Ipexcostämme

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Ipexcostämme
Ipexco.jpg
Allgemeines
Technologiestand: Hochentwickelte Steinzeit
Bevölkerung: 200.000
Herrschaftsform: Ältestenrat und Häuptlinge
Rassenverteilung: Uthurim
Wichtige Städte: Keine
Vorherrschender Glaube: Erdengöttin Sumacoatl sowie Natur- und Totengeister
Magie: Schamanismus
Helden & Heilige:


Der größte Teil des ipexischen Volkes lebt nicht in den wenigen Städten, sondern in unzähligen kleinen Stammesverbänden, die verstreut im Dschungel, an der Küste und im Regengebirge leben. Im Gegensatz zu ihren Verwandten in den Tempelstädten, die sich vollkommen dem Dienst an den Göttern verschrieben haben, führen die Mitglieder dieser Dorfgemeinschaften ein sehr viel einfacheres und ursprünglicheres Leben. Zwar verehren auch sie die Erdenmutter Sumacoatl, doch werden in den Dörfern nur selten Menschen geopfert und keine große Politik betrieben. Die Stammesgemeinschaften werden in der Regel von einem Ältestenrat geführt, dem natürlich auch der Schamane des Stammes angehört. Nur im Krieg und in besonderen Notsituationen wird ein starker Kriegshäuptling gewählt, um den kommenden Herausforderungen gewachsen zu sein.

Inhaltsverzeichnis

Lebensraum

Neben den großen Tempelstädten existieren im Tal der Tempel - versteckt im dichten Dschungel - unzählige weitere, kleine Stammesgemeinschaften. Die Stammesipexco der Dschungelregionen bilden nach den städtischen Ipexco die zweitgrößte Gruppe ihres Volkes. Auch an den Steilhängen der angrenzenden Regengebirge existieren ipexische Siedlungen, deren Bewohner jedoch aufgrund der harten Lebensbedingungen die kleinste ipexische Bevölkerungsgruppe darstellen. Die Küstengebiete, mit ihren langen Sandstränden, den vorgelagerten Riffen und dem reichhaltigen Nahrungsangebot hingegen bieten nahezu ideale Lebensbedingungen und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Bevölkerung in den Küstendörfern, welche die vierte Gruppierung bildet, zwar momentan noch relativ klein ist, dafür aber schneller wächst, als irgendeine andere ipexische Volksgruppe.

Lebensweise

Das Leben in den Dschungeldörfern ist vor allem von harter Arbeit geprägt. Dies ist auch bitter nötig, um dem häufig lebensfeindlichen Dschungel alle zum Überleben notwendigen Güter abtrotzen zu können. Geführt werden die Dorfgemeinschaften von einem Ältestenrat, dem auch Frauen angehören. Nur in extremen Krisen wählt dieser einen Häuptling, welcher die kommende Herausforderung meistern soll. Die Art der Gefährdung bestimmt dabei auch zugleich, wer zum Häuptling gewählt wird. In Kriegszeiten ist es in der Regel der erfahrenste Krieger, während in Zeiten des Hungers diese Funktion häufig die Mutter mit den meisten Kindern übernimmt usw. Die alltäglich anfallenden Arbeiten verteilt der Ältestenrat auf diejenigen Stammesmitglieder die der Ansicht seiner Mitglieder nach am besten für die Bewältigung der jeweiligen Aufgabe geeignet sind. Persönliches Eigentum und Besitz sind den Ipexco dieser Gemeinschaften fremd - was zählt ist der Bestand des Stammes. Obwohl die Bewohner der Dschungeldörfer durchaus als wehrhaft gelten, werden Konflikte und Kriege wenn möglich vermieden – zu wertvoll sind die einzelnen Sippenmitglieder, als dass man ihr Leben leichtsinnig aufs Spiel setzen würde.

Wenn möglich werden Streitigkeiten mittels Wiedergutmachungszahlungen - meist in Form von Lebensmitteln oder Werkzeugen - geschlichtet, oder es werden zwei Krieger bestimmt, welche den Kampf stellvertretend für ihre Sippen austragen. Dabei entscheidet das Ausmaß des Streites, ob der Kampf bereits mit der Aufgabe oder erst mit dem Tod eines der beiden Kämpfer endet. Es kommt aber auch vor, dass eine Sippe Auseinandersetzungen aus dem Weg geht, indem sie sich einfach in den Dschungel zurückzieht und ein neues Siedlungsgebiet sucht. Ernstzunehmende Konflikte gibt es vor allem mit den Sklavenfängern der Tempelstädte, sanskitarischen Eroberern oder Marus.

