H'Stsiva

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Gleich zwei Kulturen kennen und verehren diese Göttin. Der ältere Kult ist der Staatskult der Nagah, welche die Göttin als Schutzpatronin ihres Volkes ansehen, der jüngere ist der davon beeinflusste sanskitarische Kult der H´Shesshivan.

Inhaltsverzeichnis

Der Kult der H´Shesshivan – Schlangenkult in Menschenstädten

Aspekte: Magie, Geheimnisse, Klugheit, Weisheit, Wissen, Astrologie, Prophezeiung, Rätzel

Verbreitung: Ribukan, in Yal-Mordai und Shahana verboten

Heilige Orte: Pagode zu Angankor

Heilige Steine, Tiere, Pflanzen, Artefakte, Heilige: Serpentin, Schlangen, Orchideen, H´Stsivas Buch, Stab der H´Sriia

Opfergaben: Informationen (belastende Schriftstücke, Pläne) Wissen

Feidbild: Magiemissbrauch, Amazth-Kult, Payisha-Kult

Hierarchie: gering

Politischer Einfluss: minimal, in Ribukan groß

Weltbild / Menschenbild / Stärkstes Argument: Wer Wahrheit und Wissen sucht, wird auch sich selbst finden.

Toleranz gegenüber Andersgläubigen: mittel


„Wer dem Kult der Schlangengöttin anhängt, der soll des Todes sein. Erst soll man ihm die Haut abziehen, dann soll man ihn im Salze wälzen, zuletzt soll man ihm die Zunge rausreißen und ihn zerhacken.“ Gesetz aus Yal-Mordai

Das Wesen der H´Shesshivan

H´Shesshivan ist die Göttin der Magie, der Geheimnisse, der Klugheit, der Weisheit und des Wissens. Sie ist die Schutzherrin der Astrologie, der Prophezeiungen und der Rätsel. Ihr heilig sind die Pagode von Angankor, der Edelstein Serpentin, den sie gerne auch als Opfergabe nimmt, sowie Schlangen aller Art. Weitere gern gesehne "Opfergaben" sind geheime Informationen, sowie magisches oder auch profanes Wissen (Meist als Schriftrolle, selten wird das erworbene Wissen auch direkt dem Kultführern ins Ohr geflüstert, vor allem dann, wenn es besonders "brisanter Natur" ist). Als Feinde der Göttin gelten allgemein alle, die ihre magischen Gaben missbrauchen, sowie im Speziellen der Amazth- und der Payisha-Kult, welche erbittert bekämpft werden. Die Göttin schenkt karmale Gnade.

Der Kult der H´Shesshivan

Der H´Shesshivan-Kult der sanskitarische Stadtstaaten, der in Ribukan hoch angesehen, in Yal-Mordai und Shahana jedoch verboten ist, basiert im Kern auf den Lehren des H'Stsiva-Kults der Nagah. Schon vor vielen Jahrhunderten begannen die Priesterinnen aus Angankor, mit Unterstützung des Ssahombri-Kultes, in den Menschenstädten zu missionieren. Am beliebtesten ist der Kult heute in der Stadt Ribukan, wo er vor allem unter den Edlen und Prinzen hohes Ansehen genießt. Das einfache Volk der Stadtstaaten weiß oft nicht so genau, was es von den Dienern H´Shesshivans halten soll. Einerseits beschäftigen sie sich mit Weissagungen und scheinen allesamt sehr kluge Persönlichkeiten zu sein. Andererseits arbeitet der Kult im Verborgenen, sammelt allerlei Geheimnisse und wertvolle Artefakte, deren er habhaft werden kann und scheint sich auch in die Politik der Stadtstaaten einzumischen. Es darf davon ausgegangen werden, dass in jeder Stadt südlich von Teruldan mehrere unabhängig voneinander operierende, geheime Tempel existieren. Jeder Tempel wird von einem geweihten Kultisten geleitet und ihm gehören jeweils etwa ein Dutzend Gläubige sowie eine Handvoll Meuchler an. Die Geheimen Tempel sind oft in Wohnhäusern oder Katakomben untergebracht und mit verborgenen Türen, Fallgruben und Ähnlichem ausgestaltet. Im Zentrum des Tempels, zugleich Wohnraum des Priesters, steht die Statue der H´Shesshivan, die ein Schlangenwesen mit weiblichem, nackten Menschenoberkörper zeigt. Seine rechte Hand ist segnend nach vorn ausgestreckt, während in der linken oft ein besonderes magisches Artefakt oder ein Edelstein ruht. Der Dienst im Tempel besteht darin, dass die Gläubigen laut den Namen der Göttin anrufen, woraufhin der Priester aus den Schatten der Statue tritt und den wartenden Gläubigen drei Fragen beantwortet. Danach werden drei Weisungen, besser Befehle, wie etwa Mordaufträge, Einbrüche bei Zeloten, Expeditionen zu Schätzen vergangener Zeiten o. ä., erteilt. Zuletzt verkündet der Priester noch den Orakelspruch der Göttin und gibt den Zeitpunkt für das nächste Treffen bekannt.

