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Juli 22, 2019, 02:56:49
Rakshazar - Forum  |  Rakshazar  |  Hinter dem Schwert  |  6 - Ribukanische Halbinsel  |  Stadtsultanat Ribukan  |  Thema: Thorus' Arbeitsthread für "Hinter dem Schwert" 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Thorus' Arbeitsthread für "Hinter dem Schwert"  (Gelesen 6771 mal)
Thorus84
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« Antworten #30 am: November 20, 2013, 18:07:29 »

Zitat
Jaja...bin ja drann....
Aber so schnell kommst du mir hier nicht davon... Wink

Ist ja nicht so, als hätte es "Puff!" gemacht und ich hätte mich in Luft aufgelöst.  Grin
Lass dir ruhig mal etwas Zeit mit dem Lektorat, du bist echt wahnsinnig flott, alle Achtung!  Daumen hoch Muss (noch) nicht in Stress ausarten hier.  Wink

Ich werde morgen mal deine überarbeiteten Texte einpflegen.
« Letzte Änderung: November 20, 2013, 18:10:59 von Thorus84 » Gespeichert
Thorus84
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« Antworten #31 am: November 21, 2013, 11:24:33 »

Firstpost und MI/Szenarios aktualisiert!  Daumen hoch
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Mæglin
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« Antworten #32 am: November 21, 2013, 13:15:15 »

Stadt Ribukan

Ribukan – einstmals stand dieser Name für die mächtigste aller Sanskitarenstädte.  Am Gelben Meer gelegen, war die Stadt einstmals ein wichtiger Knotenpunkt diverser Handelsrouten. Der Handel zwischen den Jominischen Inseln und dem Festland wurde fast ausschließlich über Ribukan abgewickelt. Die Gebäude der Stadt schmiegten sich malerisch in die kleine Bucht von Ribu-Yassaf, die einen natürlichen Hafen bildet. Fische gab es in den Gewässern vor der Stadt massenweise und der schmale Landstreifen jenseits der Stadmauern war eines der wenigen Gebiete der ribukanischen Halbinsel, das intensiven Ackerbau erlaubte; überall sonst ist der Boden zu sumpfig, zu felsig oder aber fest in den Krallen des schlangenverseuchten Urwaldes. So gesehen könnte Ribukan auch heute noch einer der wenigen, wirklich angenehmen Orte des Rieslandes sein, doch die Götter haben anders entschieden: Die goldenen Zeiten scheinen ein für allemal vorbei zu sein.

Der Krieg der 100 Prinzen
Als vor über 40 Jahren noch Sultan Sabu-Amin aus der edlen Dynastie der Djiassamiden über Ribukan herrschte, sahen die Dinge tatsächlich nicht schlecht aus. Die Stadt war reich und mächtig, die Geschäfte mit dem Inselvolk liefen gut und die starke Armee des Sultans hielt die blutrünstigen Ipexco dort, wo sie hingehören: hinter den fernen Bergen. Auch bewies der Sultan ein Händchen für die Bewältigung innenpolitischer Gefahren: Die jahrhundertealte „Bruderschaft der Schlangen“, eine Kaste aristokratischer Beschwörer und Hexer, die viel Jahre lang starke Ambitionen zur Machtergreifung gezeigt hatten, wurde unter seiner Führung endgültig zerschlagen. Sabu-Amins einzige, größere Schwäche war die Fleischeslust. Sein Harem war riesig und bestand aus weit über 300 Nebenfrauen und Konkubinen. Eines Tages, kam es wie es kommen musste: In einer lauen Vollmondnacht waren plötzlich verzweifelte Klagerufe aus den Frauengemächern des Palastes zu hören. Der alte Sultan hatte sich beim Liebesspiel überanstrengt und verschied entkräftet in den Armen seiner drei jüngsten und liebsten Konkubinen. Nach seinem Tod brachen in Ribukan die Niederhöllen los.
Der Sultan hatte zwar weit über 200 Kinder hinterlassen (von denen theoretisch, nach dem alten Erbrecht, jeder Sohn erbberechtigt war), aber seinen Nachfolger zu Lebzeiten niemals bestimmt und auch kein Testament hinterlassen. So kam es, dass knapp 100 Prinzen gleichzeitig Anspruch auf den Thron von Ribukan erhoben. Wurde zunächst noch versucht, die Sache rechtlich zu klären, begann schon bald darauf das Intrigieren und Morden. Anfangs gab es lediglich hier und da einen kleinen Giftmord oder gedungene Meuchler drangen des nächtens in die Gemächer des Opfers ein, um es zu erdrosseln oder zu erdolchen. Doch schon bald war die Situation mehr und mehr von Paranoia geprägt, bis die Prinzen, auch "Amune" genannt, schließlich beschlossen, nunmehr offen, mit aller Macht und unter Einsatz aller Mittel gegeneinander vorzugehen. Sie scharten Söldnertruppen um sich und zogen gegen ihre Konkurrenten zu Felde. Wechselnde Bündnisse ließen einige dieser Truppen auf die Größe stattlicher Kriegshaufen anschwellen, die Tod und Verwüstung über Ribukan brachten. Diesem „Krieg der 100 Prinzen“, wie er auch genannt wurde (und wird), fielen große Teile der Stadt zum Opfer, bis vor einigen Jahren der Hauptmann der Palastgarde, die sich stets neutral verhalten hatte, gemeinsam mit den mächtigsten noch verbliebenen Thronaspiranten zumindest für das Palast- und Hafenviertel einen Waffenstillstand aushandeln konnte. Damit, wenn dereinst tatsächlich einmal ein neuer Sultan den Perlenthron besteigen würde, es wenigstens überhaupt noch etwas für ihn zu regieren geben würde. Dieser Zustand hat bis heute Bestand.