Die Stammesipexco besitzen keine reinen Krieger, denn diese übernehmen in Friedenszeiten auch die Rolle der Jäger. Die Jagd bildet - neben dem Sammeln von Waldfrüchten und dem Halten von kleinen Nutztieren wie Hühnern oder Tulux (hundsgroße Pferde) - die hauptsächliche Lebensgrundlage der Stämme. Hat eine Siedlung länger Bestand, wird sie gar seit Jahren bewohnt, so sind mitunter auch Ansätze von Ackerbau, vor allem der Anbau von Chinok-Wurzeln, zu erkennen.

Weltsicht und Glaube

Wie bei ihren Verwandten in den Tempelstädten gilt auch bei den Dorfbewohnern die Erdenmutter Sumacoatl als wichtigste Gottheit. Sie spendet Leben und nimmt es auch wieder. Daher verzichten auch die Stammesipexco auf die Verwendung von Metallgegenständen und Erzabbau, um der Erdenmutter nicht durch den Entzug ihrer "Knochen" unnötig zu schaden. Anders als ihre städtischen Verwandten sehen die Stammesipexco die Erdenmutter zwar als geschwächt und verwundet an, glauben jedoch nicht, dass sie im Sterben liegt. Deswegen ist in ihren Augen die Praxis des Blutopfers auch nicht zwingend notwendig. So praktizieren sie dieses nur bei wenigen, besonderen Anlässen. Auch werden dabei Tieropfer der Opferung von Menschen vorgezogen, da diese der Ansicht der Stammesipexco nach zur Stärkung der Göttin ausreichen. Die Opferung von Menschen findet nur in besonderen Notlagen statt. Folglich konnte auch die blutige Verehrung der übrigen Gottheiten des städtischen Pantheons bei den Stämmen nie wirklich Fuß fassen. Eine Ausnahme hiervon stellt Kamaluqtl dar, welcher als der Beschützer des Waldes verehrt wird. Bei manchen Stämmen steht er Sumacoatl sogar gleichgestellt als ihr Ehemann zur Seite. Ausgenommen hiervon sind Stämme, die in die Abhängigkeit von einer Tempelstadt oder eines bestimmten Kultes geraten und dadurch fortwährender Missionierung ausgesetzt sind. Daneben ist die Anbetung zahlreicher Natur- und Totengeister weit verbreitet, diese gelten als Sendboten Sumacoatls, welche von der Erdengöttin in die Welt der Lebenden geschickt wurden um die Sterblichen zu beraten, ihnen zu helfen oder sie zu strafen. Häufig sind auch Riesen und andere mächtige Lebewesen wie zum Beispiel Riesenaffen Gegenstand der Verehrung, gelten sie doch als Kinder Sumacoatls.

Sitten und Bräuche

Den Stammesipexco sind Eigentum und persönlicher Besitz fremd. Alle Güter, die Hütten, die Nahrung, die Werkzeuge und Waffen sind gemeinsames Eigentum des Stammes und für die einzelnen Stammesmitglieder ist ihre Position in der Gemeinschaft von größter Wichtigkeit. Mitglieder, die sich um das Wohl des Stammes verdient gemacht haben, dürfen ihre Leistung durch Schmucknarben und Hautbemalungen zur Schau stellen. Auf diese Weise sichern sich die Träger solcher Auszeichnungen den Respekt und die Anerkennung der anderen Stammesmitglieder. In der Tat ist es sogar so, dass ein Stammesangehöriger erst dann ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft wird, wenn er sich wenigstens eine solche Auszeichnung verdient hat.

Auch kennen die Stammesipexco kein Ehekonzept. Partner finden sich, können sich aber ebenso schnell wieder trennen, oder aber auch einander ein Leben lang treu bleiben. Die Kinder aus diesen Verbindungen werden im gleichen Maße von den Eltern wie von erfahrenen Stammesmitgliedern erzogen und unterrichtet - so lange bis die Ältesten den Heranwachsenden schließlich für reif genug befinden den Stamm zu unterstützen.