Die Diener H´Shesshivans

Basis für die Erschaffung ist die Profession des menschlichen Priesters. Dazu erhält der Charakter zusätzlich folgende automatische Eigenschaften: Verpflichtung (gegenüber dem Kult der H´Shesshivan), Akoluth des Kultes, Gefäß der Götter II(siehe Myranische Götter S.15), jedoch auch für Wunder der H'Stsiva, sowie Schattengestallt (MG S. 193),Mondsilberzunge (WdG S. 274) und Schattenrüstung (MG S. 193).


Der Kult der H'Stsiva – Der Staatskult der Nagah

Aspekte: Wissen, Herrschaft, Ordnung, Magie, Hierarchie, Prophezeiung, Schutz (vor anderen Göttern), Alchemie, Schrift, Vergangenes, Tradition

Verbreitung: in allen nagah Städten und Dörfern

Heilige Orte: Ruinen von Akorak, die Pagode zu Angankor

Heilige Steine, Tiere, Pflanzen, Artefakte, Heilige: Serpentin, Schlangen, Orchideen, H´Stsivas Buch, Stab der H´Sriia

Opfergaben: Forschungsergebnisse, neu erschaffene Kunstwerke, Edelsteine (Serpentin)

Feidbild: Dummheit, Feinde der Nagah, Rebellen gegen die Ordnung, Magiemissbrauch, Diener der Götter des Kalten Nestes

Hierarchie: sehr ausgepräg

Politischer Einfluss: Sehr hoch, die Hohepriesterin ist de Fakto die Herrscherin über alle Naga, egal ob Archaen, Sumpfländer oder Hochländer.

Weltbild / Menschenbild / Stärkstes Argument: H'Stsiva hat uns einst in dieses Land geführt, und nach ihrem Willen führen wir die Nagah mit Weisheit und Strenge.

Toleranz gegenüber Andersgläubigen: gering ---

Das Wesen H'Stsivas

H'Stsiva gilt den Nagah als Göttin des Wissens, der Herrschaft, der Ordnung (besonders der Staatsordnung), der Alchemie, der Schrift und der Magie. Sie schützt die Nagah vor der Willkür anderer Götter und gilt als oberste Bewahrerin des Wissens der Vergangenheit und der Tradition. Ihre Diener lenkt sie mit Prophezeiungen und schenkt ihnen Karma. Besondere, ihr heilige Orte sind die Ruinen von Akorak und die Pagode zu Angankor. Ihr heiliger Stein ist der Serpentin, ihre heiligen Tiere Schlangen, ihre heiligen Pflanzen Orchideen. Als ihre heiligsten Artefakte gelten zum einen das Buch H´Stsivas, das die Geschichte der Nagah seit der Flucht aus der alten Heimat jenseits des Meeres bis heute (sowie einige kryptische Vorhersagen über die Zukunft) enthält, zum anderen der Stab der H´Sriia, der das Herrschaftssymbol der obersten Priesterin ist. Die Feinde der Göttin sind die Feinde des Volks der Nagah: Rebellen gegen die staatliche Ordnung, Diener der Götter des Kalten Nestes. Dummheit und Magiemissbrauch gelten als der Göttin zutiefst zuwieder. Mit der Opferung von Kunstwerken, Edelsteinen und Forschungsergebnissen - etwa neuen Handwerkstechniken, Zaubern oder ähnlichem, die während des Gottesdienstes der Göttin und den Gläubigen offentlich präsentiert werden - kann man H'Stsiva aber wieder besänftigen. Da gerade die Opferzerimonien von einer Viehlzahl von Vorschriften bestimmt werden, kann ein unbedarfter Fehler für den opfernden Gläubigen mit dem sozialen Abstieg enden.

