Zissme

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Bei einer Zissme (auch Huzd oder Totenhort genannt) handelt es sich um eine geheime Schatzkammer oder ein Versteck, in welchem der Besitzer seine materiellen Schätze hinterlegt, um sie nach seinem Tod bis zu seiner Wiedergeburt sicher zu verwahren. Der Glauben an die Wiedergeburt und somit auch das Anlegen von Zissmen war vor allem in der Kultur der Marhynianer weit verbreitet. Aber auch die nachfolgenden Kulturen, die stark vom marhynianischen Kulturerbe geprägt waren (vor allem die Sanskitaren und einige Slachkarenherrscher), pflegten diese Tradition über die Jahrtausende hinweg bis heute. Auch wenn der Bau einer neuen Zissme heutzutage vergleichsweise selten ist.

Um ihren Zweck zu erfüllen, musste ein solcher Hort also entweder gut versteckt liegen, gut bewacht sein oder beides. Zudem musste sich der Erbauer eine gute Strategie überlegen, wie er (und wenn möglich nur er!) mit Hilfe von Erinnerungsfetzen an sein früheres Leben oder durch Fähigkeiten, welche den Tod und die Wiedergeburt überdauern, die Zissme wiederfinden und an deren Inhalt kommen kann. Die Lösungen für dieses Problem reichen von verborgenen Hinweisketten über verschlüsselte Schatzkarten und Rätsel, Rätselfallen, magische Wächter, die Losungsworte verlangen, bis hin zu gefährlichen Labyrinthen.

Waren die Zissmen zu Beginn nichts weiter als Geheimräume im Keller, Löcher im Garten oder Hohlräume hinter dem Kamin, entwickelten Sie sich im Laufe der Zeit und mit der Größe der zu verbergenden Schätze zu komplexen, unterirdischen Gewölben mit allerlei Sicherheitsmaßnahmen und Hindernissen. Das Wettrüsten zwischen Räubern und Erbauern nahm dabei immer groteskere und umfangreichere Dimensionen an.

Eine Spezialität der Marhynianer beim Zissmenbau, war die Verwendung hochentwickelter Magie. Das betrifft sowohl das Errichten des Komplexes als auch dessen Schutz durch immerwährende Zauber, magische Wächter, Fallen, Illusionen, Rätsel und Flüche. Für die Wächterfunktionen waren besonders Golems, Elementare, Geister, Untote, Nephriitim oder versteinerte Bestien geeignet, die sich bei einem Fehler des Erkundenden zurückverwandeln.

Doch seit den Tagen der Marhynianer und auch der späteren menschlichen Erbauer hat sich viel verändert. Der Zahn der Zeit nagt an so manchem Gewölbe. Andere sind in Folge des Kataklysmus gar zerstört oder in ihrer Magie gestört worden oder haben inzwischen neue Bewohner. So mancher Drache (besonders die im Untergrund lebenden Düsterwürmer) hat sich hier seinen Hort eingerichtet. Doch auch andere Lebewesen wie Grabwühler, Blutasseln oder Riesenspinnen haben einen Zugang zu diesen Schutzräumen gefunden. Und selbst manche Räuberbande fühlt sich in den alten Gewölben durchaus wohl.

Aus der ursprünglichen Zissmenbaukultur entwickelten sich mit der Zeit weitere, teils sehr skurrile Varianten. So nutzten einige Baumeister die geheimen Gewölbe auch als persönliche Grabkammern, Verließe oder Zufluchtsorte. Noch absonderlicher sind die "Ghortos", auch "Unterirdischen Gärten" genannt. Einigen Legenden zufolge zogen es einige wenige wohlhabende Marhynier vor, in ihren Schatzkammern zu leben um diese nicht unbeaufsichtigt zu lassen und vor allem Unheil der Außenwelt sicher zu sein. Und da kaum jemand einsam und alleine Leben möchte, soll es sogar ganze Familien und Gruppen gegeben haben, die ihr komplettes Leben unter der Erde verbrachten.

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