Auch wenn die Stammesipexco selber keine Sklaven besitzen ist ihnen das Konzept der Sklaverei doch nicht fremd. Sie kennen es durch die Sklavenjäger der Städte, welche sie als "Menschenfänger" bezeichnen und die kein Erbarmen erwarten dürfen, sollten sie in die Hände eines Stammes fallen.

Handwerkskunst

Genau wie ihre Verwandten aus den Tempelstädten befinden sich die Stammesipexco auf dem Niveau der hoch entwickelten Steinzeit. Doch im Gegensatz zu den Stadtbewohnern können es sich die Stammesipexco nicht leisten, Energie auf allzu große Kunstfertigkeit zu verschwenden. Zu sehr beansprucht der harte Alltag im Dschungel, im Gebirge oder an den Küsten ihre Aufmerksamkeit. Ihre Baukunst und ihre Werkzeuge orientieren sich daher an den jeweiligen Bedürfnissen ihres Stammes. Hütten müssen in erster Linie standfest und sicher sein, um der Witterung zu trotzen und gleichzeitig leicht und einfach zu errichten. Bei Werkzeugen und Waffen werden in viel stärkerem Maße Bein, Horn und Chitin verwendet als bei ihren städtischen Verwandten, da Feuerstein - oder gar Obsidian in den Regenwäldern nur schwer zu finden ist. Letztgenannte Materialien gelangen häufig nur über Tauschgeschäfte in den tiefen Dschungel und sind dann entsprechend begehrt. Generell gilt, dass sowohl Werkzeuge als auch Waffen im richtigen Aufwand-Nutzen-Verhältnis stehen müssen, was heißt, sie müssen aus Materialien bestehen, die so leicht zu finden und zu bearbeiten sind, dass der Träger sie selber überall dort herstellen kann, wo sie gerade benötigt werden. Folglich gibt es bei den Stammesipexco auch keine speziellen Handwerksberufe.

Tracht und Bewaffnung

Die Kleidung der Stammesipexco ist ihren harten Lebensumständen entsprechend in erster Linie praktisch und robust. Auf unnötige Verzierungen wird kein Wert gelegt, dafür sind Schmucknarben umso beliebter. Im Großen und Ganzen beschränkt man sich auf das Tragen von ledernen Lendenschürzen, einem Ledergürtel und Tragetaschen. Schuhwerk wird kaum verwendet, weil man barfuß einen besseren Tritt im Dickicht findet. Nur Schamanen, Häuptlinge und angesehene Krieger tragen Statussymbole wie etwa besondere Tätowierungen, Federschmuck oder berühmte Waffen und Ritualgegenstände, wie etwa die Waffen erschlagener Feinde oder Jagdtrophäen von erlegten wilden Tieren.

Die Waffen der Stammesipexco zeichnen sich vor allem durch Handlichkeit, Robustheit und Einfachheit aus. Im Gegensatz zu den Gardekriegern der Städte setzen die Stammeskrieger sehr viel stärker auf den Einsatz von Fernkampfwaffen wie Bögen, Schleudern und Speeren. Ihre Ausrüstung ist eher auf das Durchführen von Hinterhalten ausgelegt als auf offene Konfrontationen. Als Nahkampfwaffen finden vor allem Schädelbrecher und Messer aus Feuerstein oder Obsidian Verwendung. Das Tragen von Rüstungen und Schutzwaffen findet nur wenig Anklang, da diese im Unterholz eher hinderlich als nützlich sind, allenfalls sieht man vereinzelt einmal einen ledernen Rundschild.

Magie

Anders als ihre städtischen Verwandten haben die Stammesipexco ihre ursprüngliche Magietradition weitgehend bewahren können. Neben zahlreichen Magiedilettanten sind die Schamanen die wichtigsten Magiewirker. Sie sind die Seelenhirten des Stammes und stellen die Verbindung zu Sumacoatl her. Folglich obliegt es ihnen auch die Seelen der Toten zur Vereinigung mit der Erdenmutter zu geleiten. Die Schamanen verstehen sich vor allem auf die Beherrschung der Natur aber auch das Herbeirufen von Geisterwesen aller Art. Ihr zentraler Ritualgegenstand ist seit jeher die Knochenkeule; das Opfermesser spielt meist nur eine untergeordnete Rolle, außer in den Einflussgebieten der Kulte und Tempelstädte, wo es zu zahlreichen blutmagischen Ritualen verwendet wird.