Ein Reich im Bürgerkrieg
Die Einwohnerzahl der Stadt ist durch den Krieg stark gesunken: Heute leben nur noch rund 300.000 Menschen auf dem Gebiet der einst zweitgrößten Stadt Rakshazars. Bis zu 100.000 weitere Ribukaner bewohnen kleinere Garnisonsdörfer und Höhlen, verteilt über die gesamte Halbinsel. Noch immer ziehen die Kriegshaufen der Amune durch die Wälder und liefern sich sowohl untereinander, als auch mit den in ihre einstigen Siedlungsgebiete zurückdrängenden Ipexco gnadenlose Gefechte. Das früher einmal so mächtige Ribukan ist enthauptet, die Grenzverteidigung so gut wie nicht mehr vorhanden und viele Reisfelder liegen brach. Drei der fünf Stadtviertel sind nur noch ein Ruinenmeer, in dem sich Söldner, gedungene Mörder und der Abschaum der Gesellschaft im Schatten rußgeschwärzter Mauern tummeln. An den Rändern jener Viertel nagen Urwald und Sumpf und erkämpfen sich Jahr für Jahr mehr des einst von Menschenhand mühsam der Natur abgetrotzten Gebietes zurück. Ein sicheres Betreten und Verlassen der gebeutelten Stadt ist nur noch über den Seeweg möglich.


Die Stadtviertel

Das Palastviertel
Das Palastviertel war das einstige Zentrum Ribukans und Rückzugsort für den Sultan und seine Familie. Mächtige Mauern umschließen die einstmals herrlichen Gärten und schneeweißen Prachtbauten mit ihren güldenen Kuppeln. Heute wird jeder Quadratschritt des Palastgartens zum Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern verwendet, womit die Palastgarde ihre Unabhängigkeit von Stadt und Umland sicher stellt. Hühner und andere Nutztiere laufen frei auf den von Moosen überzogenen Mosaikböden herum. Das Hauptgebäude des Palastes wurde nach dem Tod des Sultans versiegelt und seither von niemanden mehr betreten. Nun nagt der Zahn der Zeit an den Gemäuern, die einst Kinderlachen und die größten derischen Freuden beherbergten.
Das zweitgrößte Gebäude ist die Garnison der Palastgarde, deren Mitglieder als einzige freien Zugang zum Viertel haben. Im Keller der Ganison befindet sich der Kerker Ribukans. Ein weiteres Nebengebäude des Palastes ist die Sternwarte des Sultans, in der sich Hauptmann Markos eine halbwegs standesgemäße Wohnstatt geschaffen hat.
Zwei weitere, auffällige Gebäude schließen sich an den Palast an: Die Ruinen der Bibliothek von Ribukan, die bereits vor der Geburt des letzten Sultans ein Opfer der Flammen wurde, sowie der große Tempel der Stadt, wo einst hunderten Göttern und Götzen gehuldigt und geopfert wurde. Lediglich einmal im Jahr gestattet die Garde den Kulten in der Stadt den Zutritt, um im Rahmen des ribukanischen Opferfestes den Tempeldienst zu versehen. Einige religiöse Führer schimpfen hinter vorgehaltener Hand, dass Ribukan längst einen neuen Sultan hätte, wenn die Garde nicht das Ansehen der Götter durch dieses Verhalten mit Füßen treten würde.
Drei der vier Tore des Viertels wurden auf Befehl des Hauptmanns zugemauert, um den Stadtteil zu einer uneinnehmbaren Festung zu machen. Der einzige noch passierbare Zugang führt zum Hafenviertel.

Das Hafenviertel
Das Hafenviertel ist das pulsierende Zentrum der Stadt und der letzte Ort, an dem überhaupt noch ein wenigstens halbwegs zivilisiertes Leben möglich erscheint. Nur hier befinden sich noch weitgehend intakte Häuser und Paläste, die einen Eindruck von der einstigen Macht der Metropole erwecken. Bürger, Händler, Seeleute und einige Adelsfamilien fristen hier ihr Dasein. Trotz des Bürgerkriegs legen noch immer viele Schiffe im Hafen an, der von der zentralen Hafenmeisterei verwaltet wird. Der Hafenmeister ist de facto einer der mächtigsten Männer der Stadt, sieht man vom wechselhaften Einfluss einzelner Aristokraten aus den Prinzenfamilien und dem Hauptmann der Palastgarde einmal ab.
Dominiert wird das Viertel von der beeindruckenden Hafenmauer und einem kalkweißen Leuchtturm. Ganz in der Nähe des Leuchtturms befindet sich der Seherthron. Diese abenteuerliche Holzkonstruktion hängt an der äußeren Hafenmauer und ist Wohnsitz der greisen Seherin Okari und ihrer Schülerin.
Darüber hinaus prägen Spielhöllen, Tavernen und allerlei heruntergekommenen Hafenkaschemmen das Bild des Viertels. Der berüchtigste Vergnügungstempel ist „Das Loch“, der gar eine eigene Arena beherbergt, in der Sklaven und Gladiatoren auf Leben und Tod gegeneinander antreten. Zu den bekannteren Hafentavernen gehören der gemütliche „Drachenschlund“ und die völlig überlaufene „Morsche Planke“. Im "Halben Anker" werden sogar Speisen serviert, etwas das in riesländischen Schenken eher ungewöhnlich ist. Der einheimische Besitzer des Bordells „Zur Grotte“, Hasan, und die ehemalige Amhasim-Soldatin Tia, mit ihrem direkt gegenüberliegenden Etablissement „Oase“ liefern sich, vor ihren Eingangstüren stehend, fast täglich wüste und nicht selten sehr originelle Wortgefechte, in dem steten Bestreben sich gegenseitig die Kundschaft abspenstig zu machen.
Weiter landeinwärts, in unmittelbarer Nähe zum Palastviertel, dessen beeindruckende Tortürme von schwer gerüsteten Gardisten besetzt sind, liegt der ribukanische Markt, wo exotische und einheimische Waren und Sklaven feil geboten werden. Dem Markt schließen sich etliche kleinere Gässchen an, die meist von Händlern und Handwerkern bewohnt werden, die es zu einem vergleichsweise stattlichen Wohlstand gebracht haben.
Der kleine Platz vor dem Tor wird oftmals für Ansprachen und die Prozesse des Volksgerichts genutzt.




