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September 16, 2019, 23:05:33
Rakshazar - Forum  |  Rakshazar  |  Buch der Klingen (Moderator: Ein Dämon auf Abwegen)  |  Thema: Berühmte und erwähneswerte Schmiede und Waffenmeister 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Berühmte und erwähneswerte Schmiede und Waffenmeister  (Gelesen 13204 mal)
Moosäffchen
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Marhynianische Monstrosität


« Antworten #30 am: November 20, 2011, 13:06:13 »

Uff, ich merke grad wieder, dass mich die Schreibarbeit in diesem Bereich immer wieder runterzieht.
Bin einfach nicht der Typ für längere Texte.

Würde deshalb gerne die verbleibenden Ideen für NSCs für andere mutige Schreiberlinge freigeben.
 Vielleicht kommt hier nochmal spontan was, aber ich denke eher nicht. Sorry.  Undecided
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« Antworten #31 am: November 22, 2011, 09:10:17 »

Wie viele haben wir denn schon?

Und wie viele wolltest du insgesamt machen?
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Moosäffchen
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Marhynianische Monstrosität


« Antworten #32 am: November 22, 2011, 10:13:00 »

Es müssten jetzt fünf jeweils sein. Eigentlich hatte ich noch Ideen für die doppelte Menge. Siehe Eingangsposting.
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« Antworten #33 am: März 03, 2012, 08:07:54 »

Sag mal du hast die Texte nicht zufällig als Worddatei?
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Moosäffchen
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Marhynianische Monstrosität


« Antworten #34 am: März 03, 2012, 11:18:53 »

Doch, jetzt schon.  Wink

Grad gemerkt, dass es doch nur 4 jeweils sind.  Lips Sealed

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« Antworten #35 am: Mai 10, 2012, 08:00:12 »

Mir ist aufgefallen das "U-Amwabu" als einziger NSC keinen Beinamen hat, Vorschläge?
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« Antworten #36 am: Mai 10, 2012, 10:57:47 »

Wie wäre Schatten der Lath?
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Nemenoth
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« Antworten #37 am: Mai 11, 2012, 19:59:48 »

Was hälst du davon Moosäffchen?  Grin

Tarrik grüner Alptraum von Amhas

Er ist eine Legende unter den Sklaven die sich nur im Flüsterton über ihn zu unterhalten wagen.
Den Amhasim ist er wie ein giftiger Dorn im Fuß. Um ihn ranken sich viele Geschichten, doch die Geläufigste geht davon aus das Tarrik bis vor einigen Jahren noch Sklave im Dienst eines Amhasischen Chutram-Meisters war und nur dazu diente dessen Gaderobe zu pflegen, vorallem dessen samtener grüner Umhang. Tarrik war stehts ein gehorsamer und Stiller Sklave wie so viele in Amhas, kaum einandhalb Schritt groß. Jeden Tag sah er seinen Herren bei den Hakra-Chutramübungen zu und reichte ihm nach dem Training den Umhang. Doch eines Tages brach ein gewaltiger Brand in der Villa seines Herren aus. Nur mit großen Anstrengungen gelang es ihn zu löschen. Die Gaderobe jedoch war zum Glück vom Feuer verschont geblieben. Nur fehlte der Grüne Umhang und Tarrik. Niemand sah ihn weglaufen oder im Haus verbrennen. Doch seit jenem Tag gibt es überall im Einflussgebiet der Amhas immer wieder Brandstiftungen.
Jede Wache die sich nach den Bränden vor ihren Herren rechtfertigen musste sagt das selbe aus. Eine hagere Person, kaum mehr als einandhalb Schritt groß,nackt bis auf einen grünen zerschlissenen Mantel schlug sie gewaltsam nieder und führte dabei Bewegungen und Handzeichen des Hakra-Chutram aus. Bisher konnte kein Gardist und keine Wache ihn aufhalten. Einmal soll er sogar dierekt in eine Wachstube eingedrungen sein und gegen zehn Gegner gleichzeitig völlig unbewaffnet gekämpft haben. Seine Fäuste zerschlagen Waffen und verbeulen selbst Bronzerüstungen.
Niemand weiß so recht was seine Motivation ist. Die einen behaupten er wolle sich an den Amhas für die Jahre seiner Sklaverei rächen, wieder andere behaupten er wolle den Sklaven zeigen das die Amhas nicht unschlagbar sind, die Amhas allerdings bestreiten seine Exestenz und bestrafen jeden Sklaven hart der seinen Namen in den Mund nimmt.
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Mæglin
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« Antworten #38 am: Mai 11, 2012, 20:56:02 »