Darstellung

Verhalten und Gewohnheiten der Stammesipexco hängen stark von ihrer jeweiligen Herkunft ab. Jedoch legen alle - zumindest zu Anfang - ein ausgeprägtes Misstrauen Fremden gegenüber an den Tag, wobei die Küstenbewohner noch am kontaktfreudigsten sind. Hat man aber einmal das Vertrauen eines Stammesipexco gewonnen, so werden sie zu treuen Gefährten und Freundschaften mit ihnen können ein Leben lang halten. Stammesipexco können bisweilen etwas weltfremd wirken, so sind ihnen Begriffe wie Geld, Raffsucht und Besitz fremd, was zu zahlreichen Missverständnissen führen kann. Ihre Naturverbundenheit ist stark ausgeprägt und ihr hartes Leben hat sie gezwungenermaßen zu wahren Meistern der Improvisation werden lassen. Ein Stammesipexco wird immer versuchen die jeweilige Situation mit den zur Verfügung stehenden Mitteln bestmöglich zu meistern - es wird eben getan was getan werden muss, um das Leben des Stammes oder der Gefährten zu schützen. Dabei können Stammesipexco zu erstaunlich simplen und direkten Lösungen kommen, was in Situationen, in denen „Fingerspitzengefühl“ gefragt ist, durchaus zu einem Problem werden kann.

Typische Namen

Die Stammesipexco verwenden die gleichen Namen, wie die Bewohner der Tempelstädte. Da die Stammesipexco jedoch keine Kasten kennen, wird dem Vornamen noch der Name des Stammes angefügt. Beispiel: "Ixtab vom Stamm der Quruxtla"

  • Männlich: Acamapichtli, Atlaan, Chilan, Cuauhtémoc, Huitzilopochtli, Huracan, Itzcóatl, Ixtab, Kaax, Kukulcan, Maxtla, Moctezuma, Quetzalcoátl, Tezozómoc, Tízoc
  • Weiblich: Atlacoya, Atlaua, Cabracá, Came, Hunahau, Hunapú, Itzamná, Ixbalanqué, Tezcatlipoca, Tonatiuh, Xibalbá, Xochiquetzal, Tonacacihuatl, Tzitzimitl, Zipacná

Was denken die Stammes-Ipexco über

  • Sanskitaren: "Ein verschwenderisches Volk! Sie verstehen es nicht, mit den Geschenken Sumacoatls gewissenhaft umzugehen."
  • Nagah: "Quirat xa ribuun atluaxl!!!" (Uralter ipexischer Fluch, den wir an dieser Stelle nicht übersetzen werden)
  • Riesen: "Gewaltig wie die Natur selbst. Mehr Götter als Wesen aus Fleisch und Blut."
  • Parnhai: "Ein genügsames Volk und gute Tauschpartner. Leider fürchten sie unsere Verwandten und ihre Tempel."
  • Sirdak: "Eine Plage! Ich habe schon viele erschlagen, doch scheinen sie sich zu vermehren wie Tuluxi."
  • Ipexco der Tempelstädte: „Sehr gefährlich! Sie mögen so aussehen und sprechen wie wir, doch in ihrer Brust schlägt ein dunkles Herz. Traue ihnen nicht! Am besten, du hälst dich von ihnen und ihren steinernen Städten so fern wie nur möglich."

Kulturvarianten der Stammesipexco

Dschungelstamm

In den Dschungeln des Tals der Tempel leben großteils die "klassischen" Stammesipexco, wie sie oben beschrieben werden. Allerdings gibt es auch zahlreiche Stämme, die von der Norm abweichen und bei denen andere Moralvorstellungen und Regeln gelten. Besonders wenn Dschungelstämme unter den Einfluss städtischer Kulte geraten und durch eine Missionierung das traditionelle Wertegefüge zerrissen wurde, kann es zu extremen Entartungen kommen. So errichteten einige Stämme zeitweise in der Nähe von Izapatan ein Blutkönigreich und gingen auf Menschenjagd. Wieder andere gehorchen Riesen oder beten Vulkane als Götter an.

