Angankor

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Angankor, H'Stsivas Hort- Hauptstadt der Nagah

Im Nordosten des Nagatwalls, einer Verballhornung von Naszah'Wael, dem eigentlichen Namen dieses Gebirges, liegt Angankor, die Uralte, größte der Nagahstädte. Eingebettet in einen großen Talkessel schlägt hier das religiöse und somit auch politische Herz der Nagah. Alle anderen Gebäude überragend, prägt auch heute noch, der H'Ssrag, der "heiligste Ort" das Bild der Stadt. Majestätisch erhebt sich die schwarze Pagode, so der geläufigere Name des Heiligtums, im Westen der Stadt über die umliegenden Gebäude. Es ist der größte Tempel der H'Stsiva und Zentrum des Kultes. Hier werden alle H'Stsiva-Priesterinnen der Nagah, egal ob aus den Städten der Archaen oder den Dörfern der Sümpfe bzw. des Hochlandes ausgebildet und am Ende des Noviziats ihren Wirkungsstätten zugewiesen. Nur die Priesterinnen mit dem höchsten Dras verbleiben in der Pagode und dienen unmittelbar der Ssizitay, der erleuchteten Seherin, nominellem Oberhaupt des Kultes und spiritueller Herrscherin aller Nagah. Die Pagode selbst ist mit etwa 1100 Jahren verhältnismäßig jung, sie wurde jedoch auf den Grundfesten eines weitaus älteren, kleineren Tempels erbaut. Unter der Pagode existiert ein riesiges Netz aus Gängen, alten Kultkammern, Grabanlagen und zugemauerten Stollen. Hier lagert das gesamte Wissen der Nagah, gesammelt seit dem Beginn der Besiedlung des Rieslandes bis heute. Auch Artefakte aus der im Meer versunkenen Heimat der Schlangenleibigen sollen in einem der Stollen zu finden sein, doch nur den wenigsten Nagah, allesamt H'Stsiva-Priesterinnen, ist ein Blick in die unterirdischen Wunderkammern vergönnt.

Pikantes Detail am Rande: auch das heiligste Artefakt des Pyr‘ Drakon Kultes, eine Karte von einem unbekannten Land im Osten, und Kultgegenstände diverser ins „kalte Nest“ verbannter Gottheiten lagern hier. Das tägliche Leben im Heiligtum findet in der achtstöckigen Pagode sowie ihren zahlreichen, kleineren Nebengebäuden statt. Umgeben ist dieser Hort des Wissens von einer großen Parkanlage, einem Labyrinth aus Hecken und verschlungenen Wegen, in dem sich dutzende Arten von Schlangen tummeln, und das den Tempel von der restlichen Stadt trennt.

Außerhalb des Tempelbezirks drängen sich die schmucken, rundlichen Häuser der Ybb'Iz, der Gelehrten, Händler und Handwerker von Angankor. Ihre Kaste macht den Großteil der Bevölkerung der Stadt aus. Dementsprechend prägen ihre bauchigen Häuser mit den flachen Sonnendächer auch das Stadtbild. Dieser Bezirk ist das lärmende, pulsierende Herz der Stadt, hier liegen die Märkte, hier arbeiten die berühmten Goldschmiede, deren Geschmeide bis Teruldan bekannt sind, hier treffen die Fernhändler aus den Dörfern in den Sümpfen mit ihren Waren ein. In einer Seitengasse unweit des größten Marktes steht ein Gebäude, das nur wenigen Eingeweihten als Pagode des Ssahombri bekannt ist. Mehrere Su'Ruhya bilden hier ihre Zöglinge aus.

Am tiefsten Punkt des Talkessels liegt der Bezirk der Xssa'Triash, der Kriegerkaste. Anders als der chaotisch wirkende Bezirk der Ybb'Iz erscheint dieser Stadtteil wohlgeordnet, wie eine Kaserne. Schnurgerade reihen sich die einfachen, schmucklosen Häuser an den parallel verlaufenden Straßen, wie Perlen auf einer Schnur auf. Im Zentrum des sechseckigen Bezirks liegen der Platz der Krieger, wie die hiesige Arena genannt wird, und der Tempel des H'Shinxio. Die Luft ist stets erfüllt von einem lauten Summen welches von den zahllosen Hornissenvölkern herrührt, die im Tempel gehalten werden. Unterbrochen wir dieses monotone Geräusch nur von den gebrüllten Befehlen der Priester, welche die Legionäre zu rituellen Kämpfen auf den Platz rufen. Ebenfalls am Platz gelegen ist die Strategonenschule, die nur die besten Xssa'Triash aufnimmt und zu Strategonen, dass heißt Elitekämpfern und Feldherren zugleich, ausbildet.

Außerhalb des Viertels, im sumpfigen Süden des Talkessels, drängen sich die Baracken und Holzhütten der Ssiadi und Belyshaa. Abgesehen von den Trupps der Garnision, findet man hier kaum Nagah , denn dies ist das Viertel der Sirdak. Die Waldechsen stellen hier einen Großteil der Bewohner und arbeiten vor allem als Bauern und Brauer. Sie hausen in einfachen Holzhütten und haben mit ihren wilden Verwandten kaum mehr etwas gemein. Hier steht auch der ärmliche Tempel der Suuad'Har. Auch die Yrachi leben in diesem Stadtteil. Sie hausen unter primitivsten Bedingungen in einfachen Hütten aus Palmwedeln und feuchten Erdgruben. Die Sklaven der Stadt sind ein buntes Gemisch aus Waldechsen, Maru und Menschen. Jeden Morgen, ehe die Sonne aufgeht, werden sie zu hunderten von den Xssa'Triash in die Stadt getrieben, zu niedrigsten Arbeiten gezwungen oder in die Arena gehetzt, nur um sich Abends mit etwas Nahrung zurück zu ihren Hütten zu quälen.

Am Osthang schließlich, eingebettet in prächtige traubenförmigen Gartenanlagen, stehen die Villen der Thin'Chha, des Adels der Nagah. Auch die im ganzen Reich der Nagah größte Schule der Hy'Chaia befindet sich hier. Das sich die Villen an dem Punkt der Stadt befinden, der am weitesten von der schwarzen Pagode entfernt ist, ist kein Zufall, denn nicht alle Adeligen wollen sich dem Priesterrat unterordnen und einige spinnen gar Intrigen gegen die Schwarze Pagode. Die Entfremdung des Adels von der Schwarzen Pagode wird im Verborgenen von den Priestern des hiesigen Pyr‘ Drakon Tempels vorangetrieben.

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