Tarrik grüner Alptraum von Amhas

Er ist eine Legende unter den Sklaven der Stadt der goldenen Kuppeln, die sich nur im Flüsterton über ihn zu unterhalten wagen. Den Amhasim ist er wie ein giftiger Dorn im Fuß. Um ihn ranken sich viele Geschichten, doch die geläufigste erzählt davon, dass Tarrik bis vor einigen Jahren noch Sklave im Dienst eines amhasischen Chutram-Meisters war und seine einzige Aufgabe darin bestand dessen Gaderobe zu pflegen, vor allem dessen samtenen, grünen Umhang. Der nur andertalb Schritt große Tarrik war stehts ein gehorsamer und stiller Sklave, wie so viele in Amhas. Jeden Tag sah er seinen Herren bei den Hakra-Chutram Übungen zu und reichte ihm nach dem Training seinen Umhang. Doch eines Tages brach ein gewaltiger Brand in der Villa seines Herren aus. Nur mit großen Anstrengungen gelang es den Amhasim das Feuer zu löschen. Die Gaderobe war zum Glück vom Feuer verschont geblieben, jedoch fehlte der grüne Umhang und von Tarrik fand man keine Spur. Niemand sah ihn weglaufen und man fand auch keine Leiche, doch seit jenem Tag kommt es überall im Einflussgebiet der Amhas immer wieder zu Brandstiftungen.
Jede Wache die sich nach den Bränden vor ihren Herren rechtfertigen musste sagte das selbe aus: Eine hagere Person, kaum mehr als einandhalb Schritt groß, nackt bis auf einen grünen, zerschlissenen Mantel schlug sie gewaltsam nieder und führte dabei Bewegungen und Handzeichen des Hakra-Chutram aus. Bisher konnte kein Gardist und keine Wache ihn aufhalten. Einmal soll er sogar dierekt in eine Wachstube eingedrungen sein und gegen zehn Gegner gleichzeitig völlig unbewaffnet gekämpft haben. Tarriks Fäuste zerschlagen angeblich Waffen und verbeulen selbst Bronzerüstungen.
Niemand weiß so recht was seine Motivation ist. Die einen behaupten er wolle sich an den Amhas für die Jahre seiner Sklaverei rächen, wieder andere behaupten er wolle den Sklaven zeigen, dass die Amhas nicht unschlagbar sind. Die Herren der goldenen Kuppelstadt allerdings bestreiten seine Existenz und bestrafen jeden Sklaven hart der es wagt seinen Namen in den Mund zu nehmen.
« Letzte Änderung: Mai 11, 2012, 21:45:53 von Mæglin » Gespeichert
Nemenoth
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« Antworten #39 am: Mai 11, 2012, 21:03:40 »

Was wären wir nur ohne unsere Lektoren  Roll Eyes
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Feyamius
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« Antworten #40 am: Juni 10, 2012, 14:30:33 »

Tarrik grüner Alptraum von Amhas

Er ist eine Legende unter den Sklaven der Stadt der goldenen Kuppeln, die sich nur im Flüsterton über ihn zu unterhalten wagen. Den Amhasim ist er wie ein giftiger Dorn im Fuß. Um ihn ranken sich viele Geschichten, doch die geläufigste erzählt davon, dass Tarrik bis vor einigen Jahren noch Sklave im Dienst eines amhasischen Chutram-Meisters war und seine einzige Aufgabe darin bestand, dessen Garderobe zu pflegen, vor allem dessen samtenen, grünen Umhang. Der nur anderthalb Schritt große Tarrik war stets ein gehorsamer und stiller Sklave, wie so viele in Amhas. Jeden Tag sah er seinem Herren bei den Hakra-Chutram-Übungen zu und reichte ihm danach seinen Umhang. Doch eines Tages brach ein gewaltiger Brand in der Villa seines Herren aus. Nur mit großen Anstrengungen gelang es den Amhasim das Feuer zu löschen. Die Garderobe war zum Glück von den Flammen verschont geblieben, jedoch fehlte der grüne Umhang und von Tarrik jede Spur. Niemand sah ihn weglaufen und man fand auch keine Leiche, doch seit jenem Tag kommt es überall im Einflussgebiet der Amhas immer wieder zu Brandstiftungen.
Jede Wache, die sich nach den Bränden vor ihren Herren rechtfertigen musste, sagte dasselbe aus: Eine hagere Person, kaum mehr als anderthalb Schritt groß, nackt bis auf einen grünen, zerschlissenen Mantel, schlug sie gewaltsam nieder und führte dabei Bewegungen und Handzeichen des Hakra-Chutram aus. Bisher konnte kein Gardist und keine Wache ihn aufhalten. Einmal soll er sogar direkt in eine Wachstube eingedrungen sein und gegen zehn Gegner gleichzeitig völlig unbewaffnet gekämpft haben. Tarriks Fäuste zerschlagen angeblich Waffen und verbeulen selbst Bronzerüstungen.
Niemand weiß so recht, was seine Motivation ist. Die einen behaupten, er wolle sich an den Amhas für die Jahre seiner Sklaverei rächen, wieder andere behaupten, er wolle den Sklaven zeigen, dass die Amhas nicht unschlagbar sind. Die Herren der goldenen Kuppelstadt allerdings bestreiten seine Existenz und bestrafen jeden Sklaven hart, der es wagt seinen Namen in den Mund zu nehmen.
« Letzte Änderung: Juni 10, 2012, 14:32:16 von Feyamius » Gespeichert

