Grüne Sichel

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Die Grüne Sichel (sanskitarisch Asna‘kun) umfasst das Land nördlich des Meerbusens der Blutigen See. Westlich wird es vom breiten und gemächlich fließenden Sanskir begrenzt, im Osten Endet sie hinter dem unwirtlichen Schlangenwald. Gen Norden erstreckt sich die Grüne Sichel bis zu den Quellen des majestätischen Stromes Terul, jenseits dessen bereits die endlose Wüste Lath liegt. Der nördliche Wald namens Hamrakh am Fuße des Yal-Hamat-Gebirges wird traditionell nicht mehr zur Grünen Sichel gezählt, da er nicht den Sanskitaren, sondern den freiheitsliebenden Angurianern gehört, die ein Eindringen ihrer südlichen Nachbarn stets verhindert haben. Politisch steht die Grüne Sichel unter der Herrschaft von Yal-Kalabeth, wobei die unterschiedlichen Siedlungen und Völker weitgehende Autonomie genießen. Die Grüne Sichel gilt, neben dem Dreistromland, als blühende Kornkammer des südlichen Rieslandes. Das fechtwarme Klima der Savanne ist dank einer steten Brise vom nahen Meer, vieler kleiner Wasserläufe und schattenspendender Haine meist gut zu ertragen. Im milden Winter fällt kein Schnee, jedoch ergießen sich regelmäßig heftige Regenfälle, die von den Einheimischen "Craesoon" genannt werden und ganze Dörfer dem Erdboden gleich machen können. Allerdings versorgt der Craesoon das Land auch mit fruchtbarem Schlamm, weshalb die Bauern ein gespaltenes Verhältnis zu ihrer Regenzeit haben.

Die Böden der Grünen Sichel sind lehmig, weich und dadurch sehr fruchtbar, einzig die Steilklippen der östlichen Küstenregionen sind steinig und mager. Aufgrund der herrschenden Feuchtigkeit wachsen überall saftige, grüne Wälder, denen die Region auch ihren Namen verdankt. Doch nicht nur die Pflanzen, sondern auch das Tierreich profitiert vom milden Klima der Region. Unzählige Arten kleiner Flugechsen leben in den Bäumen, während auf dem Boden darunter allerlei Kleintiere weiden. Rudel von Schreckensklauen und Bluthetzern, die durch die dichten Wälder streifen sind eine weit verbreitete Plage, und können leicht auch für Menschen gefährlich werden. Einige dieser Bieter konnten allerdings domestiziert werden und dienen nun als Wachtiere.

Am beeindruckendsten ist sicherlich der östliche Schlangenwald, der von keiner Kultur, aber dafür von einer Vielzahl von angriffslustiger Schlangen, Echsen und Amphibien als Territorium beansprucht wird. Dort wo das Land nicht in gewaltige Steilklippen endet, gibt es in Küstengebieten dicht wuchernde Mangrovensümpfe, die zahlreichen Wasserechsen, Amphibien und anderen Tieren Heimstadt bieten. In diesen immerfeuchten Sümpfen wird es für unvorsichtige Wanderer gefährlicher, denn hier wimmelt es geradezu von Alligatoren, Wasserschlangen und anderen aggressivem Getier. Wegen seinen unzähligen Gefahren wird dieses Gebiet auch die Mörder-Sümpfe genannt. Verbrecher aus Yal-Kalabeth werden oft in die Sümpfe verbannt, so dass sich dort in den letzten Jahrzehnten eine kleine Siedlung von Gesetzloses etabliert hat.

Mehrere Völker nennen die Grüne Sichel ihre Heimat: Neben den Sanskitaren, welche im Umkreis der Stadt Yal-Kalabeth als Bauern, Jäger oder Handwerker wohnen, besuchen auch die Reiternomaden auf ihren Wanderungen durch das Riesland diese Region, um ihre Vorräte, teils friedlich, teils mit Gewalt, zu erneuern. Eine bedeutende Minderheit bilden die schlangenleibigen Nagah, die aber fast nur in Yal-Kalabeth selber beheimatet sind, wo sie ihre Kunstfertigkeit und ihr Wissen feilbieten. Einige Parnhai-Familien leben als Arbeiter auf den Plantagen um Yal-Kalabeth, aber ihre Zahl ist längst nicht so groß wie im Dreistromland und ihr Rechtsstand ist auch geschützter, so dass sie etwa gegen Misshandlungen durch ihre Herren klagen können und innere Angelegenheiten wie Eheschließungen selber regeln dürfen. In Yal-Kalabeth selber sind Parnhai ein seltener Anblick. Die wenigen dort ansässigen Grünhaarigen leben als freie aber meist mittellose Bürger.

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