Amhasim

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Amhasim
Amhasim.jpg
Allgemeines
Technologiestand: Späte Eisenzeit, reichlich Stahl
Bevölkerung: 150.000 Amhasim + 500.000 Sklaven
Herrschaftsform: Republik
Rassenverteilung: Brokthar; Sklaven aller Rassen
Wichtige Städte: Amhas, Amhalashal
Vorherrschender Glaube: Atheismus, Glaube an die Überlegenheit der amhasischen Rasse, Chutram-Energielehre, Sklavenreligionen
Magie: Als primitiv verpönt, lediglich Chutram ist als Körperbeherrschung angesehen
Helden & Heilige: Kriegerphilosoph Brutheus


Für unzählige Stämme und Völker des Rieslandes sind sie Dämonen aus den tiefsten Tiefen der ewigen Verdammnis, doch ihre Heerscharen von Sklaven verehren sie als erhabene, gottgleiche, höhere Wesen: Die Rede ist vom Volk der ruchlosen und arroganten Amhasim, dass eine der am höchsten entwickelten Zivilisationen des Rieslandes begründet hat. Eine Kultur, deren beeindruckende Errungenschaften jedoch auf der grausamen Versklavung unzähliger Unschuldiger basieren, und deren brutaler in schwarzes, stachelbewehrtes Eisen gehüllter Arm auch noch bis in den letzten Winkel des Kontinents zu reichen vermag – zum stummen Entsetzen all ihrer Opfer.

Inhaltsverzeichnis

Lebensraum

Die Amhasim leben fast ausschließlich in der Hauptstadt ihres gleichnamigen Reiches Amhas am Südufer des Totenwassers, eines vollkommen sterilen, von mysteriösen Ereignissen umgebenen Binnenmeeres im Zentrum Rakshazars. Ebenfalls zu ihrem Einflussgebiet gehören die am Nordufer des Totenwassers gelegenen Feuerberge - Marhamsteine genannt -, die eine natürliche Grenze zur weiter nördlich beginnenden Aschenwüste bilden. Hier liegen auch die berüchtigten Eisenminen von Amhas, in denen tausende von Sklaven unter geradezu unmenschlichen Bedingungen für ihre stolzen Herren das wertvolle Eisenerz schürfen.

An der Küste des unbezwingbaren Ozeans, zwischen schroffe Klippen an der Seeseite und der öden Geistersteppe an der Landseite, liegt Amhalashal, die zweitgrößte Stadt der Amhasim. Hierhin werden vor allem Amhasim verbannt, die ein - meist schwereres - Vergehen begangen haben. Hier lebt es sich deutlich schlechter als in Amhas, vielen Sklaven geht es sogar schlechter als ihren Leidensgenossen in den Eisenminen.

Dennoch sind die Amhasim weit über die Grenzen ihrer eigenen Heimat hinaus bekannt. In alle Länder Rakshazars werden Gruppen von Kriegern und Gelehrten ausgesandt, um neue Erkenntnisse zu erlangen, und neue Sklaven in die goldene Kuppelstadt zu schleifen. Die Amhasim betrachten die ganze Welt als ihr Eigentum und bedienen sich an ihr, wie von einer reich gedeckten Tafel. Die Mühe einer tatsächlichen Eroberung machen sie sich hingegen nicht.

Lebensweise

Auf Außenstehende mag die Republik von Amhas wie eine brutale Diktatur wirken, und aus der Sicht der unzähligen Sklaven mag dies auch durchaus stimmen; im Umgang mit Ihresgleichen jedoch verfügen die Amhasim über ein extrem fortschrittliches Gesellschaftssystem, welches in ganz Rakshazar seinesgleichen sucht.