"H?ren Sie, falls ich mal Ihren fachlichen Rat brauchen sollte, werd' ich Sie gerne fragen. Aber Sie brauchen f?r Ihre Antwort noch nicht Luft zu holen, es sei denn Sie k?nnen unglaublich tief tief tief tief tief tief tief tief tief tief tief tief tief einatmen."
~ Dr. Cox (Scrubs 4x03)
Feyamius
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« Antworten #41 am: Juni 10, 2012, 14:45:16 »

GROMTASH, DIE BESTIE DES ARTACH

Viele Khez der östlichen Steppen berichten voller Respekt von Gromtash, einem brutalen und gefürchteten Ork, der von vielen aus Furcht vor dem Aussprechen seines Namens nur „Die Bestie des Artach“ genannt wird. Wo viele Legenden Rakshazars zur Übertreibung neigen, entsprechen sie bei Gromtash durchaus der Wahrheit, denn trotz seines erst kurzen Lebens hat er schon unzählige Gegner erschlagen und einen erheblichen Ruhm, bis weit über den Bereich des Artachgebirges hinaus, gewonnen.
Gromtashs Körper zeugt unverkennbar von seiner Herkunft: Tiefschwarzes Fell bedeckt seinen hochgewachsenen, sehnigen Leib und scharfe, lange Krallen an den Händen und Reißzähne in beiden Kiefern erinnern mehr an eine rasende Bestie, denn einen kriegserfahrenen Ork. Dennoch ist er keinesfalls ein blutdürstender Berserker und erschlägt seine Gegner erst nach eingehender Beobachtung ihrer Kampffähigkeiten – dann jedoch ohne eine Spur des Zögerns.
Bevor er seinen Herrschaftsanspruch auf einen bis dahin unbekannten Handwerkskhez erhob und im Duell mit deren Anführer besiegelte, war Gromtash nur einer von vielen Orks. Von Geburt an eher schwachbrüstig, musste er seinen Platz öfter verteidigen, als viele seiner Artgenossen. Auch wenn er nie aktiv gegen Höhergestellte vorging, führten die konstanten Angriffe auf ihn dazu, dass er noch vor seiner Mannwerdung einer der kampferfahrensten Krieger des ganzen Khez wurde. Neidisch auf seine Fähigkeiten, planten mehrere Konkurrenten ein Attentat, welches Gromtash jedoch schwer verwundet überlebte. Er floh in die Weite der Steppe und wurde lange Zeit nicht mehr gesehen, bis er nach über einem Jahr wieder den Pfad seines ehemaligen Khez kreuzte und nach dem Erschlagen vieler Orks seinen Platz als ihr Anführer einnahm. Der „Blutaugen-Khez“, wie er sich seit diesem Tag nennt, hat sich erklärtermaßen mit den anderen Orks rund um den Artach verfeindet und jeder, der sich dieser ständig anwachsenden Armee nicht freiwillig anschließt, wird bis auf den letzten Mann niedergemacht. Sein genaues Ziel ist unbekannt, aber immer wieder tritt Gromtash an der Seite seiner besten Kämpfer an verschiedenen Orten des östlichen Rieslands auf, erschlägt Würdenträger, entweiht Heiligtümer und erforscht verschüttete Anlagen aus uralter Zeit.
Stets versuchten Orks verschiedener Khez, aber auch Menschen und Mitglieder anderer Rassen, in den vergangen Jahren ihn von seinem Vorhaben abzuhalten, doch scheint es, dass eine unbekannte, mächtige Gottheit ihre Augen auf Gromtash geworfen, ihn zu ihrem persönlichen Champion erwählt hat und ihn mit ihrer Macht vor Übergriffen schützt.


BREMMKRORR, DER BERSERKER

Um manche Wesen ranken sich unzählige Mythen und Legenden. Sagenumwobene Waffen, heldenhafte Taten und verschrobene Charaktereigenschaften machen aus ihrer Person gefeierte oder gefürchtete Gestalten, deren Geschichten die Jahrhunderte überdauern.
Der Slachkare Bremmkrorr gehört ohne Zweifel zu dieser Art von Wesen. Statt in Kleidung aus Fell und Stoff gehüllt, wandert Bremmkrorr stets nackt durch Rakshazar. Jede freie Stelle seines Körpers ist mit getrocknetem Schlamm bedeckt und überall starren in den Leib gestoßene Knochen aus seiner Silhouette hervor. Auf seinem Rücken trägt er eine blutverkrustete, mannshohe Bronzeaxt, die der muskelstrotzende Barbar im Kampf sogar einhändig zu führen vermag und von der man sagt, dass er sie einst einem besiegten Troll entrissen habe. Kein Lebender kann davon berichten, jemals ein verständliches Wort aus Bremmkrorrs Mund vernommen zu haben, denn wenn er diesen öffnet, kommen nur brummende, grunzende, kreischende Laute ohne Artikulation hervor. Überhaupt scheint sein Verhalten mehr das eines Tieres zu sein, wenn er kämpft, jagt, frisst oder seine Feinde schreiend in die Flucht schlägt. Auch seine emotionslose Mimik und Gestik wirken seltsam starr und abgehakt – fast wie die eines Insekts.
Dennoch gilt Bremmkrorr als bisher unbesiegt und als wahrer Meister des Axtkampfes, der wie im Wahn jeden Herausforderer abschlachtet – gleich welcher Herkunft, Größe und egal welche Fähigkeiten er besitzt.
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Feyamius
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« Antworten #42 am: Juni 10, 2012, 14:57:00 »

