Sseleuhaan

Aus Rakshazar-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


Am südlichsten Punkt des Kontinents, eingebettet in gewaltige Mangrovenwälder, liegt Sseleuhaan, der einzige Seehafen der Nagah. Den Legenden nach ist Sseleuhaan der Ort, an dem die Schlangenleibigen erstmals riesländischen Boden betraten. Die Stadt besteht aus zwei Teilen: Dem Zentrum, einem aus schweren Steinblöcken gemauerten, trapezförmigenn, künstlichen Hügel, auf dem die wichtigsten Gebäude, wie etwa die Pagoden der H'Stsiva, des H'Shinxio und die Garnison, sowie die Wohnhäuser der meisten Nagah stehen, sowie den Mangrovenhafen, auf dessen Bäumen Sirdak leben und in dessen Hafenbecken, das ständig vom vordrängenden Mangrovenwald freigehalten werden muss, die Thaluk und Hausflöße der Sanskitaren ankern. Denn heutzutage machen die Nagah nicht einmal mehr die Hälfte der Stadtbevölkerung aus. Den größten Anteil bestreiten die Waldechsen, die die Nagah einst hierher holten, damit sie die Hafeneinfahrt frei halten. Die Mangrovenwälder drohen nämlich beständig die schmalen Wasserrinnen zurückzuerobern. Außerdem findet man erstaunlich viele freie Menschen: Händler der Sanskitaren, die ihre Waren nur über Sseleuhaan in das Reich der Nagah bringen können, da alle anderen Städte tief verborgen in den Sümpfen Ribukans liegen.

Das Herz der Stadt ist der kleine Tempel der H'Stsiva, der von sich behaupten kann das älteste, noch intakte von Nagah errichtete Gebäude ganz Rakshazars zu sein. Ein weiteres Kuriosum der Stadt ist die Garnison der örtlichen Legion, die zur Gänze aus Marusöldnern besteht. Selbst der Priester des örtlichen H'Shinxio-Tempels ist ein Maru, ein Umstand den man in Angankor lieber totschweigt. Die Nagah der Stadt sind hauptsächlich Ybb'Izai, also Fernhändler die die Waren von hier aus durch den Dschungel transportieren.

Kontrolliert wird die Stadt von den Thin'Chha-Gelegen Ccazzarac und Sessila, von den einen aufgrund ihres Reichtums und ihres Handelsmonopols, von den anderen, weil sie die Herrschaft über die Garnison fest in ihren Händen halten und zudem die Waldechsen kontrollieren. Stets spinnen sie Intrigen gegeneinander, um die alleinige Vorherrschaft über die Stadt zu erringen. Zusammenhalt zeigen ihre Mitglieder nur, wenn es um die Unabhänigkeit Sseleuhaans geht, und gemeinsam lassen sie selbst die örtlichen H'Stsivapriesterin nach ihrer Pfeife tanzen, ein weiterer Umstand der in Angankor für verschnupfte Gemüter sorgt.

Die interessanteste Einrichtung des Hafens ist das Tempelschiff der Meeresgötter. Das fremde Volk der Stadt brachte auch seine Götter mit. Da die Priesterschaft der H'Stsiva den Bau von Tempel fremder Götter verboten hat, wichen die Gläubigen, allem voran die der Götter des Meeres, auf ein vor Anker liegendes, abgewracktes Handelsschiff aus. Seit dieser Zeit beten die Gläubigen von Kr'Thon, Tlalclatan, Bel-Sholairak, Numinoru, Uzhuch, Prahini und Shesal abwechselnd auf dem Schiff, und werfen ihre Opfergaben über Bord. Will man an den Feierlichkeiten teilnehmen, sollte man sich vorher im Hafen erkundigen, welche Glaubensgemeinschaft gerade das Nutzungsrecht hat.

Meine Werkzeuge