Amhas ist eine demokratische Republik, ein Reich in dem alle Bürger reinen amhasischen Blutes einander absolut gleichgestellt sind, und das - zumindest nominell - vom geeinten Willen des amhasischen Volkes gelenkt und regiert wird. Der Staat besitzt einen starken Einfluss auf weite Bereiche des alltäglichen Lebens. Bestes Beispiel hierfür ist die Kindeserziehung die - auch weil die Amhasim ihrer Natur als Brokthar gemäß keine allzu festen Familienbande kennen - fast gänzlich in den Händen von staatlichen Organen liegt. Die ersten fünf Lebensjahre leben junge Amhasim noch bei ihrer Mutter, danach jedoch verbringen sie die nächsten 15 Jahre in den Schulen und Akademien der Stadt. Dieses System stellt sicher, dass alle Amhasim über das gleiche Bildungsniveau verfügen und zudem von klein auf bereits in der alles beherrschenden Staatslehre indoktriniert werden, welche besagt, dass einzig und allein das Volk der goldenen Kuppelstadt dazu bestimmt sind, rechtmäßige Herrscher des Weltenkreises zu sein.

Die Amhasim sehen sich als von Geburt an über jede Fron erhaben an. In der „glorreichen Republik von Amhas“ muss kein Bürger arbeiten, da er Kleidung, Essen und Unterkunft vom Staat gestellt bekommt und alle anfallenden Verrichtungen von einem Heer aus Sklaven erledigt werden. Aus diesem Mangel an Pflichten resultiert ein geradezu ungesundes Übermaß an Freizeit, welche sich der amhasische Staatsbürger liebend gern mit Philosophieren, athletischen Wettkämpfen, der Beschäftigung mit dem Kriegshandwerk, politischen Intrigen, oder der Sklavenjagd vertreibt. All dies dient dazu, die für Dekadenz und Sittenverfall sorgende Langeweile, eine unter den Amhasim weit verbreitete „Krankheit“, zu vertreiben.

Dem entgegen wirken die ausgeprägte Sittenlehre und die klaren tradierten Richtlinien der angemessenen Lebensführung der Amhasim, welche Bestandteil der philosophischen Universallehre des Chutram sind. Diese möchte auf der einen Seite den gesamten Kosmos in eine hierarchisches System gliedern, regelt auf der anderen Seite aber auch alle noch so banalen Belange des täglichen Lebens und Miteinanders: Von der korrekten Begrüßung, über die angemessenen Badezusätze, bis zu den richtigen Tischmanieren.

Ziel des Chutram ist die individuelle Perfektion, sowohl in körperlicher als auch geistiger Hinsicht. Der, natürlich nur informelle, Stand einer Person richtet sich dann auch danach, wie sehr er nach Ansicht seiner Mitbürger diese Perfektion erreicht hat. Aus dem Ehrgeiz zur Selbstvervollkommnung resultiert auch die vielleicht bemerkenswerteste Errungenschaft der Amhasim: ihre ausgezeichnete Bildung. Nahezu jeder Bürger kann vorzüglich lesen und schreiben, beherrscht Mathematik bis hin zu Potenz und Logarithmenrechnung, kann zahlreiche Passagen aus den philosophischen und staatstheoretischen Werken des Staatsgründers und Kriegerphilosophen Brutheus auswendig rezitieren und spielt mindestens ein Musikinstrument. Hinzu kommen Grundkenntnisse in der Pflanzen- und Tierkunde, sowie der Heilkunst. Nichts davon steht dabei isoliert; alles wird als Bestandteil der Universallehre Chutram gesehen.

In der Tat hält die Befolgung der unzähligen - oft auch widersprüchlichen - Handlungsgrundsätze des Chutram und die Gebote der Vervollkommnung das sonst wohl in höchstem Maße richtungs- und zwanglose Leben der Amhasim einem Korsett gleich in Form. Strenge Anhänger des Chutram führen deshalb auch oft hitzige Diskussionen mit weniger versierten Mitbürgern, in denen sie eine striktere Befolgung der Regeln einfordern. Auf der anderen Seite ist die Fülle der Schriften zum Chutram so groß, dass sich - mit entsprechender Anstrengung - für jede noch so große Extravaganz eine Begründung oder zumindest Entschuldigung finden lässt. Lediglich im zwischenmenschlichen Bereich sind die Regeln sehr eindeutig um Irritationen und Beleidigungen zu verhindern.