Der Kult der H'Stsiva

In den Tagen, als die Nagah aus ihrer alten Heimat jenseits des Meeres flohen, offenbarte sich ihnen die Göttin höchstselbst und bot an, das Volk zu schützen und zu ungeahnter Blüte zu führen, wenn sie sie in Zukunft als oberste Göttin verehren würden. Seit dieser Zeit ist der Kult der H'Stsiva so etwas wie der Staatskult aller Nagah. Ob in den Dörfern des ribukanischen Dschungels, den Siedlungen des Hochlandes oder in den prächtigen Städten der Archaen – die Priesterinnen der H'Stsiva bestimmen sowohl die große Politik, wie auch das alltägliche Leben. Vor der allumfassenden Kontrolle bzw. teilweisen Gängelung durch die Priesterinnen gibt es kein Entkommen, egal wie sehr die Adligen in Angankor auch aufbegehren oder die Priester des Phyr-sac-cor ketzerische Reden schwingen. Der Kult besitzt eine ausgeprägte Hierarchie. An oberster Stelle steht die Ssizitay, die erleuchtete Seherin und spirituelle Führerin der Nagah. Das Symbol ihrer Herrschaft ist der Stab der H´Sriia, ein kunstvoller, mit magischen Metallen verzierter, schwarzer Holzstab, mit dessen Hilfe die Ssizitay Visionen erhält und Träume entsenden kann. Die Nummer Zwei in der Hierarchie ist die Schriftführerin des Heiligen Buches. Sie ist neben dem beständigen Fortschreiben der Chronik auch für die sichere Verwahrung der Tempelschätze zuständig und steht dem Rat der Priesterinnen vor. Der Rat der Priesterinnen, dem alle Priesterinnen Angankors und die Vorsteherinnen der anderen Städte, sowie der Oberpriester des Ssahombri-Kultes angehören, regelt das tägliche Leben der Nagah. In der Hierarchie folgen auf die Priesterinnen des Haupttempels in Angankor die der anderen Städte, dann die der Siedlungen der Hochländer, und zuletzt die der Sumpfbewohner und die Novizinen. Das Kastensystem der Nagah Archaen wird als göttinengewollte Fortführung der Hierarchie innerhalb der Priesterkaste gesehen. Alle Dienerinnen der H'Stsiva, sind weiblich. Die Tempel H'Stsivas sind die Pagoden, sich nach oben hin verjüngende, mehrstöckige Türme, die meist auf künstlichen Hügeln errichtet werden. Unter jeder Pagode versteckt sich ein weit verzweigtes Tunnelsystem, in dem Artefakte, Schriftstücke und andere Tempelschätze lagern. Im Erdgeschoss der Pagode steht das Standbild der Göttin. Es zeigt H'Stsiva als vierarmige, kobraköpfige Nagah. Eine Hand ist zum Segen ausgestreckt, in den anderen hält sie ein Buch (das Symbol für Wissen und Magie), einen leuchtenden Serpentin (das Symbol für die Ordnung unter den Nagah) und eine archaisch anmutende Axt (das Symbol für Schutz und Strafe). Im Hochland sind die Tempel der Göttin meist labyrinthartige Höhlensysteme. Der Göttinendienst im Haupttempel besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist eine ritualisierte, nicht öffentliche Ratssitzung des Priesterinnenrats. Zuerst trägt die Ssizitay ihre Visionen dem Rat vor, dann erhebt sich jedes Ratsmitglied unter Berücksichtigung seines Dras und unter lauten Anrufungen der Göttin und trägt sein jeweiliges Begehr, Vorschläge für Gesetze oder seine persönliche Interpretation der Visionen vor. Am Ende der Sitzung entscheidet die Schriftführerin des Heiligen Buches über die Begehren, Vorschläge und Interpretationen, welche, nach Überprüfung durch die Ssizitay, als neues Recht anerkannt und von ihr niedergeschrieben werden. Im Zweiten, öffentlichen Teil, der auch in den anderen Tempeln so vollzogen wird, werden die neuen Beschlüsse dem Volk verkündet, die Opfergaben der Wartenden eingesammelt, die Göttin laut gepriesen und zum Schluss Platz für die Nagah gemacht, die der Göttin ein ganz besonderes, persönliches Geschenk vor aller Augen darbringen wollen. Diese dürfen ihre jeweilige Gabe, sei es ein besonders gelungenes Artefakt, ein neu erlernter Zauber oder eine neue Handwerkstechnik, dem gesamten Volk und den Priestern präsentieren bzw. vorführen. Dadurch steigt das Dras des Schenkenden beträchtlich. Bei einem Fehlschlag aber, etwa wenn das Artefakt nicht funktioniert, die handwerklichen Fähigkeiten eher bescheiden sind oder unwissenderweise gegen irgendeine uralte, religiöse Vorschrift verstoßen wurde, rutscht der Unglückliche fast automatisch in die Kaste der Yrachi ab.

Die Dienerinnen der H'Stsivas

Alle Priesterinnen der H'Stsiva entstammen der Kultur der Nagah Archaen, sind angehörige der Kaste der R'Sar und besitzen zudem, sobald sie das Noviziat beendet haben, den automatischen Vorteil Geweiht (14 GP) und die entsprechende Liturgiekenntnis.

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