Gamkaltor

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Im Norden der Trollpforte, an einen Hang in der Enge zwischen Ödlandwall und Schwefelklippen, wo sich das Wasser des Flusses Krawell von den Bergen in die Tiefe stürzt, liegt Gamkaltor, die große Feste der Trolle. Als wehrhafte Trutzburg erhebt sich dieses uralte Bauwerk am Berghang über dem Fluss und trotzt schon seit Jahrtausenden seinen Feinden; den Brokthar von Amhas, den Feuern der Drachen, aber auch all dem anderen Gezücht das hier oben kreucht und fleucht. Nahe der Feste führt eine Handelsstraße über die alte Kagash-Brücke, vorbei am großen Wassergraben, über den Krawell. Archaisch erheben sich dahinter die dicken, hohen Mauern von Gamkaltor, aufgetürmt aus titanischen Stein- und Felsbrocken und in der Höhe von rundlichen Zinnen, die mit trollischen Schutzrunen und magischen Symbolen bemalt sind, gekrönt. Staunend fesselt einen auch der Anblick des riesigen Tores, zu dem eine steinerne Brücke hinauf führt, und dessen Rahmen mit allerlei mystischen Gravuren verziert ist.

Das Innere von Gamkaltor kann als Inbegriff typischer Trollarchitektur und -lebensweise gelten. Fast vollständig aus Stein erbaut, finden sich hier unzählige, verwinkelte, eng aneinander und auch aufeinander gebaute Häuser, Gebäude und Komplexe. Fast scheint es, als seien sie alle irgendwie miteinander verwachsen. Massive Türen, mächtige Tore und breite Treppen, nebeneinander und zum Teil auch übereinander angeordnet, auch Brücken und Steinpfade, verbinden die einzelnen Teile dieses übergroßen Gesamtbauwerks miteinander und schaffen dadurch eine Vielzahl von Gassen und unübersichtlichen Winkeln. Überall findet man wundersame Wandmalereien, magische Runen, Trophäen oder andere Verzierungen. An allen Ecken und Enden findet man Steine und Felsen unterschiedlicher Farben, die zu seltsamen Haufen aufgetürmt wurden. Sie erzählen den Kundigen die uralten Geschichten und Legenden dieses Ortes. Bekannt ist Gamkaltor vor allem für seinen großen Sklavenmarkt, aber auch als Umschlagplatz für Waren aus dem Ödlandwall und dem Ödland selbst hat es sich einen Namen gemacht. Vereinzelt werden von hier aus auch Waren mit den Riesen des Nordens gehandelt oder zum Händlervorposten am Pfad ins Tal der Riesen transportiert. Weiterhin bietet Gamkaltor ein bekanntes und viel geschätztes Handwerkerviertel. Hier arbeiten die tüchtigsten und talentiertesten Meister der trollischen Handwerkskunst. Mit ihren Schmiedewaren könnte sie sicherlich in Konkurrenz zur Schmiedekunst der Zyklopen treten, wären diese nur in Rakshazar zu finden.

Die Lebensweise der Trolle in Gamkaltor ist typisch für diese Wesen. Der gemeine Troll scheint sich nicht nach Privatsphäre zu sehnen, denn die Räume und Säle werden allesamt gemeinschaftlich Genutzt, ohne dass ihnen eine feste Funktionen zugewiesen währe. Sie werden lediglich grob nach Sippen, Stand und Beruf der jeweiligen Nutzer aufgeteilt. So steht auch jedem Troll ein Bettlager und eine Raumecke oder ein Winkel zu, in dem er in Regalen oder direkt an den Wänden, seine Trophäen und Verdienste zur Schau stellen kann: Glitzernde Edelsteine, liebevoll geschnitzte Tierfiguren, kunstvolle Handwerksarbeiten aus edlen Materialien, schillernden Metallen und formschönen Steinen, aber auch mancher Knochen oder Zahn eines erlegten Feindes oder Ungetüms findet dort seinen Platz. Diese Schaustücke zählen in der Trollgemeinschaft sehr viel. Der Ruf eines jeden Trolls hängt direkt von seinen Trophäen, Meisterstücken und Schätzen ab. Die Verdientesten und Angesehensten der Gesellschaft sind meist die Arkash: Jene die in der Stadt für Ordnung und Sicherheit sorgen. Sie sind Gardist, Kleinrichter und Soldat in einem. Im Kern ihres Aufgabengebietes steht die Verteidigung der Stadt und der näheren Umgebung vor allerlei feindlichen Kreaturen. Dazu stehen ihnen auf den Türmen auch selbstgebaute Ballisten für die Abwehr von Drachen, welche sich in der Vergangenheit sehr bewährt haben, zur Verfügung. Ausgebildet werden sie in der Kaserne der Stadt.

Doch nicht nur die Trolle treiben sich im inneren der Festungsstadt herum: Unzählige Sklaven sorgen für den reibungslosen Betrieb in der Stadt. Sind sind ein wichtiger Faktor und werden meist sehr pfleglich behandelt, um die bestmögliche Leistung aus ihnen herauszuholen. Einen Sklaven der Trolle erkennt man am braunen Jutesack, den er zu tragen hat. Der Besitzer beschriftet diesen Sack mit seiner persönlichen Rune um seinen Besitzanspruch zu markieren.

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