Yal-Kalabeth

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Yal-Kalabeth ist eine sanskitarische Stadt in der Region der Grünen Sichel. Sie trägt die Beinamen „die Strahlende“ und „die Glorreiche“. Dabei ist Yal-Kalabeth eines der kleineren Stadtsultanate und nicht eben das, was man reich nennen würde. Dafür ist es allerdings in anderer Hinsicht wiederum einer der wenigen Lichtblicke Rakshazars.

Geschichte: Ursprünglich war Yal-Kalabeth eine vom tulamidischen Sultan Kharibet I. gegründete Kolonie namens Yal-Kharibet. Daher sucht man die großen und fantastischen Bauwerke aus der Zeit der Altvorderen, die das Stadtbild der meisten anderen Sanskitarenstädte prägen, in Yal-Kalabeth vergebens. Der Palast der Prinzessin ist zwar groß und relativ prunkvoll, aber erst 500 Jahre alt und primitiver als vergleichbare Bauwerke in anderen sanskitarischen Ansiedlungen. Nach dem Rückzug der Tulamiden während der Dunklen Zeiten war die Stadt ein Teil des Sanskitarischen Reiches unter der Führung von Yal-Mordai und wurde nach dem Zerfall der alten Sanskitarenkultur schließlich ein unabhängiger Stadtstaat. Später wurde die Stadt erneut von Yal-Mordai erobert und Teil des Sanskitarischen Städtebundes des Zeloten Al'Hrastor. Ein Rebellionsversuch wurde vor zehn Jahren niedergeschlagen, weswegen fast die gesamte Königsfamilie getötet wurde.

Jüngere Ereignisse: Doch das Schicksal meinte es gut mit der Stadt. Die damals vierjährige, jüngste Tochter des rechtmäßigen Sultans von Yal-Kalabeth war von einem redlichen Priester der Göttin Ishma-Peraine versteckt worden und – noch gravierender: In dieser Stunde der Not betrat eine Gruppe wagemutiger Abenteurer die Stadt. Eigentlich waren die Recken nur auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht und etwas zu Essen. Aber bald schon fanden sie sich in den Kampf der geheimen Widerstandsbewegung gegen die finsteren Schergen des Hexersultans verstrickt. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Helden gelang wenig später die Revolution gegen die Besatzer. Mit Verstärkung konnten die Handlanger des Hexersultans nicht mehr rechnen, da dieser seine gierigen Finger schon nach dem Dreistromland ausgestreckt hatte und der drohende Krieg gegen das mächtige Shahana alle Ressourcen verschlang. Sultan Al-Hrastor sitzt seither in der Zwickmühle. Zu gern würde er Yal-Kalabeth abermals erobern, doch sollte er an der Grenze zum Dreistromland jemals Schwäche zeigen, wird die Armee von Shahana zuschlagen. In Yal-Kalabeth regiert nun die mittlerweile vierzehnjährige Prinzessin Nagisha. Noch immer wird sie von den Helden, deren Unterstützung sie ihre Herrschaft verdankt, beraten. Diese Helden sind Garothai, der edelmütige Ork aus Jiktistan, der seither die Armee von Yal-Kalabeth befehligt; Bruder Iapetus, der weise Mönch aus dem fernen Lande Aventurien, der einer Göttin namens Peraine dient; Mandora, die lebenslustige broktharische Kämpferin aus dem, hohen Norden und Lox´Shan, der zauberkräftige Nagah-Strategone, der mit seinem Wissen der Hexerbrut von Al-Hrastor im geistigen Duell gegenüber trat.

Momentan scheint es so, als würden die Dinge hier in Yal-Kalabeth tatsächlich bergauf gehen. Iapetus ist der Meinung, dass die Stadtgöttin Ishma mit der von ihm verehrten Peraine identisch ist und hat einen neuen Kult nach aventurischem Vorbild gegründet. Tatsächlich scheint die Verehrung der neuen Ishma-Peraine Vorteile zu bringen, denn von Jahr zu Jahr werden die einstmals kargen Ernten besser. Unter Lox´Shans Aufsicht wird in den Gerichten der Stadt nunmehr tatsächlich Recht gesprochen und Garothais strategisches Geschick sowie Mandoras inspirierende Kampfkünste halten die Schergen des Hexersultans und die wilden Ipexco von der Stadt fern. Die kleine Nagisha selbst scheint sich ebenfalls zu einer geschickten und weisen Monarchin zu entwickeln. Das Versprechen von Freiheit und Gerechtigkeit lockt viele nach Yal-Kalabeth: Entlaufene Sklaven, hungernde Bauern, Kriegsflüchtlinge und zerlumpte Wüstenbewohner - sie alle suchen ihr Glück in dieser Bastion der Hoffnung. Fast schon zu viele sind es, die Jahr für Jahr nach Yal-Kalabeth drängen. Vor den Toren der Stadt gibt es inzwischen ein riesiges, aus Zelten und Hütten bestehendes Flüchtlingslager. Neben den armen Flüchtlingen versammelt sich hier auch eine beträchtliche Menge menschlichen Abschaums. Die stetig steigende Kriminalitätsrate lässt sich inzwischen kaum mehr unter Kontrolle halten und stets drohen Seuchen auszubrechen. Aber wenigstens ist momentan noch genug Nahrung für alle da und dem Freigelassenen-Heer von Yal-Kalabeth gehen so zumindest niemals die Freiwilligen aus.

Stadtbild: Die Stadt wurde an Klippen gebaut und das Stadtgebiet ist von sehr vielen Risse und Abgründen durchzogen, die mehrere dutzend Schritt tief sind. In und auf diesen Schluchten, Spalten und Abgründen haben sich die Bewohner ihre Heime gebaut, oft abseits des Tageslichtes in Höhlen und Verwerfungen des Gesteins. Brücken und sonstige Verbindungen schaffen Übergänge zwischen den Wandseiten und Etagen des Felses.

Wirtschaft: Die unwirtliche Gegend wurde seinerzeit gewählt, um ein wichtiges Handelsgut abzubauen, ein hochwertiges Erdöl namens Nazhach. Wie durch eine offene Wunde tropft Nazhach aus dem aufgebrochenen Gestein an die Oberfläche. Der hauptsächliche Nutzen dieses Rohstoffes besteht in der Verwendung als Heizöl, denn entzündetes Nazhach brennt für längere Zeit, als es beispielsweise Pech tun würde – gibt dabei allerdings einen penetranten Geruch ab. Es kann aber auch als Dichtungsmaterial und in der Alchemie verwendet werden. Erdöl ist in Aventurien kaum bekannt und wurde somit zum riesländischen Exportschlager.

Offizielle Quellen

  • Artikel in der Wiki-Aventurica: Yal-Kharibet
  • Die Welt des Schwarzen Auges Seite 103
  • Geographia Aventurica Seite 99
  • Im Bann des Diamanten Seite 68
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