Die Ruinen Alt-Ribukans
Der Ruinengürtel um die bewohnten Stadtviertel nimmt den größten Teil der einstigen Stadtfläche ein. Alt-Ribukan besteht aus dem völlig verwüsteten Reichenviertel im Norden, dem zur Hälfte im Brackwasser versinkenden Händlerviertel im Osten und dem nach wie vor bewohnten Armenviertel im Süden. Alle drei Stadtteile waren früher, wie die Speichen eines Rads, durch imposante Mauern voneinander getrennt, die nun aber größtenteils in Trümmern liegen. Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen von Händlern und Aristokraten, das Armenviertel erneut zu befestigen und als neues Händler- und Handwerkerviertel zu etablieren. (Siehe Abschnitt: "Das neue Südviertel")

Das Reichenviertel im Norden
Nördlich des Palastes wurde das Stadtbild einst von den Villen und Höfen der Adligen geprägt. Heute ist das Viertel nur noch ein Ruinenfeld: Kaum eine der noch stehenden Mauern ist höher als ein Mensch. Manche sagen gar, dass es hier spuken würde. Die Tore zum Hafen- und Palastviertel sind zugemauert, so dass ein direkter Weg in den bewohnten Teil der Stadt nicht möglich ist.
Die an unzähligen Stellen durchbrochene Mauer, die einst die Villen der Reichen vom benachbarten Händlerviertel im Osten trennte, dient als Versteck der Ipexco, die das umliegende Gebiet mit Fallen gesichert haben. Der kleine Stamm wurde aus den Kernlanden der Tempelstädte vertrieben und hofft, zwischen den Interessen der Amune und den Kriegszügen ihrer einstigen Brüdern nicht aufgerieben zu werden.

Die Siechenkolonie
Auf einer Felseninsel vor der Küste des Reichenviertels, liegt die Siechenkolonie. Ursprünglich handelte es sich um ein Salzbergwerk, das später zur letzten Heimstatt für Seuchenkranke und Schwerstkriminelle wurde. Die Kolonie ist nicht mehr als ein gewaltiges Loch im Boden, aus dem es so gut wie kein Entkommen gibt. Ein bedrohlich knarzender Lastenkran befördert einmal wöchentlich neue Kranke, Delinquenten und Nahrungsmittel in die Tiefe. Im Gegenzug werden die leeren Körbe mit Salz aufgefüllt, dem die Stadt einen bescheidenen Wohlstand verdankt. Wer hier landet, führt ein Leben in fast vollständiger Finsternis, umgeben von Todkranken und Aussätzigen, sowie dem wohl schlimmsten gesellschaftlichen Abschaum des Kontinents. Über die Siechenkolonie kursieren die haarsträubendsten Geschichten. So sollen unter der Erde Mord und Totschlag herrschen und die Verstorbenen in den Suppenkesseln der anderen halbverhungerten Insassen enden. Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Grube beträgt wenige Wochen bis Monate. Ein längeres Überleben ist nur möglich, wenn man zu den rücksichtslosesten Schwerverbrechern gehört, die als erstes an die Futtertöpfe gelangen. Die Insassen haben nicht nur mit plötzlichen Wassereinbrüchen und einstürzenden Stollen, sondern auch mit jungen Ipexco zu kämpfen, die immer wieder als Mutprobe zur Insel schwimmen, um Schlangen und anderes Giftgetier in die Tiefe zu werfen und sich diebisch am Geschrei der Gefangenen zu erfreuen. Bei Sturm brechen sich gigantische Wellen an der Insel und schwappen oftmals auch bis ins Innere, wo die Schwachen und Kranken jämmerlich ertrinken. Die Siechenkolonie Ribukans gilt als eine der „Fünf Höllen Rakshazars“.

Das Händlerviertel im Osten
Das Händlerviertel bietet einen traurigen Anblick; steht es doch zur Hälfte im Wasser eines Sees, der vor einigen Jahren durch die Deichsabotage eines Amuns entstanden ist und nun eine unratgeschwängerte Wolke üblen Gestanks ausdünstet. Auf kleinen Inseln stehen die ausgebrannten Grundmauern von teils zweistöckigen Häusern, in denen sich Zelte aus groben Segelstoff verstecken. Tatsächlich haben sich einige Menschen erfolgreich mit der "neuen Wohnsituation" arrangiert: Nicht weniger als drei kriminelle Banden haben hier ihr Hauptquartier aufgeschlagen und kleine Zeltdörfer errichtet. Ferner huldigt ein Todeskult, der aus der Stadt geworfen wurde, hier seinem finsteren Herrn. Ein kleiner Schwarzmarkt bildet das Zentrum des Ostviertels, das nachts in den Schein hunderter Fackeln und Feuerstellen getaucht ist. Nicht selten durchstreifen die Anwerber der Amune die zugewucherten Straßen und heuern neue Krieger für die Kämpfe im nahen Dschungel an. Das Händlerviertel ist der richtige Ort für all jene, denen es im Hafenviertel unter den strengen Augen der Palastgarde zu heiß geworden ist.
Eine Besonderheit des Stadtteils ist die alte Mauer zum Armenviertel im Süden. Diese ist vollständig intakt und selbst das Tor wird nach wie vor bewacht: Eine der Banden des Ostviertels regelt den Zugang, so dass gewährleistet ist, dass alle Moralapostel und Stadtgardisten draußen bleiben. Hauptmann Markos lässt sie gewähren, sorgt das isolierte Ostviertel doch dafür, dass die meisten Quertreiber und Unholde nicht im Stadtkern herumlungern.

Das Armenviertel im Süden
Das Südviertel ist das kleinste der drei Ruinenviertel, die die Stadt umgeben, aber gleichzeitig das bevölkerungsreichste. Jeder, der sich den Aufenthalt im Hafenviertel nicht leisten kann und dem es im Händlerviertel zu grob zugeht, landet hier. Ausgerechnet das ehemalige Armenviertel beherbergt auch heute noch einige intakte Gebäude. Die Palastgarde lässt sich des Öfteren blicken und sichert das Tor zum Hafenviertel. Auch hier stehen zahlreiche Zelte und der Schwarzhandel blüht. Eine befestigte Straße verbindet das Tor des Hafenviertels mit den Reisfeldern in den Südausläufern des Armenviertels.
Bekanntester Ort im Armenviertel ist der Friedhof Ribukans, mitsamt dem palastartigen Grabmal Sabu-Amins, des letzten Sultans. Hier wacht eine geheimnisvolle Schwesternschaft bewaffneter Kriegerinnen über den verwesenden Leib des Sultans. Die rund einhundert „Mashabars“, wie die Frauen genannt werden, sind allesamt ehemalige Geliebte oder (Enkel-)Töchter des Sultans, die mit ihrer kultisch verehrten Anführerin einer nekrophilen Götzenverehrung nachgehen. Über ihre Absichten und Hintergründe ist wenig bekannt. Nur, dass sie niemanden zum Grab des Sultans vorlassen, schon gar keinen Amun, der durch den Besuch am Grab seines Vaters oder Großvaters womöglich seine Nachfolgeansprüche untermauern will. Ein solch hoffnungsfroher Amun landet schneller in einem der Massengräber der Nachbarschaft, als ihm lieb sein dürfte.