Weltsicht und Glaube

Dreh- und Angelpunkt der Weltsicht der Amhasim ist immer die Frage, welche Lebensweise dem Ram - einer energetischen Eigenschaft, die der Lehre des Chutram zufolge jedes Lebewesen besitzt - am ehesten zuträglich ist. Die Amhasim sprechen jedem Wesen je nach Stärke seines Rams einen unterschiedlichen Wert zu. Je nach Zusammenhang zeigt sich ein starkes Ram durch Würde, Mut, Intelligenz, Bildung aber auch Gesundheit, Macht oder körperliche Leistungsfähigkeit des jeweiligen Individuums. Im Ganzen gesehen ist die individuelle Stärke des Ram also ein umfassender Faktor zur Bestimmung des Wertes, den ein Wesen in den Augen der Amhasim hat.

Die Amhasim stehen nach dieser Lehre aufgrund ihrer natürlichen, überlegenen Physis und Psyche - aber auch wegen ihrer kulturellen Überlegenheit und technischen sowie politischen Machtfülle - an der Spitze der natürlichen Rassenhierarchie, und sie sind sehr darauf bedacht, ihre Würde sowie ihr körperliche und geistige Reinheit zu bewahren, um so ihr eigenes Ram und ihre daraus resultierende überlegene Position zu erhalten und zu stärken.

Direkt unter den Amhasim stehen die anderen Brokthar, gefolgt von den Menschen und - weiter unten dann - alle anderen den Amhasim bekannten Rassen. Da das Ram aber mitunter auch in unterschiedlichen Wesen ein und derselben Rasse unterschiedlich stark sein kann, ist diese Hierarchie nicht absolut in Stein gemeißelt. So kann es zum Beispiel auch durchaus vorkommen, dass einem besonders prächtigem Haustier mehr Ram zugesprochen wird, als einem schwächlichen, dummen Sklaven, weswegen ersteres von den Amhasim dann - im Gegensatz zu letzterem - in hoher Ehre gehalten wird. Auch unter ihresgleichen sehen die Amhasim solche Gefälle, doch der Konsens ist, dies nicht öffentlich zu thematisieren, um den Frieden nicht zu gefährden. Nur Verbrecher werden offiziell als Aramata - also als von minderem Ram - erklärt und stehen dann auf einer geringeren Stufe des Seins, bis hin zur Gleichsetzung mit niederen Tieren.

Kern der amhasischen Philosophie sind die fünf Bücher des antiken Kriegerphilosophen Brutheus, der die "Philosophie der kosmischen Ordnung" als erster in sich geschlossen formulierte. Obgleich sich die Amhasim auch heute noch auf Brutheus berufen, hat sich dessen ursprüngliche Lehre im Laufe der Jahrhunderte doch zunehmend gewandelt. So stand bei Brutheus zum Beispiel der heute sehr zentral gesehene Gedanke der Rassenhierarchie noch eher im Hintergrund.

Die Amhasim lehnen die Anbetung von Göttern ab. Für sie ist die Welt (wie übrigens tausende anderer Welten, von deren Existenz sie überzeugt sind, auch) festen kosmischen Naturgesetzen folgend aus sich selbst heraus entstanden. Die Götter hingegen sind in ihren Augen lediglich mächtige Wesen, die von außen in diese Welt(en) eindringen, um auf diese Einfluss auszuüben. Trotz all ihrer unbestreitbaren Macht sind sie somit kein Teil der natürlichen Ordnung und müssen folglich auch nicht angebetet werden. Obwohl sie die Götter nicht achten, glauben die Amhasim allerdings sehr wohl an die Unsterblichkeit, denn das Ram eines Individuums besteht ihrer Ansicht nach auch nach dem Tod weiter. Ihrer Auffassung nach löst sich das Ram vom toten Körper und wird in einem neuen Körper wiedergeboren. Ein starkes Ram, wie das eines ehrenhaften, gesunden Amhasim kann nicht als "niedereres Wesen" wiederverkörpert werden, sondern nur als "Wesenheit von mindestens gleichwertigem Rang".

