männlich" empfundenen negativen Verhaltensweisen im Alltag geschlechterübergreifend überwiegen. Dazu gehört körperliche Gewalt als nahezu überall akzeptiertes Mittel der "Rechtsfindung" (das Recht des Stärkeren), Chauvinismus, Prahlerei, Provokation, Machtgier und brünstiges Verhalten. Doch auch die "typisch weiblichen Unarten"  wie Intriganz, Täuschung, Hinterhältigkeit, Anwendung von Psychoterror, Manipulation und sozialer Kontrolle kommen nicht zu kurz und gelten als gute Mittel zum Zweck.

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Sehr klar und mit einem meist starren Entweder-Oder-Denken, trennt der Rakshazarer zwischen "Gut" und "Böse". Ein Dazwischen bzw. "Graustufen" gibt es in seiner Weltsicht nur selten. Anders jedoch als in Aventurien oder in Tolkiens Mittelerde gilt diese Gut-Böse-Unterscheidung nicht im moralischen Sinne, sondern entspricht vielmehr einer absolut subjektiven Sichtweise des jeweiligen Protagonisten. Die Bewertungsmuster sind so individuell wie die Charaktere, die sie ersonnen haben.
Für eine Heldengruppe könnte etwa das Motto "Auge um Auge, Zahn um Zahn" gelten; man lässt andere in Ruhe, solange man selber in Ruhe gelassen wird. Aber wehe, jemand wirft den ersten Stein. Andere hingegen können die Einstellung "Recht vor Gerechtigkeit", schonungslose Egoisten die Meinung "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" und am Wohl und Weh anderer eher desinteressierte Zeitgenossen das Motto "Jedem das seine" besitzen. Auf der Völkerebene mag es eine "Wir sind die Guten und haben immer recht - alle anderen sind böse"-Sichtweise geben, und natürlich kann man auch auf die klassische moralisch begründete Unterscheidung zwischen Gut und Böse setzen, wie sie etwa im aventurischen Mittelreich verbreitet ist. Einzig die Einstellung "Meines Feindes Feind ist mein Freund" ist nahezu überall anzutreffen. Es empfiehlt sich die Sichtweisen der Charaktere innerhalb einer Heldengruppe abzustimmen um die Spielbarkeit und Plausibilität zu wahren.

"Überspitztes" Frauenbild
Frauen werden im Sword & Sorcery Genre oftmals sehr überspitzt und eindimensional und keinenfalls der irdisch üblichen politischen Korrektheit entsprechend dargestellt. Trotzdem halten wir auch an diesem Element des männlich geprägten Genres fest. Zum einen treten rakshazarische Frauen häufig in der Rolle des "armes Opfer" - in Form eines zarten, lieblichen Fräuleins, einer armen, ungerecht behandelten Magd oder einer unglücklichen Prinzessin die Hilfe benötigt oder gerettet werden muss - auf. Ein zweiter Stereotyp ist der der "Femme fatale" (heutzutage auch "Vamp" genannt). Eine meist besonders attraktive und verführerische Frau, die – oftmals mit boshaften oder auch magisch-dämonischen Zügen ausgestattet – Männer erotisch an sich bindet, sie manipuliert, ihre Moral untergräbt und meist auf „fatale“ Art und Weise ins Unglück stürzt. Das dritte überspitzte Frauenbild ist das des starken, selbstbewussten Mannsweibs, dass sich - als mächtige Kriegerin - fast nur noch durch ihr Äußeres von ihren männlichen Mitstreitern und Gegnern unterscheidet.

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« Letzte Änderung: Februar 16, 2010, 13:11:13 von Mæglin » Gespeichert
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« Antworten #6 am: Februar 16, 2010, 13:05:57 »

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Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird


« Antworten #7 am: April 30, 2010, 03:20:32 »

Andere hingegen können die Einstellung "Recht vor Gerechtigkeit", schonungslose Egoisten die Meinung "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" oder am Wohl und Weh anderer eher desinteressierte Zeitgenossen das Motto "Jedem das seine" besitzen.
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Falls irgendwer irgendwo produzieren will und aus irgendwelchen Gründen nicht kann oder unsicher ist, schreibt mich an und ich lauf dann den verantwortlichen Leuten wenns nötig ist hinterher ...
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« Antworten #8 am: April 30, 2010, 08:17:00 »

Andere hingegen können die Einstellung "Recht vor Gerechtigkeit", schonungslose Egoisten die Meinung "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" oder am Wohl und Weh anderer eher desinteressierte Zeitgenossen das Motto "Jedem das seine" vertreten.
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« Antworten #9 am: April 30, 2010, 08:47:05 »

Solche Änderungen oder Verbesserungen sollten am besten ins Wiki wandern (auch wenn der Text zuvor nicht drin war)... sonst geht dies unter und kein Mensch denkt mehr dran Wink (copy&paste auf der ESH)
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Keep it simple!