Besonderheiten
Rechtsprechung in Ribukan
Markos, der greise Hauptmann der Garde hält den Vorsitz eines Volksgerichts, das bei Bedarf vor dem Tor des Palastviertels tagt. Die einflussreichsten Bürger Ribukans, darunter auch der Hafenmeister und die Seherin, letztere vertreten durch ihre Novizin, verhängen in Vertretung des Sultans Urteile über Straftäter. Da das Fällen eines Todesurteils ausdrücklich dem Sultan vorbehalten ist, ist die Höchststrafe die Verbannung in die Siechenkolonie (was auf kurz oder lang auf das Selbe hinausläuft).

Die schwimmende Festung
Gut eine halbe Meile vor der Stadt liegt die Schwimmende Festung Ribukans, die seit dem Tod des letzten Sultans einsam und verlassen Wind und Wellen trotzt.
Die Sanskitaren verfügen nur über drei dieser wundersamen, steinernen Kriegsschiffe grauer Vorzeit. Die Schwimmende Festung Ribukans ist trotz ihres hohen Alters nahezu intakt und diente dem Sultan nicht nur als Kriegsgerät, sondern auch als Rückzugsort, wenn ihm das Treiben der Metropole zu viel wurde.
Die Festung ist bewegungsunfähig, da die Krone, die sie aktivieren könnte, seit dem Tod des Sultans als verschollen gilt und nun fieberhaft von den Amunen gesucht wird. Der Aufenthalt in und auf der Festung ist strengstens untersagt.
In den letzten Jahren haben sich immer wieder Schmuggler und Piraten in den äußeren Anlagen der Festung eingenistet, die jedoch stets schnell und mit aller Härte von der Palastgarde vertrieben wurden.
Herausragendstes Merkmal der Festung ist ein riesiges Katapult auf dem höchsten Turm, das selbst weit entfernte Ziele mit großen Brandkugeln einäschern kann.

Persönlichkeiten
Die Seherin Okari
Der Legende nach kam es vor vielen Jahrhunderten zu einer furchtbaren Flut, bei der fast die gesamte Stadt ein Raub der Wellen wurde. Seither stimmt die Seherin Okari die Götter des Meeres gnädig. Die spirituelle Führerin der Stadt, die immer den gleichen Namen trägt, wird stets von ihrer jeweiligen Vorgängerin erwählt und darf nach deren Tod die Hafenmauer zeitlebens nicht mehr verlassen. Die Seherin wird tagtäglich von Seeleuten und Händlern mit Baumaterial aus Treibholz und Nahrung versorgt. Man sagt, es bringe Glück, der Seherin von Ribukan etwas zu opfern. Aus diesen Zuwendungen erbaut sich die Seherin auf bzw. an der Mauer mit eigenen Händen ihre Behausung.
Stirbt sie, wird sie mitsamt ihres Zuhauses in Brand gesteckt und die verkohlten Überreste des Gebäudes, im Volksmund auch „Seherthron“ genannt, danach ins Meer gestürzt. Sogleich wird ihre Novizin zur Nachfolgerin ernannt, die ebenfalls den Namen Okari annimmt und nach dem Brand zunächst nackt und mittellos auf der Hafenmauer zurückbleibt.
Gegenwärtig ist die Seherin eine uralte Frau, die sogar den letzten Sultan noch kannte. In früheren Jahren konnte man sie des Öfteren dabei beobachten, wie sie auf der Mauer entlang ging, Leute begrüßte und segnete. Heute ist es ruhiger um sie geworden. Bereits jetzt munkeln die Ribukaner hinter vorgehaltener Hand, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis der Seherthron ein weiteres Mal brennt. Einige munkeln gar, dass die alte Okari längst gestorben sei und die Novizin die Leiche der Alten versteckt halte. Jedes Mal jedoch, wenn diese Gerüchte lauter werden, lässt sich die Greisin kurz sehen und krächzt den Versammelten zu, dass sie noch nicht tot sei und sich die Ribukaner gefälligst darum scheren sollten endlich einen verdammten Sultan zu finden.
Okaris Novizin darf den Seherthron verlassen, um Nachrichten an den Hauptmann oder den Hafenmeister zu übermitteln. Die aktuelle sommersprossige Novizin zählt noch keine vierzehn Sommer und dient erst seit wenigen Jahren ihrer Herrin, da ihre Vorgängerin in einer Sturmnacht von der Hafenmauer fiel und vom Meer verschlungen wurde. Tatsächlich  hat sich die alte, müde Seherin geschworen, noch so lange am Leben zu bleiben, bis ihre Schülerin in ihren Augen fähig genug ist, ihr Amt zu übernehmen und einen eigenen Seherthron zu errichten.