Wie genau die verschiedenen Prozesse der Transformation von Ram vonstattengehen und wie der sichtbare, derische Körper und der unsichtbare, feinstoffliche Energiekörper des Ram zusammenhängen, ist Gegenstand von zahlreichen gelehrten Diskussionen.

Sitten und Bräuche

Aus Langeweile gehen manche Amhasim mitunter den absurdesten Freizeitbeschäftigungen nach. Besonders beliebt sind wilde Orgien, die an Dekadenz kaum zu überbieten sind, und Wettspiele jeder Art.

In punkto Sexualität schlägt ihre Verwandtschaft zu den anderen Brokthar voll durch. Kaum etwas gilt als Tabu, wenn es denn wenigstens mit einem gewissen Anschein von kultivierter Diskretion durchgeführt wird. Generell gilt, dass Amhasim untereinander eher zu konventionellen Sexualpraktiken neigen und sich exotischere Gelüste für Experimente mit hübschen, jungen vorzugsweise menschlichen Sklaven aufheben.

Dass die Amhasim nicht schon längst zu einem Haufen bewegungsunfähiger Fettwänste mit erheblichen gesundheitlichen Einbußen degeneriert sind, liegt einzig und allein daran, dass das Prinzip „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ einen hohen Stellenwert in den Lehren des Chutram einnimmt, und so erfreuen sich auch Leibesertüchtigung und athletische Übungen aller Art einer großen Beliebtheit und sorgen zusammen mit besonders heilkräftigen und gesunden Nahrungsmitteln durch die Bank für schöne, gestählte, und vor allem gesunde Körper. Selbst scheinbar alltägliche Speisen besitzen bei den Amhasim gewisse heilsame Wirkungen, denn auch Tees, Saucen und sogar dem Trinkwasser werden häufig Gewürze und Zutaten der traditionellen Chutram-Medizin zugesetzt.

Handwerkskunst

Völlig zu Recht behaupten die Amhasim von sich, das technisch am weitesten entwickelte Volk Rakshazars zu sein. Zwar werden sie in einigen Bereichen qualitativ von den Faulzwergen und Trollschmieden noch übertroffen, aber diese beiden Völker verfügen weder über die Ressourcen noch das Organisationstalent, um der mächtigen Metropole Amhas rein von der Masse des Warenausstoßes her das Wasser reichen zu können. Die Amhasim sind in der Lage, Stahl guter Qualität in relativ großen Mengen herzustellen und produzieren auch sonst Waren aller Art, die auf dem ganzen Kontinent kaum ihresgleichen finden. Allerdings muss man an dieser Stelle erwähnen, dass die Herren von Amhas kaum eines dieser Dinge selbst anfertigen; ihre Kenntnisse sind allesamt rein theoretischer Natur. Die praktische Arbeit erledigen Heerscharen von Sklaven in strikt voneinander getrennten Arbeitsschritten, damit sie das Wissen der Amhasim nicht kopieren können.

Unbestritten ist auch, dass die Heilkunst der Amhasim als eine der fortschrittlichsten, wenn nicht gar die fortschrittlichste, des ganzen Rieslandes zu gelten hat. Hierzu zählen vor allem ihre heilsamen und stärkenden Alchemika, die im Riesland ihresgleichen suchen. Die entsprechenden Waren werden von speziell ausgebildeten und beaufsichtigten Sklaven hergestellt, die als besonders vertrauenswürdig gelten müssen. Wo es hingegen an Erfahrung mangelt, ist die Kunst der Chirurgie. Das Schneiden und Reißen an Körpern überlassen die Amhasim lieber gebildeten Sklaven, die ihr Wissen bereits mitbringen. Für einen Amhasim ist der Körper schließlich verehrungswürdig und es erscheint ihnen als unerhört den Leib eines Mitbürgers zu "verletzten", und sei es auch um ihn zu heilen. Hierbei geht es - wie so oft bei den Amhasim - gar nicht um den gesundheitlichen Schaden des anderen, sondern um die eigene Würde, die durch diese Tat Schaden nehmen würde. Niedere Wesen, die ohnehin keine Würde besitzen, dürfen solche Eingriffe aber durchaus durchführen, sofern sie vertrauenswürdig genug sind.

