Ferner Osten

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„Vom Osten, hinter dem Graben, hat mir Kalim - der Bruder des Schwagers meines Onkels Al'ramid - erzählt. Ja, wirklich. Da wohnen die Götter! Hinter einer riesengroßen Mauer, mindestens tausendhundertfünfzig Schritt hoch, wenn nicht noch höher. Ja da wohnen die Götter, glaubt es mir. In einem riesigen Reich. Dort gibt es Bäume an denen die süßesten Früchte wachsen, Milch fließt in ihren Bächen und sie haben die schmackhaftesten Rinder. Auf dem Boden soll man weich wie auf Daunenfedern gehen. Doch genügt selbst das den Ansprüchen der Götter nicht und so haben sie Wolken vom Himmel geholt, um sich auf sie zu betten. Und wenn sie gemeinsam ihren goldenen Wein trinken und Trauben essen, erfreuen sie sich an den schönsten Frauen der Welt. Und diese Götter sind gütig, wirklich. Glaubt mir!

Kalim nahm die alte Brücke über den Graben und reiste zur großen Mauer mit all den schönen Pelzen aus dem Norden im Gepäck. Und nachdem er im Tempel ein Gebet sprach und an die Priesterschaft eine Spende entrichtete, opferte er diese schönen Pelze. Und wirklich, er bekam dafür feinsten Seidenstoff und Gold als gütige Gaben der Götter. Das war wirklich so. Ich reise demnächst übrigens auch dahin. Das lass ich mir nicht entgehen. Wer kommt mit?“

-- Erzählung von Rashim, einem sanskitarischen Händler, an seine Freunde gerichtet, '
Nach Kithor, dem Land hinter der endlosen Steppe ganz im Osten, zogen einst die Marhynianer und fochten einen blutigen Krieg. Da ließen jene aus Kithor zaubernde Geschöpfe der Höllen los: Riesige Spinnen, gigantische Kröten und rote Schlangen mit grünem Blut. Und es folgte ein Schwarm von braunen Schrecken mit langen, haarigen Beinen. Da fielen jene aus Marhynia und ergriffen die Flucht. Hinter sich sahen sie abertausende schwarze Wichte, die Stein auf Stein, eine Mauer türmten. Sie kehrten nie zurück.
-- Abriss einer fast unleserlichen Kurzgeschichte aus einem alten Legendenbuch, '
“Balabas im Osten wartet Balabas...

Gib fein acht, geh nicht dort hin,
denn Balabas hat dich im Sinn.
Er schmeißt dich in den Kerker rein,
und macht aus dir Insektenbein.
Das Hässlichste, ja hör gut zu,
das bin nicht ich, sondern du!“

-- Orkischer Kinderzählreim, '
"Es riecht nach Schätzen und Reichtümern. Ich will darüber! Ich will, ich will, ich will!"
-- Azziz der Unermüdliche, verrückter sanskitarischer Entdecker, '
"Ja, ich war dort. Da gibt's keine Mauer. Aber dafür umso mehr verfluchtes Gezücht. Halb verdurstet musst ich 'nen Basilisken erschlagen, vor 'nem verkrüppelten, alten, wilden Riesen fliehen und mich drei Tage in 'nem Erdloch verkriechen. Und dann kommt mir auch noch mannshohes Spinnengetier entgegen, das mir Gedanken und Worte in den Kopf pflanzt. Ich soll doch umdrehen, weil gerade ein durchgeknallter Drachenkönig mit 'ner Horde Geister 'nen Krieg anzettelt. "Die spinnen, die Spinnen", hab ich gedacht. Doch du kannst mir glauben, als mich das erste Geistervieh am Fuß gepackt hat, hab ich doch lieber kehrt gemacht. Du hättest die Schreie in der Nacht hören sollen."
-- Eine beliebte Lagerfeuergeschichte von Ramonidas, einem unerschrockenen Abenteurer der Ronthar-Brokthar, '
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