Hauptmann Markos, Herr der Palastgarde
Der Hauptmann, von den Ribukanern nur „der Alte“ genannt, gilt seit jeher als Stimme der Vernunft im Konflikt um den Thron. Nur sein Ehr- und Pflichtgefühl hielten den Sanskitaren einst davon ab, mit seiner mächtigen Garde in den Konflikt einzugreifen und die Sultanswürde kurzerhand selber an sich zu reißen. Markos hat bald 80 Sommer gesehen und ist über die Jahre immer schweigsamer und nachdenklicher geworden.
Sein gütiges, großväterliches Wesen sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass er seine Stadt mit harter Hand verwaltet und auch sich selbst keine Schwäche zugesteht. Tagtäglich beteiligt er sich persönlich an den Patrouillen, packt mit an, wo es nötig ist und pflegt seine prächtige Rüstung aus echtem amhasischen Stahl, die einen Eindruck von der einstigen Pracht und Reichtum Ribukansvermittelt. Langsam beginnt er sich jedoch mit der Tatsache zu arrangieren, dass es zu seinen Lebzeiten keinen neuen Sultan mehr geben wird. Gegenwärtig unternimmt er alles, um seinen Offizieren jegliche Ambitionen auf die Sultanswürde auszutreiben, damit sein Nachfolger in seinem Sinne weiter handelt.
Mit Okari verbindet ihn ein Band der Hassliebe: Einstmals erbitterte Kontrahenten, hat das Alter die beiden zusammengeschweißt. Längst sind alle Gefährten gegangen und ausgerechnet seine alte Gegenspielerin teilt mit ihm das Schicksal, noch unter den Lebenden zu weilen.
Mindestens einmal im Monat besucht er sie auf der Hafenmauer, lacht, prahlt, streitet und redet mit ihr über die alten Zeiten.

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« Antworten #33 am: November 21, 2013, 13:36:23 »

Meisterinfos

Loch und Oase
Nur die wenigsten Ribukaner wissen, dass beide Bordelle durch einen Tunnel miteinander verbunden und Hasan und Tia ein (sehr ungleiches) Liebespaar sind, das mit ihrer anscheinenden Feindschaft und ihrem Wetteifern um die Kundschaft in Wahrheit nur den (gemeinsamen) Umsatz ankurbelt.

Die Macht im Hintergrund: Die Nagah
Einige der Adelshäuser sind vom geheimnisvollen Volk der schlangenleibigen Nagah unterwandert, die sich durch ihre Illusionsmagie vor den Blicken Anderer erfolgreich verbergen können und sich nur wenigen Eingeweihten offenbaren. Ob man so weit gehen kann, die Schlangenwesen als die heimlichen Herrscher Ribukans zu bezeichnen, ist unklar. Profitieren sie etwa von der Lage der zerstrittenen Sanskitaren? Sind sie es gar, die in Wirklichkeit hinter dem Thronstreit stecken? Oder treiben sie ein ganz anderes, eigenes Spiel?
Die Herrinnen der Schwarzen Pagode von Angangkor, einer überwucherten Ruinenstadt im Süden der Halbinsel, haben wieder an Macht gewonnen, so heißt es im gemeinen Volk. Seit Urzeiten wurden sie von den Ribukanern als wunder wirkende Orakel und Gesandte der weisen Göttin H'Shesshivan verehrt und um Rat gefragt. Eine Tradition, mit der der letzte Sultan gebrochen hat. Heute hingegen, suchen fast alle Prinzen wieder den Rat der weisen Schlangenfauen und einige der Verschwörungen und militärischen Aktionen der Amune basieren so in Wahrheit auf Plänen der Nagah, die mit widersprüchlichen Prophezeiungen und Ratschlägen die gutgläubigen Prinzen gegeneinander ausspielen.

Kanalisation
Die Kanalisation Ribukans ist allen anderslautenden gerüchten zum Trotz noch weitestgehend intakt und wird insgeheim von der Garde genutzt, um in Windeseile an jeden Ort der Stadt zu gelangen. Nur wenige wissen, dass die fast 500 Gardisten im Notfall über Grabmäler im Ruinenviertel und Vorposten in diversen Handelshäusern inmitten des Hafenviertels quasi aus dem Nichts heraus zuschlagen und Störenfriede verschwinden lassen können.   


Abenteuerideen / Kurzszenarios

Tod der Alten
Seherin Okari und Hauptmann Markos, die greisen Führer der Stadt, sind annähernd 80 Jahre alt. Der Tod eines oder beider würde neuen Thronaspiranten und/oder Korruption und Intrige Tür und Tor öffnen.
Einmal monatlich treffen sie sich auf dem Seherthron, der an der äußeren Hafenmauer hängt. Die Helden könnten einen Anschlag durchführen (oder verhindern), der beide Führer gleichzeitig tötet.
Nach dem Tod Okaris gibt es weitere Handlungsoptionen: Zum Beispiel könnte man versuchen, der unerfahrenen, zukünftigen Seherin eine Novizin unterzujubeln, die für eine der Mächtegruppen in der Stadt tätig ist. Ebenso wäre es möglich direkt eine Marionette einzusetzen. Das Volksgericht, dessen Vorsitz sie an der Seite des Hauptmanns und des Hafenmeisters inne hat, wäre damit erfolgreich unterwandert. Auch wäre es möglich, dass entgegen der alten Tradition einige Führerinnen der zahllosen Kulte das Amt für sich beanspruchen und ein Wettbewerb ausgerichtet wird, bei dem sich die Anwärterinnen miteinander messen müssen.  (Das ist aber keine Handlungsoption, sondern eine Entwicklung, die unabhängig vom Handeln der Helden auftreten könnte....Sie hier unter "mögliche Handlungsoptionen" aufzuführen ist dementsprechend eigentlich nicht korrekt... Roll Eyes Außerdem...warum müssen es Führerinnen sein? Wenn man schon mit alten Traditionen bricht (wieso sollte man das überhaupt? Die Okari sicherte doch, dass die Stadt nicht wieder von den Göttern mit einer Flutkatastrophe gestraft wird...der Stadt gehts eh schon scheiße...wieso sollte man dann sowas riskieren, indem man die Tradition über den Haufen wirft?  Huh?) warum dann überhaupt an einer Seherin festhalten...Rakshazar ist jetzt auch nicht unbedingt für politische Korrektheit, Emanzipation und viele Frauen in großen Machtpositionen bekannt...wieso sollte es dann überhaupt viele Führerinnen in der Stadt geben?  Huh?) Unter den Kontrahentinnen verstecken sich sogar verkleidete Männer! Sofern die Helden nicht selbst teilnehmen, könnten sie die eine oder andere Bewerberin unterstützen oder sabotieren.
Nach dem Tod des Hauptmanns kommt es zum Machtkampf innerhalb der Garde: Der designierte Nachfolger, ein gemäßigter Offizier, hat einen schweren Stand, da gleich zwei Kontrahenten gegen ihn vorgehen. Die Helden können erfahren, dass mindestens einer der Nachfolger versuchen wird sich zum Sultan auszurufen, sollte er die Garde unter seine Kontrolle bringen. Natürlich kann auch ein Spielercharakter Mitglied der Garde sein und eigene Ambitionen hegen.