POEMA, DIE EWIG-VERFLUCHTE

Nur wenige Eingeweihte kennen die finsteren Geheimnisse der Katakomben tief in den verschlungenen Eingeweiden Yal-Mordais. Dort im Zentrum des Machtbereichs Al-Hrastors wurden im Laufe der Jahrzehnte seiner Herrschaft Dinge und Personen vor den Blicken neugieriger Beobachter verborgen; oft genug auch mit der Absicht, sie auf ewig zu begraben. Zu jenen Geheimnissen gehört auch das Wesen, welches einst unter dem Namen Poema bekannt war. Niemand weiß, woher das junge Parnhai-Mädchen ursprünglich stammte, das eines Tages in Yal-Mordai an der Seite der Zelothim Kamibaath auftauchte. 
Wenn man den Geschichten Glauben schenken mag, die seit diesem Tag im Flüsterton unter den Einwohnern der dunklen Stadt kursieren, so begann für Poema am Tag ihrer Ankunft ein Leben voller Grauen, welches bis zum heutigen Tag anhält.
Kamibaath gehörte schon seit Jahren dem inneren Zirkel Yal-Mordais an und glänzte mit unermüdlichem Wissensdurst, Skrupellosigkeit und Tatendrang. So hoch war ihr Ansehen in den Augen des Sultans, dass es ihr freistand, auf eigenen Expeditionen rein ihrem Ermessen nach zu handeln. Doch eines zerfraß die Zelothin seit ihrem Beitritt zu den Zelothen Zeloten?: Ihr krankhafter Neid. So traf sie eines Tages auf die hinreißende und bildschöne Häuptlingstochter Poema, welche bereits früh für ihren wunderschönen Gesang und ihre kunstfertigen Finger bekannt war. Schon vor ihrer Frauwerdung waren von ihr gefertigte Schmuckstücke bis in ferne Länder gelangt und dort äußerst gefragt und beliebt.
Man sagt, dass Kamibaath blind vor Eifersucht ihren Dienern befahl, die Parnhai nach Yal-Mordai zu entführen, damit sie dort, fernab ihrer Verwandten, ihr Dasein fristen möge.
Dort angelangt ließ die Zelothin ihr Opfer tief unter Yal-Mordai mit stählernen Ketten festsetzen und jedem, der ihren Aufenthaltsort erblickte, die Zunge und Hände entfernen, damit dieses Wissen niemals weitergeben werde. Poema selber wurde in den kommenden Jahren immer wieder Opfer der von ihrer Grausamkeit berauschten Herrin, die sich zu jeder freien Tageszeit neue Qualen ausdachte. Waren es zunächst nur einfache körperliche Züchtigungen, konnten bald nur noch menschenunwürdigste Behandlungen, Amputationen und wochenlange seelische Folter die zerfressene Seele der Zelothin Zelotin? befriedigen.
Die Jahre vergingen und sorgten dafür, dass selbst erfahrenste Diener vor dem Anblick der einstmals wunderschönen Parnhai zurückschreckten. Doch war ihr Willen immer noch nicht gebrochen. Stets konnte man trotz des Schreckens und der Qualen ihre klaren Augen sehen, die traurig bis in die Seele des Beobachters zu blicken schienen.
Doch auch Kamibaath' Leib und Geist alterten - ihr Gott Amazth war nicht willens, ihr Leben zu verlängern. Die Zelothin konnte sich jedoch nicht dazu durchringen, ihr "geliebtes Spielzeug" freizulassen oder sein Leben zu beenden - zu tief saß ihr Hass auf dieses unschuldige Wesen. Um ihre Qual bis in alle Ewigkeiten zu verlängern, beschwor sie jahrtausendealte Kräfte. Poemas Leib und Seele wurden an eine schlummernde Macht tief unter Yal-Mordai gebunden und in den Untod getrieben. Kurz vor ihrem Ableben besuchte Kamibaath ein letztes Mal Poemas Katakomben, überreichte ihr einen martialisch wirkenden Hammer und flüsterte ihr geheime Worte zu. Niemand weiß genau, welche Kraft die Zelothin hiermit entfesselte oder welche Aufgabe der Verdammten an diesem Tag aufgetragen wurde, aber Poema schmiedet seit diesem Tag, unfähig, ihre derischen und überderischen Fesseln zu sprengen.
Wer also durch die vergessenen Bereiche Yal-Mordais schleicht und dort ein fernes Hämmern tief unten im Erdreich zu vernehmen glaubt, der mag damit die Laute der stetig andauernden Arbeit von Poema, der Ewig-Verfluchten hören und ihr trauriges Schicksal bedauern.