« Antworten #10 am: Mai 01, 2010, 13:32:20 »

Nahezu jedes Pen&Paper-Rollenspiel lässt sich mit Hilfe dreier Kategorien beschreiben: Regelwerk, Hintergrundwelt und Spielstil. Die Grundlage Rakshazars bildet das aventurische DSA-Basisregelwerk. Zwar haben wir uns die Freiheit herausgenommen zusätzliche Regeloptionen, wie Sonderfertigkeiten, Vor- und Nachteile sowie neue Zaubersprüche anzubieten, um die riesländischen Gegebenheiten besser abzubilden, doch orientieren sich diese an den offiziellen Vorgaben, womit sie mit dem offiziellen System kompatibel bleiben. Da die meisten dieser Sonderregeln für die Nutzung dieser Spielhilfe nicht nötig sind, verzichten wir an dieser Stelle darauf näher auf sie einzugehen und kommen gleich zum zweiten wichtigen Eckpfeiler eines jeden Pen&Paper-Rollenspiels: Der Hintergrundwelt. Für uns, die Mitglieder des Rakshazar-Projekts, ist die Ausarbeitung dieses Punktes die zentrale Aufgabe. Es war und ist dabei stets unser Anliegen, möglichst nah an den im offiziellen aventurischen Hintergrund verfügbaren Rieslandberichten und -legenden zu bleiben und damit Rakshazar auf möglichst homogene Weise in das Gesamtbild Deres einzufügen. Wie du sicherlich bereits vermutest, ist die ausführliche Erläuterung des Hintergrundes - mit dem strikten Fokus auf der Einsteigerregion Kurotan - Hauptbestandteil dieser Spielhilfe. Kommen wir nun auf das dritte Standbein eines jeden Rollenspiel zu sprechen: den Spielstil.

Sword & Sorcery in Rakshazar
Der Spielstil - die vorherrschenden Stereotypen und Denkmuster, die Moral und die daraus resultierenden Verhaltensweisen, das Selbstbild der Spielercharaktere, sowie nicht zuletzt die spielerische Härte und Ernsthaftigkeit - entsprechen dem Genre der "Sword&Sorcery", das wir dir im Folgenden näher bringen möchten.

Grim & Gritty
Das Leben in Rakshazar ist „unerbitterlich und schmutzig“; und dies ist wörtlich zu verstehen. Die Bewohner dieses Kontinents sind oftmals von ausgesprochen ernster und kaltherziger Natur, kennen kaum Skrupel und sind fast immer bereit, für das Erreichen ihrer Ziele wortwörtlich über Leichen zu gehen. Ihr Überlebensinstinkt ist überstark ausgeprägt und das Streben nach persönlichen Vorteilen ist ihnen ein Grundbedürfnis. Der Kontinent selbst präsentiert sich als durchweg verdorbener, schmutziger und unwirklicher Lebensraum. Den Leuten hier wird nichts geschenkt. Nur wenige Hoffnungsschimmer von Moral und Gerechtigkeit durchbrechen die trostlose und egoistische Grundstimmung.

Heroismus
Trotz der Tatsache, dass auch in Rakshazar der in DSA übliche "phantastische Realismus" gilt, setzt der Spielstil von Rakshazar - weitaus mehr noch als in Aventurien - auf überdurchschnittliche Spielercharaktere mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten. Doch dies ist bitte nicht falsch zu verstehen: Auch diese Charaktere sind keine Superhelden oder Halbgötter, sondern lediglich äußergewöhnliche Abenteurer, die dafür geschaffen sind, das im direkten Vergleich mit dem westlichen Nachbarkontinent ungleich gefährlichere Riesland herauszufordern.