Tracht und Bewaffnung

Zwar bevorzugen Amhasim, wie alle Brokthar, möglichst wenig Kleidung zu tragen, doch weichen die derben Lederriemen und Kilts der anderen Broktharvölker bei ihnen edleren Stoffen. Beliebt sind bei Amhasim beiderlei Geschlechts knappe leinene oder seidene Tuniken, die mit Hilfe von goldenen Riemen und Broschen zusammengehalten werden. Senatoren tragen darüber zuweilen schwere Brokat-Umhänge oder, wenn es sich um Frauen handelt, lange, weit geschnittene Seidenroben, deren Stoff leicht durchscheinend ist. Beliebte Farben sind Weinrot, dunkles Violett und natürlich das in Amhas allgegenwärtige Schwarz. In Zeiten des Krieges sind Amhasim sich - ganz im Gegensatz zu allen anderen Brokthar - nicht zu schade schwere Rüstungen zu tragen. Die geschwärzten, stachelbewehrten Plattenpanzer der amhasischen Soldaten und Sklavenjäger müssen als Krone der rakshazarischen Plättnerkunst gelten.

Im Kampf verwenden die Herren der goldenen Stadt gerne lange, geschwungene Anderthalbhänder aus kostbarem Stahl. Beherrscht der Krieger, der diese Klinge führt, die berüchtigten Chutram-Techniken, ist er damit in der Lage seine Gegner mit einem wahren Klingenhagel einzudecken.

Magie

Amhasim praktizieren - zumindest ihrer eigenen Ansicht nach - keine „Hexerei“. „Hexerei“ ist die Magie der niederen Rassen, eine rohe, gefährliche und primitive Kraft, deren - aus amhasischer Sicht - zweifelhafter Nutzen sich daraus ergibt, dass man das Energiefeld Deres anzapft und so, um den Preis schrecklicher Nebenwirkungen, gewisse widernatürliche Effekte hervorrufet. Die Amhasim sind viel zu hoch entwickelt, um sich solch primitiver und gefährlicher Mittel zu bedienen, ist die Macht des genialen amhasischen Geistes doch stark genug, um ähnliche Wirkungen gänzlich aus eigener Kraft zu vollbringen. Die Lehre des Chutram umfasst nämlich nicht nur so unterschiedliche Bereiche wie Medizin, Sport, verfeinerte Liebeskunst und Philosophie, sondern auch diverse "höhere Praktiken", die es einem entsprechend begabten Amhasim erlauben, durch die Kraft seines Rams Materie zu bewegen, zu schweben oder mit bloßen Händen Felsen zu zertrümmern. Auch wenn die meisten Sklaven und Außenstehende glauben, dass alle Amhasim diese Kräfte besitzen, so stimmt dies doch nicht. Tatsächlich ist nur ein kleiner Teil der Herren der goldenen Kuppelstadt in der Lage, in die höheren Mysterien des Chutram aufzusteigen und tatsächlich mittels seiner Gedanken verblüffende Kunststücke zu vollbringen.

Eine weitere magische Disziplin, in der die Amhasim glänzen, ist die Alchemie. Dank ihrer wissenschaftlichen Herangehensweise sind die Amhasim in punkto Gifte, Tränke, Tinkturen und Metallurgie allen anderen Völkern Rakshazars überlegen.

Darstellung

Wenn man einen Amhasim spielt, sollte man daran denken, dass sie sich vor allem durch eines auszeichnen: Maßlose Arroganz anderen Rassen gegenüber. Ganz gleich, ob ein Amhasim seine Sklaven gut oder schlecht behandelt (oder gar mit ihnen Freundschaft schließt, was in einigen seltenen Fällen auch einmal vorkommen mag), das Gefühl der Überlegenheit ihnen gegenüber wird er niemals gänzlich abschütteln können.

