Assashim

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Inhaltsverzeichnis

Die Assashim – Dolche des Schreckens

Der fette Beamte rannte panisch durch die engen, nächtlichen Gassen des Altstadtviertels. Sein Herz pochte als ob es kurz vor dem Zerspringen stünde. Er schnaufte laut hörbar und hatte das Gefühl, kaum noch Luft zu bekommen – doch er musste weiter! Seine kleine Verschwörung mit den Schmugglern war anscheinend aufgeflogen. Als er heute Abend zum verabredeten Versteck gekommen war, lagen seine „Geschäftsfreunde“ bereits mit durchgeschnittenen Kehlen an dem groben runden Holztisch, an dem er so manches Bestechungsgeld oder Drogengeschenk entgegen genommen hatte. „Eine rivalisierende Schmugglerbande !“ war es ihm durch den Kopf geschossen. Er musste weg! Hinter sich vermeinte er einen schemenhaften Schatten im Zickzack immer wieder über die Gasse springen zu sehen. Ein Geräusch war dabei nicht zu hören. Da, Endlich ! Er hatte eine rettende Tür erreicht. Er versuchte, sie aufzustoßen – ein Glück ! Sie war offen. Er schlüpfte hinein, schlug die schwere Holztür zu und verriegelte sie. Völlig außer Atem sank er an der Tür hinab und versuchte, wieder zu Luft zu kommen. Er war gerettet! Langsam blickte er sich in dem dunklen Raum um. Eine Art Lagerraum wahrscheinlich, dachte er bei sich. Die Schemen, die er erkennen konnte, erinnerten ihn an Amphoren. Die Gasse war immerhin von einigen Laternen spärlich beleuchtet gewesen. Hier jedoch war es fast pechschwarz, denn durch die kleinen, mit Holzstangen vergitterten Fenster drang nur schwaches Sternenlicht. Seine Augen konnten in der Finsternis nicht allzu viel erkennen. So bemerkte er auch nicht den geschmeidigen Schatten, der langsam von den schweren Deckenbalken zu ihm hinab glitt. Scheinbar aus dem Nichts vernahm er plötzlich eine flüsternde Frauenstimme deren flüsternder Klang an übereinander gleitende Seide erinnerte: „Nurad AlMuca !“ Der Name seines Bruders ? Aber...weiter konnte er nicht mehr denken – das letzte, was er spürte, war ein stechender Schmerz am Hals. Dann wurde es kalt...

Hintergrund

Seit Jahrhunderten spielen Meuchelmord, Diebstahl und Attentate eine wichtige Rolle im politischen Tagesgeschäft der Sanskitaren. Oftmals gilt: Es gewinnt derjenige, der über die besten Meuchelmörder verfügt. Auftragsmord oder Diebstahl kann also ein einträgliches Geschäft sein – für die, die sich auf ihr Handwerk verstehen. Tief in den Katakomben unter den Gassen der Stadt, in Hinterhöfen und geheimen Kammern oder in uralten Festungsruinen weit draußen in der Wüste haben sich besondere Gruppen riesländischer Magieanwender zusammengefunden. Man nennt diese Schatten, die die Nacht durchflattern gemeinhin die „Assashim“. Der Name leitet sich vom Geschlecht der Assashamiden aus Teruldan ab, einer düsteren Sippschaft, die sich der Legende nach als erste mit den besonderen, verfeinerten Techniken des Meuchelmordes beschäftigte. Für den normalen Sanskitaren auf der Straße sind die Assashim nichts als eine weitere Schauergeschichte. Assashim nutzen zwar ein gewisses Maß an Magie für die Ausübung ihrer Tätigkeiten, würden sich aber mit richtigen Hexern rein magisch gesehen nicht messen können. Über ihre schwachen magischen Talente hinaus beherrschen viele Assashim auch noch eine Vielzahl geheimer Kampftechniken für Dolche, Schlingen oder den unbewaffneten Kampf. Besonders gefährlich werden Assashim dadurch, dass sie oft und gerne Gifte verwenden. Obwohl der Name Assashim für alle magischen Schattenkrieger der Sanskitaren verwendet wird, gibt es doch viele verschiedene Gruppen von Assashim, deren Ziele und Methoden sich teilweise stark voneinander unterscheiden.

Die Assashamiden: Diese Familie von Meuchelmördern existiert noch immer und bildet ihre Adepten irgendwo in der Nähe von Teruldan aus. Die Assashamiden dienen grundsätzlich jedem, der sie bezahlen kann und gehen bei ihren Operationen diskret und effektiv vor. Es hat Tradition, dass Assashim dieser Organisation ihrem Opfer kurz vor dessen sicherem Tode noch den Namen ihres Auftraggebers ins Ohr flüstern. Einige Assashamiden lassen auch mit sich handeln und es ist schon vorgekommen, dass Assashamiden ihre Auftraggeber erdolchten, weil das Opfer ihre Zahlung überbieten konnte.

Die Tugendhaften Wächter der Ordnung: Die Geheimpolizei des Sultans von Shahana. Die Tugendhaften Wächter haben jede Schicht der Bevölkerung Shahanas infiltriert. Ihre Augen und Ohren sind überall. Nach außen hin leben die meisten von ihnen als respektable und unauffällige Bürger, die gesichtslos in der Masse verschwinden können. Anders als andere Assashim-Organisationen sind die Tugendhaften Wächter nicht in jedem Falle auf Mord oder Diebstahl aus, sondern häufig auch lediglich auf Informationsgewinnung. Daher haben sie einige wirklich raffinierte Folter- und Befragungsmethoden entwickelt.