U-AMWABU

Wer durch die sengende Lath wandert, wird kaum um die vielen Geschichten herumkommen, die sich um die mysteriöse Gestalt von U-Amwabu ranken. Wenig ist bekannt über den Wüstensohn, dessen Name schlicht „Kraft“ bedeutet, außer seinen herausragenden Fähigkeiten im Kampf. Stets von dichtem Stoff verhüllt, durchstreift er die weite Wüste auf der Suche nach einem Ziel, welches niemand kennt. Nur wenige haben jemals Teile seines unverhüllten Leibs gesehen, der wie bei vielen Stammeskriegern von einem dichten Narbengeflecht bedeckt ist. Wesentlich erstaunlicher ist jedoch, dass eine Vielzahl von organisch wirkenden schwarzen Ranken seine Haut zu durchziehen scheinen, die oft wie lebendig pulsieren.
Ihr Ursprung ist ein Mysterium, welches U-Amwabu bisher mit niemandem geteilt hat: Vor langer Zeit verlor ein junges Kind der Xhul inmitten der Lath sein Augenlicht beim Kampf seines Stammes gegen einen bis heute unbekannten Feind. Niemand überlebte das Massaker an seinen Stammesangehörigen, außer dem schwer verletzten, erblindeten Kind. Seine Zeit war noch nicht gekommen und so kämpfte es sich tagelang durch die brennend heiße Wüste, die nur darauf zu warten schien, sich seinen geschundenen Leib einzuverleiben. Auf seine Instinkte vertrauend fand das Kind einige Seidenlianen, eine bis weit über die Lath hinaus als intelligent und tödlich bekannte Pflanze, die auf geistiger und körperlicher Ebene den Tod schenken kann. Fast wahnsinnig vor Hunger und Durst warf sich das Kind auf die Pflanze um ihren lebensrettenden Saft zu kosten, unwissend welch tödliches Gewächs es dort vor sich hatte. Doch U-Amwabus Schicksalsfaden endete nicht an dieser Stelle. Das Kind kämpfte - und gewann. Und so begann die Sage von U-Amwabu. Er, dessen Augen die todbringenden Geister der Lath auf seine Feinde herab rufen. Er, dessen Leib niemals sterben kann. Er, Waffenmeister der Wüste, ist in der Lage trotz seiner fehlenden Sehkraft mit einer Vielzahl von Waffen umzugehen. Dennoch bevorzugt er Fernkampfwaffen aller Art und hat in diesem Bereich eine sagenumwobene Präzision und Tödlichkeit erreicht.
Viele Krieger der Wüstenstämme suchen ihn auf, in der Hoffnung von seinem Wissen und Können zu profitieren, doch bisher ist niemand bekannt, der bei ihm in die Lehre ging. Was U-Amwabu bei seinen andauernden Streifzügen durch die Lath wirklich sucht, ist unbekannt. Man sagt, dass er auf der Suche nach Janga-Rhumat ist, um sie herauszufordern und im Kampf mit ihr endlich sein Leben zu lassen.
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« Antworten #43 am: Juni 10, 2012, 15:08:15 »