Die religiösen Führer
Die religiösen Führer verlangen schon seit langem nach einer Reinstitution des Glaubens in Ribukan. Das jährliche Opferfest ist für sie blanker Hohn. Nur einmal jährlich dürfen im großen Tempel Opfer dargebracht werden.
Bislang haben sich die Gurus zu sehr untereinander bekriegt, um gemeinsam in dieser Angelegenheit vorzugehen, aber seit einigen Monden herrscht ein sensibles Gleichgewicht: Man stimmt darin überein, dass erstmal dieser lästige Hauptmann aus der Welt geräumt werden sollte und man sich hinterher schon einig wird.

Die Bruderschaft der Schlangen
Vor über 40 Jahren zerschlagen, haben einige Mitglieder der alten Magierkaste im Verborgenen überlebt und planen erneut ihre Machtergreifung. Die Bruderschaft agiert stets im Hintergrund und hat die Kunst der Unterwanderung perfektioniert. Sie trachtet zunächst nach einem Sitz im Volksgericht, wobei sie es in erster Linie auf das Amt des Hafenmeisters abgesehen hat, da dieses großen Reichtum und die Kontrolle über ein- und auslaufende Schiffe (und deren Ladungen) mit sich bringt.

Die Bibliothek von Ribukan
Dieser Ort wurde bereits lange vor der Geburt des letzten Sultans ein Raub der Flammen. Doch noch immer soll es geheime Räume geben, die den großen Brand unbeschadet überstanden haben und in denen unschätzbares Wissen lagert. Dumm nur, dass die Bibliothek im Palastviertel liegt und der Zutritt streng verboten ist.

Die Krone von Ribukan
Die Schwimmende Festung ist seit vielen Jahren das Objekt der Begierde vieler Amune und diverser anderer Machtgruppen, seien es die religiösen Führer, die Bruderschaft oder hoffnungsvolle Glücksritter. Die Helden könnten in eine der zahlreichen Schatzsuchen um die Krone, mit der sich die Festung aktivieren und steuern lässt, verwickelt werden. Die fieberhafte Suche kann die Schatzjäger in düstere Dungeons im Dschungel, auf unbewohnte Inseln oder sogar in die Katakomben der Bibliothek von Ribukan führen. Tatsächlich befindet sich die Krone aber in unerreichbarer Ferne: auf einem unordentlichen Schreibtisch in Mirham, wo sie als schnöder Briefbeschwerer missbraucht wird.

Flucht von der Insel
Ein Freund/Bekannter/Informant der Helden wurde in die Siechenkolonie geschickt, entweder wegen krimmineller Handlungen oder weil er unheilbar erkrankt ist.
Die Helden müssen das Unmögliche wagen: In die Kolonie eindringen und eine Person befreien. Ein geradezu halsbrecherisches Unterfangen.

Im Ostviertel
Immer wieder verschwinden Personen im Ostviertel. Eigentlich nichts ungewöhnliches, doch die drei großen Banden schwören Stein und Bein, dass sie nichts mit der Sache zu tun haben. Offensichtlich will jemand oder etwas den brüchigen Frieden zwischen den Banden stören. Sind es die Ipexco, die sich im Nordviertel eingerichtet haben? Steckt etwa diese verrückte Schwesternschaft im Südviertel dahinter? Oder hat jemand anderes seine Finger im Spiel?

Das neue Südviertel
Nach Ausrufung des Waffenstillstands im Stadtgebiet waren es zunächst einfache Leute und Obdachlose, die im einstigen Armenviertel Zuflucht suchten. Doch mittlerweile haben sich auch Händler und Handwerker hier niedergelassen, denen das Hafenviertel zu eng geworden ist.
Zwei Drittel des Südviertels liegen in Trümmern, doch im Schutze der Mauer zum Hafenviertel haben sich einige belebte Straßenzüge erhalten, in denen sogar die Stadtgarde gelegentlich patrouilliert. Sowohl einflussreiche Handelsfamilien, als auch die Aristokraten und Priester haben seit einiger Zeit damit begonnen, möglichst großzügige Grundstücke im Viertel abzustecken und beim Hauptmann nachdrücklich den Wiederaufbau der Stadtmauern zu fordern. Auch die Helden können ganze Straßenzüge für sich beanspruchen, Häuser errichten oder eine der zahlreichen Interessensgruppen unterstützen. Das Südviertel dient der Spielleitung als riesige Sandbox, in der sich die Helden nach Herzenslust austoben dürfen. Auch bei der Namensgebung könnten die Helden ein Wort mitreden: Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Reichen und Mächtigen damit brüsten möchten, im "Armenviertel" zu leben, so dass der Ruf nach einem neuen Namen nur eine Frage der Zeit sein dürfte.
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« Antworten #34 am: November 21, 2013, 18:25:33 »

uuuund alles aktualisiert. Mit der Seherin müsstest du nochmal schauen. Ich finde das jetzt in Ordnung so. Wink
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« Antworten #35 am: November 21, 2013, 18:42:56 »

Guck ich morgen mal... Wink
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« Antworten #36 am: November 22, 2013, 09:02:05 »

Meisterinfos

Loch und Oase
Nur die wenigsten Ribukaner wissen, dass beide Bordelle durch einen Tunnel miteinander verbunden und Hasan und Tia ein (sehr ungleiches) Liebespaar sind, das mit ihrer anscheinenden Feindschaft und ihrem Wetteifern um die Kundschaft in Wahrheit nur den (gemeinsamen) Umsatz ankurbelt.

