Arkimstolz

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Im Einzugsbereich des Stadtsultanates herrscht, für riesländische Verhältnisse, Recht und Ordnung, und das, obwohl durch die Expansionspläne des Sultans die traditionellen, regionalen Machtgefüge aufgelöst wurden. Viele der sanskitarischen Siedlungen wurden um Relikte der alten Zeit herum errichtet, vor allem die Trutztürme der Altvorderen sind durch ihre titanischen Abmessungen bei den Kriegsfürsten als sichere und repräsentative Residenzen beliebt – oder waren es zumindest, denn heutzutage befinden sich dort meist die Hauptquartiere der Kshatryiakommandos aus Shahana. Vier Tagesreisen stromaufwärts befindet sich Sufra Khree, oder Arkimstolz, wie es seit einiger Zeit auf Befehl Arkamins genannt wird. Einstmals Hauptstadt eines unabhängigen Emirats und größter Konkurrent Shahanas ist Arkimstolz heute loyaler Vasall des Stadtsultanates. Statthalter Mirmet Al’Buka I, der einem fetten, haarigen Gnom in prunkvollen Gewändern gleicht, hatte maßgeblich Anteil am Fall der Stadt. Er hat – wie man sich hinter vorgehaltener Hand erzählt – die Streitkräfte Arkamins durch die mächtigen Stadtmauer hindurchgezaubert. Mirmet Al’Buka I scheint wenig persönliche Ambitionen abseits seiner Prunk- und Fresssucht zu haben, sieht man einmal davon ab, dass er seine Vettern mit Ämtern beschenkt und Zweifler an der “edlen Abstammung” seiner Familie kurzerhand an die Folterknechte Arkamins übergibt. Dieser lässt ihm auch relativ freie Hand was die Regierungsgeschäfte angeht, da es in Mirmets wie in Arkamins Interesse ist, dass Sufra Khree – bzw. Arkimstolz- ein zahnloser Löwe unter der Gewalt Shahanas bleibt.

Weitaus schwieriger zu kontrollieren ist das Dreistromland nördlich des Shah Krees. Große Teile der sumpfigen Marschlandschaft des Shahanabeckens sind zwar durch ständig erweiterte Knüppeldämme schon zugänglich gemacht worden, doch neben den unbekannten Bestien in den Tiefen der Sümpfe leben hier auch unbeugsame Sumpfläuferstämme, deren regelmäßige Sabotageakte gegen die Erschließungsbemühungen des Sultans das Gebiet zu einen ständig schwelenden Konfliktherd werden ließen. Die Kshatryiakommandos dieser Gegend agieren meist nervös und gehören wohl zu den brutalsten Schlächtern, die Arkamins Heer zu bieten hat. Auf das Anraten des orakelnden Riesen von Muchkalep geht Arkamin IV nun zu einer neuen Taktik über: Anstatt die Sumpfstämme zu besiegen versucht er, den Sumpf selbst zu besiegen. Ein großangelegtes Entwässerungsprojekt soll die Marschen für die Bauern Shahanas nutzbar machen. Die unter hohen Blutzoll dem Sumpf abgetrotzten Flecken werden mit viel öffentlichen Pomp an treue Anhänger vergeben. Arkamin IV konnte so tatsächlich einige, weniger ignorante Adlige von seinem edlen Anliegen und dem Können seiner Baumeister überzeugen. Das er lediglich uraltelte Kanalisationssysteme aus der Zeit der Altvorderen freilegen lässt verschweigt er natürlich.

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