Ryscca

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Zweifellos ist Ryscca etwas ganz Besonderes unter den Städten der Nagah. Vor drei Jahrhunderten entstand in weniger als einem halben Jahrzent am Osthang des erloschenen Vulkans Ryscca-Pyr, zu dessen Füßen der Driadt entspringt, eine geometrisch perfekte Stadt. Von ihrem Zentrum aus, der Pagode des Gottes Pyr’ Dakon, windet sich die einzige Straße der Ansiedlung spiralförmig den Hang hinab. Alle 333 Schritt öffnet sie sich zu kleinen Plätzen und endet schließlich an der östlich gelegenen "Schlangenpforte", dem einzigen Tor der Stadt. Neben der Pagode, die über und über mit vergoldeten Schindeln bedeckt ist (der Überlieferung nach soll dies die Farbe der Schuppen des drachengestaltigen Gottes sein) ist eben jenes Stadttor der architektonische Höhepunkt der Stadt. Das Gebäude, in dessen Inneren auch der Tempel der H'stsiva untergebracht ist, ist wie das Maul einer Schlange geformt und mit grünen, blauen und roten Kacheln, die Dank verschiedener, alchimistischer Tinkturen intensiv glänzen, verkleidet. Die gleichen farbigen Kacheln bedecken auch die Straßen der Stadt, so dass ein Besucher das Gefühl hat, auf dem Rücken einer riesigen Schlange zu wandeln. Tor und Straße sind verhältnismäßig neu, sie wurden erst vor knapp zehn Jahren gebaut.

Ryscca ist auch als Stadt der Magie bekannt. Nahe der Pagode haben sich dutzende Su'Ruhya niedergelassen. Die hiesige Schule der Hy'Chaia, die bis vor sieben Jahren noch in der Pagode selber untergebracht war und jetzt gleich rechts neben dem Stadttor liegt, geht gar auf die Gründer der Stadt, die 24 Mächtigen, zurück, welche damals aus Angankor auszogen um im unwirklichen Urwald Ribukans die "perfekte Stadt" zu gründen. Dass eben jene Pioniere in Wirklichkeit vom Priesterrat Angankors verbannt worden waren, weil sie den Lehren des Pyr’ Dakons näher standen als denen der H'stsiva, wird heute in Ryscca tunlichst verschwiegen; vor allem weil man seit etwa einem Jahrzehnt wieder intensiv die Nähe zur Hauptstadt sucht und sogar den neuen H'Stsivatempel im Satdtor, die Prachtstraße und die neue Schule der Hy'Chaia gespendet hat um sich, symbolisch, wieder unterzuordnen. Dass dieser Versuch der Anbiederung seinen Ursprung in der Angst vor den immer aggressiver werdenden Sirdakstämmen der Umgebung hat, ist ein offenes Geheimnis. Warum die Waldechsen allerdings so aggressiv sind, weiß man wohl nur in der Schwarzen Pagode.

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