Martialische Untugenden
Was in Aventurien nur Schurken und Verbrecher wagen, erlauben sich in Rakshazar auch gerne diejenigen, die sich als Helden bezeichnen; stehen hier doch üblicherweise allerlei Untugenden hoch im Kurs und gelten als gute und legitime Mittel, um Einfluss, Ansehen und Selbstbewusstsein zu erlangen und zu stärken. Dies trifft zwar verständlicherweise nicht auf alle Individuen zu, macht aber dennoch klar, wie es im Allgemeinen um den riesländischen Charakter bestellt ist.
Eine durchaus bemerkenswerte Tatsache ist der geschlechterspezifische Umgang mit diesen Untugenden, machen rakshazarische Männer und Frauen doch kaum bzw. keine Unterschiede zwischen den irdisch als typisch "männlich" bzw. typisch "weiblich" bezeichneten Eigenheiten. Es scheint vielmehr sogar so, dass gerade die als typisch "männlich" empfundenen negativen Verhaltensweisen im Alltag geschlechterübergreifend überwiegen. Dazu gehört körperliche Gewalt als nahezu überall akzeptiertes Mittel der "Rechtsfindung" (das Recht des Stärkeren), Chauvinismus, Prahlerei, Provokation, Machtgier und brünstiges Verhalten. Doch auch die "typisch weiblichen Unarten" wie Intriganz, Täuschung, Hinterhältigkeit, Anwendung von Psychoterror, Manipulation und sozialer Kontrolle kommen nicht zu kurz und gelten als probate Mittel zum Zweck.

Schwarz-Weiß-Denken
Sehr klar und mit einem meist starren Entweder-Oder-Denken, trennt der Rakshazarer zwischen "Gut" und "Böse". Ein Dazwischen bzw. "Graustufen" gibt es in seiner Weltsicht nur selten. Anders jedoch als in Aventurien oder in Tolkiens Mittelerde gilt diese Gut-Böse-Unterscheidung nicht im moralischen Sinne, sondern entspricht vielmehr einer absolut subjektiven Sichtweise des jeweiligen Protagonisten. Die Bewertungsmuster sind so individuell wie die Charaktere, die sie ersonnen haben.
Für eine Heldengruppe könnte etwa das Motto "Auge um Auge, Zahn um Zahn" gelten; man lässt andere in Ruhe, solange man selber in Ruhe gelassen wird. Aber wehe, jemand wirft den ersten Stein. Andere hingegen können die Einstellung "Recht vor Gerechtigkeit", schonungslose Egoisten die Meinung "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" und am Wohl und Weh anderer eher desinteressierte Zeitgenossen das Motto "Jedem das seine" besitzen. Auf der Völkerebene mag es eine "Wir sind die Guten und haben immer recht - alle anderen sind böse"-Sichtweise geben, und natürlich kann man auch auf die klassische moralisch begründete Unterscheidung zwischen Gut und Böse setzen, wie sie etwa im aventurischen Mittelreich verbreitet ist. Einzig die Einstellung "Meines Feindes Feind ist mein Freund" ist nahezu überall anzutreffen. Es empfiehlt sich die Sichtweisen der Charaktere innerhalb einer Heldengruppe abzustimmen, um die Spielbarkeit und Plausibilität zu wahren.

"Überspitztes" Frauenbild
Frauen werden im Sword & Sorcery Genre oftmals sehr überspitzt und eindimensional und keinenfalls der irdisch üblichen politischen Korrektheit entsprechend dargestellt. Trotzdem halten wir auch an diesem Element des männlich geprägten Genres fest. Zum einen treten rakshazarische Frauen häufig in der Rolle des "armen Opfers" - in Form eines zarten, lieblichen Fräuleins, einer armen, ungerecht behandelten Magd oder einer unglücklichen, hilfsbedürftigen Prinzessin, die gerettet werden muss - auf. Ein zweiter Stereotyp ist der der "Femme fatale" (heutzutage auch "Vamp" genannt). Eine meist besonders attraktive und verführerische Frau, die – oftmals mit boshaften oder auch magisch-dämonischen Zügen ausgestattet – Männer erotisch an sich bindet, sie manipuliert, ihre Moral untergräbt und meist auf „fatale“ Art und Weise ins Unglück stürzt. Das dritte überspitzte Frauenbild ist das des starken, selbstbewussten Mannsweibs, das sich - als mächtige Kriegerin - fast nur noch durch ihr Äußeres von ihren männlichen Mitstreitern und Gegnern unterscheidet.

 Daumen hoch Wenn es auch als Einleitung für die BETA gedacht ist, muss aber noch der Kurotan-Bezug weg.
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Ich bin keine Signatur, ich putz´ hier nur.
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