Lath (Wüste)

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Knapp hundert Meilen nördlich der Blutigen See im Südosten Rakshazars breitet sich die unbarmherzige Wüste Lath aus. Über 1000 Meilen weit nichts als Sand, steinige Ödnis und ausgetrocknete Salzebenen, so weit das Auge reicht. Es heißt, die Wüste Lath sei nicht auf natürlichem Wege entstanden, sondern ein düsterer Gott würde dem Land kontinuierlich Lebensenergie entziehen und es so zur toten Wüste werden lassen. Zur Zeit des Kataklysmus soll das Gebiet der heutigen Wüste eine einzige Grasebene, über die Herden von Dreihörnern zogen, und die Vorfahren der Xhul, die Xhalori, reich und satt gewesen sein. Doch das Klima begann, sich zu ändern und das Land zu sterben. Legenden der Xhul zufolge werden die alten Zeiten wiederkehren, wenn ihre Göttin Janga-Rumata aus ihrem Kerker befreit und der dunkle Gott besiegt ist. Unter der Wüste gibt es enorme fossile Wasservorkommen, die jedoch zu tief liegen um dem Leben der Oberfläche zu nützen. Die große Metropole Teruldan lebt davon, dieses Wasser an die Oberfläche zu pumpen. Die Teruldani beanspruchen dementsprechend auch für sich, die Wüste Lath zu beherrschen. Aber das zivilisierte Händlervolk irrt, wenn es glaubt die uneingeschränkte Macht über die abertausenden von Quadratmeilen rotem Sand, Felsen und Salzkruste in ihren Händen zu halten. Die wahren Herren der Wüste sind die wilden Xhulstämme, die den Karawanen und Patrouillen der Teruldani zusetzen, wo immer sie können. Im Norden gibt es zudem einige Orkstämme, die ähnlich wie die Xhul teils als Nomaden und teils als Wüstenräuber ihr Dasein fristen. Im äußersten Süden der Wüste beansprucht die Freistadt Yal-Kalabeth einen schmalen Streifen Sand und Geröll für sich.

Land und Klima

Kaum jemand weiß, was mörderischer ist: Die grauenhafte, flimmernde Hitze bei Tag, die eisige Kälte bei Nacht oder die Trockenheit die jeden Tropfen Flüssigkeit geradezu aufsaugt. Wenn die Sonne aufgegangen ist, wird es innerhalb kürzester Zeit so heiß, dass der kochendheiße Sand einem die Fußsohlen zu verbrennen droht und der Schweiß in Strömen fließt. Nachts dagegen ist es so kalt, dass es schon mal vorkommen kann, dass einem das Wasser in den Schläuchen gefriert. Regen gibt es kaum, und selbst wenn es einmal regnet, saugt der knochentrockene Boden die Flüssigkeit mit geradezu überderischer Geschwindigkeit auf und ist kurz danach schon wieder so trocken wie zuvor. Vielerorts gilt die Wüste Lath als Inbegriff der Eintönigkeit, aber das ist ein Trugschluss. Auch wenn der Großteil der Lath tatsächlich aus dem berüchtigten rötlichen Sandmeer besteht, gibt es in der Wüste doch durchaus auch noch andere Landschaftsformen. Im nordöstlichen Bereich der Lath liegen die Salzebenen, die Legenden zufolge durch das Austrocknen eines kleinen Binnenmeeres entstanden sind. Obwohl diese Gegend zu der lebensfeindlichsten der gesammten Wüste zählt, ist sie für etliche Nomadenstämme eine Quelle des Reichtums, denn das kostbare weiße Gold lässt sich im Süden für viel Geld an den Mann bringen. Im Zentrum der Wüste, nahe Teruldan, finden sich die Überreste eines uralten Sandsteingebirges, die vom Wind zu phantastischen Türmen und Steinbögen geschliffen wurden. Dort, wo das Grundwasser nahe an der Oberfläche liegt, finden sich auch mit dornigen Büschen überwucherte Savannen.

Fauna

Die Tierwelt der Wüste Lath hat sich an die extremen Umstände angepasst. Schlangen, kleine Echsen, Wüstenspringmäuse, Erdmännchen oder Nacktmule sind die am häufigsten anzutreffenden Tiere. Am bekanntesten sind jedoch die in Herden lebenden Knochenwüter, die durch die Wüste streifen und sowohl den Teruldanern, als auch den Xhul als genügsame Nutztiere dienen. Unangefochten ist die Stellung dieser Tiere als Könige der Wüste jedoch nicht. Auch Raubsaurier leben in der Wüste Lath und halten sich an den Knochenwüterherden schadlos. Die wenigen Gigantoguane versetzen ganze Nomadenstämme in Angst und Schrecken und auch die weiter verbreiteten Segelechsen sind für Menschen brandgefährlich. Die Xhul sollen schattenhaften Gerüchten zufolge gelernt haben, junge Gigantoguane zu kontrollieren und als Kriegsbestien einzusetzen.

Flora

Nur wenige Pflanzen können in dieser feindlichen Umgebung existieren. Das wenige Grün, das hier zu sehen ist, stammt von trockenen Flechten, bizarren Kakteen oder stacheligen Dornenbüschen. An den äußeren Rändern der Wüste finden sich aber auch freundlichere Gebiete von mit dürrem Gras bewachsenen Savannen. In den wenigen Oasen der Wüste Lath hingegen blüht das Leben geradezu auf und weist ähnliche Charakteristika wie die saftig grünen Dschungel des Südens auf.

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