TYRAKAAR, CHAMPION DES PROPHETEN

Die Erde schien zu erbeben, als ein weiterer Donnerkeil vom Himmel fuhr und das Lager des Propheten für wenige Momente in gleißendes Licht bettete. Dicke Regentropfen fielen unablässig aus den nachtschwarzen Wolken auf die Ansammlung von Zelten und behelfsmäßig errichteten Hütten herab. Tausende Augen blickten gespannt zur düsteren Szenerie, die sich in diesem Moment im Zentrum der kleinen Ansiedlung abspielte. Dort, an der Spitze eines weit hervorragenden Hangs, war, für jeden im Lager schon von weitem sichtbar, ein Troll festgekettet worden. Seit Stunden brüllte das riesige Wesen bereits, von den schweren Ketten behindert, seinen Hass in die Welt hinaus. Er war der letzte Überlebende eines Trupps, der Sklaven für die berüchtigten Trollminen gejagt hatte – bevor ihn die Krieger Myrokars gestellt hatten zumindest. Erneut riss der Himmel auf und Ranakur ließ einen gewaltigen Blitz hinabfahren. Langsam schritt eine Gestalt - gezeichnet von vielen Schlachten und mit Trophäen behangen, die den Erfolg ihres Trägers anzeigten - den Hang hinauf. Sie war in eine schwere Metallrüstung gehüllt, welche sie trotz des nassen Wetters jedoch nicht zu stören schien. Auf ihrem Rücken trug sie eine schwere Kriegsaxt. Nur wenige Schritt vor der bulligen Erscheinung des Trolls hielt sie an, legte ihren Kopf schräg und sprach: „Bist du Bastard langsam damit fertig, deine Wut auf uns heraus zu würgen? Sieh es ein: Niemand wird dich finden und niemand wird dir helfen, Bestie!“ Der Mann legte eine kurze Pause ein, als ob er den Moment des Sieges noch etwas auskosten wolle. Lange Zeit waren die schwächeren Rassen des Rieslandes von den Trollen versklavt und geschunden worden – vor allem die Menschen, darunter auch Generationen seiner Vorfahren. Langsam wurden Stimmen hörbar, die vom Lager zu ihnen hinauf drangen und vehement den Tod des ehemaligen Sklavenjägers forderten. Der Troll spuckte aus und bleckte die Zähne. „Sieht so aus, als ob es Zeit wird, dir und allen hier die Knochen zu brechen, Menschling. Ihr werdet mich niemals dazu bekommen, eurem Propheten", er spieh das Wort geradezu aus, als wäre es eine Beleidigung, „seine dreckigen Stummelfüße zu küssen. Wir sind eure rechtmäßigen Herren. Dies war so, ist so und wird immer so SEIN!“ Mit dem letzten Wort bäumte sich der Schrat auf und riss mit seinen gewaltigen Kräften an den stählernen Ketten. Gespannte Augenblicke vergingen, während er all seine Kräfte mobilisierte, die Augen aller Beteiligten auf sich gerichtet. Dann schoss ein weiterer Blitz herab, die Ketten barsten und der Troll stürmte mit einem urtümlichen Brüllen auf den Menschen vor ihm zu. Der Schrat war unbewaffnet, wenn man von den beiden Kettenresten, die an seinen Armen hingen und die er nun wie zwei Flegel schwang, absah, doch hatte er den Vorteil seiner großen Reichweite und war bereit, sein Leben möglichst teuer zu verkaufen. Nur noch drei Schritte trennten ihn von seinem Spötter, als sich ihre Blicke trafen. Anstatt in Kampfposition zu gehen, trat der gepanzerte Mann blitzschnell gegen eine naheliegende Felsnadel. Ein einzelner, nadelspitzer Felssplitter brach ab und wirbelte durch die Luft. Ein weiterer gezielter Tritt und der zerbrochene Fels wurde zu einem Geschoss, das sich einen Augenblick später in den Unterleib des tobenden Trolls grub. Von der Wucht des Aufpralls überrascht, geriet dieser ins Straucheln und ließ seinen Kontrahenten für einen kurzen Moment aus den Augen. Sein Gegner wusste die wenigen Augenblicke zu seinem Vorteil zu nutzen. Er hatte in den unzähligen Kämpfen, die er bereits für Myrokar, den heiligen Propheten der geeinten Menschenvölker, geschlagen hatte, sein Können dutzendfach unter Beweis gestellt. Dies hatte ihm seinen Status als persönlicher Leibwächter des Auserwählten eingebracht - dies und seine schier übermenschliche Kraft, die ihm von seinem Patron Ranakur verliehen wurde. Eine einzige, fließende, kraftvolle Bewegung reichte, um das stählerne Beil von seinem Rücken zu ziehen und dem Troll tief ins Fleisch zu treiben. Den Moment des Sieges auskostend entließ er einen triumphierenden Schrei in die kalte Nachtluft, bevor er seine Waffe mit einem Ruck aus dem Leib des Riesen hinauszog und den Troll dann mit einem weiteren Hieb enthauptete. Einige Zeit verging, bis alle Zuschauer – das gesamte Lager des Propheten – den Champion Ranakurs sehen konnten, der auf die Spitze des Hangs zuging und ihnen seine Trophäe präsentierte. An den nunmehr augenlosen Höhlen des Trollschädels perlte der nächtliche Regen ab - ein Symbol für die schwindende Herrschaft der Trolle über die Menschen. Fast wie im Takt donnerten weitere Blitze aus dem Himmel hinab, während die Menschen des Lagers den Namen ihres Champions brüllten: „Tyrakaar! Tyrakaar! TYRAKAAR!“
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« Antworten #44 am: Juni 10, 2012, 15:25:15 »