Obwohl die Amhasim es niemals zugeben würden, ist ihr Verhalten ähnlich impulsiv wie das der anderen Brokthar. Im Gegensatz zu ihren Verwandten sind sie jedoch wahre Meister darin, diese Tatsache hinter einer Fassade von ausgesuchter Höflichkeit zu verbergen. Amhasim sind die meiste Zeit über erschreckend kultiviert, selbst wenn sie gerade dabei sind perverse, unaussprechliche Dinge mit einem wehrlosen Sklaven zu tun oder jemanden umzubringen. Nur von Zeit zu Zeit gönnen sie sich offensichtlichere Gefühlsausbrüche, die dann aber umso heftiger ausfallen.

Amhasim-Charaktere sind erfahrungsgemäß schwer zu spielen, da sie sich kaum harmonisch in eine normale Heldengruppe eingliedern lassen. Denkbar wären eventuell Ausgestoßene Individuen oder auch liberale Amhasim, die sich in der Außenwelt umsehen um „Feldstudien“ zu betreiben.

Typische Namen

Die typischen Namen der Amhasim sind wohlklingend und immer mehrsilbig. Sie enden typischerweise auf den Buchstaben S, bei einigen weiblichen Namen finden sich jedoch gelegentlich auch Endungen auf den Buchstaben A. Familiennamen existieren bei den Amhasim nicht.

  • Männlich: Abhayos, Arjunus, Ashokaros, Barytas, Brijeshos, Devrayus, Gothamos, Jayendramos, Karanikles, Monolus, Nagendramos, Selodramos, Rajanes, Valirotas, Xolimos
  • Weiblich: Anuja, Avantis, Babetis, Eshara, Ferjanis, Gerlanis, Isabeia, Jaswindris, Malatis, Mayamois, Omeratis, Rishima, Sheela, Sunitharis, Tarjaris

Was denken die Amhasim über

  • Ronthar: „Verräter an der eigenen Art, wenn ihr mich fragt. Wie wir stehen sie über den niederen Rassen, wählen aber einen Platz bei diesen unwürdigen Völkern. Erbärmlich!“
  • Menschen allgemein: „Arbeitskräfte und Bedienstete, mit denen man rechnen kann – wenn man ihnen erst einmal beigebracht hat, wo ihr Platz in der kosmischen Ordnung ist.“
  • Nordländer: „Die menschlichen Stämme des Nordens stellen eine wertvolle Ressource dar!“
  • Sanskitaren: „Dafür, dass sie nicht der auserwählten Rasse angehören, haben sie ein erstaunliches Verständnis für Kultur. Aber ihre abergläubige Furcht vor den Göttern zeigt letzten Endes doch, dass sie zum Dienen geboren sind, nicht zum Herrschen"
  • Angurianer und Irrogoliten: „Diese halbwilden Bergstämme sind ein reines Ärgernis. Bald schon werden wir sie auf ihren Platz verweisen.“
  • Orks: „Nicht mehr als Tiere...aber zuweilen sehr nützlich.“
  • Parnhai: „Sie sollen ein uraltes Volk sein und doch sind sie immer nur Sklaven oder Wilde gewesen. Erbärmlich! Aus einem Wurm wird eben doch nie ein Adler, egal wie lange man darauf wartet!“
  • Kurotaner: „Ein Trauerspiel! Dieses mutige Volk könnte so viel Großes erreichen, doch ihm fehlt die Reife des Geistes um mehr hervorzubringen als sich ewig balgende Kinder. Wir hätten sie gerne als Diener, doch ach, der Wille der begehrenswertesten Sklaven ist auch am schwersten zu brechen!“

