Uxmatl

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Die ehemalige Hauptstadt des einstigen Ipexco-Reiches ist zugleich die größte und die älteste Stadt der Ipexco. Ursprünglich wurde sie von Marus bewohnt. Ob sie auch von diesen erbaut wurde oder ob sie eventuell sogar noch sehr viel älter ist, ist bis heute ungeklärt. Visionen verschiedener Sumacoatlpriester führten einst die Ipexco ins heutige Tal der Tempel. Sie vermuteten das heiligste Artefakt ihrer Gottheit in der Hauptpyramide der damaligen Marustadt. Nach zähen Kämpfen, welche vor allem die Ipexco mit viel Blut bezahlten, gelang es die Marus aus der Stadt zu vertreiben und die Priester entdeckten in der großen Pyramide tatsächlich das „Herz Sumacoatls“. Das Herz und die Pyramide wurden zum Zentrum des religiösen Lebens der Ipexco und obwohl ihr Reich zerbrach und der Kult der Sumacoatl mehr und mehr an Macht verlor, gelang es der Priesterschaft ihre Stellung als Hüter des Herzens in Uxmatl bis zum heutigen Tage zu behaupten. Im Laufe der Jahrhunderte wurden in der Stadt weitere Pyramiden für das sich entwickelnde Pantheon der Ipexco errichtet. Ihr Aufbau folgte dem Vorbild der alten Zentralpyramide der Marus, auch wenn sie deutlich kleiner als diese ausfallen. Auch wurden sie nicht am zentralen Platz errichtet, sondern entlang einer langen Palaststraße, welche schnurgerade durch die Stadt direkt auf die Treppen der großen Zentralpyramide zuführt. Je älter die Kulte sind, desto näher wurden ihre Pyramiden am zentralen Platz errichtet. Direkt am Anfang der Straße stehen sich die Pyramiden des Kamaluqtl und des Totec-Xor gegenüber, gefolgt von Tarixlal und Mar´bitlo. Am Ende der Straße stehen die Tempelpyramiden der jüngsten Kulte; die Pyramide von Gor-Cutz und Ris-Otlam sowie die von Bel-Quiratl, wobei gerade die Pyramide des letzteren Kultes nicht viel mehr als ein begehbarer Schrein ist, da sich der Kult in Uxmatl nie wirklich etablieren konnte und ihm nicht viel Beachtung geschenkt wird. Palaststraße und zentraler Platz stellen dementsprechend das Zentrum des kultischen und politischen Lebens der Stadt dar. Der gewaltige Tempelkomplex bildet den Kern der Stadt und wird von einer beachtlichen Wehranlage sichtbar vom Rest der Stadt abgetrennt. Außer an den zahlreichen religiösen Feiertagen ist es jedem, der nicht zur Kaste der Priester oder Krieger gehört, untersagt die Tempelstadt zu betreten. Ein Bruch dieses TABUS wird mit dem Tod auf dem Opferstein bestraft. Außerhalb der Tempelstadt lebt das einfache Volk, streng getrennt nach Kastenzugehörigkeit, in Flachbauten aus Stein oder Lehm. Jede Kaste bewohnt dabei ein eigenes Stadtviertel, welches ebenfalls jeweils über einen zentralen Platz verfügt auf dem zu festgelegten Zeiten Märkte abgehalten werden, bei denen die Mitglieder der jeweiligen Kaste ihre Waren anbieten. Den Mitgliedern der verschiedenen Kasten ist es untersagt die Viertel anderer Kasten außerhalb dieser Markttage zu betreten. Von dieser Regelung sind nur Priester und Krieger, welche regelmäßig die Tempelabgaben von den verschiedenen Kasten eintreiben, ausgenommen. Plätze und Straßen sind aufwändig gepflastert und die Stadt wird von einer gewaltigen ca.15 Schritt hohen Wehrmauer umgeben. Die beiden einzigen Tore der Stadt haben keine hölzernen Torflügel, sondern eine 1 Schritt dicke und 6 Schritt durchmessende runde Steinplatte, welche im Fall von Gefahr vor die Toröffnung gerollt und dort fest verankert werden kann. Auch das Tor der Tempelstadt ist genauso aufgebaut. Die Aufgänge zu den Mauern der gesamten Wehranlage befinden sich ausschließlich innerhalb der Tempelstadt, deren Mauern mit denen der äußeren Wehranlage über Hängebrücken verbunden sind. Die einzelnen Tore können nur von der Wehranlage aus geschlossen bzw. geöffnet werden. Sowohl für den Bau der Pyramiden als auch für die Wehranlage wurden große Steinblöcke aus dem nahen Gebirge herangeschafft und individuell so angepasst, dass sie sich ohne Mörtel perfekt ins Gemäuer einfügen lassen. Diese Methode ist zwar extrem aufwendig und nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, doch die so entstandenen Mauern aus ineinander verzahnten, massiven Steinblöcken sind extrem Widerstandsfähig gegenüber allen Arten von Gewalteinwirkung. Außerhalb der Wehranlage existieren zahlreiche Bauerndörfer, deren Bewohner den Dschungel roden und für Landwirtschaft nutzbar machen. Diese Dörfer versorgen die Stadt mit Lebensmitteln, die auf dem einzigen ständigen Markt der Stadt angeboten werden, der sich direkt an das Haupttor anschließt. Im Gegenzug dürfen sich alle Bauern bei Gefahr in die schützende Wehranlage der Stadt flüchten. Diesem Grundaufbau aus Tempelstadt, Kastenvierteln und Wehranlage folgen eigentlich alle von den Ipexco später errichteten Städte. Politisch hat sich seit den Gründertagen der Stadt (die Ipexco sehen die Eroberung Uxmatls als Gründung an) nicht viel geändert. Abgesehen davon, dass sich die Anzahl der anderen Kulte erhöht hat, verfügt die Priesterschaft der Sumacoatl hier immer noch über das entscheidende Stimmrecht im Priesterrat. Dieser tritt an einer Steintafel mitten auf dem Zentralplatz zusammen. Am Kopfende des langen Tisches sitzt stets der Hohe Priester der Sumacoatl, während die anderen Hohepriester entsprechend der Lage ihrer Pyramide an der Tafel Platz nehmen. In letzter Zeit wird der steigende Einfluss des Tarixlalkultes von den Priestern der Sumacoatl mit wachsender Sorge beobachtet. Anders sieht es beim Kult des Totec-Xor aus; auch dieser erfreut sich regen Zulaufs, wird jedoch weniger misstrauisch beäugt, steht er doch fest an der Seite der Sumacoatlpriester.

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