Ribukan (Stadt)

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Ribukan – einstmals stand dieser Name für die mächtigste aller Sanskitarenstädte. Aber diese Zeiten scheinen ein für allemal vorbei zu sein. Ribukan, am Gelben Meer gelegen, ist ein Knotenpunkt diverser Handelsrouten. Früher einmal wurde der Handel zwischen den Jominischen Inseln und dem Festland fast ausschließlich über Ribukan abgewickelt. Die Gebäude der Stadt schmiegen sich malerisch in die kleine Bucht von Ribu-Yassaf, die einen natürlichen Hafen bildet. Fische gibt es in den Gewässern vor Ribukan haufenweise und der schmale Landstreifen hinter der Stadt ist eines der wenigen Gebiete der ribukanischen Halbinsel, das intensiven Ackerbau erlaubt. Überall sonst ist der Boden zu sumpfig, zu felsig oder aber fest in den Krallen des schlangenverseuchten Urwaldes.

Ribukan könnte einer der wenigen, wirklich angenehmen Orte des Rieslandes sein, doch die Götter haben anders entschieden. Noch vor 10 Jahren, als Sultan Sabu-Amin aus dem edlen Hause der Djiassamiden, über Ribukan herrschte, sahen die Dinge nicht schlecht aus. Die Stadt war reich und mächtig, die Geschäfte mit dem Inselvolk liefen gut und die starke Armee des Sultans hielt die blutrünstigen Ipexco hinter den Bergen, dort wo sie hingehören. Sabu-Amins einzige, größere Schwäche war die Fleischeslust. Sein Harem war riesig und bot weit über 300 Nebenfrauen und Konkubinen Unterkunft. Eines Tages, kam es wie es kommen musste. In einer lauen Vollmondnacht waren plötzlich verzweifelte Klagerufe aus den Frauengemächern des Palastes zu hören. Der alte Sultan hatte sich beim Liebesspiel überanstrengt. In den Armen seiner drei jüngsten und liebsten Konkubinen verschied er entkräftet. Nach dem Tod des alten Sabu-Amin brachen in Ribukan die Niederhöllen los.

Der Sultan hatte weit über 200 Kinder hinterlassen, von denen theoretisch, nach dem alten Erbrecht, jeder Sohn erbberechtigt war. Sabu-Amin hatte seinen Nachfolger zu Lebzeiten niemals bestimmt und auch kein Testament hinterlassen. So kam es, dass knapp 100 Prinzen gleichzeitig Anspruch auf den Thron von Ribukan erhoben. Zunächst wurde noch versucht, die Sache rechtlich zu klären, aber bald begann das Intrigieren und Morden. Zuerst gab es hier und da einen kleinen Giftmord oder gedungene Meuchler drangen in die Gemächer des Opfers ein, um es zu erdrosseln oder zu erdolchen. Die Situation war mehr und mehr von Paranoia geprägt, bis die (mittlerweile nur noch 40) Prinzen beschlossen, nunmehr offen und mit allen Mitteln gegeneinander vorzugehen. Sie scharten kleine Söldnertruppen um sich und zogen gegen ihre Konkurrenten zu Felde. Dieser Zustand hat bis heute Bestand. Das einstmals mächtige Ribukan ist enthauptet, die Grenzverteidigung ist so gut wie nicht mehr vorhanden und viele Reisfelder liegen brach. Zwar haben sich die Prinzen wenigstens dahingehend einigen können, dass die Stadt Ribukan selbst neutrales Gebiet ist, und im Belagerungsfalle auch gemeinsam verteidigt würde, aber dafür verläuft der Bürgerkrieg in den Sümpfen und Dschungeln der restlichen ribukanischen Halbinsel umso blutiger. Da sich die einzelnen „Sultane“ kaum mehr um die äußeren Grenzen scheren, wundert es nicht, dass sich im Norden ein alter Feind wieder regt.

Die Ipexco haben den Ribukanern die Zeit der Unterdrückung nicht verziehen und üben nun grausame Rache an den im Norden liegenden ribukanischen Dörfern. Wer wirklich hinter dem ganzen Chaos in Ribukan steckt, ist unbekannt. Sicher ist nur, dass die Herrinnen der schwarzen Pagode von Angangkor, einer überwucherten Ruinenstadt im Süden der Halbinsel, wieder an Macht gewonnen haben. Die geheimnisvollen Nagah, sanskitarischen Legenden nach unsterbliche Chimärenwesen mit dem Oberkörper eines Menschen und dem Unterleib einer Kobra, werden von den Ribukanern von Alters her als Wunder wirkende Orakel und Gesandte der Göttin H´Shesshivan verehrt. Heute suchen fast alle Prinzen den Rat der Nagah und viele laufende Militäraktionen beruhen auf Strategien der Schlangenwesen. Was die Nagah mit ihren widersprüchlichen Prophezeiungen und Ratschlägen wirklich vorhaben, ist unbekannt. Die Prinzen sind viel zu sehr auf sich selbst konzentriert, um hinter den Intrigen der Nagah irgendeinen höheren Plan zu vermuten. Ein Schlüsselelement im Krieg um Ribukan ist die legendäre schwimmende Festung der Stadt. Die Sanskitaren verfügen nur über drei dieser wundersamen, steinernen Kriegsschiffe aus der Zeit vor dem Weltenbrand. Ribukans Festung wurde stets als ultimatives Machtinstrument zur Kontrolle der Stadt genutzt. Einzig Sabu-Amin der Weise verzichtete seinerzeit darauf, die Elendsviertel seiner eigenen Stadt dann und wann zwecks Einschüchterung mithilfe der Festung einzuäschern. Auf dem höchsten Turm der Festung befindet sich ein riesiges Katapult, mit dem man äußerst präzise, selbst weit entfernte Ziele mit brennenden Feuerkugeln beschießen kann. Unglücklicherweise ist die magische Krone, mit der die Festung gelenkt wird, seit dem Tode des alten Sultans spurlos verschwunden und so suchen seine zerstrittenen Erben fieberhaft nach dem Artefakt...

Offizielle Quellen

  • Artikel in der Wiki-Aventurica: Ribukan
  • Die Welt des Schwarzen Auges Seite 103
  • Efferds Wogen Seiten 51, 189 (gleicher Text wie in Blutige See)
  • Geographia Aventurica Seite 99
  • Im Bann des Diamanten Seite 68
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