Xhoulajambo

Aus Rakshazar-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


Zu Füßen des Gyoi liegt Xhoulajambo, die Stadt der Xhoula, die in vielerlei Hinsicht einmalig in Rakshazar ist. Sie ist die einzige riesländische Stadt, die von den Xhul gegründet wurde, besitzt eine einmalige Architektur, eine große Bevölkerung, und eine einzigartige Kultur. Von hier aus brechen Karavanen zur letzet Etappe nach Kithorra auf, um von dort - reich mit Seide beladen - wieder zurückzukehren. Von hier aus wird Salz in den Westen verkauft und hier werden Gold und Edelsteine, vor allem Saphire, abgebaut. Alle Gebäude der Stadt wurden aus Lehmziegeln errichtet, die zusätzlich mit Stroh, Knochenresten und Leinenfetzen stabiler gemacht wurden. Ihre Mauern werden außerdem mit feuchtem Lehm "verkleidet", so dass sie aus der Entfernung aussehen, als währen sie aus einem Guss gefertigt worden. Die einzelnen Etagen der Häuser ruhen auf massiven Balken, deren Enden seitwärts aus den Gebäuden heraus ragen. Diese Balken können aus Holz, dass an der Ostseite des Gebirges geschlagen wurde, oder aus Knochen sein, wobei bei letzteren die Knochen der Mata-Mata die begehrtesten, aber auch die teuersten und seltensten sind. Die Balkenenden der Häuser der Inkosi werden reich mit Blattgold verkleidet und mit Saphiren verziert, so dass sie schon von weitem im Licht der Sonne glänzen. Der Großteil der Gebäude in Xhoulajambo, vor allem die der unterworfenen Nachbarstämme sind lediglich eingeschossige Hütten. Nur reiche Stammesmitglieder leisten sich einen zweistöckigen Bau. Die Amtssitze der Inkosi hingegen sind dreistöckig und der Palast des Mata-Inkosi ragt gar vier Stockwerke hoch in den Himmel. Kellerräume hingegen besitzt kein Haus.

Der Stadtkern ist von gleich zwei Mauern umgeben. Die äußere Mauer ist nur zweieinhalb Schritt hoch, besitz jedoch acht Wachtürme, die rund um die Uhr besetzt sind und zwei Tore, je eins im Norden und im Süden. Zwischen der äußeren und der inneren Mauer liegen die Hütten der unterworfenen Stämme, die vor Jahren der aggressiven Expansion der Xhoula zum Opfer fielen. Nahe des Südtores liegt die Gasthütte von Ju-Laa Yala-Cela, eine lang gestreckte, nach Osten hin offene Hütte, deren vorderer Teil als Gasthaus genutzt wird und in deren hinteren Teil der Reisende Quatier findet. Die innere Mauer besteht aus den Außenmauern der Inkosi-Amtssitze und ist gut sieben Schritt hoch. Die ersten Fenster befinden sich im dritten Stock. Die Mauerkrone ist, wie auch bei der äußeren Mauer, mit Tonscherben und spitzen Steinen gespickt. Über die beiden Inneren Tore, die den äußeren gegenüberstehen, gelangt man ins Zentrum der Stadt. Dort grupieren sich, um die Wohnsitze der jeweiligen Inkosi, die Häuser der einzelnen Xhoula-Sippen. Das Innere der Stadt ist überraschend grün, rund um die Hütten werden Gemüse und Melonen angebaut, auch die eine oder andere Palme kann man hier finden. Möglich wird dies durch unterirdische Bewässerungskanäle, die kostbares Wasser aus dem Gebirge nach Xhoulajambo leiten. In den letzen Jahren sind zwar einige der großen Kanäle eingestürzt und die Xhoula besitzen nicht mehr das Wissen, diese zu reparieren, noch ist die Wasserversorgung aber gesichert.

