Sumutul

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Sumutul Sumutul – die Stadt der Riesen kann gar nicht all den unterschiedlichen Bildern gerecht werden, die in den unzähligen Berichten der Entdecker und Geschichtenerzähler von ihr gemalt werden. Der Reisende ist möglicherweise enttäuscht, wenn er die „Stadt“ in der zerklüfteten Felsregion am Rand der Drachenberge zunächst gar nicht als solche erkennt, denn Riesen bauen keine gewöhnlichen Häuser und haben keine Verwendung für Straßen. Häuser aus dünnen Wänden zum Schutz vor Witterungseinflüssen aufzubauen, käme keinem Riesen in den Sinn. Künstliche Wände, und seien sie aus noch so stabilem Material, halten die Söhne der Giganten für einen nicht ausreichenden Schutz gegen die Widernisse ihrer Umgebung, weshalb sie ihre Unterkünfte lieber in Höhlen aus massivem Fels einrichten. Straßen halten sie schlicht für nicht notwendig: Welches natürliche Hinderniss sollte ihr vornakommen schon ernsthaft erschweren? Dennoch kann man bei genauerem Hinsehen auch das ein oder andere oberirdische Bauwerk finden – gewaltige Stelen beispielsweise, zusammengefügt aus Bäumen, Schieferplatten und den Knochen riesiger Tiere und Drachen. Sie geben einen Hinweis auf die ungefähre Lage der Stadt. Aber das muss noch lange nicht bedeuten, dass man auch einen ihrer gefürchteten Bewohner zu Gesicht bekommt. Die wenigen Riesen, die dauerhaft in der Stadt leben, halten sich größtenteils innerhalb der Berge auf: In den von den Händen ihrer Ahnen geformten, weiträumigen Höhlen, in denen Felsvorsprünge und aus dem Stein gehauene Sockel und Tische das Mobiliar bilden, haben sie ihre „Werkstätten“ eingerichtet. Dort lagern Handwerkserzeugnisse, die längst untergegangenen Völkern versprochen waren. Die ältesten Bewohner der Höhlen geben nur einmal alle hundert Jahre in einem langwierigem Ritual geheimes Wissen über das kulturelle und spirituelle Erbe ihres Volkes an einige wenige ausgewählte Jungriesen weiter, welche dann nach der Zeremonie den Platz ihrer Lehrer einnehmen. Dieser Ritus gehört zu den heiligsten Bräuchen der Riesen, und zu seiner Durchführung sind nur die unmittelbar Beteiligten zugelassen. Die Erneuerung der alten Gemeinschaft, die einige Riesen herbeiführen wollen, ist noch Äonen entfernt, was die Unsterblichen aber nicht davon abhält, ihr Vorhaben langsam und beständig weiter voranzutreiben. Die Basis dieser Gemeinschaft bildet das Wissen um die Kraft der Stelen, welche die Stadt vor Drachen beschützen und fortwährend erneuert werden müssen. Doch nicht nur Riesen leben in den Hallen von Sumutul: In den Wandverzierungen, in den Nischen und Ecken, ja teilweise sogar in den „Möbeln“ selbst haben sich die „Ratten“ niedergelassen: Verlorene Seelen, die von der Hand in den Mund leben. Die Riesen häuten und verarbeiten in ihren Höhlen die größten Tiere des Landes, und die Ratten versuchen, so viel von deren Fleisch wie nur möglich für sich beiseite zu schaffen, bevor es von den Riesen roh verpeist wird. Die „Ratten“ setzen sich aus Mitgliedern aller nördlichen und westlichen Völkern zusammen, die kleiner als Trolle sind. Es ist der einzige Ort im Ödland, wo auch schwächere Wesen überleben können, denn hier zählen allein Schnelligkeit und Ortskenntnis. Am wertvollsten aber ist die Fähigkeit, eine starke Gemeinschaft aufzubauen, was bei den vielen Irren und ausgestoßenen Individualisten nicht einfach ist. Einem seltsamen Propheten namens Sirek gelingt es in letzter Zeit jedoch zunehmend mehr Anhänger um sich zu scharen, ist sein Gespür für das Verhalten der Riesen doch sehr vorteilhaft für das Überleben seiner "Gemeinde".

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