JARN FLAMMENFAUST – DER ERFINDER DES DRACHENKAMMS

Der Mann, der später als der ehrwürdige Jarn Flammenfaust in die Sagen aller Stämme des An-Gur-Gebirges einging, wurde vor mehr als zehn Generationen als Sohn zweier Angurianer geboren. Früh wurde seine Begabung vom örtlichen Drachenpriester erkannt und gefördert, und so wurde aus Jarn schnell ein aufstrebender, junger Diener des Himmelsdrachen.
Wie jeder junge Angurianer musste auch Jarn eine Visionssuche bestehen, um vor den anderen Stammesmitgliedern als vollwertiger Mann und Angurianer anerkannt zu werden. So zog er aus, um in den eisigen Höhen des Gebirges seine Zukunft zu erkennen. Drei Wochen durchwanderte er die schneebedeckten Gebirgstäler und klirrend kalten Hänge, doch fand er nirgends einen Ort, der ihm geeignet für seine Meditation erschien. Fast einen Monat nach seiner Abreise gelangte er schließlich an eine Höhle, in der er sich zur Ruhe betten wollte, um darüber zu sinnieren, ob er nicht vielleicht den falschen Weg eingeschlagen hätte. Dort, in den Tiefen der Höhle, fand er die sterblichen Überreste mehrerer Personen - womöglich Amhasim. Ihrer Rüstungen und Kleidung mittlerweile beraubt, lagen ihre übergroßen Brokthar-Knochen auf einer behelfsmäßigen Schlafstätte. Zu kraftlos, um sich eine andere Bleibe zu suchen, legte Jarn sich zum lange ersehnten, erholsamen Schlaf nieder. Doch bereits nach kurzer Zeit wurde er von einem Brüllen erweckt, das die ganze Höhle erfüllte – eine riesige, drachenartige Bestie hatte ihn aufgespürt und forderte ihn zum Kampf. Dieser schien jedoch schnell zu seinen Ungunsten entschieden, als sein Speer ihm aus den Händen geschlagen wurde und zersplittert auf seiner Schlafstätte zu liegen kam. Verzweifelt wich Jarn dem nächsten Angriff der Bestie aus und sprang seiner Waffe hinterher. Durch Zufall griff er dabei unter das dort verteilt liegende Stroh und fand voller Erstaunen die angerostete Stahlklinge eines amhasischen Schlachtschwertes, welches dort über all die Jahre verborgen gelegen hatte. Geistesgegenwärtig presste er die Klinge und den Rest seines Speers aneinander und befestigte beides mit der Lederschnur eines seiner Schuhe aneinander. Es gibt viele Varianten der Geschichte über Jarn, und eine jede interpretiert den folgenden Kampf anders. Es steht jedoch fest, dass es ihm gelang, zu entkommen und zu seinem Stamm zurückzukehren – in seinem Besitz: der erste Drachenkamm!


DABRASCHOK – DER AGRIM-ALCHEMIST

Tief unten, in den dunkelsten Gemäuern der verdorbenen Stadt Mornfest, lebt seit mehr als einem Jahrhundert Dabraschok, der Meisteralchemist. Schon bei seiner Geburt prophezeiten ihm die Ältesten keine große Zukunft – womöglich weil sie bereits zu diesem Zeitpunkt ahnten, was aus ihm einst werden würde. Sein Leib war sehr schwach und durch die Fäule bereits in jungen Jahren so stark entstellt, dass sich selbst die Urväter vor seiner widerwärtigen Erscheinung geekelt hätten. Doch seine Eltern entschieden sich dafür, ihn am Leben zu lassen und opferten viele Jahre an seine Erziehung und Gesundung. Doch Dabraschok blieb schwach und zierlich.
Als die Zeit für ihn gekommen war, ein Handwerk zu erlernen, wurde Dabraschok einem der Alchemisten Mornfests unterstellt und mauserte sich schnell zu einem wahren Meisterschüler, so fein waren seine Finger und so wach und lernfähig sein Verstand. Dabraschok war von den dunklen Künsten fasziniert, und seine unstillbare Neugier trieb ihn immer wieder in die tiefsten Katakomben und Kavernen unter Mornfest. An diesem Ort warteten Kreaturen und magische Wesen, die durch den großen Weltenbrand dort eingeschlossen wurden, seit Urzeiten auf ihre Befreiung. Niemand weiß, was genau dort unten geschah, doch eines Morgens tauchte Dabraschok – äußerlich stark verändert und mutiert - auf der Schwelle seines Meisters auf und verkündete, er würde seine Werkstatt übernehmen und ihn verschonen, falls er sie sofort verließe. Noch heute ziert der blanke Schädel seines Lehrmeisters den Eingang der Werkstatt und ermahnt jene, die Dabraschok unterschätzen wollen. Seit dem Tag seiner Übernahme forscht er an potenten Mitteln sowie an Substanzen zur Zersetzung von allerlei Materialien, und man sagt, dass es nichts in Mornfest gäbe, das nicht unter seinen Fingern vergehen würde.
Niemand weiß, warum er sich dieser recht banalen Forschung hingibt, doch manche munkeln, er sei auf der Suche nach einer Möglichkeit, Magie durch das Einbrennen von Runen in Stoffe und Körper zu bannen ... oder gar: dort zu erzeugen!