Den Kern der Stadt bilden drei Örtlichkeiten. Der Hof des Mata- Inkosi ist hierbei wohl die Wichtigste. In diesem vierstöckigen Bau und seinen Nebengebäuden residiert der Großkönig mit seinen 20 Frauen und deren Kindern, seinen Viehherden, Dienern und Schätzen. Der Mata- Inkosi fällt alle wichtigen Entscheidungen in Absprache mit dem Rat der Inkosi, wobei der Großkönig jedoch immer das letzte Wort hat. Wie reich dieser ist zeigt sich auch an seinen Steppenyackherden, deren Hörner vergoldet wurden. Die Nebengebäude des Palastes dienen vor allem als Lagerräume für Nahrungsmittel, aber auch für Salzplatten, Edelsteine und Goldringe, denn nach altem Gesetz dürfen diese wertvollen Waren ausschließlich im Haus des Herrschers gelagert werden. Den Goldschmieden ist es bei ihrem Leben verboten, auch nur ein Körnchen Gold nach Sonnenuntergang in Ihren Werkstätten zu haben. Fremde Händler müssen ihre Waren erst dem Mata- Inkosi vorstellen, der ein Vorkaufsrecht besitzt, ehe sie sie in der Stadt anbieten dürfen. Der Seidenhandel ist ein Monopol der Kithorrianer. Diese haben in einem, für die Stadt untypischen, fensterlosen Turm aus hellem Sandstein ihre Handelsmission eingerichtet. Der einzige Eingang zu diesem Turm befindet sich in schwindelerregender Höhe. Da die Händler nie ihren Turm verlassen, läuft der Handel und die Versorgung der Eingeschlossenen über einen großen Seilzug ab. Will man Seide erstehen, legt man seine Handelsgüter in den Korb und hofft, dass die Kithorrianer das Angebot akzeptieren. Ist dies der Fall, wird der Korb hochgezogen und mit Seidenballen gefüllt wieder herabgelassen. Oben auf dem Turm, in 20 Schritt Höhe, brennt nachts ein Leuchtfeuer. Mit welchem Brennstoff dieses Feuer betrieben wird ist den Xhoula unbekannt. Einer örtlichen Legende nach soll das Leuchtfeuer selbst in der Traumzeit sichtbar sein und bis in die Heimat der geheimissvollen Fremden leuchten. Um den Turm haben sich Reiternomaden und Orks angesiedelt, die vom Handel mit den Fremden profitieren. Die Orks bieten zudem Ihre Dienste als Wildnisführer und Söldner an. Fünf Schritt in die Tiefe und ebenso viele Schritte im Rund misst „die Grube“, die Arena Xhoulajambos. Hier werden zur Belustigung der Einwohner und unter dem ohrenbetäubenden Lärm von U-Zelas und Yakhörnern Diebe, Aufständische, vermeidliche Spione und anderes Gesocks den Segelechsen zum Fraß vorgeworfen. Auch die rituellen Kämpfe zwischen einzelnen Sippen finden hier statt. Lässt man sich sonst womöglich von der Architektur und dem Reichtum der Xhoula blenden - hier erkennt man, dass sie im Grunde doch Barbaren sind.

Der heiligste Ort der Stadt liegt fünf Tagesreisen außerhalb, im Gyoi-Gebirge: die Höhlenoase Nanbalo mit der Bodenlosen Schlucht. Einmal im Jahr pilgern die Edlen und Reichen der Stadt hierher, um ihrer Opfer, Kriegsgefangene, Jünglinge und Jungfrauen der grausamen Lath darzubringen, auf dass sie die Bewohner Xhoulajambos ein weiteres Jahr vor Hunger, Dürre und Sandstürmen verschone. Die heilige Stätte, so wie das ganze als heilig geltende Gebirge, wird von den N`Yalee bewacht. Die N`Yalee sind ein Teilstamm der Xhoula und entstanden vor fünf Generationen, als die damaligen Kwa Ipa-uGonga samt ihren Sippen in die Berge abwanderten. Dort versuchen sie, die Göttin Lath zu besänftigen und deren Einfluss von Xhoulajambo fernzuhalten. Auch heute noch werden alle Magiebegabten an diese Stämme zur Ausbildung abgegeben, so dass es in Xhoulajambo selbst nur sehr wenige, magisch Begabte geben dürfte. Eine Ausnahme stellen die Bestienmeister dar, deren vornehmste Aufgabe die Beherrschung der Mata-Mats ist. Zwei dieser riesigen Ungetüme schlummern außerhalb der Stadt und warten auf ihren Einsatz gegen die Feinde Xhoulajambos.

Die Quellen des Reichtums der Stadt sind ihre Salzfelder und die Gold- und Edelsteinminen. 20 Meilen nördlich der Stadt graben hunderte Na-Pu-Hu in tiefen, ungesicherten Löchern nach den Schätzen der Erde. Kaum ein Tag vergeht, in dem nicht ein Arbeiter verschüttet wird, weil die Wände nachgeben. Nichts fürchten diese Menschen mehr, als plötzliche Sandstürme und Regen, der hier zwar selten, dann aber umso heftiger auftritt, und die Na-Pu-Hu in ihren Löchern absaufen lässt. Gleich neben den Löchern wird das Erz verhüttet. Zum Heizen wird Dung und teuer importiertes Holz verwendet. Die Schlacke verpestet den Boden der ehemaligen Oase, in der keine Pflanze mehr wächst und kein Tier mehr lebt. Das wenige Quellwasser ist durch das Quecksilber, welches das Gold von anderen Mineralien scheiden soll, ungenießbar geworden. Nahrung muss aus Xhoulajambo geliefert werden. Edelsteine und Gold werden einmal die Woche von Kriegern des Mata-Inkosi in seinen Palast gebracht. Bei den schlechten Lebensbedingungen ist es nicht verwunderlich, dass die Na-Pu-Hu vom Stamm der Batzi die grausame Lath verehren und die finstere Göttin in blutigen Riten um ihren Beistand anflehen. Im Süden wiederum wird in einer Senke, die vor Urzeiten wohl ein Binnenmeer war, Salz gewonnen. Die rechteckigen Platten, welche die Na-Pu-Hu vom Stamm der Bouley brechen, sind im ganzen Osten des Rieslandes begehrt. In Teruldan würtzt es die Speisen des Sultans, In Amhas gehört es in jede Dreihorn-Schwanzsuppe. und die Hirten rings um die Wüste brauchen es als Lecksalz für ihr Vieh. Der Reichtum Xhoulajambos fußt in erster Linie auf dem Monopol für den Handel mit diesem "Weißen Gold".

Meine Werkzeuge