Bergdorf

Die Ipexco, die in den Regengebirgen rings um das Tal der Tempel leben, haben eine eigene, an ihre Umgebung angepasste Kultur hervorgebracht. Zwar gehen ihre Stammesmitglieder gelegentlich auch auf die Jagd, jedoch hat sich das Züchten und Halten von Gebirgsschafen und Steinböcken als deutlich effektiver erwiesen und bildet nun die hauptsächliche Lebensgrundlage der Bewohner der Bergdörfer. Auch liefern diese mit ihrer Wolle die Grundlage für die, im doch deutlich raueren Klima der hohen Gebirge, notwendige Kleidung. So werden vor allem in den schneebedeckten Höhen wollene Umhänge und Capes sowie Mützen, Handschuhe und Stulpen getragen, während die Kleidung in tieferen, feuchten Gebiete mehr der Kleidung der Dschungelbewohner ähnelt. Bergdörfer werden in der Regel in Spalten direkt in und auf schmalen Graten über den Felswänden errichtet. Dabei werden oftmals natürliche Hohlräume genutzt und mit Steinen verkleidet. Hierbei wird besonders darauf geachtet, dass die zum Bau verwendeten Steine die gleiche Farbe haben wie die Felswand, damit ein Dorf aus der Ferne nur schwer auszumachen ist. Gezwungenermaßen sind die Bewohner dieser Dörfer exzellente Kletterer, sind ihre Siedlungen doch häufig nur über Strickleitern zu erreichen. Auch die Bewaffnung hat sich der Umgebung angepasst. Waffen für deren Verwendung beide Hände benötigt werden wie Speere oder Bögen finden wenig Anklang, da diese bei einem Kampf in der Steilwand eher hinderlich sind. Beliebt sind hingegen Schleudern und Totschläger, wobei die Krieger eher versuchen werden etwaige Feinde mittels von oben geworfenen Felsbrocken oder dem Auslösen von Erdrutschen den Gar aus zu machen, als einen direkten Kampf zu riskieren. In Zeiten des Friedens sind die Krieger auch gleichzeitig die Hirten des Stammes.
Beispielstamm: Inapichtli

Küstendorf

An den Küsten zur Blutsee und zum Gelben Meer, mit ihren weißen Stränden, Mangrovenwäldern und vorgelagerten Korallenriffen, hat sich ebenfalls eine eigene Kultur der Stammesipexco herausgebildet. Anders als ihre Verwandten haben sie ihr Misstrauen gegenüber dem Meer abgelegt und betreiben sogar, wenn auch in bescheidenem Ausmaß, Küstenschifffahrt. Für die Ernährung der Stämme ist das Meer ausschlaggebend denn die fischreichen Riffe bilden eine ideale Lebensgrundlage. So befahren die Bewohner der Küstendörfer die küstennahen Gewässer in Auslegerkanus und Katamaranen und schöpfen durch Fischfang und die Jagd auf kleine Wale aus dem reichhaltigen Nahrungsangebot des Meeres. Auch spärlicher Tauschhandel findet über das Meer statt, so dass die Ipexco der Küstendörfer wohl die einzigen Ipexco sind, die bei Zeiten auch einen friedlichen Kontakt zu Sanskitaren, Parnhai oder anderen seefahrenden Völkern pflegen. Die Dörfer selbst bestehen aus festen, hölzernen Langhäusern, in denen gleich mehrere Familien zusammen wohnen. In den Mangrovensümpfen stehen diese auf Pfählen und sind nur über Boote zu erreichen, während sie Andernorts direkt am Strand errichtet werden. Vom Wasser aus sind diese Dörfer oftmals recht schnell auszumachen, was dazu geführt hat, dass die Bewohner der Küstendörfer anders als ihre Verwandten aus dem Inland zwecks der Verteidigung gegen eventuelle Feinde auf spezialisierte Krieger setzen. Damit nicht jede unfreundliche Begegnung mit Sanskitaren, Piraten oder anderen Ipexco gleich in Blutvergießen endet, versuchen die Krieger ihre Gegner zunächst durch wilde Kriegsschreie, martialisches Auftreten, sowie das Durchführen von Kriegstänzen oder Scheinangriffen einzuschüchtern und zu vertreiben. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch zahlreiche Tätowierungen und das Tragen hölzerner Kriegsmasken. Erst wenn diese Bemühungen nicht fruchten gehen die Krieger zum offenen Frontalangriff über. Als Waffen sind besonders Tahias, Speere, Pfeilschleudern und Bögen beliebt. Häufig werden große Lederschilde und die schon genannten Kriegsmasken getragen. Da Kämpfe auch häufig in hüfthohem Wasser oder in Booten stattfinden, werden normalerweise keine weiteren Rüstungen getragen. Im Wasser- und Bootskampf sind auch Kampfmesser sehr beliebt. Ihre Meeresverbundenheit schlägt sich auch in der Glaubenswelt der Küstenbewohner nieder. So hat die wehrhafte Meeresgöttin Tlalclatan bei ihnen mittlerweile Sumacoatl als wichtigste Gottheit abgelöst, weswegen die Küstenbewohner von vielen anderen Ipexco argwöhnisch beäugt werden.
Beispielstamm: Tulcán