Die Rong-Würger: Fanatische Kultisten der Göttin Omshivan. Zu Ehren ihrer Göttin sind in bestimmten Abständen Menschenopfer von Nöten, welche die Assashim des Kultes entführen und im Tempel rituell töten. Personen, die dem Kult im Wege stehen, werden sofort eliminiert. Rong nehmen Abstand von dem normalerweise unter den Assashim verbreiteten Krummdolch und erwürgen ihre Opfer mit lieber mit Seidenschlingen. Dies hat religiöse Gründe (vor dem Angesicht Omshivans darf niemals Blut vergossen werden). Die Rong haben ihre Finger auch in etlichen kriminellen Organisationen, wie Diebesgilden oder Rausschkrauthändlerringen.

Der militante Arm der Zelothim: Die Zelothim haben einen speziellen Kader, der sich insgeheim um die Feinde des Kultes kümmert. Diejenigen, die zu wenig magisches Talent aufweisen um mit Glyphen richtig umgehen zu können, werden den Assashim des Kultes zugeteilt. Assashim sind unter den Zelothen des Hexersultans so gut wie nichts wert. Da sie ebenfalls das magische Siegel tragen müssen, ist es für Al-Hrastor ein Leichtes, sie nach Gebrauch zu „entsorgen“. So gut wie kein Assashim der Zelothim überlebt seinen ersten Auftrag.

Die Diebe der 1000 Jahre: Die Diebesgilde von Yal-Kalabeth hat sich auf Artefakt-Diebstahl spezialisiert und dient Prinzessin Nagisha zuweilen als Geheimdienst (allerdings traut innerhalb der Regierung von Yal-Kalabeth niemand den Dieben der 1000 Jahre wirklich vorbehaltlos). Wenn die Diebe der 1000 Jahre nicht gerade auf eigene Rechnung arbeiten, stellen sie gefährliche magische Artefakte sicher oder schalten Feinde von Yal-Kalabeth aus. Überflüssige Morde versuchen die Diebe der 1000 Jahre bei ihren Einsätzen zu vermeiden – zu viele Tote zu hinterlassen, gilt als ungeschickt. Außerdem widerspricht das Ermorden von Unschuldigen dem komplexen Ehrenkodex der Diebe der 1000 Jahre. Diebe der 1000 Jahre stammen oft aus der Unterschicht von Yal-Kalabeth und sind meistens freigelassene Sklaven oder ehemalige Straßenkinder. Seit neuestem verfügt die Organisation auch über einige Trogglinge in ihren Reihen. Diese sind besonders effektiv, da sie sich selbst bei absoluter Dunkelheit perfekt orientieren können. (diese Trogglinge sind nebenbei bemerkt wohl auch die einzigen „bekannten“ Nichtmenschen, die die Profession des Assashim ergriffen haben)

Magieanwendung

Die Magie der Assashim basiert auf den selben Prinzipien wie das Chutram der Amhasim. Sie hat sich sogar aus denselben Wurzeln entwickelt. Ebenso wie die Herren von Amhas glauben die „Dolche des Schreckens“, dass sie eine innere Energie kanalisieren um ihre Fähigkeiten auszuüben. Obwohl die wenigen schattenhaften Legenden über die Assashim anderes behaupten, sind bei weitem nicht alle Assashim magisch begabt, sondern nur einige wenige, die den normalen Assashim, eigentlich normalen Meuchlern, ihren besonderen Ruf bescheren. Obgleich sie erstaunliche Effekte bewirken können, ist der Umfang ihrer Magie recht eingeschränkt. Anders als die Chutram-Meister fehlt dem Assashim die geistige Komponente ihrer Magie. Die Assashim-Techniken sind bis auf wenige Ausnahmen vollkommen körperbezogen. Sie verfügen zum Teil über magisch verstärkte Körperbeherrschung und sind so etwa in der Lage, absolut lautlos zu schleichen, perfekte Balance auf jedem noch so kleinen Balken zu halten oder wie eine Eidechse an glatten Oberflächen empor zu klettern. Ebenfalls wurde von einer stark gesteigerten Beobachtungsgabe berichtet. Fast alle magisch begabten Assashim sind wahre Weitsprungwunder und besitzen eine irrwitzge Geschwindigkeit. Einige wenige Legenden sprechen von magischen Tarntechniken. Assashim, die diese Techniken beherrschen, werden im Schatten unsichtbar und wenn sie eine Kapuze tragen ist darunter anstatt des Gesichts nur ein schwarzes Nichts zu erkennen. Wahre Meister-Assashim können ihre Gestalt in begrenzten Umfang verändern, ähnlich wie aventurische Hexen mit Hilfe der „Harmlosen Gestalt“. Die Organisation der Assashim ist von Geheimbund zu Geheimbund verschieden, aber immer spielen persönliche Lehrer-Schüler-Beziehungen eine große Rolle. Will ein junger Assashim über seine mundanen Grundfähigkeiten hinauswachsen, die er auf der niedrigsten Stufe der Organisation erlernt hat (in der Regel die einfachsten Kniffe des Gossenkampfes), dann sucht er sich einen persönlichen Meister der ihn weiter ausbildet. Einige der erfolgreicheren Meister bilden innerhalb ihrer Organisation zuweilen sogenannte „Schulen“, in denen sie ihre jeweils bevorzugten Kampftechniken unterrichten. Besonders bekannt für Schulenbildung sind die Diebe der 1000 Jahre und die Assashamiden.

Die Rituale der Assashim

Alle Rituale der Assashim sind für den Einsatz unter extremen Situationen entwickelt worden. Aus diesem Grund liegt die notwendige Ritualdauer bei nur 4 Aktionen. Zusätzlich sind für die Durchführung der Rituale keinerlei Gesten oder Worte nötig. Durch Störungen bei der Durchführung werden Assashim nur deutlich weniger eingeschränkt und erleiden dadurch nur eine Erschwernis von +1.

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