Die Macht im Hintergrund: Die Nagah
Einige der Adelshäuser sind vom geheimnisvollen Volk der schlangenleibigen Nagah unterwandert, die sich durch ihre Illusionsmagie vor den Blicken Anderer erfolgreich verbergen können und sich nur wenigen Eingeweihten offenbaren. Ob man so weit gehen kann, die Schlangenwesen als die heimlichen Herrscher Ribukans zu bezeichnen, ist unklar. Profitieren sie etwa von der Lage der zerstrittenen Sanskitaren? Sind sie es gar, die in Wirklichkeit hinter dem Thronstreit stecken? Oder treiben sie ein ganz anderes, eigenes Spiel?
Die Herrinnen der Schwarzen Pagode von Angangkor, einer überwucherten Ruinenstadt im Süden der Halbinsel, haben wieder an Macht gewonnen, so heißt es im gemeinen Volk. Seit Urzeiten wurden sie von den Ribukanern als wunder wirkende Orakel und Gesandte der weisen Göttin H'Shesshivan verehrt und um Rat gefragt. Eine Tradition, mit der der letzte Sultan gebrochen hat. Heute hingegen, suchen fast alle Prinzen wieder den Rat der weisen Schlangenfauen und einige der Verschwörungen und militärischen Aktionen der Amune basieren so in Wahrheit auf Plänen der Nagah, die mit widersprüchlichen Prophezeiungen und Ratschlägen die gutgläubigen Prinzen gegeneinander ausspielen.

Kanalisation
Die Kanalisation Ribukans ist allen anderslautenden gerüchten zum Trotz noch weitestgehend intakt und wird insgeheim von der Garde genutzt, um in Windeseile an jeden Ort der Stadt zu gelangen. Nur wenige wissen, dass die fast 500 Gardisten im Notfall über Grabmäler im Ruinenviertel und Vorposten in diversen Handelshäusern inmitten des Hafenviertels quasi aus dem Nichts heraus zuschlagen und Störenfriede verschwinden lassen können. 


Abenteuerideen / Kurzszenarios

Tod der Alten
Seherin Okari und Hauptmann Markos, die greisen Führer der Stadt, sind annähernd 80 Jahre alt. Der Tod eines oder beider würde neuen Thronaspiranten und/oder Korruption und Intrige Tür und Tor öffnen.
Einmal monatlich treffen sie sich auf dem Seherthron, der an der äußeren Hafenmauer hängt. Die Helden könnten einen Anschlag durchführen (oder verhindern), der beide Führer gleichzeitig tötet.
Nach dem Tod Okaris gibt es weitere Handlungsoptionen: Zum Beispiel könnte man versuchen, der unerfahrenen, zukünftigen Seherin eine Novizin unterzujubeln, die für eine der Mächtegruppen in der Stadt tätig ist. Auch wäre es möglich, dass entgegen der alten Tradition, andere Persönlichkeiten (auch männliche Kandidaten, inklusive der Spielercharaktere) das Amt für sich beanspruchen. Dies würde zu einem Wettbewerb führen, bei dem sich die Anwärter miteinander messen müssen. Sofern die Helden nicht selbst teilnehmen, könnten sie den einen oder anderen Bewerber unterstützen oder sabotieren.
Nach dem Tod des Hauptmanns kommt es zum Machtkampf innerhalb der Garde: Der designierte Nachfolger, ein gemäßigter Offizier, hat einen schweren Stand, da gleich zwei Kontrahenten gegen ihn vorgehen. Die Helden können erfahren, dass mindestens einer der Nachfolger versuchen wird sich zum Sultan auszurufen, sollte er die Garde unter seine Kontrolle bringen. Natürlich kann auch ein Spielercharakter Mitglied der Garde sein und eigene Ambitionen hegen.

Die religiösen Führer
Die religiösen Führer verlangen schon seit langem nach einer Reinstitution des Glaubens in Ribukan. Das jährliche Opferfest ist für sie blanker Hohn. Nur einmal jährlich dürfen im großen Tempel Opfer dargebracht werden.
Bislang haben sich die Gurus zu sehr untereinander bekriegt, um gemeinsam in dieser Angelegenheit vorzugehen, aber seit einigen Monden herrscht ein sensibles Gleichgewicht: Man stimmt darin überein, dass erstmal dieser lästige Hauptmann aus der Welt geräumt werden sollte und man sich hinterher schon einig wird.

Die Bruderschaft der Schlangen
Vor über 40 Jahren zerschlagen, haben einige Mitglieder der alten Magierkaste im Verborgenen überlebt und planen erneut ihre Machtergreifung. Die Bruderschaft agiert stets im Hintergrund und hat die Kunst der Unterwanderung perfektioniert. Sie trachtet zunächst nach einem Sitz im Volksgericht, wobei sie es in erster Linie auf das Amt des Hafenmeisters abgesehen hat, da dieses großen Reichtum und die Kontrolle über ein- und auslaufende Schiffe (und deren Ladungen) mit sich bringt.

Die Bibliothek von Ribukan
Dieser Ort wurde bereits lange vor der Geburt des letzten Sultans ein Raub der Flammen. Doch noch immer soll es geheime Räume geben, die den großen Brand unbeschadet überstanden haben und in denen unschätzbares Wissen lagert. Dumm nur, dass die Bibliothek im Palastviertel liegt und der Zutritt streng verboten ist.

Die Krone von Ribukan
Die Schwimmende Festung ist seit vielen Jahren das Objekt der Begierde vieler Amune und diverser anderer Machtgruppen, seien es die religiösen Führer, die Bruderschaft oder hoffnungsvolle Glücksritter. Die Helden könnten in eine der zahlreichen Schatzsuchen um die Krone, mit der sich die Festung aktivieren und steuern lässt, verwickelt werden. Die fieberhafte Suche kann die Schatzjäger in düstere Dungeons im Dschungel, auf unbewohnte Inseln oder sogar in die Katakomben der Bibliothek von Ribukan führen. Tatsächlich befindet sich die Krone aber in unerreichbarer Ferne: auf einem unordentlichen Schreibtisch in Mirham, wo sie als schnöder Briefbeschwerer missbraucht wird.

Flucht von der Insel
Ein Freund/Bekannter/Informant der Helden wurde in die Siechenkolonie geschickt, entweder wegen krimmineller Handlungen oder weil er unheilbar erkrankt ist.
Die Helden müssen das Unmögliche wagen: In die Kolonie eindringen und eine Person befreien. Ein geradezu halsbrecherisches Unterfangen.