Startwerte Ipexcostämme

  • Generierungskosten: Je nach Variante
  • Modifikationen: KO +1, AuP +2
  • SO-Maximum: 7
  • Automatische Vor- und Nachteile: Gefahreninstinkt / Aberglaube 5, Neugier 5, Vorurteile (Reptilien) 6
  • Empfohlene Vor- und Nachteile: Ausdauernd, Balance, Flink, Gut Aussehend, Hitzeresistenz, Hohe Lebenskraft, Resistenz gegen Gifte, Schlangenmensch, Schutzgeist, Wohlklang / Angst vor Reptilien, Kälteempfindlich, Meeresangst, Rachsucht, Raumangst, Vorurteile
  • Ungeeignete Vor- und Nachteile: Adelig, Adelige Abstammung, Adeliges Erbe, Amtsadel, Hitzeempfindlich, Krankheitsanfällig, Lichtempfindlich, Verbindungen / Einbeinig, Glasknochen, Goldgier, Krankhafte Reinlichkeit, Kurzatmig, Nachtblind, Schulden, Unfähigkeit (Natur), Unstet
  • Talente
    • Kampf: Bogen oder Wurfspeer +2, Dolche +1, Raufen +1, Ringen +2
    • Körper: Klettern +2, Körperbeherrschung +2, Schleichen +1, Schwimmen +1, Selbstbeherrschung +2, Sich Verstecken +1, Sinnenschärfe +1, Tanzen +2
    • Gesellschaft: Menschenkenntnis +1
    • Natur: Fährtensuchen +1, Fallenstellen +1, Orientierung +3, Wildnisleben +3
    • Wissen: Sagen/Legenden +2, Pflanzenkunde +2, Tierkunde +2
    • Schriften/Sprachen: Muttersprache Ipexco
    • Handwerk: Feuersteinbearbeitung +3, Heilkunde Gift +1, Heilkunde Wunden +1, Holzbearbeitung +3, Lederarbeiten +1
  • Sonderfähigkeiten: Kulturkunde (Ipexco)

Verpflichtende Varianten

Eine der nachfolgenden Varianten muss gewählt werden. Die Werte gelten zusätzlich zu den oben genannten:

Dschungelstamm (16 GP)

  • Talente
    • Kampf: Hiebwaffen +2, Speere +2
    • Körper: Klettern +1, Schleichen +2, Sich Verstecken +2, Sinnenschärfe +3, Zechen -2
    • Natur: Fährtensuchen +2, Wildnisleben +2
    • Wissen: Pflanzenkunde +1, Tierkunde +2
  • Sonderfertigkeiten: Dschungelkundig

Küstendorf (16 GP)

  • Talente
    • Kampf: Dolche +1, Speere +2, Zweihand-Hiebwaffen +2
    • Körper: Schwimmen +3
    • Natur: Fischen/Angeln +3
    • Schriften/Sprachen: Sprache Kennen [Parnhai oder Sanskitarisch] +3
    • Handwerk: Boote fahren +3
  • Sonderfertigkeiten: Meereskundig

Bergdorf (15 GP)

  • Talente
    • Kampf: Hiebwaffen +2, Schleuder +2
    • Körper: Klettern +3, Körperbeherrschung +2
    • Natur: Fährtensuchen +1
    • Wissen: Pflanzenkunde +1
  • Sonderfertigkeiten: Gebirgskundig
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