Flufftexte

Ein philosophischer Disput

„Und er folgerte, dass Calabrio mit seiner Forderung nach Felicitas omnem in Wahrheit ein grundlegender Trugschluss unterlaufen sei. Musste denn Felicitas, definiert als die Erfüllung und damit letztlich auch Auslöschung der Necessitas nicht zwangsläufig auch das Ende aller Appetation bedeuten? Und hatte er nicht bereits zuvor die Appetation als die einzige Grundlage, ja gar den alleinigen Inhalt der Virtus Verus erkannt? Learmos legte also schon in den frühen Skizzen der Politia Amhasa nieder, dass die Felicitas als Feind des Polis gelten muss.“ Tolmar blickte in müde Gesichter. Er hatte, wie so oft, wenn er an Learmos und die Politia Amhasa, die Anfänge der amhasischen Polis erinnerte, seine Zuhörer ermüdet. Er hob den Zeigefinger und wies in die Runde „Schaut euch nur an. Was ist aus den Erben des Learmos, den Herren des großen Amhas geworden?“ Dolgrion, ein alter Schulgefährte Tolmars, der in den letzten Jahren sein Gewicht vervielfacht hatte, schnaubte verächtlich. „Was ist denn, Dolgrion?“ rief nun der alte Senator mit vor Hohn triefender Stimme. „Beschert dir die Überfülle deines Mittagsmahles am Ende noch ein leichtes Sodbrennen?“ Allgemeines Gelächter erhob sich. Sogleich rief Tolmar mit Inbrunst ins Gelächter hinein. „Ich fordere, dass jeder Amhasim, ungeachtet seiner Stellung und seines Alters, körperlicher und geistiger Exertition unterworfen wird!“ Manche verstanden das als Fortsetzung des guten Scherzes und lachten umso lauter, aber wer den einflussreichen Senator gut kannte, konnte an seinen Zügen erkennen, dass mehr hinter seinen Worten steckte. „Ich fordere die Militia Perpetua für jeden Amhasim!“ Das Gelächter erstarb langsam und eine seltsame Anspannung legte sich über die Reihen des Senates. Man ahnte, dass etwas großes, etwas entscheidendes folgen würde. Tolmar senke den Kopf und sagte mit leiser aber fester Stimme: „Im Übrigen fordere ich Vernichtung der Stadt Ronthar.“

Startwerte Amhasim

  • Generierungskosten: 7 GP
  • Modifikationen: CH +1
  • SO-Maximum: Keines
  • Automatische Nachteile: Arroganz 6, Vorurteile (gegenüber anderen Rassen) 6
  • Empfohlene Vor- und Nachteile: Ausrüstungsvorteil, Besonderer Besitz, Eitelkeit, Prinzipientreue, Verpflichtungen / Brünstigkeit, Größenwahn, Neugier, Verwöhnt
  • Ungeeignete Vor- und Nachteile: Empathie, Feenfreund, Koboldfreund, Soziale Anpassungsfähigkeit / Angst vor Menschenmassen, Raumangst
  • Talente
    • Kampf: Schwerter oder Hiebwaffen +2, Bogen oder Armbrust +1, Dolche +1, Raufen +1, Ringen +1
    • Körper: Athletik +3, Körperbeherrschung +2, Selbstbeherrschung +2, Tanzen +1, Zechen +2
    • Gesellschaft: Betören +2, Etikette +3, Gassenwissen +1, Menschenkenntnis +2, Überreden +2, Überzeugen +2
    • Natur: -
    • Wissen: Geschichtswissen +1, Götter/Kulte +2, Heraldik +1, Philosophie +2, Rechnen +1, Rechtskunde +2, Sagen/Legenden +2, Schätzen +2
    • Sprachen/Schriften: Muttersprache Amhasa, Sprachen kennen (Gmer)+4, Lesen/Schreiben [55 Zeichen von Amhas] +5
    • Handwerk: -
  • Sonderfertigkeiten: Kulturkunde (Amhas), Ortskenntnis (Stadtteil in Amhas oder Amhalashal)

Mögliche Variante

Die Werte gelten zusätzlich zu den oben genannten.

Landbevölkerung (+0 GP)

  • Talente
    • Körper: Reiten +1
    • Gesellschaft: Etikette -1
    • Natur: Wettervorhersage +1
    • Wissen: Geographie +1
  • Sonderfertigkeiten: keine Ortskenntnis (Stadtteil in Amhas oder Amhalashal)
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