ROKROK – DER STEPPENREITER

Die Steppe bebte unter dem Ansturm der Bestie. Kugoggs Knie zitterten. Noch nie hatte er etwas Vergleichbares gesehen. Sicher, auch ein Scharfzahn war riesig und ein Mammuton war noch wesentlich gewaltiger. Doch dieses Etwas war anders. Bereits als die Kreatur in einer Entfernung von mehr als drei Speerwürfen Anlauf nahm, konnte er das seltsame Scheppern vernehmen, das dieses Ding von sich gab.
Unaufhaltsam kam die Bestie näher. Kugogg wollte wegrennen, doch der letzte ihm verbliebene Mut zwang ihn, stehen zu bleiben und seine Keule langsam zu heben. Er hatte nicht vor zu kämpfen, doch einfach wegrennen – nein, das wagte er auch nicht. Vielleicht war dies auch nur ein Test eines anderen Stammes, oder gar des Großen Himmels-Mammutons selbst!
Die Kreatur war mittlerweile auf einen Speerwurf herangekommen, und nun konnte er sie inmitten des aufgewirbelten Staubs genauer betrachten. Knapp drei Schritt hoch war sie, mit zwei Hörnern, die hintereinander steil aus ihrem Schädel emporragten. Doch am auffälligsten waren die Panzerplatten, welche ihren ganzen Körper zu bedecken schienen, und unter denen er noch nicht einmal die Augen der Kreatur zu erkennen vermochte! Er hoffte inständig, dass die Ahnen ihn beschützen würden.
Ein dumpfes Grollen kam aus dem Bauch der Bestie und wuchs mit jedem stampfenden Schritt des Untiers mehr und mehr zu einem donnernden Brüllen an. Jetzt wurde es Kagogg zu viel. Egal was seine Ahnen auch dachten, er würde sich nicht zu Brei zertrampeln lassen! Im letzten Moment drehte er sich auf der Ferse um und rannte um sein Leben. Doch es war bereits zu spät. Über seine Schulter blickend sah er die imposante Gestalt des Ungeheuers immer näher kommen. Schritt für Schritt. Donner um Donner! Als er bereits den stinkenden Atem der Kreatur in seinem Nacken spürte, warf er sich auf den Boden, kauerte sich zusammen und hoffte, nur noch möglichst schnell im Geisterreich zu erwachen. Ob es dort wohl auch schmackhafte Steppenbuddler gab?
Augenblicke später, die ihm wie eine Ewigkeit vorkamen, öffnete Kagogg die Augen. Durch seine buschigen Augenbrauen hindurch konnte er wegen des Staubs nicht viel sehen, doch eines war sicher: Er lebte noch. Langsam erhob er sich und blicke sich um. Dann hörte er das Scheppern wieder und sah, dass die Kreatur gewendet hatte und gemächlich auf ihn zutrabte. Jetzt erst erkannte er, dass die Panzerplatten, welche die Bestie von weitem wie einen unaufhaltsamen Moloch wirken ließen, nicht gewachsen, sondern mit Schnüren, Holz, Lederriemen und anderen Materialien am Leib des Wesens befestigt waren. Schnaubend kam das Ungetüm vor ihm zu stehen. Nie hatte er sich kleiner und unbedeutender gefühlt – abgesehen von dem einen Mal, als der Riese ihn vor ein paar Jahren in seine Hose gesteckt und erst viele Meilen entfernt wieder freigelassen hatte. Doch das war eine andere Geschichte ...
Vorsichtig schaute Kagogg empor, sorgsam darum bemüht, der Kreatur nicht in die Augen zu blicken. Dann plötzlich sah er, dass sich eine Person auf dem Rücken des Monstrums aufrichtete – ein Ork. Jeder Teil des Leibes des Fremden, der nicht von staubigem, verkrustetem Fell bedeckt war, war mit Narben und Brandblasen überzogen. Der Ork spie aus und schaute ihm tief in die Augen, bevor er anfing zu reden: „Ey du! Das war nur 'ne Warnung ... das nächste Mal kann ich meinen Freund bestimmt nich' mehr zurückhalten! Also ... hast du Metall bei dir? Nich'? Hmm, weißt bestimmt nicht, was das is', wa?“ Er klopfte gegen eine der glänzenden Platten an der Flanke der Bestie. „Ja genau! Sowas such' ich! Also du sagst mir besser, wo ich sowas oder was Ähnliches finde, oder wir drei bekommen Ärger! Verstanden, du Steinkopf?!“
Gespeichert

"H?ren Sie, falls ich mal Ihren fachlichen Rat brauchen sollte, werd' ich Sie gerne fragen. Aber Sie brauchen f?r Ihre Antwort noch nicht Luft zu holen, es sei denn Sie k?nnen unglaublich tief tief tief tief tief tief tief tief tief tief tief tief tief einatmen."
~ Dr. Cox (Scrubs 4x03)
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