Im Ostviertel
Immer wieder verschwinden Personen im Ostviertel. Eigentlich nichts ungewöhnliches, doch die drei großen Banden schwören Stein und Bein, dass sie nichts mit der Sache zu tun haben. Offensichtlich will jemand oder etwas den brüchigen Frieden zwischen den Banden stören. Sind es die Ipexco, die sich im Nordviertel eingerichtet haben? Steckt etwa diese verrückte Schwesternschaft im Südviertel dahinter? Oder hat jemand anderes seine Finger im Spiel?

Das neue Südviertel
Nach Ausrufung des Waffenstillstands im Stadtgebiet waren es zunächst einfache Leute und Obdachlose, die im einstigen Armenviertel Zuflucht suchten. Doch mittlerweile haben sich auch Händler und Handwerker hier niedergelassen, denen das Hafenviertel zu eng geworden ist.
Zwei Drittel des Südviertels liegen in Trümmern, doch im Schutze der Mauer zum Hafenviertel haben sich einige belebte Straßenzüge erhalten, in denen sogar die Stadtgarde gelegentlich patrouilliert. Sowohl einflussreiche Handelsfamilien, als auch die Aristokraten und Priester haben seit einiger Zeit damit begonnen, möglichst großzügige Grundstücke im Viertel abzustecken und beim Hauptmann nachdrücklich den Wiederaufbau der Stadtmauern zu fordern. Auch die Helden können ganze Straßenzüge für sich beanspruchen, Häuser errichten oder eine der zahlreichen Interessensgruppen unterstützen. Das Südviertel dient der Spielleitung als riesige Sandbox, in der sich die Helden nach Herzenslust austoben dürfen. Auch bei der Namensgebung könnten die Helden ein Wort mitreden: Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Reichen und Mächtigen damit brüsten möchten, im "Armenviertel" zu leben, so dass der Ruf nach einem neuen Namen nur eine Frage der Zeit sein dürfte.

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« Antworten #37 am: November 22, 2013, 09:04:20 »

Noch eine kleine Sache....
Die Stadtviertel haben ja irgendwie keine echten Namen, sondern werden einfach nach Ihrer Funktion beschrieben (Palastviertel, Hafenviertel, Villenviertel)...das ist in der Realität ja eher ungewöhnlich...
Ich fänds ganz nett, wenn man für die Viertel noch passende sanskitarische Namen finden könnte, statt langweiliger Funktionsbeschreibungen... Wink
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« Antworten #38 am: November 22, 2013, 10:26:22 »

Zitat
Die Stadtviertel haben ja irgendwie keine echten Namen, sondern werden einfach nach Ihrer Funktion beschrieben (Palastviertel, Hafenviertel, Villenviertel)...das ist in der Realität ja eher ungewöhnlich...
Ich fänds ganz nett, wenn man für die Viertel noch passende sanskitarische Namen finden könnte, statt langweiliger Funktionsbeschreibungen... Wink

also in Amsterdam, heisst die alte Kirche, "Alte Kirche" und die neue Kirche, "Neue Kirche". Das Stadtviertel im Osten heisst "Osten", das im Sueden, heisst "Sueden" und jetzt ratet mal wie die Viertel im Westen und Norden heissen. Das Ganze dann natuerlich noch auf Hollaendisch  Grin
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« Antworten #39 am: November 22, 2013, 10:34:51 »

Tja, deswegen ja auch sanskitarische Namen... Wink
Dann isste auch scheißejal, ob das Villenviertel jetzt Villenviertel oder Klaus heißt, weils einfach schön "ausländisch" klingt...
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« Antworten #40 am: November 22, 2013, 12:14:57 »

Grundsätzlich ne gute Idee, aber ich bin eher abgeneigt, immer alles mit möglichst exotischen Begriffen zu pflastern. Bei den Ipexco (genau wie bei den uthurischen Stämmen) ist es schon unheimlich lästig, ständig diese Zungenbrecher zu lesen. Wink Lasst euch gerne was einfallen, aber bitte nicht zu abgefahren.  Cheesy

So, jetzt bin ich aber im Urlaub.  Smiley
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« Antworten #41 am: Januar 04, 2014, 12:21:07 »

Die Firstposts sind auf dem neuesten Stand.
Falls noch jemand Ideen für Bezeichnungen oder kleinere Änderungen hat, dann bitte hier posten. Ich werde die Detailänderungen dann noch bis Redaktionsschluss einpflegen.

Ansonsten erkläre ich die Ausarbeitung von Ribukan (Stadt) hiermit für beendet.  Daumen hoch
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« Antworten #42 am: September 18, 2014, 13:29:39 »

Ich hab mir gerade mal die Stadtbeschreibung von Ribukan quergelesen/überflogen. Mir sind einige Ungereihmtheiten aufgefallen die ich kurz erwähnen wollte... nur als Info... was du damit machst ist dir überlassen Wink ...ich halt mich da raus:

- Da die Stadtbeschreibung für Ribukan weicht bezüglich des Dschungelbewuchses von von der alten Planung ab. Auf der Rakshazar-Karte ist Ribukan nicht von Dschungeln umschlossen. Das hellere Gebiet stellt gerodeten Urwald dar, ehemals für den Schiffsbau und Landwirtschaft (Kornkammer für Ribukan) - da leben laut Plan auch viele Parnhai-Sklaven und Prinzen, dass "matschige" Grün (nördlich) steht für die Sümpfe: auch hier Parnhai und Nagah Sumpfländer.

- Die "normalen" Ipexco leben laut Buch der Helden (Verbreitung auf der Karte) nicht in der Nähe von Ribukan. Ich weiß also nicht ob die regelmäßig zur Siechenkolonie schwimmen.
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« Antworten #43 am: September 18, 2014, 13:41:53 »

Ok, das muss echt noch angepasst werden...
Thorus, ab zum "Nachsitzen" und Nachbessern... Na LOS!

Ach wie ist das schön endlich mal wieder die Peitsche schwingen zu können... Teufel
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Thorus84
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« Antworten #44 am: September 18, 2014, 15:29:28 »

Werde es heute nacht ausbessern.  Daumen hoch
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