Kurotan

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Achtung! Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Es existiert noch eine gleichnamige Stadt Kurotan.

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Nahe dem Zentrum des rakshazarischen Kontinents, östlich von Amhas und Aschewüste gelegen, erstreckt sich − zwischen der Wüste Lath im Osten, den Bergen des Artachs im Norden und den Hängen des Yal-Hamat im Süden − das Reich Kurotan. Die hier lebenden Barbaren nennen ihre Heimat das «Land der tausend Herrscher» oder auch das «Land der tausend Helden».

Unzählige Mythen und Erzählungen ranken sich um die Vergangenheit dieser geheimnisvollen Region. Alles begann den Legenden nach mit dem Erscheinen Kuros des Unerschrockenen, eines Broktharkriegers und sterblichen Bastards des Gottes Ingror. Dieser Held vergangener Tage erwarb sich in blutigen Schlachten und durch eine Reihe übermenschlicher Heldentaten großen Ruhm. Viele der wilden Völker der fernen Vorzeit verehrten ihn und eiferten seinen Tugenden − Wagemut, Streitlust, Willensstärke und Zähigkeit − nach. Der unter den Sterblichen wandelnde Halbgott einte viele Stämme und Sippen und lehrte sie die Vorteile des gemeinsamen Kampfes gegen die unzähligen Gefahren Rakshazars. Schließlich erhoben die wilden Völker der Steppe Kuros zum Gottkönig des von ihm neu geschaffenen Reiches, das sie − ihm zu Ehren − Kurotan nannten.

Land und Klima

Kurotan ist ein karges Land. Vier Fünftel seiner Fläche sind trockenes Grasland, steinige oder salzige Wüsten, dürre Savannen oder von Schluchten zerklüftete Felslandschaften. Trostlos ziehen sich weite, grasbewachsene Ebenen und kahle Hügelketten dahin. Steinerne Ausdehnungen treffen auf schroffe Felsinseln, umringen weite Tiefebenen oder wechseln sich ab mit staubigem Hochland. Nur wenige knorrige Bäume − vereinzelt oder in kleinen Gruppen − wachsen in dieser Einöde. Umso glücklicher sind die Kurotaner über das letzte Fünftel ihres Landes. Relativ zentral gelegenen erstreckt sich eine Region fruchtbaren Ackerlandes, das den hier lebenden Siedlern landwirtschaftliche Nutzung erlaubt. Auch das Holz der Wälder im äußersten Süden des Landes, sowie die wilden Gärten der obskuren Quamur-Bäume stellen für die Siedler eine wahre Goldgrube dar.

Die Klimaverhältnisse in den Steppen sind äußerst wechselhaft. So schwankt die Temperatur zwischen subtropisch warm (aufgrund der Winde aus der nahen Aschewüste oder der Wüste Lath) und beißend kalt (wenn der Wind aus den eisigen Ebenen des Nordens bläst). Während im Sommer selbst nachts die unerträgliche Hitze kaum nachlässt, stürzen die Temperaturen in Frühjahr oder Herbst tückischerweise je nach Windrichtung, bis auf den Gefrierpunkt oder auch mal deutlich darunter. Nur wenn gelegentlich einmal Luftmassen aus den warm-gemäßigten Regionen von Amhas hierher in den Norden getrieben werden ist die Temperatur angenehm zu nennen. Ergebnis dieser unbeständigen Wetterverhältnisse sind unzählige extreme Wetterphänomene, wie unerbittliche Stürme, extrem starke Gewitter, spontane Wolkenbrüche oder lang anhaltende Dürreperioden. Am gefürchtetsten sind allerdings die Aschestürme, die - von der Aschewüste her kommend - als schwarze Staubwände über das Land rollen und ihre giftige, halluzinogene und körperlich entkräftende Last über das Land verteilen.

Fauna

Trotzdem besitzt Kurotan eine vielfältige und vor allen Dingen räuberische Fauna. Nahrungsgrundlage aller Fleischfresser sind die sich durch bebenden Boden und mit donnernden Hufen ankündigenden, riesigen Prärie-Yak Herden, die über die Weiten des kargen Graslandes hin- und herziehen. Im Schutz der Gräser leben viele absonderliche Kleintiere. Die hasenartigen Grablöffler etwa buddeln regelrechte Fallgruben für den Beutefang, so dass man stets darauf achten sollte, wo man seinen Fuß hinsetzt. Aufmerksamkeit verlangen aber auch die Gifttiere, wie etwa der Sultanskorpion oder die Peitschenviper, die zwar auch in der Steppe leben, besonders oft aber in der östlichen Savanne zu finden sind. Als besonderes Kuriosum sei die kurotanische Flugviper genannt, die sich mit ihren ledrigen Schwingen überraschend aus den Wipfeln von Bäumen oder von Felsformationen herab auf ihre Opfer herabstürzt. Auch das Drehhornhörnchen (eine Eichhörnchenart mit Hörnern), sowie die Blutelster, die sich zunächst friedlich und zutraulich gibt, bevor sie ihre Opfer urplötzlich aufs aggressivste attackiert, können als weitere Seltsamkeiten der örtlichen Tierwelt verbucht werden. In den trockensten Steppenregionen überleben neben einigen wenigen Echsenwesen (Klippenechse ZB 122, Scheinbaslilisk ZB 166) höchstens noch Trogglinge, Skorpione und Ratten. Als typisches Jagdwild kommen in Kurotan die großen Rinderartigen − Prärie-Yaks und Amhasbullen -, sowie Schwarzböcke und Donnerantilopen in Frage. Natürlich finden sich auch in dieser Region riesenhafte Vertreter der rakshazarischen Fauna, die von aggressiven Pflanzenfressern, bis zu reißenden Räubern und übergroßen Bestien reicht. Tiere dieser Kategorie sind der drei Schritt große, menschenjagende Ascheoger, der einem Riesenleguan ähnelnde Gigantoguan, der vier Schritt große, in Herden auftretende Mogosh (orkisch auch «M’Ogosch»), der gefürchtete Boworwolf, der mit Knochenplatten, Stacheln und einer knöchernen Schwanzkeule bewaffnete Knochenwüter, sowie die aufrecht auf zwei Beinen gehenden Rammschädel, eine Riesenechsenart deren herausragendstes Körpermerkmal namensgebend ist.

Flora

Auch die Flora Kurotans beinhaltet einige interessante Merkwürdigkeiten. So findet man im zentral gelegenen, fruchtbaren Grasland die Titanengräser, eine schnellwüchsige, sehr beständige und anspruchslose Grassorte, deren Halme − gegenseitig aneinander halt suchend − bis zu sieben Schritt hohe «Grastürme» bilden. Eine Variante des Titanengrases ist das etwas kleinere, bis zu fünf Schritt hohe, dichte «Wälder» bildende Hünenhalmgras, von dessen Beständen sich weite Teile der kurotanischen Tierwelt angezogen fühlen. Beeindruckend für jeden Reisenden, der die Weiten Kurotans durchquert, dürften die einzeln anzutreffenden Quamur-Bäume sein. Diese gewaltigen Gewächse schlängeln sich zu Beginn ihres Lebens als viele Schritt lange, aus dem Erdreich ragende Wurzeln über den Boden, um sich dann dutzende Meter entfernt erneut einzugraben. Aus diesem Spross erwachen in späteren Jahren dann die gewaltigen, torbogenartigen, nur wenige, spärliche Äste tragenden Bäume, die an ihrer höchsten Stelle bis zu zwölf Schritt weit in den Himmel ragen. Ein wahrhaft beeindruckender Anblick.

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